Ansprachen und Reden
Moderator: ulysses
Auszug aus Bismarcks "Blut und Eisen Rede"
Auf längere Auseinandersetzungen Forckenbecks über das Bewilligungsrecht und den Art. 99 der Verfassung und über den Wunsch des Volkes nach der verkürzten Dienstzeit erwidert Bismarck:
Er wolle gern auf den Etat für 1862 eingehen, ohne jedoch eine präjudizierliche Erklärung abzugeben. Ein Mißbrauch von Verfassungsrechten könne von allen Seiten getrieben werden; das führe dann zur Gegenwirkung von der anderen Seite. Die Krone z. B. könne zwölfmal hintereinander auflösen, das sei gewiß nach dem Buchstaben der Verfassung erlaubt, würde aber doch Mißbrauch sein. Ebenso könne sie Streichungen des Budgets zurückweisen, ohne Maß; da sei die Grenze schwer zu ziehen; sei sie schon bei 6 Millionen? bei 16? oder bei 60? – Es gebe Mitglieder des Nationalvereins, eines wegen der Gerechtigkeit seiner Forderungen zu Ansehen gelangten Vereins – hochachtbare Mitglieder, die alle stehenden Heere für überflüssig erklärten. Ja, wenn nun eine Volksvertretung diese Ansicht hätte! Müsse nicht eine Regierung das zurückweisen?! – Von der „Nüchternheit“ des preußischen Volkes sei die Rede gewesen. Ja, die große Selbständigkeit des einzelnen mache es schwierig in Preußen, mit der Verfassung zu regieren (oder die Verfassung zu konsolidieren?); in Frankreich sei das anders, da fehle diese individuelle Selbständigkeit. Eine Verfassungskrisis sei keine Schande, sondern eine Ehre. – Wir sind ferner vielleicht zu „gebildet“, um eine Verfassung zu tragen; wir sind zu kritisch; die Befähigung, Regierungsmaßregeln, Akte der Volksvertretung zu beurteilen, ist zu allgemein; im Lande gibt es eine Menge katilinarischer Existenzen, die ein großes Interesse an Umwälzungen haben. Das mag paradox klingen, beweist aber doch alles, wie schwer in Preußen verfassungsmäßiges Leben ist. – Man ist ferner zu empfindlich gegen Fehler der Regierung; als wenn es genug wäre, zu sagen, der und der Minister hat Fehler gemacht, als wenn man nicht selbst mitlitte? – Die öffentliche Meinung wechsle, die Presse sei nicht die öffentliche Meinung; man wisse, wie die Presse entstände; die Abgeordneten hätten die höhere Aufgabe, die Stimmung zu leiten, über ihr zu stehen. Wir haben zu heißes Blut, wir haben die Vorliebe, eine zu große Rüstung für unsern schmalen Leib zu tragen; nur sollen wir sie auch utilisieren. Nicht auf Preußens Liberalismus sieht Deutschland, sondern auf seine Macht; Bayern, Württemberg, Baden mögen dem Liberalismus indulgieren, darum wird ihnen doch keiner Preußens Rolle anweisen; Preußen muß seine Kraft zusammenfassen und zusammenhalten auf den günstigen Augenblick, der schon einige Male verpaßt ist; Preußens Grenzen nach den Wiener Verträgen sind zu einem gesunden Staatsleben nicht günstig; nicht durch Reden und Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden – das ist der große Fehler von 1848 und 1849 gewesen – sondern durch Eisen und Blut. Die vorjährige Bewilligung sei erfolgt; aus welchen Gründen, sei gleichgültig; er suche aufrichtig den Weg der Verständigung: ob er ihn finde, hänge nicht allein von ihm ab. Man hätte lieber kein fait accompli machen sollen seitens des Abgeordnetenhauses. – Wenn kein Budget zustande komme, dann sei tabula rasa; die Verfassung biete keinen Ausweg, denn da stehe Interpretation gegen Interpretation; summum ius, summa iniuria; der Buchstabe tötet. Er freue sich, daß die Außerung des Referenten, wegen Möglichkeit eines anderen Beschlusses des Hauses infolge einer etwaigen Gesetzesvorlage, die Aussicht auf Verständigung lasse; er suche diese Brücke auch; wann sie gefunden werde, stehe dahin. – Das Zustandekommen eines Budgets in diesem Jahre sei der Zeit nach kaum möglich; wir seien ja in exzeptionellen Zuständen; das Prinzip der schleunigen Vorlegung des Budgets sei ja auch von der Regierung anerkannt; aber man sage, das sei schon oft versprochen und nicht gehalten; nun „Sie können doch uns als ehrlichen Leuten trauen.“ Die Interpellation, es sei verfassungswidrig, verweigerte Ausgaben zu machen, teile er nicht; zu jeder Interpretation sei Übereinstimmung der drei Faktoren nötig.
Quelle: Otto von Bismarck, Reden 1847-1869, Hg., Wilhelm Schüßler, Band 10, Bismarck: Die gesammelten Werke, Hg. Hermann von Petersdorff. Berlin: Otto Stolberg, 1924-35, S. 139-40.
Auf längere Auseinandersetzungen Forckenbecks über das Bewilligungsrecht und den Art. 99 der Verfassung und über den Wunsch des Volkes nach der verkürzten Dienstzeit erwidert Bismarck:
Er wolle gern auf den Etat für 1862 eingehen, ohne jedoch eine präjudizierliche Erklärung abzugeben. Ein Mißbrauch von Verfassungsrechten könne von allen Seiten getrieben werden; das führe dann zur Gegenwirkung von der anderen Seite. Die Krone z. B. könne zwölfmal hintereinander auflösen, das sei gewiß nach dem Buchstaben der Verfassung erlaubt, würde aber doch Mißbrauch sein. Ebenso könne sie Streichungen des Budgets zurückweisen, ohne Maß; da sei die Grenze schwer zu ziehen; sei sie schon bei 6 Millionen? bei 16? oder bei 60? – Es gebe Mitglieder des Nationalvereins, eines wegen der Gerechtigkeit seiner Forderungen zu Ansehen gelangten Vereins – hochachtbare Mitglieder, die alle stehenden Heere für überflüssig erklärten. Ja, wenn nun eine Volksvertretung diese Ansicht hätte! Müsse nicht eine Regierung das zurückweisen?! – Von der „Nüchternheit“ des preußischen Volkes sei die Rede gewesen. Ja, die große Selbständigkeit des einzelnen mache es schwierig in Preußen, mit der Verfassung zu regieren (oder die Verfassung zu konsolidieren?); in Frankreich sei das anders, da fehle diese individuelle Selbständigkeit. Eine Verfassungskrisis sei keine Schande, sondern eine Ehre. – Wir sind ferner vielleicht zu „gebildet“, um eine Verfassung zu tragen; wir sind zu kritisch; die Befähigung, Regierungsmaßregeln, Akte der Volksvertretung zu beurteilen, ist zu allgemein; im Lande gibt es eine Menge katilinarischer Existenzen, die ein großes Interesse an Umwälzungen haben. Das mag paradox klingen, beweist aber doch alles, wie schwer in Preußen verfassungsmäßiges Leben ist. – Man ist ferner zu empfindlich gegen Fehler der Regierung; als wenn es genug wäre, zu sagen, der und der Minister hat Fehler gemacht, als wenn man nicht selbst mitlitte? – Die öffentliche Meinung wechsle, die Presse sei nicht die öffentliche Meinung; man wisse, wie die Presse entstände; die Abgeordneten hätten die höhere Aufgabe, die Stimmung zu leiten, über ihr zu stehen. Wir haben zu heißes Blut, wir haben die Vorliebe, eine zu große Rüstung für unsern schmalen Leib zu tragen; nur sollen wir sie auch utilisieren. Nicht auf Preußens Liberalismus sieht Deutschland, sondern auf seine Macht; Bayern, Württemberg, Baden mögen dem Liberalismus indulgieren, darum wird ihnen doch keiner Preußens Rolle anweisen; Preußen muß seine Kraft zusammenfassen und zusammenhalten auf den günstigen Augenblick, der schon einige Male verpaßt ist; Preußens Grenzen nach den Wiener Verträgen sind zu einem gesunden Staatsleben nicht günstig; nicht durch Reden und Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden – das ist der große Fehler von 1848 und 1849 gewesen – sondern durch Eisen und Blut. Die vorjährige Bewilligung sei erfolgt; aus welchen Gründen, sei gleichgültig; er suche aufrichtig den Weg der Verständigung: ob er ihn finde, hänge nicht allein von ihm ab. Man hätte lieber kein fait accompli machen sollen seitens des Abgeordnetenhauses. – Wenn kein Budget zustande komme, dann sei tabula rasa; die Verfassung biete keinen Ausweg, denn da stehe Interpretation gegen Interpretation; summum ius, summa iniuria; der Buchstabe tötet. Er freue sich, daß die Außerung des Referenten, wegen Möglichkeit eines anderen Beschlusses des Hauses infolge einer etwaigen Gesetzesvorlage, die Aussicht auf Verständigung lasse; er suche diese Brücke auch; wann sie gefunden werde, stehe dahin. – Das Zustandekommen eines Budgets in diesem Jahre sei der Zeit nach kaum möglich; wir seien ja in exzeptionellen Zuständen; das Prinzip der schleunigen Vorlegung des Budgets sei ja auch von der Regierung anerkannt; aber man sage, das sei schon oft versprochen und nicht gehalten; nun „Sie können doch uns als ehrlichen Leuten trauen.“ Die Interpellation, es sei verfassungswidrig, verweigerte Ausgaben zu machen, teile er nicht; zu jeder Interpretation sei Übereinstimmung der drei Faktoren nötig.
Quelle: Otto von Bismarck, Reden 1847-1869, Hg., Wilhelm Schüßler, Band 10, Bismarck: Die gesammelten Werke, Hg. Hermann von Petersdorff. Berlin: Otto Stolberg, 1924-35, S. 139-40.
- GFM Beyes
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Die Rede von Adm. Ross in Star Trek DS9:
In Anlehnung an die Rede von Gen. McArthur zur Kapitulation der Japaner im Zweiten Weltkrieg.Vor 400 Jahren sprach ein siegreicher General die folgenden Worte nach einem wieder einmal teuer erkauften Krieg: Heute schweigen die Waffen. Eine große Tragödie ist beendet. Wir haben Bitterkeit der Niederlage und den Jubel des Triumphes erfahren. Und aus beidem haben wir gelernt, dass es keinen Weg zurück gibt. Wir müssen nach vorn gehen, um im Frieden zu bewahren, was wir im Krieg gewonnen haben.
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Die besten Filmansprachen:
Al Pacino - Any Given Sunday
http://www.youtube.com/watch?v=myyWXKeBsNk
Das Wunder von Lake Placid
http://www.youtube.com/watch?v=tdmyoMe4iHM
Coach Carter - Our deepest Fear
http://www.youtube.com/watch?v=Ybt8wXIahQU
Band of Brothers - German Generals Speech
http://www.youtube.com/watch?v=VcMk85ZsBh0
Black Hawk Down - Hood's Speech
http://www.youtube.com/watch?v=Ybju5hb8nkc
We were Soldiers - Moore's Speech
http://www.youtube.com/watch?v=A7OPPWlKV2A
Und eine Rede, die wir nur aus Youtube kennen, und daher die Quelle nicht genau zuordnen können...
I am a Champion
http://www.youtube.com/watch?v=yX39J_YyKbs
Al Pacino - Any Given Sunday
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Das Wunder von Lake Placid
http://www.youtube.com/watch?v=tdmyoMe4iHM
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http://www.youtube.com/watch?v=Ybt8wXIahQU
Band of Brothers - German Generals Speech
http://www.youtube.com/watch?v=VcMk85ZsBh0
Black Hawk Down - Hood's Speech
http://www.youtube.com/watch?v=Ybju5hb8nkc
We were Soldiers - Moore's Speech
http://www.youtube.com/watch?v=A7OPPWlKV2A
Und eine Rede, die wir nur aus Youtube kennen, und daher die Quelle nicht genau zuordnen können...
I am a Champion
http://www.youtube.com/watch?v=yX39J_YyKbs
Eine bedeutende Rede sollte in ihrer Zeit breiteste Zustimmung erfahren haben. Sie sollte einen Prozess in Gang gesetzt oder gestoppt haben. Sie sollte noch lange Zeit später rezipiert worden sein...
Nun, zumindest für mein erstes Beispiel trifft das nicht zu. Weder erlangte die Rede in einem hochpolitisierten, aufgeheizten Umfeld viel Aufmerksamkeit, noch ist sie ein "Startschuss" gewesen. Und dennoch behaupte ich, dass diese Rede im Hinblick auf ihre Rezeption Kultur bildend war. Die Rede ist von unserem westlichen Gesellschafts- und Menschenbild, dass sich, mögen Kritiker auch heulen wie kastrierte Wölfe, auf die christliche Religion gründet. Die zentrale Botschaft von Frieden um der Seligkeit willen ist in aller Konzentration in Jesus' Bergpredigt zu finden, und ein paar hundert Jahre nach seinem Tod bis heute gilt sie als eine der wichtigsten christlichen Reden. (Bergpredigt, Lutherbibel)
Mein zweites ausgewähltes Beispiel hat heutzutage in gewissen Kreisen einen ausgesprochen schlechten Ruf. Sie kennen seinen markantesten Satz, und wie er über die Zeit in andere Zusammenhänge gebracht wurde (ähnlich wie mit dem Krieg, zu dem keiner hingeht), und ordnen ihn, die Rede und mittlerweile auch den Redner auf der Seite der bösen Menschen ein. (An die eineinhalb im SI-Forum vertretenen Hardliner Typus Indymedia linksunten: spart Eure Kommentare.) Zurück zur Rede. Damals wie heute war der Redner Kulminationspunkt großer gesellschaftlicher Gräben, an ihm spalteten sich die Meinungen und er war letztlich das Symbol dieser Spaltung. Seine Rede jedoch erfährt bis zum heutigen Tag Respekt und höchste Wertschätzung, sogar bei erbitterten politischen Gegnern.
Kennedy, Inauguration speech:
And so, my fellow Americans: ask not what your country can do for you—ask what you can do for your country.
My fellow citizens of the world: ask not what America will do for you, but what together we can do for the freedom of man.
Finally, whether you are citizens of America or citizens of the world, ask of us the same high standards of strength and sacrifice which we ask of you.
Nun, zumindest für mein erstes Beispiel trifft das nicht zu. Weder erlangte die Rede in einem hochpolitisierten, aufgeheizten Umfeld viel Aufmerksamkeit, noch ist sie ein "Startschuss" gewesen. Und dennoch behaupte ich, dass diese Rede im Hinblick auf ihre Rezeption Kultur bildend war. Die Rede ist von unserem westlichen Gesellschafts- und Menschenbild, dass sich, mögen Kritiker auch heulen wie kastrierte Wölfe, auf die christliche Religion gründet. Die zentrale Botschaft von Frieden um der Seligkeit willen ist in aller Konzentration in Jesus' Bergpredigt zu finden, und ein paar hundert Jahre nach seinem Tod bis heute gilt sie als eine der wichtigsten christlichen Reden. (Bergpredigt, Lutherbibel)
Mein zweites ausgewähltes Beispiel hat heutzutage in gewissen Kreisen einen ausgesprochen schlechten Ruf. Sie kennen seinen markantesten Satz, und wie er über die Zeit in andere Zusammenhänge gebracht wurde (ähnlich wie mit dem Krieg, zu dem keiner hingeht), und ordnen ihn, die Rede und mittlerweile auch den Redner auf der Seite der bösen Menschen ein. (An die eineinhalb im SI-Forum vertretenen Hardliner Typus Indymedia linksunten: spart Eure Kommentare.) Zurück zur Rede. Damals wie heute war der Redner Kulminationspunkt großer gesellschaftlicher Gräben, an ihm spalteten sich die Meinungen und er war letztlich das Symbol dieser Spaltung. Seine Rede jedoch erfährt bis zum heutigen Tag Respekt und höchste Wertschätzung, sogar bei erbitterten politischen Gegnern.
Kennedy, Inauguration speech:
And so, my fellow Americans: ask not what your country can do for you—ask what you can do for your country.
My fellow citizens of the world: ask not what America will do for you, but what together we can do for the freedom of man.
Finally, whether you are citizens of America or citizens of the world, ask of us the same high standards of strength and sacrifice which we ask of you.
- Dr. w.c. Gerland
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Sicherlich keine historische Rede, dennoch wollen wir sie posten.
Dabei geht es uns nicht um tagespolitische Stimmungsmache, die Argumente sind sattsam bekannt, sondern um die ganz erstaunliche Entschlossenheit des Kanidaten.
Irgendwo zwischen Realitätsverlust und bemerkenswerter Tapferkeit nutzt hier jemand die parlamentarische Bühne.
http://www.bundestag.de/Mediathek/index ... ask=search
Um die Sache rund und ausgewogen zu machen, hier die Rede der Kanzlerin:
http://www.bundestag.de/Mediathek/index ... ask=search
Dabei geht es uns nicht um tagespolitische Stimmungsmache, die Argumente sind sattsam bekannt, sondern um die ganz erstaunliche Entschlossenheit des Kanidaten.
Irgendwo zwischen Realitätsverlust und bemerkenswerter Tapferkeit nutzt hier jemand die parlamentarische Bühne.
http://www.bundestag.de/Mediathek/index ... ask=search
Um die Sache rund und ausgewogen zu machen, hier die Rede der Kanzlerin:
http://www.bundestag.de/Mediathek/index ... ask=search
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Iche_Bins
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+1
Als wir heute Nachmittag den Thread gesehen haben dachten Wir uns diese Rede zu posten sobald wir zuhause sind ... naja, zumindest diese Version:Sigmund hat geschrieben:Sicherlich einer der besten Propaganda Filme aller Zeiten.![]()
http://www.youtube.com/watch?v=CsgaFKwUA6g
Die "Infamy Speech".
Beim Lesen dieses Threads bemerkte ich das Fehlen einer Rede, welche in den USA etwa den Status der "Gettysburg Address" einnimmt: Die "Presidential Address to Congress of December 8, 1941", aka: "Infamy Speech", und, im Gegensatz zur "Gettysburg Address", eine äußerst geschichtsprozeß-beinflussende Wirkung hatte: Etwa sieben Minuten dauerte die Rede Franklin D. Roosevelts an den Kongreß, nach weiteren 33 Minuten erklärte der Kongreß Japan den Krieg (im folgenden eine Transkription der Rede mit dazugehörigen Fehlern):
"Yesterday, December 7, 1941 - a date which will live in infamy - the United States of America was suddenly and deliberately attacked by naval and air forces of the Empire of Japan.
The United States was at peace with that nation and, at the solicitation of Japan, was still in conversation with its Government and its Emperor looking toward the maintenance of peace in the Pacific. Indeed, one hour after Japanese air squadrons had commenced bombing in Oahu, the Japanese Ambassador to the United States and his colleague delivered to the Secretary of State a formal reply to a recent American message. While this reply stated that it seemed useless to continue the existing diplomatic negotiations, it contained no threat or hint of war or armed attack.
It will be recorded that the distance of Hawaii from Japan makes it obvious that the attack was deliberately planned many days or even weeks ago. During the intervening time the Japanese Government has deliberately sought to deceive the United States by false statements and expressions of hope for continued peace.
The attack yesterday on the Hawaiian Islands has caused severe damage to American naval and military forces. Very many American lives have been lost. In addition American ships have been reported torpedoed on the high seas between San Francisco and Honolulu.
Yesterday the Japanese Government also launched an attack against Malaya. Last night Japanese forces attacked Hong Kong. Last night Japanese forces attacked Guam. Last night Japanese forces attacked the Philippine Islands. Last night the Japanese attacked Wake Island. This morning the Japanese attacked Midway Island.
Japan has, therefore, undertaken a surprise offensive extending throughout the Pacific area. The facts of yesterday speak for themselves. The people of the United States have already formed their opinions and well understand the implications to the very life and safety of our nation.
As Commander-in-Chief of the Army and Navy, I have directed that all measures be taken for our defense.
Always will we remember the character of the onslaught against us. No matter how long it may take us to overcome this premeditated invasion, the American people in their righteous might will win through to absolute victory.
I believe I interpret the will of the Congress and of the people when I assert that we will not only defend ourselves to the uttermost but will make very certain that this form of treachery shall never endanger us again.
Hostilities exist. There is no blinking at the fact that our people, our territory and our interests are in grave danger.
With confidence in our armed forces - with the unbounded determination of our people - we will gain the inevitable triumph - so help us God.
I ask that the Congress declare that since the unprovoked and dastardly attack by Japan on Sunday, December seventh, a state of war has existed between the United States and the Japanese Empire."
Quelle: http://www.law.ou.edu/ushistory/infamy.shtml
Zusätzliche Informationen mit den Entwürfen und den handschriftlichen Änderungen: http://www.archives.gov/publications/prologue/2001/winter/crafting-day-of-infamy-speech.html
Und Zuschauen geht auch schon 1941:
"Yesterday, December 7, 1941 - a date which will live in infamy - the United States of America was suddenly and deliberately attacked by naval and air forces of the Empire of Japan.
The United States was at peace with that nation and, at the solicitation of Japan, was still in conversation with its Government and its Emperor looking toward the maintenance of peace in the Pacific. Indeed, one hour after Japanese air squadrons had commenced bombing in Oahu, the Japanese Ambassador to the United States and his colleague delivered to the Secretary of State a formal reply to a recent American message. While this reply stated that it seemed useless to continue the existing diplomatic negotiations, it contained no threat or hint of war or armed attack.
It will be recorded that the distance of Hawaii from Japan makes it obvious that the attack was deliberately planned many days or even weeks ago. During the intervening time the Japanese Government has deliberately sought to deceive the United States by false statements and expressions of hope for continued peace.
The attack yesterday on the Hawaiian Islands has caused severe damage to American naval and military forces. Very many American lives have been lost. In addition American ships have been reported torpedoed on the high seas between San Francisco and Honolulu.
Yesterday the Japanese Government also launched an attack against Malaya. Last night Japanese forces attacked Hong Kong. Last night Japanese forces attacked Guam. Last night Japanese forces attacked the Philippine Islands. Last night the Japanese attacked Wake Island. This morning the Japanese attacked Midway Island.
Japan has, therefore, undertaken a surprise offensive extending throughout the Pacific area. The facts of yesterday speak for themselves. The people of the United States have already formed their opinions and well understand the implications to the very life and safety of our nation.
As Commander-in-Chief of the Army and Navy, I have directed that all measures be taken for our defense.
Always will we remember the character of the onslaught against us. No matter how long it may take us to overcome this premeditated invasion, the American people in their righteous might will win through to absolute victory.
I believe I interpret the will of the Congress and of the people when I assert that we will not only defend ourselves to the uttermost but will make very certain that this form of treachery shall never endanger us again.
Hostilities exist. There is no blinking at the fact that our people, our territory and our interests are in grave danger.
With confidence in our armed forces - with the unbounded determination of our people - we will gain the inevitable triumph - so help us God.
I ask that the Congress declare that since the unprovoked and dastardly attack by Japan on Sunday, December seventh, a state of war has existed between the United States and the Japanese Empire."
Quelle: http://www.law.ou.edu/ushistory/infamy.shtml
Zusätzliche Informationen mit den Entwürfen und den handschriftlichen Änderungen: http://www.archives.gov/publications/prologue/2001/winter/crafting-day-of-infamy-speech.html
Und Zuschauen geht auch schon 1941:
"Die Gegenwart ist eine Hypothese, über die man noch nicht hinausgekommen ist." - Robert Musil.
"Mut ist die Tugend der Ausdauer im Unmöglichen." - Alain Badiou.
"Mut ist die Tugend der Ausdauer im Unmöglichen." - Alain Badiou.