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Verfasst: Mi 10.06.2026, 12:04
von deltadagger
Mariu hat geschrieben:Ich bin mir nicht sicher ob ich euch richtig verstehe hier, aber die Schiffe der Expanse sind eigentlich von Triebwerk nach oben gebaut. Das innere der Roci sieht ungefähr so aus:
Das ist mir sehr wohl bekannt.
Mariu hat geschrieben:Das sieht man auch später in der Serie.
Nee, in der TV Serie fliegt sie zu gefühlt 70% evtl auch 80% so, dass die Laserwaffen bzw. Antennen immer unten sind.Dann finden Einblendungen nach innen statt und die stehen dann quasi so, als würden sie auf der Brücke bei StarTreck oder so stehen.Das meinte ich damit.Ist tatsächlich so wie dooya schreibt, in den Büchern (na ja, in dem einen Buch, dass ich kenne) diffenzierter dargestellt.so sieht man sie meist:
Screenshot 2026-06-10 120332.png

Verfasst: Mi 10.06.2026, 14:55
von dooya
deltadagger hat geschrieben:Das ist mir sehr wohl bekannt.Nee, in der TV Serie fliegt sie zu gefühlt 70% evtl auch 80% so, dass die Laserwaffen bzw. Antennen immer unten sind.Dann finden Einblendungen nach innen statt und die stehen dann quasi so, als würden sie auf der Brücke bei StarTreck oder so stehen.Das meinte ich damit.Ist tatsächlich so wie dooya schreibt, in den Büchern (na ja, in dem einen Buch, dass ich kenne) diffenzierter dargestellt.so sieht man sie meist:Bild
Tatsächlich hat die Rocinante aber eine Unterseite (Belly), da sie in den Büchern auf selbiger landet. (Sie kann sowohl senkrecht als auch waagerecht landen.)Spekulation: Auch wenn dem nicht so wäre, hätte die Rocinante bordintern wie jedes andere Schiff irgendeine Form von Koordinatensystem aus dem hervorgeht, was vorn, hinten, unten und oben ist. Wenn sie sich fortbewegt, rotiert sie nicht in ihrer Längsachse wie ein Geschoss, sondern hat in Relation zu irgendeiner Bezugsebene eine stabile Lage, also ein Oben und ein Unten.Es ist auch davon auszugehen, dass mindestens alle Schiffe einer Fraktion das gleiche Koordinatensystem / das gleiche Oben und Unten teilen, sich also auch immer in der gleichen Orientierung begegnen. Lediglich bei Begegnungen von Schiffen unterschiedlicher Fraktionen würde es vorkommen, dass unterschiedliche Versionen von unten und oben vorkommen. Da im Expanse-Universum alle Fraktionen eine gemeinsame Abstammung haben, könnte man vermuten, dass sie auch das gleiche Koordinatensystem teilen.Davon abgesehen: da die konkrete Geschichte aus der Perspektive der Rocinante und ihrer Besatzung erzählt wird, ist es auch gar nicht verwunderlich, dass sie im Koordinatensystem der Rocinante stattfindet und die Ausrichtung des Schiffs daher immer gleich ist.

Verfasst: Mi 10.06.2026, 15:13
von deltadagger
Hmmm.... darum geht es mir eigentlich nicht bei diesem Randtetail eines Details.Es ist aus meiner Sicht recht völlig unrealistisch, dass die - sagen wir Kameraausrichtung - das Raumschiff überwiegend in einer Position filmt, die analog zu den oben erwähnten StarDestroyern in StarWars ist oder eben auch zu StarTrek, da ist der Diskus bei der Enterprise sehr oft auch filmisch "oben".Das dürfte dann auch den Besatzungsmitgliedern relativ schnuppe sein und kaum einer würde ein Raumschiff nach "oben" drehen wegen der Perspektive, die man dann meinethalben zu einem anderen Raumschiff oder so hätte.Beispiel aus dem realen Leben:Die Sojuz oder Progress koppeln an der ISS überwiegend auf dem Kopf in Relation zur Station an, der Dragon Frachter unter 90° zur Hauptachse der ISS, die Dragon mit Besatzung wieder in -90° zur Hauptachse und zu 180° den Anlegestutzen.
Screenshot 2026-06-10 151013.png
Es liegt vermutlich in der menschlichen Natur, dass im auch Film ein "oben und unten" nach irdischer Vorstellung gebraucht wird.

Verfasst: Mi 10.06.2026, 15:31
von dooya
deltadagger hat geschrieben:Hmmm.... darum geht es mir eigentlich nicht bei diesem Randtetail eines Details.Es ist aus meiner Sicht recht völlig unrealistisch, dass die - sagen wir Kameraausrichtung - das Raumschiff überwiegend in einer Position filmt, die analog zu den oben erwähnten StarDestroyern in StarWars ist oder eben auch zu StarTrek, da ist der Diskus bei der Enterprise sehr oft auch filmisch "oben".Das dürfte dann auch den Besatzungsmitgliedern relativ schnuppe sein und kaum einer würde ein Raumschiff nach "oben" drehen wegen der Perspektive, die man dann meinethalben zu einem anderen Raumschiff oder so hätte.Beispiel aus dem realen Leben:Die Sojuz oder Progress koppeln an der ISS überwiegend auf dem Kopf in Relation zur Station an, der Dragon Frachter unter 90° zur Hauptachse der ISS, die Dragon mit Besatzung wieder in -90° zur Hauptachse und zu 180° den Anlegestutzen.BildEs liegt vermutlich in der menschlichen Natur, dass im auch Film ein "oben und unten" nach irdischer Vorstellung gebraucht wird.
Ich verstehe was Ihr meint. Das Beispiel der ISS ist einerseits nicht ganz passend, weil da tatsächlich in alle Richtungen gebaut werden kann, während bei der Rocinante aufgrund der Fähigkeit zum Atmosphärenflug eine Berücksichtigung des Luftwiderstands notwendig ist. Man ist hier also viel näher an den Gegebenheiten eines Flugzeugs. Andererseits passt es gut, wenn man die Flüge der Kapseln zur ISS betrachtet: hier wäre es interessant zu wissen, in welcher Orientierung bspw. Sojus und Progress den Weg zur ISS zurücklegen. Gleich in der Orientierung für das Koppeln oder rotieren sie erst kurz vor der Kopplung in die richtige Orientierung? Gleichzeitig ist es auch wieder kein gutes Beispiel, weil es im Orbit um einen Planeten wieder ein klares Oben und Unten gibt.

Verfasst: Mi 10.06.2026, 15:34
von Bigfish
Es liegt vermutlich in der menschlichen Natur, dass im auch Film ein "oben und unten" nach irdischer Vorstellung gebraucht wird.

Oder schlicht weil es für die Kamera einfacher ist?

Verfasst: Mi 10.06.2026, 15:41
von dooya
Ach ja, in vielen SF Filmen/Büchern umgeht man die Frage der innerschifflichen Orientierung ja auch einfach mit der Existenz von künstlichen Gravitationsfeldern. Vielleicht sind die ja stark genug, um auch den Kameramann außerhalb der Enterprise in die korrekte Ausrichtung zu zwingen.

Verfasst: Mi 10.06.2026, 15:49
von deltadagger
dooya hat geschrieben:Ich verstehe was Ihr meint. Das Beispiel der ISS ist einerseits nicht ganz passend, weil da tatsächlich in alle Richtungen gebaut werden kann, während bei der Rocinante aufgrund der Fähigkeit zum Atmosphärenflug eine Berücksichtigung des Luftwiderstands notwendig ist. Man ist hier also viel näher an den Gegebenheiten eines Flugzeugs. Andererseits passt es gut, wenn man die Flüge der Kapseln zur ISS betrachtet: hier wäre es interessant zu wissen, in welcher Orientierung bspw. Sojus und Progress den Weg zur ISS zurücklegen. Gleich in der Orientierung für das Koppeln oder rotieren sie erst kurz vor der Kopplung in die richtige Orientierung? Gleichzeitig ist es auch wieder kein gutes Beispiel, weil es im Orbit um einen Planeten wieder ein klares Oben und Unten gibt.
Ja, in Summe dürfte es trickreicher sein, als ich mir vermutlich vorstelle.

So weit mir bekannt, drehen die allermeisten bemannten Raumkapseln sich so hin, dass sie über die evtl. vorhandenen Sichtfenster die Erde fotografieren können, sprich die Allermeisten fliegen in Relation zur Erdoberfläche auf dem Kopf.
Die Drehung zur Trussachse der ISS hängt im Wesentlichen von der Montage der PMA = Andockstutzen ab.
Die sind asymetrisch geformt.
Der "Knick" diente ursprünglich zum kollisionsfreien Andocken der SpaceShuttles und die Ausrichtantennen befinden sich - für unsere Begriffe - auf der Hohlkehle "unten".
Bei den meisten Raumschiffen wiederum auf der "Nase", also kommen die meisten dann auf dem "Rücken" an. :D

Wobei das wiederum nix mit der Sache zu tun hat, dass sich die Ex-Raumfähre der USA sich beim Start auf den Rücken drehte.
Das diente dazu, beim Abtrennen der Booster und des Tanks von dem immer noch vorhandenen Luftwiderstand diese schnell vom Raumschiff wegzudrücken.

Edit:
Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die ISS sich quasi senkrecht (Ausrichtung Solarzellen und Kühler) zur Erdoberfläche und dann noch meist in einem 20-30° Winkel zur Tangente zur Erdoberfläche bewegt - also quasi schräg "schiebt", könnte es endgültig verwirrend werden.

- - - - - - - - - - AUTOMATISCHE ZUSAMMENFÜHRUNG - - - - - - - - - -
dooya hat geschrieben:Vielleicht sind die ja stark genug, um auch den Kameramann außerhalb der Enterprise in die korrekte Ausrichtung zu zwingen.
Mit Sicherheit ist dies der Hauptgrund :)

Verfasst: Mo 15.06.2026, 02:15
von X_MasterDave_X
Habe mir die neue "3. Staffel" von "Good Omens" auf Amazon angesehen. In Anführungszeichen deshalb, weil es nur noch für eine Episode, allerdings in Spielfilmlänge gereicht hat.

Dennoch, wer die Serie mochte, dieser Film fängt langsam an, endet aber furios und...man kanns nicht anders sagen, genial!

Habe die Serie geliebt, der geniale Humor, die liebevoll gemalten Charaktäre, und die genial abgedrehte Story, die gerne mal auf geniale Weise hinter den Vorhang biblischer Geschichten schaut.
Speziell für Bibelkenner oder auch Kritiker ein Genuß den man nicht verpassen sollte.


Für diejenigen die diese Story nicht kennen, Staffel 1 beginnt als Rumpf mit der Grundstory aus "Das Omen" einem Horrorfilm mit Gregory Peck aus den 70igern, inkl 2 Fortsetzungen, daher auch das "Good Omens" im Namen. Allerdings wird die Geschichte hier aus einem völlig anderen Blickwinkel erzählt, aus dem von 2 Engeln, bzw einem Ehemaligen. Staffel 2 dreht sich dann eigentlich nur noch um die Engel, und das Serienfinale im Film der 3. Staffel bringt das ganze zu einem würdigen und echt genialen Ende.


Hier der Trailer zu Staffel 1




Wie hier am Anfang von Staffel 2 gibt es immer mal wieder Rückblicke auf bekannte biblische Ereignisse, gespiegelt in biblisch gläubiger (um nicht zu sagen fundamentalistischer/evangelikaler), aber eben auch in wissenschaftlich kritischer Sichtweise.
Gegenübergestellt von den beiden Hauptdarstellern, dem Engelchen, und dem inzwischen desillusioniert ehemaligen Engel....


Wer das englisch nicht versteht, einfach auf Youtube direkt gehen und dort den Übersetzer als Untertitel laufen lassen.

Verfasst: Do 18.06.2026, 00:09
von AG_Wittmann


Zusammengestoppelte Filmschnipsel, aber die Geschichte ist nett erzählt.