Donner im Osten

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Lewis Armistead
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Beitrag von Lewis Armistead »

Es bleibt spannend...

Klingt nach einer sehr interessanten und schwierigen Mission.

Eure Story-Einschübe sind wie immer absolute Spitzenklasse :prost:
In Schützengräben gibt es keine Atheisten.
Die Chroniken des Lewis Armistead
gelöschter Benutzer
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Kapitel XIX: Wetter, Waffen, Weltanschauung

Beitrag von gelöschter Benutzer »

XIX: Wetter, Waffen, Weltanschauung

Die Kampfgruppe Weber näherte sich Viesialova. Oberstleutnant Kuhnert hatte sich noch nicht wieder gemeldet obwohl man schon wieder ein paar Stunden unterwegs war. Weber überlegte, ob dies bedeuten sollte, dass es keine Verstärkungen geben würde. Mit seiner Kampfgruppe den Gegner anzugreifen, hielt er unter diesen Umständen für Wahnsinn. Das bisschen Artillerie, dass der Kampfgruppe zur Verfügung stand, würde niemals ausreichen einen befestigten Ort zu nehmen und den Fluss zu überqueren. Bei einem Stärkeverhältnis von ungefähr 1:1 konnte er für das Gelingen eines solchen Angriffs keine ernsthafte Chance erkennen. Er überlegte lange und entschloss sich dazu, dies Kuhnert in aller Deutlichkeit zu sagen, denn er wollte nicht ohne Protest seine Soldaten in den sicheren Tod führen.

Kurze Zeit später meldete sich Kuhnert dann doch per Funk, beorderte Hauptmann Weber zu seinem Gefechtsstand und ordnete Funkstille für die Kampfgruppe an. Weber ließ sich von Fahrer Feldkamp in seinem Kübel wieder Richtung Baryssau fahren, wo sich Kuhnert aufhielt. Was hatte das jetzt wieder zu bedeuten? Weber sinnierte still vor sich hin, sodass der Gefreite am Steuer öfter mal erstaunt zu seinem Chef schaute, da dieser sonst nicht so wortkarg war. Schließlich kam Weber zu dem Ergebnis, dass irgendeine größere Aktion bevorstand, da sonst Kuhnert kaum Funkstille angeordnet hätte. Die Frage war jetzt nur, ob Kuhnert glaubte, die Russen so durch einen Angriff der Kampfgruppe Weber überraschen zu können oder ob da mehr dahinter steckte. Weber hoffte inständig auf die zweite Möglichkeit. Seien Laune wurde so düster wie der Himmel. Es schien sich ein Sommergewitter abzuzeichnen. Riesige schwarze Wolkenberge ballten sich zusammen und bald brach es mit Donner, Blitz und Regengüssen los. Weber kam das Wetter wie die Ankündigung seines baldigen Untergangs vor.

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Dann hatte man Kuhnerts provisorischen Gefechtsstand erreicht. Weber stieg aus und ging mit einem Kloß im Hals zu Oberstleutnant Kuhnert. „Melde mich wie befohlen“, presste Weber heraus. Kuhnert schaute Weber an und lachte schallend: „ Weber, wie sehen Sie denn aus? Ist Ihnen schlecht? Blass und übelriechend, was? Hähhähähä … stürmen Sie gerade in Gedanken alleine mit Ihrem Haufen das Kaff und über die Beresina? Machen Sie sich mal nicht in die Hosen …. Papa Kuhnert hat das Ding schon geschaukelt, Sie müssen nur noch ausführen und wir kriegen beide das Ritterkreuz! Zunächst mal ne Einweisung in die Feindlage … Hähähähähä … dank der beiden Gefangenen, die die Aufklärungsabteilung gemacht hat, bin ich ganz gut über die Bolschewisten im Bilde. Da liegt ein Bataillon der 27. Schützendivision, das schon ein Drittel seiner Leute verloren hat und mit Rekruten wieder aufgefüllt wurde. Kaum Artillerie, keine Panzer, allerdings eingegraben mit ein paar improvisierten Bunkern, Drahtverhauen und Minen. Die wollen dort einen Brückenkopf halten, um sich die Möglichkeit eines Gegenangriffs offen zu halten. Dolle Traumtänzer, was?“

„Das haben die Gefangenen alles bereitwillig erzählt“, wunderte sich Weber. Wieder lachte Kuhnert laut und hämisch: „Bereitwillig nicht … wir mussten ziemlich nachhelfen, bis die geredet haben. Dann aber gab es kein Halten mehr, hofften wohl, so ihren Hals retten zu können, hat ihnen aber nichts genützt … nach der Sonderbehandlung wären die eh nicht wieder auf die Beine gekommen, da haben wir sie direkt nach der Befragung erledigt, quasi erlöst. Mann … Weber … reißen Sie sich mal zusammen! Wir sind hier im Krieg und nicht bei den katholischen Pfadfindern … ja, da staunen Sie was? Ich weiß noch viel mehr von Ihnen und Ihrem Vater, der wegen seiner katholischen Hetze von der Bewegung gemaßregelt werden musste. Wissen Sie was, Weber … Sie sind ein ganz guter Offizier aber Sie könnten herausragend sein, wenn Sie das richtige Ziel vor Augen und eine richtige Motivation hätten. Das Leben ist Kampf und Kampf ist das Leben! Der Führer hat das richtig erkannt und in kürzester Zeit Deutschland wieder zu Ruhm und Ehre geführt. Heute liegt uns fast ganz Europa zu Füßen und wenn die Sowjetunion erledigt ist, die Welt. Zu Boden geworfen allein durch die Macht der Ideen des Führers. Gibt es einen klareren Beweis für die Richtigkeit seiner Weltanschauung und die Überlegenheit der deutschen Rasse als diesen Krieg? Da kann auch die kleine unwichtige Insel im Norden und Churchill nichts mehr dran ändern. Hier und jetzt geht es um den Endsieg und das Ende der Geschichte, die mit der Herrschaft des großgermanischen Reiches ihre Bestimmung finden wird. Dies ist eine großartige Vorstellung. Die Alternative ist nur der Untergang des deutschen Volkes. Der Einzelne, Sie, Ihre Leute und russische Kriegsgefangene sind vollkommen unbedeutend. Es geht um das große Ganze, da spielen Einzelschicksale keine Rolle. Halten Sie sich das immer vor Augen und nerven Sie nicht mit irgendwelchen humanistischen Gefühlsduseleien! Die stoppen keinen Panzer!“

Kuhnert hatte sich in Rage geredet. Weber ekelte. Ihm lag die Frage auf der Zunge, wie denn der Führer Deutschland retten könne, wenn der Einzelne keine Bedeutung habe, antwortete aber lieber nicht und fragte sich nur, woher Kuhnert so gut über ihn informiert war.

Oberstleutnant Kuhnert unterbrach Webers Gedankengang und kam auf den eigentlichen Grund für Webers Anwesenheit zu sprechen. „Weber … ich habe überall, bei der Division, dem Korps und selbst bei der Armee nach Verstärkungen gefragt. Und alle wollen sie gerne noch einen Übergang über die Beresina und unterstützen uns daher nach Kräften. Der olle Schiefer hat sich nicht lumpen lassen und unterstellt uns das ganze Pionierbataillon der Division mit 3 Kompanien für den Angriff. Außerdem schickt er uns die III. Abteilung des Artillerieregiments der Division. Wir bekommen also zu Ihrer Artillerie 3 schwere Batterien. Das ist noch nicht alles. Die Armee und das Korps haben sich auch ins Zeug gelegt. Man unterstellt uns eine Batterie der Nebelwerfer-Abteilung 5. Zur Feuerunterstützung wird noch eine schwere Batterie der II. Abteilung-Flak-Regiment 14 hinzukommen. Die verfügt über die AchtAcht und soll eventuelle Feldbefestigungen im direkten Richten ausschalten. Dazu kommt noch eine Kompanie der Sturmgeschützabteilung 210. Auch die Luftwaffe denkt an uns. Zur Aufklärung schicken die uns einen Uhu, meine eine FW 189, und …. das wird die Russen in Panik versetzen … 2 Rotten Ju 87. Bei dem Angriff werden keine halben Sachen gemacht. Die Armee schickt uns auch das Brückenbau-Bataillon 7 mit Pontons, damit – sollten alle Brücken gesprengt sein – auch Fahrzeuge zumindest mit Pontonfähren schnell übersetzen können. Die Pioniere haben Sturmboote zusätzlich zu den Floßsäcken verladen. Sie sehen, an alles habe ich gedacht. Mann, Weber, na … was sagen Sie jetzt?“ Kuhnert strahlte Weber an und machte auf jovial.

Weber war beeindruckt. Das war wirklich eine machtvolle Streitmacht, die zusammengezogen werden sollte. Insbesondere die Artillerie sollte den Feind wirkungsvoll niederhalten und den Übergang durch Feuer und Nebel decken können. Mit Booten und Fähren könnte man auch schnell und überraschend Truppen über die Beresina bringen. Weber antwortete: „ Herr Oberstleutnant, ja das sieht dann doch ganz anders aus!“

Wieder lachte Kuhnert laut: „Hähähähähä … sag ich doch! So … jetzt ist aber Geheimhaltung und Überraschung wichtig. Ihre Verbände müssen nachts die Ausgangsstellung für den Angriff beziehen, um dann morgens plötzlich und mächtig loszuschlagen. Also absolute Funkstille und Annäherung im Dunklen! Ich habe die Kommandeure und Chefs der Verstärkungen bereits entsprechend eingewiesen. Haben Sie schon Pläne für den Übergang?“

Weber erläuterte, was er mit seinen Chefs besprochen hatte. Kuhnert stimmte den Weberschen Überlegungen zu und gab sich sehr optimistisch: „ Weber … mit der geballten Feuerkraft, die ich Ihnen zur Verfügung stelle, müssten Sie das Schützenbataillon des Iwan quasi wegfegen. Machen Sie sich jetzt mal wieder auf zu Ihrem Haufen und morgen dann die Erfolgsmeldung an mich. Das wird auch nicht Ihr Schaden sein!“

Weber machte sich auf den Weg zurück. Dieser wurde aber zum Höllentrip, da die Wege durch den Gewitterschauer bereits aufgeweicht waren. Der Kübel schlingerte durch den Matsch und kam eine Stunde später als erwartet bei der Kampfgruppe an. Die Kompaniechefs waren höchst erfreut über die gute Nachricht, die Weber mitbrachte. Alle waren zuversichtlich, dass insbesondere die geballte Feuerkraft von Artillerie und Luftwaffe den Weg ebnen sollte. Gezieltes schweres Feuer und Schnelligkeit beim Übergang schienen die entscheidenden Faktoren zu sein. Weber ließ die Kampfgruppe in einem Waldstück kurz vor dem Zielort anhalten. Die letzte Annäherung sollte im Morgengrauen erfolgen. Spähtrupps gingen vor und erkundeten weiter die Gegend. Dann meldete sich die Artillerie. Die III./Artillerieregiment 283 mit ihren weitreichenden Kanonen hatte schon Feuerstellung bezogen. Kurze Zeit später meldete sich auch die Werferbatterie und gab dieselbe Mitteilung. Dann trudelten auch schon die vorgeschobenen Beobachter der Batterien ein. Als Nächstes traf die Sturmgeschützbatterie ein, die auch im Wald Deckung suchte und dort unterzog.

Das Brückenbau-Bataillon schickte einen Kradmelder. Sie waren – wie Weber - in das Gewitter gekommen. Anders als der Kübel von Weber schafften die schwer beladenen Fahrzeuge es aber nicht durch den Schlamm. Sie saßen im nassen Glibber der ehemaligen Sandwege fest. Sie würden nie rechtzeitig zum Angriff am nächsten Tag eintreffen. Schweres Bergegerät war notwendig, um sie aus dem zähen Dreck herauszuziehen.

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Ein bald darauf eintreffender weiterer Kradmelder – über und über mit Schlamm beworfen – brachte eine Nachricht von den Pionieren. Auch die LKW der Divisionspioniere hatten im Schlamm der Wege nach dem Regenguss Probleme. Die Sturmpioniere selbst kamen nur langsam voran und würden erst nach Sonnenaufgang eintreffen. Die Fahrzeuge mit den Sturmbooten hatten sich indes festgefahren und wann diese wieder flott waren, war nicht abzusehen. Die Infanterie müsste also mit den Floßsäcken über den Fluss gebracht werden, es sei denn er wartete weiter. Weber musste nun entscheiden, ob er auf die Pontons und Sturmboote warten und den Angriff verschieben wollte oder ohne Fähre für die Fahrzeuge und ohne die schnellen Boote angreifen sollte. Die Sturmgeschützte könnten dann nur über die Brücke auf das östliche Ufer gelangen.
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Weber dachte nach. Die Luftwaffe würde ihm nicht nach Belieben zeitlich unbegrenzt zur Verfügung stehen. Das Erscheinen der Flieger war auf den Morgen terminiert. Wegen der von Kuhnert ausdrücklich befohlenen Funkstille müsste er einen Melder schicken und der würde zu spät zurückkehren mit einer ungewissen Nachricht. Zudem konnte Weber nicht einschätzen, ob die Russen wirklich ihren Brückenkopf länger halten wollten. Auch war ihre Anwesenheit hier nicht lange geheim zu halten. Er befürchtete jeden Moment einen Sinneswandel bei den Russen und das Dröhnen einer Explosion zu hören, die die letzte Brücke zerriss. So entschied er sich den Angriff am Morgen ohne Sturmboote und Pontons zu wagen. Er informierte seine Chefs und die Pioniere über die Lage. Diese waren nicht erfreut, sahen aber die Notwendigkeit des Angriffs am Morgen ein. Dann legte man sich – so man konnte – noch ein paar Stündchen schlafen. Alles was Weber zurzeit tun konnte, hatte er getan.

Im Lichte der ersten Morgendämmerung erreichten schließlich die 3 Pionierkompanien das Waldstück. Sofort mussten sie ausladen und die Floßsäcke einsatzbereit machen und dann ohne weitere Pause die Sturmausgangstellung beziehen. Ihnen folgte die gesamte, mächtig angewachsene Kampfgruppe Weber, die Landser unter der schweren Last der Schlauchboote ächzend. Der Regen hatte den Staub aus der Luft gewaschen, die Luft war klar und die Sicht weit und ungehindert. Es versprach ein schöner Tag zu werden.
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Cfant
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Beitrag von Cfant »

Manno, man hofft ja richtig, dass Kuhnert bis Ende 44 lebt, um das unausweichliche Ende noch zu sehen :D Bin gespannt auf Euren Einsatz - klingt äußerst ungemütlich. Und irgendwas sagt mir, dass die Aufklärung nicht ganz vollständig ist :)
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elbe1
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Beitrag von elbe1 »

werter Zardoz

wir würden gern auch ein blick auf die Karte werfen

:smoke:
Jene, die wissen wann sie kämpfen und wann sie nicht kämpfen sollen, werden siegen

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dimovski
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Beitrag von dimovski »

Werter Cfant, es scheint fast so, als ob die Aufklärung das Hinterland ignoriert hat...

Wir sind der felsenfesten Überzeugung, dass Weber seinen ersten T-34 oder KW in diesem Gefecht knacken wird!
Vous voulez le beurre et l'argent du beurre!
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Cfant
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Beitrag von Cfant »

Ja, das Gefühl hab ich auch. Das kommt noch knüppeldick, sage ich, knüppeldick!
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Beitrag von gelöschter Benutzer »

elbe1 hat geschrieben:werter Zardoz

wir würden gern auch ein blick auf die Karte werfen

:smoke:
Werte Elbe1, wir müssen Euch aufs WE vertrösten!

Werter Cfant, werter Dimovski ... usn reicht es schon so! Wir sind selber gespannt, ob wir das hinbekommen ...
gelöschter Benutzer
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Spieltaktisches zum Gefecht Nr. 4

Beitrag von gelöschter Benutzer »

Mission: Assault (umgeändert in Rivercrossing)
Sicht: 60 Hexes
Dauer: 46 Runden

3420 Support Points, die wie folgt investiert wurden:

2 x Sturmpionierkompanie (MP, Sprengladungen, Rohrladungen)
1 x Pionierkompanie (K98, Flammenwerfer, Sorengladungen)
1 x off-map schweres Artilleriebataillon (3 x 150mm-Batterie)
1 x Batterie Nebelwerfer 41 (150mm)
1 x Batterie schwere Flak (8,8)
1 x Aufklärer FW 189
2 x Luftangriff (4 x Ju 87)

Wir haben nach dem 3. Gefecht jeder Infanterie-Kompanie einen Melder gegeben. Den haben wir aus einem Scharfschützen gestrickt, dem wir die Sniper-Rifle genommen und durch ein tschechisches Gewehr (was sonst :D :D :D ) ersetzt haben. Das Bataillon hat aus der OOB einen Trupp Kradmelder bekommen.

Die Hausregel ist, dass ein Infanterie-Zug ohne Funkkontakt keine Bewegung durchführen darf, die vom ursprünglichen Plan grob abweicht, es sei denn ein Melder erreicht ihn. VBs ohne Kontakt dürfen ein Artilleriefeuer leiten, es sei denn sie erreicht ein Melder.

Daneben konnte nach dem 3. Gefecht die schwere Kompanie um 2 MG-Trupps und 2 Granatwerfer 81mm aufgestockt werden. Die hat nun fast Sollstärke.
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Propaganda

Beitrag von gelöschter Benutzer »

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dimovski
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Beitrag von dimovski »

Die neuen Hausregeln sind recht interessant... Entscheidende Siege, mit diesen weitaus statischeren Gefechten, sollten im Grunde fast unmöglich sein...

Wir sind gespannt auf die Karte, wie groß ist denn der Fluß?
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Spieltaktische Planung zum Gefecht Nr 4

Beitrag von gelöschter Benutzer »

Hier eine Übersicht über das Gelände:

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Wir haben das Zentrum aus unseren Überlegungen verband, weil dort keine Deckung ist und die Ebene auch noch von Höhen eingerahmt wird. Ganz oben im Norden ist eine Senke, durch die man gedeckt an das Ufer gelangt, wenn man den Ausgang der Senke einnebelt.

Im Norden soll eine Pionierkompanie mit der 1. Kompanie in dem Waldstück landen, weil es da Deckung gibt und wir hoffen, dass der Abschnitt nur schwach verteidigt, weil er weit weg vom Schuß ist. Von da soll dann nach Süden aufgerollt werden.

Norden
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Im Süden ist der Schwerpunkt wegen der Brücke. Diese allein bringt 500 VP. Eine Pionierkompanie soll durch den Wald nördlich des Dorfes an das Ufer vorstoßen und dann dort übersetzen, gefolgt von der 3. Kompanie, der besten Kompanie des Bataillons. Man wird dort quasi unmittelbar an Häusern landen. Die dürften verteidigt werden. Der Abschnitt soll daher vorher durch die Nebelwerfer und die schwere Artillerie mittels massivem Feuer sturmreif geschossen werden.

Den Ort soll eine weitere Pionierkompanie mit der StuG-Kompanie nehmen. Vor dem Ort ist ein Hügel. Der gibt Sicht in den ganzen Ort und soll daher zu Beginn genomen werden.

Süden
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Die Pioniere im Süden sind mit MP40, Spreng- und panzerbrechenden Rohrladungen ausgestattet, um Bunker knacken und im Nahkampf bestehen zu können. Die Pioniere im Norden haben Gewehre, Sprengladungen und Flammenwerfer, um sich insbesondere gegen Infanterie durchsetzen zu können, auch auf größere Entfernung.

Die MG-Trupps der 4. Kompanie sollen im Norden sowie im Zentrum weitreichenden Feuerschutz bieten.

2 8,8 Flak sollen im Süden Bunker durch direkten Beschuss ausschalten, die anderen beiden stehen im Zentrum, um weitreichend Feuerschutz zu geben.

Die 2. Kompanie und der Kavalleriezug sind Reserve.
gelöschter Benutzer
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Beitrag von gelöschter Benutzer »

Kampfgruppe Weber
Kriegstagebuch


9. Juli 1941
8:30 Uhr (GT1)

Im Norden wird Senke eingenebelt, um Pionieren die Annäherung zu ermöglichen.
Die eigene schwere Artillerie eröffnet das Feuer auf Waldstück und Ort im Süden. Aufklärungsflug der FW-189 klärt befestigtes Haus im Ort sowie Bunker auf Hügel im Westen des Ortes auf. Beschuss des Bunkers mit StuG und des befestigten Hauses durch Achtacht bleiben wirkungslos.


8:35 Uhr (GT2)

Pioniere im Südabschnitt treffen im Wald nördlich des Ortes auf eingegrabene Infanterie und haben leichte Verluste. Auf den Wald wird das Feuer schwerer Artillerie angefordert. Eine Achtacht vernichtet befestigtes Haus am Ortseingang. Höhe im Westen vor dem Ort scheint feindfrei zu sein und nur mit Sperren versehen. Bunker nordwestlich des Ortes hält bis lang jedem Beschuss durch StuG stand. Auf den Bunker wird Stuka-Angriff angefordert.

Im Norden nähern sich Pioniere und Infanteristen dem westlichen Ufer der Beresina. Die Einebelung des östlichen Ufers wird vorbereitet
gelöschter Benutzer
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Kriegstagebuch

Beitrag von gelöschter Benutzer »

8:40 Uhr (GT3)

Im Norden rücken eigene Verbänden weiter zum Ufer vor.

Im Süden liegt das eigene Feuer auf den Wald schlecht und schlägt hinter aufgeklärten Stellungen ein.


8:45 Uhr (GT3)

Infanterie und Pioniere im Norden rücken weiter zum Fluss vor.

Im Süden wird Vormarsch gestoppt, um genügend Abstand zum eigenen Artilleriebeschuss zu halten.


8:50 Uhr (GT4)

Erste Nebelgranaten im Norden detonieren. Eine Gruppe erhält Feuer aus Infanteriewaffen von Höhe auf dem Ostufer. Erste Züge erreichen das Ufer.
I Norden liegt eigenes Artilleriefeuer teilweise schlecht und zwingt eigene Truppe in Deckung. Eine feindliche Gruppe im Wald scheint nach Beschuss mit schwerer Artillerie fliehen zu wollen. Beschuss des Bunkers durch StuG wirkungslos. Vor Bunker werden Minenfelder erkannt.

StuG am nordwestlichen Ortseingang erhält Beschuss aus weiter Entfernung durch 76,2 mm-Geschütz, das nicht lokalisiert werden kann. Pioniergruppe wird von Scharfschützen beschossen, dessen Stellung in einem Haus am Ortseingang ausgemacht wird.


8:55 Uhr (GT5)

Beschossene Gruppe im Norden nebelt sich ein, restliche Infanterie kann unbehindert vorrücken. Ostufer wird von leichter Artillerie zur Vorbereitung des Übergangs beschossen.

Norden
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Im Wald im Norden versuchen Pioniere bei angeschlagener Feindgruppe einzusickern. Scharfschütze wird ohne Wirkung beschossen. Auch Bunker auf Hügel kann nicht ausgeschaltet werden.
Süden Wald
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StuGs am nordwestlichen Ortseingang schießen Nebel und ziehen sich zurück. Pioniergruppe erleidet Verluste durch Scharfschützen und zieht sich zurück. Weitere Feindgruppe im Ort erkannt.
Süden Ort
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Beitrag von gelöschter Benutzer »

Kampfgruppe Weber
Kriegstagebuch

6. Juli 1941

9:00 Uhr (GT6)

Feindliche Granatwerfer und leichte Artillerie beschiessen 8,8-Stellung im Süden. Leichte Verluste bei der Bedienung.

Im Norden haben Pioniere Ufer erreicht und bereiten den Übergang vor. Eigene Artillerie eröffnet Feuer auf östliche Seite zur Angriffsvorbereitung.

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Im Süden konnten im Wald durch Beschuss 2 feindliche Gruppen geworfen werden. Pioniere dringen in Einbruch ein, um zum Fluss durchzustoßen. 3. Kompanie soll durch Einbruch folgen. Bunker auf Hügel hält bislang jedem Beschuss stand und soll nun von Pionieren im Nahkampf vernichtet werden. Stuka-Angriff auf Bunker wird gestoppt.

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Im Ort konnte feindlicher Scharfschütze erledigt werden. Eigene Truppe hat in Nähe des Hügels Verluste durch Minen. Ein eigener Scharfschütze durch Minen ausgefallen. Eine feindliche Pak wurde im Ort erkannt, nachdem diese StuG ohne Wirkung beschossen hatte. StuG auf Hügel nehmen Pak unter Feuer und fahren danach in Deckung. Im Ort selbst zogen sich 2 feindliche Gruppen nach Beschuss zurück. Sturm einer Gruppe in den Ort wird daher am südwestlichen Ortseingang vorbereitet.

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Lewis Armistead
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Beitrag von Lewis Armistead »

Sehr spannend. Sieht deutlich zäher aus als bisher...der russische Bär fängt sich wohl langsam...

Egal, immer voran!

Wir zitieren zur Ermunterung unsere Lieblingsstelle aus "Stalingrad":
"Unmöglich gibt's nicht! Nebelkerzen her! NEBELKERZEN!!!"
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Die Chroniken des Lewis Armistead
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KAreil
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Beitrag von KAreil »

Wie immer, sehr toller AAR! :top:
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Kriegstagebuch

Beitrag von gelöschter Benutzer »

Kampfgruppe Weber
Kriegstagebuch
6. Juli 1941


9:05 Uhr (GT7)

Im Norden verladen die ersten Züge in Floßsäcke. Der künstliche Nebel lockert auf und muss erneuert werden. Hier soll die schwere Artillerie neuen Nebel schießen.

Im Zentrum hat ein 8,8-Geschütz feindliche Artilleriestellung mit 76,2 mm-Geschütz am Ufer erkannt und nimmt es unter direkten Beschuss, der aber bislang keine Wirkung zeigt.

Im Süden rücken Züge der Pioniere durch Einbruch vor und treiben fliehende Feind-Gruppen vor sich her. Leichte Verluste durch weitere feindliche Schützen, deren Stellung im Wald noch nicht erkannt werden konnte.

Angriff durch Pioniere und StuGs am Nordwesteingang des Ortes wird vom Feind abgeschlagen. Angriff der Pioniere wird durch Abwehrfeuer eines schweren MG im Ort gestoppt. Unterstützende StuG erhalten wieder Feuer aus nicht festzustellender Stellung durch 76,2mm-Geschütz. Pioniere können sich allerdings am Ortsrand festsetzen.

Feind beschießt mit 120mm Granatwerfern Flak-Stellung im Südwesten. 82mm Granatwerfer-Feuer des Feindes liegt auf Hügel im Süden, trifft aber die Pioniere nicht, die sich bereits am südwestlichen Ortseingang befinden.


9:10 Uhr (GT8)

Im Norden sind erste Gruppen der Pionierkompanie auf dem Ostufer gelandet und haben Feuer aus Infanteriewaffen erhalten. Gruppen haben Verluste und suchen Deckung. Auch Gruppen in den Floßsäcken haben Feuer aus Infanteriewaffen erhalten. Es wurde Artilleriefeuer und Luftangriffe auf das Ostufer angefordert. Der künstliche Nebel muss dringend verstärkt werden. Hierzu sollen auch Teile der Nebelwerfer-Batterie Nebel schießen.


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Im Zentrum gelingt es den 8,8-Geschützen, das feindliche 76,2m-Geschütz zu vernichten.

Im Süden dringen Pioniere am südlichwestlichen Ortsrand in den Ort ein und erhalten Feuer von einer weiteren Feindgruppe. Auf den Ort wird Artillerie und Granatwerferfeuer angefordert. Am nördlichen Ortsrand wird ein Vorstoß der Pioniere vom Hügel aus durch feindliches, MG-, Schützen- und Pak-Feuer gestoppt.


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Auf dem Hügel schaltet eine Pioniergruppe Bunker mittels Rohrladung aus.

Im Wald stoßen Pioniere auf weitere Feindgruppen, die nur teilweise geworfen werden können. Pioniere versuchen durch Einbruch weiter zum Ufer zu gelangen. Verluste sind hier noch moderat.

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3. Kompanie folgt im Süden den Pionieren.
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Kapitel XX: Augen zu und durch!

Beitrag von gelöschter Benutzer »

XX: Augen zu und durch!

Unteroffizier Metzger war unausgeschlafen, hungrig und angespannt. Er, seine Gruppe und die gesamte 2. Kompanie vom Pionierbataillon 283 hatten sich den letzten Tag und die Nacht auf LKW um die Ohren geschlagen, die ständig drohten sich fest zu fahren. Immer wieder mussten sie absitzen und die Fahrzeuge anschieben oder seitlich abstützen, weil sie wegzurutschen drohten. So erreichte man erst im Morgengrauen den Bereitstellungsraum mit der Hiobsbotschaft, dass ihre Sturmboote nicht da waren. Die Fahrzeuge mit den Booten waren im Schlamm liegen geblieben. Sie würde also, genauso wie die Infanteristen, mit Schlauchbooten, den verhassten „großen Floßsäcken“ übersetzen müssen.

Die Stimmung der Pioniere sank auf den Nullpunkt. Mit den von Außenbordmotoren angetrieben Sturmbooten wäre man im Nu über den Fluss gewesen. So musste man paddeln, was den Übergang deutlich in die Länge zog und darum auch viel gefährlicher machte. Aber es war nicht zu ändern. Der Kommandeur vor Ort, dem sie unterstellte waren, ein Hauptmann Weber, verlangte ein Übersetzen bei Tag ohne Warten auf die Sturmboote, um den Feind keine Gelegenheit zu lassen, eine wichtige Brücke zu sprengen. Diesem Ruf der Pflicht konnten sie sich nicht verweigern.

Eiligst wurde das Material von den LKW geladen und die Boote einsatzbereit gemacht. In Deckung wurden die Holzmatten eingelegt und dann die Boote aufgeblasen. Sie warfen ihre umfangreiche Ausrüstung und die Paddel ins Boot und hoben die Boote auf die Schulter.

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Die Last war unglaublich. Die Boote mit der gesamten Ausrüstung einer Gruppe ließ die Träger ins Wanken geraten. Dann ging es ab in den Bereitstellungsraum. Erschöpft aber glücklich, das Boot von den Schultern lassen zu dürfen, erreichten sie nach mehr als 500 Metern endlich die Ablauflinie für den Angriff. Nun war Warten angesagt, was sie wieder einigermaßen zu Kräften kommen ließ. Mit einigem Schaudern dachte der Unteroffizier an den bald einsetzenden Sprint zum Fluss mit dem Boot „am langen Arm“. Er und seine Männer kannten das Gefühl von zahllosen Übungen. Es war als ob der Arm ausgerissen würde. Diesmal aber wäre es keine Übung und sie würden perfekte Zielscheiben für einen wirklichen Feind auf dem Fluss abgegeben. Metzger versuchte an gar nichts zu denken und rauchte die letzte Zigarette vor dem Angriff.
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Er schaute auf seine Armbanduhr. Jetzt konnte jeden Moment der Angriffsbefehl kommen. Hinter ihnen donnerten die Abschüsse der eigenen Artillerie. Dann hörten sie über sich das Pfeifen der schweren 150mm-Granaten aber nur stark gedämpfte Explosionsgeräusche. Das mussten Nebelgranaten sein. Die Artillerie nebelte den Fluss ein. Jetzt ging es los und da hallte auch schon der Pfiff der Trillerpfeife des Zugführers durch den schönen klaren Juli-Morgen. Sein hektische Gebrüll „Vorwärts .. marschmaaaarsch!“, hätte er sich durchaus sparen können. Alle wussten, was es geschlagen hatte. Metzgers Gruppe nahm das Boot auf und hetzte im Laufschritt los. Fast sofort fing der eine überbeanspruchte Arm an höllisch zu schmerzen. Aber keiner durfte loslassen. „Zähne zusammenbeißen, Augen zu und durch“, dacht sich Metzger und rannte trotz höllischer Schmerzen weiter. „Weiter, weiter“, feuerte Metzger seine Männer an und dachte: „Nur nicht stolpern, wir kommen nie wieder hoch!“.
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Er wusste die Zeit nicht zu schätzen, es schien eine Ewigkeit zu sein, bis sie endlich den Ufersand unter den Knobelbechern hatten. Schwaden künstlichen Nebels zogen über den langsam fließenden Strom. Gleichwohl konnte schemenhaft an manchen Stellen das östliche Ufer erkannt werden. „Verfluchte Notzucht“, dachte Metzger: „ Wenn wir rüber sehen können, können die uns auch sehen.“ Nochmals donnerten hinter ihnen die eigenen Artilleriegeschütze los und bedachten die Russen auf dem östlichen Ufer mit einem feurigen und tödlichen Segen aus mehreren Batterien mit 150mm-Kanonen. Riesige Explosionswolken fuhren in den klaren Sommermorgen. Diesmal waren es scharfe Sprenggranaten, die die Höhen auf dem östlichen Ufer in Feuer, Qualm und Splitter tauchten.

Sie erreichten wie die andern Gruppen ihres Zuges den Fluss und ließen erleichtert das unglaublich schwere Boot los. Es klatschte ins Wasser und wurde tiefer in den Fluss gezogen. Die vordersten Landser sprangen ins Boot und setzen sich auf die seitlichen Gummiwülste, wie sie es ungezählte Male geübt hatten. Weiter wurde das Boot ins Boot geschoben und immer mehr Landser sprangen in den Floßsack. Dann waren sie alle im Boot und griffen nach den Paddeln. Metzger gab das Kommando: „Zu Gleich … zu gleich!“ Rhythmisch stießen sie die Paddel in den Fluss und zogen durch. Langsam nahm das Boot Fahrt auf.


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Auch hinter ihnen hörten sie das Kommando. Es tröstete, nicht allein auf dem Fluss zu sein. Nochmals sahen sie vor sich die Explosionswolken der eigenen Artillerie detonieren. Dann wurde es bis auf das ewig gleiche Kommando „Zu gleich“ und das Plätschern, wenn die Paddel ins Wasser gestoßen wurden, unwirklich ruhig. Zwei Drittel der Strecke hatten sie hinter sich gebracht als sie vor ihnen Gewehre und MGs losknattern hörten. Es klatschte als die Geschosse über sie hinwegflogen. Hinter ihnen hörten sie Schreie der getroffenen Kameraden aber sie konnten nicht zurückschauen sondern mussten weiter, immer weiter. Sie wurden hektisch und schneller wurde das Kommando und schneller die Paddelbewegung. Sie paddelten um ihr Leben. Die Arme brannten aber das ließ keinen nachlassen.

Der Feind schoss weiter auf Boote hinter ihnen bis sie endlich das Ufer auf der Ostseite der Beresina erreicht hatten. Sie zogen das Boot einige Schritte auf den Strand und luden in rasender Eile die Ausrüstung aus. 2 Mann sicherten derweil nach Osten. Metzger lief voran nach Osten zu einer Höhe, seiner Männer folgten, um ein Waldstück hinter dem Ufer zu erreichen, das rettende Deckung bieten würde.

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Nun aber schien ihr Glück zu Ende zu sein. Sie gerieten unter Kreuzfeuer von links und rechts. Um sie herum stieben Sand- und Dreckwolken der Einschläge russischer Projektile hoch. 2 der Pioniere wurden getroffen und im Lauf zu Boden geschleudert. “Saniiiiiiii!“, der langgezogene gellende Ruf der Getroffenen, war in dem Inferno des Kugelhagels nicht zu überhören. „Deckung!“, rief Metzger und warf sich selbst zu Boden, um sofort danach zu rufen: „ Schröder … Nebeltopf nach links …. Panitzka … Nebeltopf nach rechts!“ Metzger selbst griff in einen Segeltuchbeutel, den er über der linken Schulter trug und griff nach einem Nebentopf, riss den Zünder und warf die Granate nach vorne. Träge entwickelten sich um die Pioniere Nebelschwaden.

Hinter Metzger hörte man das Getrappel schwerer Stiefel. Metzger schaute sich um und erkannte seinen Zugführer Unterfeldwebel Becker. „Gut gemacht“, rief Becker wegen des sich ausbreitenden Nebels der Nebeltöpfe. „Da oben auf der Höhe sitzen welche“, rief Becker seinem Gruppenführer Metzger zu und zeigte nach rechts. „Wir geben Feuerschutz und Du arbeitest Dich mit Deinen Leuten ran und vertreibst den Iwan von da oben. Metzger rief. „Jawoll“. Zu seinen Landsern meinte er: „Diese Richtung 250 … Höhenspitze … dort feindliche Schützen vorwärts bei Feuereröffnung durch Zug!“ Schon knatterten die Karabiner des Restzuges los und geduckt sprangen Metzger und seine verbliebenen Männer durch die wabernden Nebelschwaden los in die angegebene Richtung. Dünner wurde der Nebel und dann konnte man die Bäume auf der Anhöhe und darunter die pilzähnlichen Köpfe der russischen Schützen erkennen. „Deckung … feindliche Schützen 12:00 Uhr .. 100 … Feuerfrei bis Feind vernichtet“, war Metzgers sonores Organ zu vernehmen. Die Pioniere hauten sich hin und eröffneten das Feuer. Die Russen schienen Verluste zu haben, schossen sporadisch und schlecht gezielt zurück. Dann tauchten die Helme weg. Die Russen flüchteten wohl. Metzger wischte sich den Schweiß von der Stirn und schaute sich um. Seine Männer sahen ähnlich verschwitzt, verdreckt, erschöpft und nass aus wie er. Gleichwohl, Freude verbreitete sich unter ihnen als Unteroffizier Metzger einen Melder mit der Meldung: „Feind flieht von Höhe nach Verlusten .. wir setzen nach“, zu seinem Zugführer schickte. Sie waren wieder mal mit dem Leben davon gekommen.

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Cfant
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Beitrag von Cfant »

Ging ja beinahe reibungslos. Das mit dem Einnebeln scheint gut funktioniert zu haben :)
gelöschter Benutzer
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Beitrag von gelöschter Benutzer »

Nunja,

der Übergang im Norden war quasi zum Üben und hat uns auch 3 Gruppen gekostet, die in den Booten vernichtet wurden. Die eigentliche Aufgabe - der Übergang im Süden - kommt noch. Wir hoffen, dann noch genügend Nebelmunition zu haben und dass die Werfer nicht die Brücke zerdeppern. Die streuen nämlich ziemlich. Wir werden dann wohl länger Vorbereitungsfeuer schießen, weil die gegnerische Infanterie trotz Beschuss mit schwerer Artillerie im Norden noch recht munter war.

Die Herausforderung ist die Koordination von Einnebeln, Vorbereitungsfeuer und Übergang der Truppen.
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