Das ist es wohl.deltadagger hat geschrieben: Hiroshima lässt sich irgendwie noch erklären, verteidigen, rechtfertigen, was auch immer; Nagasaki dann schon nicht mehr.
So grausam es auch insgesamt ist, aber wir reden hier im Pazifikkrieg über ganz andere Gegebenheiten als in Europa. Es ist ein unvorstellbares Elend, aber insgesamt der traurige Abschluss eines absolut traurigen und grausamen Kriegs.
Aufwiegen und abschätzen ist einfach ein Elend.
Aber wenn man nüchtern betrachtet, dass durch die Strafaktionen gegen China nach dem Doolittle-Raid mehr chinesische Zivilisten auch durch japanische Biowaffen umgekommen sind als bei beiden Atombombenabwürfen zusammen, wird das ganze insgesamt in diesem Krieg doch in das rechte Licht gerückt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Doolittle_Raid
https://en.wikipedia.org/wiki/Atomic_bo ... d_Nagasaki
Was soll das heißen?
Die Atombombenabwürfen sind leider auch nur eine weitere Seite in dem Buch der Grausamkeiten des zweiten Weltkriegs. Von Manchen weiß man mehr (Ausschwitz, Dresden, Hiroshima, Nanking), von Manchen weniger. Die Atombombenabwürfe läuteten halt ein neues Zeitalter ein und katapultierten sich in unser aller Wahrnehmung ganz weit nach vorne und stellten natürlich den letzten Paukenschlag des letzten Akts dar.
Relativiere ich da? Ja, zum Teil und vollkommen beabsichtigt. Aber nur um herauszustellen zu welchen Monstern die Menschen auf ganzer Linie bei einem totalen Krieg werden.
Und zuletzt: Captain Hindsight sieht natürlich Sachen immer anders. Menschen nach sechs Jahren totalen Kriegs auch. Ich mag mir nicht vorstellen, was die Amis alles so dachten, als sie gerade die KZs befreit hatten und in Potsdam saßen und von den Grausamkeiten in China und Korea wussten.