Ich, Pulchera, Päpstin der Elviraiten, Kaiserin des Römischen Reiches, Kaiserin von Frankreich, habe heute die Regierungsgeschäfte übernommen, nachdem mein Vater Tumasi von Krankheiten geschwächt vom Pferd stürzte und sich das Genick brach.
(Der kleine Schädel links unter dem Abbild des Tumasi ist grün, was darauf hinweist, dass da wohl nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Dies ist seiner Tochter aber nicht bekannt.)
(Große Enttäuschung: ich hatte nach dem Tod Tumasis eigentlich mit dem "A perfect circle"-Achievement gerechtet. Entweder habe ich das Achievement immer noch nicht richtig verstanden, oder wir haben doch irgendwo einen unentdeckten Bastard in der Herrscherlinie. Da die Erbin Pulchera nicht mit einem Bruder verheiratet ist, rückt das Achievement in weite Ferne und mit nur noch ca. 150 Jahren bis zum Spielende, könnte es sogar unmöglich geworden sein.)
Bereits wenige Tage nach meiner Krönung werde ich darüber informiert, dass meine Tante Anatasia ihre gierigen Hände nach der Krone ausstreckt und sich breite Unterstützung für dieses Unterfangen sichern konnte. Man schätzt, dass sie schon in wenigen Monaten (7) ihre Forderungen übermitteln könnte.
Hier zeigt sich, dass der Bündnisbruch meines Vaters für viel Unwillen im Reich gesorgt hat. Nie zuvor ist eine Herrscherin aus unserem Hause so unfreundlich begrüßt worden.
Als wäre dies nicht furchtbar genug, will auch das pasqualitische Gesindel die Gelegenheit nutzen, um sich von ihrer rechtmäßigen Herrscherin loszusagen und auch hier könnte es schon in 6 Monaten zu einem Aufstand kommen.
Diese schlechten Nachrichten machen es unabdingbar, dass der Feldzug in Kastilien zu einem schnellen Ende gebracht wird. Rücksichtslos stürmen wir jede Burg, vor der eigene Heere liegen. Sieg - nach nur 7 Monaten ist das Werk, das mein Vater begann, beendet - Kastilien ist unterjocht!
Mein Reich!
Nun können wir uns um die widerspenstigen Vasallen kümmern. Da ich noch keine Nebenmänner habe, heirate ich die beiden stärksten männlichen Unterstützer meiner Tante. Leider erfüllen sich meine Erwartung, dass sie daraufhin eine Allianz mit mir schließen oder zumindest die Fraktion verlassen, leider nicht. Auch Bestechungsgelder an andere Vasallen führen nicht zum Erfolg. Da mir nur noch wenige Monate bleiben, kann auch die Finden von Geheimnissen zum Erpressen keine Option sein.
Letztlich sehe ich nur noch eine Option. Die elviraistische Missionierung des Reichs verlief bislang nur sehr langsam; viele Vasallen sind immer noch Pasqualiten und auch bei den elviraitischen Vasallen gehört ein Großteil des Volkes noch dem alten Glauben an.
Würde ich wieder den alten Glauben annehmen, könnte ich zumindest einen Aufstand des Pöbels vermeiden und vielleicht wären mir auch einige andere Vasallen wohlgesonnener.
72 meiner 97 Vasallen würden mit mir den Glauben wechseln. Vor dem Übertritt muss ich jedoch den Papst-Titel abgeben.
Ich suche mir den schwächsten Vasallen im ganzen Reich, schleiche nachts vor seine Tür, lege meine lustige Papstmütze dort ab, klopfe an, rufe "DU BIST'S" und laufe weg.
Hat geklappt!
Da mein Vater mir eine gut gefüllte Schatzkammer hinterlassen hat, kann ich reichlich Geldgeschenke verteilen, um noch eine ganze Reiche von Vasallen von einem Religionsübertritt zu überzeugen. Schließlich bleiben nur noch die vier Päpste der anderen christlichen Religionen und einige sehr verärgerte Vasallen, bei denen ich es gar nicht versuche.
Nach einer feierlichen Messe gehöre ich wieder der Kirche meines Urgroßvaters an. Und ich friere nicht mehr den ganzen Tag!
Mit meinem Religionsübertritt löst sich die rebellische pasqualitische Fraktion von einem auf den anderen Tag auf. Sehr gut.
Ich begebe mich direkt auf eine Wallfahrt nach Jerusalem.
Trotz der neuen Kleidung ziehe ich mir eine hartnäckige Erkrankung zu.
Ich kann dank einer zufälligen Begegnung jedoch auch eine positive Eigenschaft gewinnen - ich bin nun athletisch. (Mit diesem Trait bekommt man einen kleinen Gesundheitsbonus und man kann immer mal wieder Stress abbauen und erhält im Gegenzug einen kleinen Meinungsmalus.)
In der Folgezeit fordere ich jene Vasallen unter den Unterstützern meiner Tante, die nicht freiwillig zum neuen Glauben übertraten, explizit zum Glaubenswechsel auf. Sollten sie daraufhin konvertieren, wäre dies erfreulich. Fordern sie hingegen im Gegenzug einen Gefallen von mir, werde ich dies ablehnen, was sie zu Kriminellen werden lässt und mir einen Inhaftierungsgrund gibt. Alle, die sich daraufhin nicht gegen eine Verhaftung wehren, kommen in den Kerker und verlassen damit zwangsweise diese Fraktion.
Die, die sich einer Verhaftung widersetzen würden, lasse ich zunächst in Frieden.
Jerusalem! Meine Pilgerfahrt steigert meinen Level of Devotion, was sich positiv auf meine Beliebtheit auswirkt.
Nach und nach entziehe ich den inhaftierten Vasallen ihre Ländereien und Titel und vergebe sie an meine jüngeren Geschwister. Die Fraktion meiner Tante ist deutlich kleiner geworden und das früheste Datum für ihr Ultimatum hat sich deutlich nach hinten verschoben.
Mit dem neuen Glauben möchte ich auch die Tradition innerhalb der unmittelbaren Familie zu heiraten, wieder zum Leben erwecken. (Perfect Circle Achievement - ich brauche ein Kind von einem Bruder!)
Leider kann ich mich derzeit nicht scheiden lassen. Ich muss erst etwas beliebter bei meinem Papst werden
Während eines Jagdausflugs kann ich meinen Onkel, einen mächtigen Vasall, helfen und das hebt seine Meinung mir gegenüber deutlich.
Ich gründe eine Universität in Sienna und werde von nun an "the Scholar" genannt.
Mittlerweile ist mein Ansehen so weit gestiegen, dass nun auch einige Vasallen die Fraktion meiner Tante von sich aus verlassen haben und sie nun keine Gefahr mehr darstellt.
Nach vielen Monaten habe ich die während der Pilgerfahrt erworbene Erkrankung endlich besiegt.
Ich gründe wieder einen pasqualitischen Orden.
Wie alle meine Vorfahren bin ich ein echtes Feierbiest.
Mein Gezeche stört offensichtlich meinen Nachbarn, den katholischen Papst: er ruft mal wieder einen Kreuzzug aus.
Ein Blick auf die Verbreitung des katholischen Glaubens lässt aber erahnen, dass auch das wieder nichts werden wird.
Leider fehlt mir die Piety, die ich für die Gründung des Heiligen Ordens einsetzen muss, danach für meine Scheidung. Also weiterhin warten. Da ich schon Mitte Dreissig bin, muss das Unterfangen Kind forciert werden - ich versuche meine leiblichen Brüder zu verführen.
Der älteste meiner Brüder interessiert sich auffallend wenig für Frauen und weist mich direkt ab. Bei meinem zweiten Bruder habe ich zumindest eine kleine Chance...
