Vivat Maria Theresia! - Ein Rise of Prussia AAR auf Seiten der Habsburger

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rawoll
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Beitrag von rawoll »

Werter der_Dessauer,

seid trotz der Niederlagen vor Prag meiner Hochachtung versichert. Die Verluste des Feindes waren horrend und müssen von Friedrich teuer ersetzt werden. Er hat vielleicht Geld und Gut, aber es fehlen ihm auf lange Sicht hin die Männer, um alle Verluste adäquat ausgleichen zu können. Ich rate Euch untertänigst nutzt seine Streitkräfte ab. Ich hoffe für Euch, dass der nahende oder schon herrschende Winter den Feind behindern wird. Sowohl die Schwerinschen Truppen im Gebirge vor Königgrätz wenn Sie so unvorsichtig waren, sich nicht rechtzeitig an die Elbe zurückzuziehen, als auch Friedrichs Belagerungskorps vor Prag werden weitere Abnutzungen erleiden.

Habt Ihr noch Reiterei, um seine Versorgung von Dresden her abzuschneiden. Hat er ein Depot an der Elbe gebaut? Wenn nicht, umso besser, dann wird er eher früher als später zurückgehen müssen. Kommt Furtak noch zum Plündern über das Gebirge nach Chemnitz ...?

Ein Hoch auf unsere geliebte Kaiserin und Euch das Glück des Krieges.
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Bassewitz
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Beitrag von Bassewitz »

Also wenn Prag so lange gehalten werden kann, wäre ein Einsatz des Generals Winter wünschenswert.
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der_Dessauer
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Beitrag von der_Dessauer »

Vivat Maria Theresia!


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Gesammelte Berichte des Hofkriegsrates, Stand 01. Dezember 1756

Kriegsschauplatz Grenzgebirge Böhmen / Schlesien

Trotz der harten Kämpfe bei Prag rührt sich im Grenzgebirge zu Schlesien wenig. Das preußische Kavalleriekorps hält seine Position bei Nachod unverändert bei. Es konnte auch keine weitere Verstärkung dieses Korps beobachtet werden. Da es aber trotzdem eine Bedrohung für unsere Verbindungen in diesem Teil Böhmens darstellt, bleibt das III. Korps der „Böhmischen Armee“ vorerst wo es ist. Im Moment wird an der Fertigstellung eines größeren Magazins gearbeitet. Durch dieses sollen die vielen Truppen in der Region besser den Winter über versorgt werden. Der Hofkriegsrat ist gespannt wie lange die Preußen ihre Stellung beibehalten, denn langsam schneien die Pässe nach Schlesien zu.
Die unveränderte Lage bei Königgrätz


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Kriegsschauplatz Böhmen und Mähren

Während sich die Avantgarde weiter in Richtung Eger zurückzieht, gab es vor Prag weitere Kämpfe, die mit einer Überraschung endeten. Da der schwer verwundete Feldmarschall Browne außer Stande ist die „Böhmische Armee“ zu führen, übernahm der Feldmarschallleutnant Kollowrat das Kommando über die noch verbliebenen Truppen. In den Tagen nach der Schlacht gelang es die Verbände wieder einigermaßen zu ordnen, neu mit Waffen und Munition auszustatten und zu Versorgen.
Der Rückzug der Avantgarde


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Währenddessen beendeten die Preußen die Einschließung der Stadt und Festung Prag. Allerdings schien man auch im Lager unserer Feinde noch keinen genauen Entschluss gefasst zu haben. So vergingen mehrere Tage ohne dass mit der Beschießung begonnen wurde. Im Verlauf des 26. Novembers kam dann die Nachricht von unseren Kavalleriepatrouillen, dass der Gegner mit dem Abtransport des Trosses und der schweren Kanonen begann. Dies deutete alles daraufhin das der preußische König sein Winterquartier lieber in Sachsen als hier vor den Toren von Prag aufschlagen wollte. Sofort wurde ein Kriegsrat einberufen um einige Optionen abzuwägen, zwei Parteien bildeten sich, die einen stimmten dafür die Preußen ziehen zu lassen, die anderen dafür das man einzelne abziehende preußische Korps überraschend angreifen sollte. Feldmarschallleutnant Kollowrat gab der letzteren seinen Zuspruch. So wurde alles vorbereitet, um das schwächste feindliche Korps in der frühe des 27. Novembers anzugreifen. Da das I. Korps zahlenmäßig noch recht stark war, wurde diesem der Auftrag gegeben den Angriff gegenüber der Masse der preußischen Hauptarmee abzuschirmen. Trotz des hohen Verlusts aus der letzten Schlacht, sollte das II. Korps die Hauptlast des Angriffs tragen. Als Angriffsziel wurde das Korps des Generalleutnant August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern auserkoren, welches sich diesseits der Moldau südlich von Prag befand. Natürlich wussten die Preußen von der Nähe der „Böhmischen Armee“, aus diesem Grund hatten sie sehr schnell zahlreiche Schanzen, Verhaue und Batteriestellungen errichtet, um sich vor einem überraschenden Angriff zu schützen. Der Angriff in den frühen Morgenstunden des neuen Tages entwickelte sich schnell, zwar hatten die Brigaden des I. Korps einige Probleme die vereisten Höhen des Homole und des Tabor Berges zu besteigen, dennoch gelang es ihnen. Nur wenige preußische Kavallerie-Vorposten mussten gewaltsam vertrieben werden. Zeitgleich mit dem Antreten des I. Korps begannen die Kanonen des II. Korps ein kurzes aber intensives Feuer auf die Stellungen des preußischen Korps zu legen. Unter dessen Schutz rückten die Infanterie-Brigaden voran. Erstaunlicherweise erwiderten die Preußen das Feuer nicht, auch als die ersten Infanteriespitzen schon fast an den Schanzen waren bekamen sie kein Feuer. Schnell überwanden die Männer aus Lascys und Wolffersdorffs Brigaden die Hindernisse und stellten mit Erstaunen fest das diese nicht besetzt waren. Erst in einiger Entfernung waren preußische Formationen in der Nähe der Moldau zu sehen. Offensichtlich waren sie gerade dabei ihre Verbände mit Hilfe einer Pontonbrücke über die Moldau überzusetzen. Ein perfekter Augenblick für einen Angriff. Schnell wurde die Artillerie herangeholt und in neue Feuerstellungen abgeprotzt. Nur Minuten später eröffnete diese ein vernichtendes Feuer auf die zusammengeballten Preußen. Die Wirkung muss schrecklich gewesen sein. Auch ließ Feldmarschallleutnant Kollowrat keine Zeit verstreichen und entwickelte alle seine Infanterie-Brigaden zum Angriff in Richtung Pontonbrücke. Jedoch hatten sich auch die Preußen gefangen und leiteten ihrerseits einen Gegenangriff ein.
Impressionen aus den Kämpfen bei Prag am 27. November 1756


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Im welligen Gelände zwischen beiden Positionen trafen die Infanteristen beider Seiten aufeinander. Preußische und österreichische Kanonen hielten in die kämpfende Masse hinein. Lange Zeit konnte nicht genau beobachtet werden wer die Oberhand in diesem Ringen gewann. Nach gut einer Stunde begann der Feind sich kämpfend in Richtung Pontonbrücke abzusetzen. Mehrfach gelang es kaiserlichen Kürassierregimentern in gegnerische Verbände einzubrechen. Dennoch verhinderte die preußische Artillerie in Zusammenwirkung mit der tapferen und aufopfernden kämpfenden Infanterie eine schärfere Verfolgung des Feindes. Gegen Mittag hatten die Preußen alle Verbände auf das jenseitige Ufer der Moldau gebracht und die Pontonbrücke angezündet. Erschöpft, aber auch Stolz über den errungen Erfolg hielten die Regimenter des II. Korps ihre erreichten Positionen bis der Gegner gänzlich abgezogen war. Über den ganzen Tag unternahm der preußische König keinen Versuch seine im Süden kämpfenden Truppen zu unterstützen. In diesem Moment zieht sich die preußische Hauptarmee mit allen Teilen über Budin in Richtung böhmisch-sächsische Grenze zurück. Dieser Tag kostete den Preußen insgesamt 7.200 Soldaten die getötet oder verwundet wurden, oder in Gefangenschaft geraten sind. Große Mengen Kriegsgüter des preußischen Trosses konnten neben sieben Fahnen erbeutet werden. Die eigenen Verluste sind mit 3.500 Soldaten nur halb so hoch, und doch recht schmerzlich. Da fürs Erste die Gefahr für Prag gebannt scheint, nimmt die „Böhmische Armee“ Winterquartier in dieser Region. Die nächsten Monate stehen ganz im Zeichen der Auffrischung der abgekämpften Verbände.
Ergebnis der Kämpfe bei Prag am 27. November 1756


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Plan der Kämpfe bei Prag am 27. November 1756


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Die Stärke der österreichischen Kräfte nach den Kämpfen bei Prag am 27. November 1756


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Die Lage nach den Kämpfen


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Neuaufstellungen und Verstärkungen

Um die in den letzten Kämpfen erlittenen Verluste zumindest etwas wieder auszugleichen, wurde die Aufstellung von vier Rekrutenbataillonen angeordnet. In diesen wird eine zügige, aber dennoch gründliche Ausbildung der neuen Soldaten vorgenommen. Wir hoffen, dass in drei Monaten die ersten Marschkompanien als Ersatz zum I. und II. Korps nach Prag abrücken können. Derweilen traf die Nachricht ein, dass das Infanterieregiment No. 39 ungarisch „Erzherzog“ bei Tabor komplett formiert wurde. Es steht, wie schon angedeutet, unter dem Befehl des Generalfeldwachtmeister Alois Radicati und wird mit seinen beiden Bataillonen die eine Hälfte einer neuen Infanterie-Brigade bilden.
Die neuste Ausgabe der „Wiener Zeitung“


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Thomasius
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Beitrag von Thomasius »

Bemerkenswerte Schlachten die eure Null von Oberkommandierendem gegen einen überlegenen Gegner geschlagen hat. Ob Friedrich in den Schlachten zu viel riskiert hat?
Historisch hat Friedrich II. einige Schlachten vergeigt die er mit etwas weniger Risiko gewonnen hätte. Genaugenommen war Friedrichs jüngerer Bruder Heinrich der bessere Feldherr und Friedrich hat das sogar mal zugegeben im Sinne von, dass er der einizige Feldherr war der im siebenjährigen Krieg keinen Fehler gemacht hat.
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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Prinz Heinrich hatte auch die letzte Schlacht gegen die alliierten Franzosen und Österreicher bei Maxen gewonnen, soweit ich noch weiss. Die letzte Schlacht im Siebenjährigen Krieg wohlgemerkt...

Trotzdem beachtlich, dass die "Böhmische Armee" eine Schlacht gegen Friedrich gewann, hätte ich nicht erwartet.

herzliche grüsse

Hohenlohe... :smoke:
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der_Dessauer
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Beitrag von der_Dessauer »

Werter Hohenlohe und Werter Thomasiusonair,

auch wir halten den Prinzen Heinrich für einen begabten Feldherrn, allerdings fehlte ihm doch das gewisse Charisma seines Bruders. Zudem möchte ich anmerken, dass Heinrich zwar die letzte Schlacht des Siebenjährigen Krieges gewonnen hat, es sich dabei aber um die Schlacht bei Freiberg am 29. Oktober 1762 handelt. In der Schlacht von Maxen am 20. November 1759 gelang es dagegen Leopold Joseph Graf Daun ein ganzes preußisches Korps unter dem Befehl des Generalleutnant Friedrich August von Finck zu vernichten. 15.000 preußische Soldaten wurden in der Masse zu Kriegsgefangenen gemacht, dies ging als „Finckenfang bei Maxen“ in die Geschichte ein. Auch der Generalleutnant wurde gefangen, nach Ende des Krieges kehrte er nach Preußen zurück und wurde dort vor ein Kriegsgericht gestellt, welches ihn zu einem Jahr in der Festung Spandau verurteilte. Danach erfolgte die Kassation, die unehrenhafte Entlassung aus dem Militärdienst. Finck diente von da an in Dänemark als General der Infanterie bis zu seinem Tode am 24. Februar 1766.

Was die letzten Kämpfe bei Prag angeht, hatten wir wohl Glück. Der Stoß traf die schon abziehenden Preußen in einem schwachen Moment. Nur so sind die Unterschiede in den Verlustzahlen zu erklären. Schade das sich das I. Korps nicht etwas mehr in diesem Ringen auszeichnen konnte.

Gruß der_Dessauer
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Thomasius
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Beitrag von Thomasius »

der_Dessauer hat geschrieben:auch wir halten den Prinzen Heinrich für einen begabten Feldherrn, allerdings fehlte ihm doch das gewisse Charisma seines Bruders.
Wir bezweifeln das Friedrich II. besonders charismatisch war. Charisma fällt mächtigen und einflussreichen Menschen alleine durch ihr Amt zu.
Nur ein paar aktuelle Beispiele: Ratzinger hat knapp 80 Jahre sicher niemand für charismatisch gehalten, seid er Papst ist gibt eine Menge die das so sehen. Auch Wulf hat ohne Amt null Charisma, als Ministerpräsident oder Grüßaugust glaubten doch eine ganze Reihe Menschen Charisma zu erkennen.
Das dann einen absolutistischen König wie Friedrich Charisma zugeschrieben halten wir vollkommen normal.
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der_Dessauer
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Beitrag von der_Dessauer »

Werter Thomasiusonair,

wir möchten hier keine weitläufige Pro und Contra Diskussion über den preußischen König führen, halten es aber dennoch für angebracht einiges aus unserer Sicht zu erklären. Charisma wird im Duden mit einer starken persönlichen Ausstrahlung gleichgesetzt, und ohne Umschweife kann man Friedrich dem Großen eine solche zusprechen. Wir möchten betonen, dass dies in seinem ersten Lebensabschnitt nichts mit einem Amt zu tun hat. Jeder kennt die Geschichte zwischen ihm und seinem Vater, eine durchaus sehr schwierige Beziehung, die sogar fast mit dem Tode des Kronprinzen geendet hätte. Schon vor der Übernahme der Regierungsgeschäfte übte er auf seine Mitmenschen eine besondere Faszination aus, die zum Beispiel in häufigen Briefwechseln zwischen ihm und hochgestellten Persönlichkeiten der Epoche gekennzeichnet wird. Nachdem er König in Preußen wurde traten im Laufe der Zeit wohl auch andere Charaktermerkmale zum Vorschein, dennoch vergrößerte sich eher der Wert seiner Person als das er geschmälert wurde. Besonders in den Schlesischen Kriegen war dies von hohem Gut. Anders als andere Könige seines Zeitalters hat er sich nicht geschont, blieb jede Feldzugsaison bei den Truppen und hat sich mit ihnen ins Feuer begeben. Mehrfach wurde er in den Schlachten vom Sensenmann nur um Haaresbreite verfehlt und wir können gar nicht sagen wie viele Pferde unter ihm durch feindliche Geschosse getötet wurden. Einen solchen Einsatz wird von den gemeinen Soldaten aufs aller höchste honoriert, was sich in ihrem Einsatz wiederspiegelte. Letztendlich übt seine Person eine Anziehungskraft aus, der man sich nur schwer entziehen kann. Nur ein in sich gefestigter Charakter kann einer Welt von Feinden einen Staat wie Preußen abringen. Wir sind uns bewusst, dass wir hier über einen absolutistische Herrscher reden, ohne dessen Befehl sich kein Spatz rühren darf und für den hunderttausende Soldaten auf den Schlachtfeldern des 18. Jahrhundert ihr Blut vergossen haben. Auch müssen wir hier in Erinnerung rufen, dass die Persönlichkeit dieses Königs in der späteren deutschen Geschichte einen Diktator zum Aushalten bis zum bitteren Ende veranlasst hat. Nach allem bleiben wir jedoch der Meinung, dass Friedrich der Große ein ausehrgewöhnlicher Mensch war, der seine Mitmenschen inspirierte und wenn das nicht für ein gewisses Charisma spricht wissen wir auch nicht weiter. Wie ihr euch wohl schon denkt sind wir eher positiv auf diesen preußischen König eingestellt. Wir haben uns schon geraume Zeit mit diesem Themengebiet auseinander gesetzt und wissen das es immer Friedrich Befürworter und Friedrich Gegner geben wird. Wenn dies gewünscht wird, wären wir gerne dazu bereit diese Diskussion in einem anderen Teil des Forums fortzusetzen.

Euer der_Dessauer
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Jörg von Frundsberg
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Beitrag von Jörg von Frundsberg »

Also wir lieben den preußischen König :eek: :D und nun mal so einer schöner AAR !! weiter so
Merde perdu encore ! letzte Worte des Marquis Montcalm bei der Schlacht bei Quebec 1759
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Thomasius
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Beitrag von Thomasius »

der_Dessauer hat geschrieben:
Werter Thomasiusonair,

wir möchten hier keine weitläufige Pro und Contra Diskussion über den preußischen König führen, halten es aber dennoch für angebracht einiges aus unserer Sicht zu erklären. Charisma wird im Duden mit einer starken persönlichen Ausstrahlung gleichgesetzt, und ohne Umschweife kann man Friedrich dem Großen eine solche zusprechen. Wir möchten betonen, dass dies in seinem ersten Lebensabschnitt nichts mit einem Amt zu tun hat. Jeder kennt die Geschichte zwischen ihm und seinem Vater, eine durchaus sehr schwierige Beziehung, die sogar fast mit dem Tode des Kronprinzen geendet hätte. Schon vor der Übernahme der Regierungsgeschäfte übte er auf seine Mitmenschen eine besondere Faszination aus, die zum Beispiel in häufigen Briefwechseln zwischen ihm und hochgestellten Persönlichkeiten der Epoche gekennzeichnet wird. Nachdem er König in Preußen wurde traten im Laufe der Zeit wohl auch andere Charaktermerkmale zum Vorschein, dennoch vergrößerte sich eher der Wert seiner Person als das er geschmälert wurde. Besonders in den Schlesischen Kriegen war dies von hohem Gut. Anders als andere Könige seines Zeitalters hat er sich nicht geschont, blieb jede Feldzugsaison bei den Truppen und hat sich mit ihnen ins Feuer begeben. Mehrfach wurde er in den Schlachten vom Sensenmann nur um Haaresbreite verfehlt und wir können gar nicht sagen wie viele Pferde unter ihm durch feindliche Geschosse getötet wurden. Einen solchen Einsatz wird von den gemeinen Soldaten aufs aller höchste honoriert, was sich in ihrem Einsatz wiederspiegelte. Letztendlich übt seine Person eine Anziehungskraft aus, der man sich nur schwer entziehen kann. Nur ein in sich gefestigter Charakter kann einer Welt von Feinden einen Staat wie Preußen abringen. Wir sind uns bewusst, dass wir hier über einen absolutistische Herrscher reden, ohne dessen Befehl sich kein Spatz rühren darf und für den hunderttausende Soldaten auf den Schlachtfeldern des 18. Jahrhundert ihr Blut vergossen haben. Auch müssen wir hier in Erinnerung rufen, dass die Persönlichkeit dieses Königs in der späteren deutschen Geschichte einen Diktator zum Aushalten bis zum bitteren Ende veranlasst hat. Nach allem bleiben wir jedoch der Meinung, dass Friedrich der Große ein ausehrgewöhnlicher Mensch war, der seine Mitmenschen inspirierte und wenn das nicht für ein gewisses Charisma spricht wissen wir auch nicht weiter. Wie ihr euch wohl schon denkt sind wir eher positiv auf diesen preußischen König eingestellt. Wir haben uns schon geraume Zeit mit diesem Themengebiet auseinander gesetzt und wissen das es immer Friedrich Befürworter und Friedrich Gegner geben wird. Wenn dies gewünscht wird, wären wir gerne dazu bereit diese Diskussion in einem anderen Teil des Forums fortzusetzen.

Euer der_Dessauer
Wir könnten aus unserer Sicht fast jedes eurer Argumente entkräften oder widerlegen, aber wozu? Wir werden euch nicht überzeugen können und dazu ist eurer schöner AAR auch nicht da. Wir sind übrigens kein Gegner von Friedrich II., aber wenn man 250 Jahre Glorifizierung wegwischt bleibt nicht viel übrig vom "Heiligenschein".
Außerdem werdet ihr in diesem AAR Friedrich II. den A... ordentlich versohlen. :fecht: Es Lebe Maria Theresia :D


@Frundsberg
Also wir lieben den preußischen König
Was sagt eure Frau dazu? :eek:
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der_Dessauer
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Beitrag von der_Dessauer »

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Gesammelte Berichte des Hofkriegsrates, Stand 19. Dezember 1756

Kriegsschauplatz Grenzgebirge Böhmen / Schlesien

Nach den neusten Aufklärungsergebnissen zu urteilen, gibt es bei dem preußischen Kavalleriekorps welches sich in Nachod aufhält arge Versorgungsschwierigkeiten. Der Winter hat die letzten Wochen besonders im Gebirge hart zugeschlagen und weite Teile der Pässe nach Schlesien ungangbar gemacht. Daraus erwächst uns vielleicht ein Vorteil. Der Feldmarschallleutnant Piccolomini lässt in diesem Augenblick erkunden, ob eine Möglichkeit besteht möglichst schnell und ungesehen in eine günstige Ausgangsstellung für einen Angriff auf dieses Korps zu kommen. Die Chancen für einen Erfolg wären recht hoch, da 13.000 preußische Kavalleristen der geballten Macht des III. Korps der „Böhmischen Armee“ gegenüberstehen würden. Wir hoffen auf baldige Nachricht zu diesen Plänen.
Die weiterhin unveränderte Lage bei Königgrätz


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Kriegsschauplatz Böhmen und Mähren

In den letzten Tagen und Wochen nach den schweren Kämpfen tat sich nicht viel. Die preußische Hauptarmee ist mit ihrer Masse bis Lobositz zurückgegangen und befindet sich auf dem weiteren Marsch in Richtung Dresden. Die Reste der Avantgarde der „Böhmischen Armee“ befinden nur noch wenige Marschtage von Karlsbad entfernt. Derweilen gehen die Einquartierungen in und um Prag weiter.
Die Lage im nordwestlichen Böhmen


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Neuaufstellungen und Verstärkungen

Um den Ausgleich der erlittenen Verluste weiter zu beschleunigen wurde die Aufstellung von zwei weiteren Rekrutenbataillonen angeordnet.
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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Friedrich II. war ein einzigartiger Kauz...musikalisch begabt, schriftstellerisch tätig(Anti-Machiavelli) und in Korrespondenz mit Voltaire. Er war ein "aufgeklärter" Monarch trotz seines Absolutistischen Monarchiedenkens, er entwickelte nach dem Kriege sein Reich weiter, duldete aber keinen Mann in seiner Nähe, der ihm vom Glanz der Persönlichkeit her Konkurrenz machen konnte wie sein Bruder Heinrich, der ihn dann mied und sich auf seine Güter zurückzog, weil die beiden Brüder zerstritten waren, obwohl man beiden zuvor eine Romanze nachsagte, weil sie beide offenbar homosexuell waren, daher hatte Friedricch keine Nachkommen mit seiner Königin, das sind aber alles unbestätigte Annahmen. Jedenfalls überlebte Prinz Heinrich seinen Bruder um etliche Jahre. Er soll seinem Neffen, den damaligen König Friedrich Wilhelm gewarnt haben davor in Frankreich einzumarschieren nach der Revolution, was dieser nicht beachtete...Die preussische Armee reformierte sich nicht nach dem Tode Friedrichs, sondern behielt ihre Struktur bei, erst Scharnhorst setzte nach der Niederlage 1806 eine Militärreform durch, die dann erfolgreich war.

Aber nichstdestotrotz schmälert das das Gedenken an den alten Fritz ned, er ist einzigartig im Bewusstsein des Volkes geblieben, als ein Monarch ohnegleichen...

herzliche grüsse an den der_Dessauer...

Hohenlohe, der ein Friedrich-Fan ist... :smoke:
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Beitrag von 123 »

Vor allem hatte er das unglaubliche Glück, den 7-Jährigen Krieg auch tatsächlich durchzustehen, auch wenn sein Königreich danach erstmal in Trümmern lag. Er war ein skrupeloser Spieler (genau wie Julius Caesar), der sein Land und seine Leute bedenkenlos als Einsatz auf den Spieltisch geworfen hatte, und er hatte außerdem ein großes Geschick bei der Self-PR. Mit Sicherheit hatte er das nötige Quentchen Charisma, um die richtigen Leute an sich zu binden. Aber wenn er den Krieg - und damit Schlesien wieder - wie eigentlich erwartet verloren hätte, würde man ihn heute mit Sicherheit nicht als den "Großen" bezeichnen.

Sind diese Mund-und Augen-losen Offiziere eigentlich echte Spielgrafik? Die sehen ja fies aus.
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der_Dessauer
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Beitrag von der_Dessauer »

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Gesammelte Berichte des Hofkriegsrates, Stand 03. Jänner 1757

Kriegsschauplatz Grenzgebirge Böhmen / Schlesien

Im Grenzgebirge zu Schlesien kam es am Neujahrstag zu einem Aufeinandertreffen von österreichischen und preußischen Truppen. Feldmarschallleutnant Piccolomini hatte den Versuch gestartet das preußische Kavalleriekorps in seinen Winterquartieren zu überfallen und wenn möglich diesem empfindliche Verluste zuzufügen. Trotz guter Abschirmung des Anmarsches durch unsere leichten Truppen, gelang es dem Gegner die Bewegung aufzuklären. Überstürzt zog er sich, vor unseren Augen, aus Nachod zurück. Gedeckt wurde dieser Abmarsch durch seine Artillerie, welche mit etwa 70 Kanonen unseren Vormarsch aufzuhalten versuchte. Unsererseits hielt die Korpsartillerie des III. Korps, unter dem Befehl des Obrist-Wachtmeister James „Pete“ Longstreet, 96 Kanonen stark in die abmarschierenden Preußen. Eine regelrechte Verfolgung des Gegners unterblieb, da alle unsere Truppen durch die bisherigen Gewaltmärsche äußerst geschwächt waren. Noch dazu muss gesagt werden, dass das preußische Korps bei Nachod nicht nur, wie berichtet, Kavallerie in seinen Reihen hatte, sondern auch durch eine Infanterie-Brigade verstärkt wurde. So blieb es bei diesem Artillerieduell. Nach dem Abzug der Preußen besetzten die kaiserlichen Truppen Nachod und erbeuteten dabei Teile des Trosses des Feindes. Unsere Truppen hatten bei diesem Aufeinandertreffen Verluste in Höhe von 52 Gefallenen und 268 Verwundeten. Der Feind verlor durch die Wirkung unserer Geschütze annährend 700 Soldaten und 300 Pferde. Trotz dieses Erfolges, und zur Überraschung der Truppen, wurde auf Dafürhalten Ihrer Majestät ein Wechsel in der Kommandoebene des III. Korps durchgeführt. Der Feldmarschallleutnant Piccolomini tritt sein Kommando an den Feldmarschall Leopold Joseph Graf von Daun ab und übernimmt dafür die Stelle des Chefs des Stabes des III. Korps. Nachdem die etwas durcheinander geratenen Verbände wieder geordnet sind, wird das Korps wieder nach Königgrätz ziehen um hier, so hoffen wir, endgültig seine Winterquartiere einnehmen zu können.
Das Ergebnis des Artillerieduells bei Nachod am 01. Jänner 1757


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Die Lage nach der Rückgewinnung von Nachod


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Feldmarschall Leopold Joseph Graf von Daun


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Kriegsschauplatz Böhmen und Mähren

Während sich die Avantgarde immer noch quälend langsam auf Eger zubewegt, gab es auch in den Befehlsebenen der „Böhmischen Armee“ Veränderungen. Schwer angeschlagen durch seine erlittenen Verwundungen und eine Lungenkrankheit bleibt Feldmarschall Browne in Prag ans Bett gefesselt. So ist es ihm nicht möglich die Armee zu führen, um hier klare Verhältnisse zu schaffen wurde der Feldmarschall Prinz Karl Alexander von Lothringen zum neuen Oberbefehlshaber ernannt. Währenddessen haben die letzten preußischen Truppen den böhmischen Boden verlassen. Alle Teile der feindlichen Armee befinden sich jetzt im Raum Dippoldiswalde oder weiter nördlich im Marsch auf Dresden.
Die Lage im nordwestlichen Böhmen


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Feldmarschall Prinz Karl Alexander von Lothringen


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Neuaufstellungen und Verstärkungen

Um die erlittenen Verluste unter den kaiserlichen Grenadieren zumindest etwas wieder auszugleichen, wurde in Wien mit der Aufstellungen einer Rekrutengrenadierkompanie begonnen. Des Weiteren wird in Karlsbad ein neues Grenzregiment aufgestellt. Dieses soll später der arg geschrumpften Avantgarde zugeteilt werden.
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Beitrag von der_Dessauer »

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Gesammelte Berichte des Hofkriegsrates, Stand 18. Jänner 1757

Kriegsschauplatz Grenzgebirge Böhmen / Schlesien

Im Grenzgebirge zu Schlesien kehrt langsam Ruhe ein. Nachdem eine kleine Besatzung in Nachod zurückgelassen wurde, hat sich das III. Korps der „Böhmischen Armee“ auf den beschwerlichen Rückmarsch nach Königgrätz gemacht.

Kriegsschauplatz Böhmen und Mähren

Durch schwere Winterstürme in ihrem Marsch gebremst, hat sich die Avantgarde bis Karlsbad durchgeschlagen und bezieht vorerst hier ihre Winterquartiere. In Prag sind unterdessen neue Feldoffiziere aus Wien eingetroffen. Der Feldmarschallleutnant Serbeloni und der Generalfeldwachtmeister Siskovice werden im kommenden Frühjahr neue Truppenverbände führen. Die letzten Meldungen vom Feinde besagen, dass sich die königlich-preußische Hauptarmee mit allen Teilen zwischen Torgau und Dresden in die Winterquartiere begeben hat.
Feldmarschallleutnant Serbeloni


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Generalfeldwachtmeister Siskovice

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Lagemeldungen aus Sachsen


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Neuaufstellungen und Verstärkungen

In Prag wurde mit der Aufstellungen einer weiteren Versorgungskompanie begonnen. Des Weiteren wurde eine neue Welle Werber in die deutschen Lande entsandt um hier den ein oder anderen Rekruten für die nächste Feldzugsaison zu finden.
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Qianlong

Beitrag von Qianlong »

Wahrhaft ein Genuss euren AAR zu lesen. Wir freuen uns auf eine neue Ausgabe.

Österreich hat ja anscheinend mit wahrlich vielen Nieten als Kommandeuren zu kämpfen 0-0-0. Wird das mit der Zeit besser? Ist da überhaupt eine Chance im Felde siegreich zu sein?
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Beitrag von der_Dessauer »

Werter Qianlong,

wir freuen uns das euch unser AAR gefällt. Was die Kommandeure angeht, bleiben wir lieber etwas zurückhaltend. Wir hoffen darauf, dass mit Daun, Laudon, Ligne, Lacy und einigen weiteren Offizieren eine gute Basis aufgebaut werden kann. Was auffällt ist natürlich, dass die Stärke der österreichischen Generale in der Defensive liegt. Dies entspricht auch der Taktik der Feldherren der Kaiserin, nominal führen diese einen Krieg in welchem versucht wird mit Märschen und anderen Bewegungen den Gegner langsam zurückzudrängen (Als Beispiel sei hier der Feldzug von 1744 unter dem Feldmarschall Traun genannt.). Kommt es zum Kampf liegt ihr Vertrauen oft in einer erhöhten Defensivstellung und die Wirkung der Artillerie. Wir werden sehen ob sich dies in diesem AAR so bewerkstelligen lassen wird, möchten allerdings doch weitaus offensiver Vorgehen.

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JacquesDeLalain

Beitrag von JacquesDeLalain »

Endlich ein RoP-Spielbericht von der netten, sympathischen Seite aus geschrieben! ( ;D ) Aber selbst hier entkommt man der borussophilen Schwelgerei oder zumindest ungebrochenen Faszination für den Star Friedrich nicht. Ich lese jedenfalls gespannt mit. Zur weiteren Untermalung sei auf mein wohl endgültig eingeschlafenes "Kaunitz-Projekt" für Napoleon/Total War verwiesen: http://www.twcenter.net/forums/showthread.php?t=532933

Im Gegensatz zur preußischen Seite gibt es auf der habsburgischen Seite nämlich einige zeitgenössische Ölgemälde von den seltenen habsburgischen Siegen (siehe "contemporary art" im verlinkten Eröffnungspost).

PS:Kennt Ihr wahrscheinlich ohnehin schon: digitalisierte Ausgaben des Wienerischen Diariums: http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz
Der Zarewitsch
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Beitrag von Der Zarewitsch »

Geht es bald weiter? :rolleyes:
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.
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der_Dessauer
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Beitrag von der_Dessauer »

Vivat Maria Theresia!


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Gesammelte Berichte des Hofkriegsrates, Stand 07. April 1757

Kriegsschauplatz Grenzgebirge Böhmen / Schlesien

Nach einem ungewöhnlich langen und harten Winter kehrt nun langsam wieder der Frühling in diese Gegenden zurück. Mit dem schmelzendem Schnee öffnen sich auch wieder die Pässe nach Schlesien. Um etwaigen Vorstößen der Preußen zuvor zu kommen, hat das III. Korps der „Böhmischen Armee“ sich wieder nach Nachod begeben, um dieses Einfalltor nach Nordböhmen zu schützen. Der Feind scheint seine Kräfte in der Grafschaft Glatz zu konzentrieren.
Die Lage im Grenzgebirge


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Kriegsschauplatz Böhmen und Mähren

Den Winter über konnten durch Zuführung neu ausgebildeter Rekruten die Sollstärken wieder erhöht werden. Die Avantgarde der „Böhmischen Armee“ zählt zurzeit 1.786 Soldaten und 256 Pferde und wird laufend weiter verstärkt. Auch das II. Korps konnte sich erholen und steht mit etwa 16.000 Soldaten weiterhin mit dem I. Korps zusammen vor Prag. Weiterhin sind in den letzten Wochen einige größere Verbände aus allen Teilen Europas auf dem Kriegsschauplatz eingetroffen, diese werden über Wien weiter in Richtung der Festung Brünn geschickt. In zwei bis drei Monaten werden sich hier über 35.000 Soldaten versammelt haben, die dazu noch über einen großen Train an Belagerungsartillerie verfügen werden. Der Hofkriegsrat hofft diese Streitkraft so schnell wie möglich offensiv in Schlesien zum Einsatz zu bringen. Vorher muss jedoch ein neuer Angriff des preußischen Königs auf Prag abgewehrt werden. Zurzeit sammelt sich die königlich-preußische Hauptarmee um Dresden, es wird wohl nicht mehr sehr lange dauern bis sie ihren Marsch nach Süden antritt.
Sammeln neuer Verbände bei Brünn


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Die neuste Ausgabe der „Wiener Zeitung“


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Werte Leserschaft,

wir möchten uns für die längere Unterbrechung entschuldigen, jedoch waren wir mit der Durchführung von Eigenausbildung und dem Besuch eines Truppenübungsplatzes sowie dessen Vor- und Nachbereitung einige Wochen stärker in Anspruch genommen. Wir hoffen nun diesen AAR wie gewohnt weiterführen zu können.

Euer der_Dessauer
"Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht."

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