In der aktuellen 1.11.5 Beta gerade wieder etwas Neues Übles endeckt. Keine Ahnung ob die USA KI immer so war....aber in meinen letzten ganzen Partien bei 1.10 und davor hatte ich eher den Eindruck dass die USA gerade produktionstechnisch voll auf der Höhe war...und wie wild alles mögliche produzierte. Invasionen in den USA waren zuletzt also sehr schwer zu meistern.
In meiner aktuellen 1.11.5 beta, bin ich bis Juni 1943 gekommen. Diesmal ohne AI Mod für die Russen und auch ohne den +1 Bonus bei der Produktion über das STartmenü. Damit konnte ich die Russen bis Ende Dezember 1941 erobern, nach 6 Monaten harten Kampf. Die KI ist definitiv stark verbessert worden im Landkampf, die Russen KI gibt eine harte Gegenwehr. Was nach wie vor weit überpowert ist, ist das Spinage/Diplomatie Menü, bei dem man Kollaborations-Regierungen mit Spionen und Waffenlieferungen sowie Produktionskapazität beim Feind einrichten kann. Das hat die Auswirkung, dass der Feind viel schneller im Krieg kapituliert. In der Regel schon beim Fall der Hauptstadt. Das macht die Kriege gegen Frankreich und Russland viel leichter. Kaum ist Paris/Mooskau erreicht, klappt das Land wie ein Kartenhaus zusammen, und man hat nicht nur einen Sieg...sondern einen Vasallen, der keinerlei Aufstände produziert, sondern im Gegenteil Truppen liefert, das eigene Gebiet selbst sichert, und einen mehr Fabriken abgibt als man bei einer Eroberung bekommen würde. Dazu den Vollzugriff auf alle Ressourcen, die man für eigene Zivilfabriken statt zum Kurs 1 zu 8 für 1 zu 80 bekommt. Da kann man gerade bei den Russen mit einer Handvoll Zivil-Fabriken hunderte von Ressourcen abstauben, egal ob Öl, STahl, Wolfram oder was auch immer.
Wie gesagt, ich halte das Spionage-Menü für total überpowert diesbezüglich. Gamey...cheesy. Wer die Russen-KI seit 1.11 voll testen will sollte das Kollaborations-Feature unterlassen. Da hätte ich sicherlich bis weit in 1942 oder gar 1943 noch viel Krieg in Russland führen müssen. Und das trotz fehlender KI-Mod (Expert AI 4.0)
Doch zurück zum eigentlichen Thema oben: Die USA....die ist leider nur noch ein Papier-Tiger. Hatte mich schon gewundert wieso ich kaum noch US-Schiffe im Atlantik sehe, keine US-Invasionen. Dann mal als Japaner geladen...die hatten 8 Flugzeugträger...und gewaltige Flotten. Dann als USA geladen....0 Flugzeugträger, 5 Schlachtschiffe und einen kümmerlichen Rest von 50 Schiffchen. Der Rest auf dem Meeresgrund. Nur gerade mal 100 Divisionen weltweit. Was war da los??? Da waren die AMis zuvor doch wesentlich potenter.
Habe mir dann das Produktionsmenü angesehen. Die USA hatten 650 Fabriken....gewaltig!!! Nur leider kaum Rohstoffe um das zu befeuern. 80% der Produktion stand still. Von den 26 Produktionslinien waren gerade mal 4-5 auf voller Power, Ab Zweig 8 gabs noch 3% Produktion der CAS, ab 9 gar keine Produktion mehr wegen fehlender Ressourcen:
Der Grund ist die Politik des "Free Trade". Würde die USA auf "Begrenzte Exporte" gehen, würden nur 25% der Ressourcen verkauft werden...bzw dem Zugriff der Produktion abgehen. Kaum hatte ich das händisch geändert waren alle Produktionslinien wieder auf 100%. Naja außer den Flugzeugen, denn da die USA keinerlei Raffinerien baute, gabs keinen Gummi. Und damit auch weiterhin keine Flieger. Sie hätten auch nichts bauen können, weil die USA KI keine Synthetischen Techs erforscht hatte.
Wie gesagt das hatte ich zuvor so nie gesehen. Vielleicht lags auch daran, dass die KI in anderen Partien importieren konnte aus holländisch Indien, oder Eisen aus Russland. Aber Russland gehörte nun zu meinem Imperium, und die Japaner haben historisch korrekt das Inselreich zwischen China und Australien erobert. Oder vielleicht weil sie zuvor nie 650 Fabriken hatte (kann mich nicht mehr erinnern). Dennoch...mit nem simplen Politik Wechsel auf begrenzte Exporte ließe sich das leicht umgehen...und die USA wäre wieder historisch stark. Und mit dem erforschen der synthetischen Gummi-Fabriken.
Habe das im Paradox Forum gemeldet.....hoffe die fixen das. Sonst ist die USA in 1.11.5 nur ein Papiertiger.
Werde in meiner Partie die nächsten Tage die USA erobern...sollte nicht zu schwer sein.
Da machen sie sich solche Mühe das Spiel besser zu machen. Das neue Versorgungssystem mit den Eisenbahnen lässt einem echt schwitzen. Man kann nicht mehr so einfach 120 Divisionen an der Ostküste anlanden...die würden nie versorgt werden. Hätte die USA da 100 Divisionen stehen und man kann gerade mal mit 20-30 Divs anlanden...wäre es historisch schwer bis unmöglich das Land von See aus zu erobern. Aber nein...sie müssen die USA KI in den "Rollstuhl" befördern...
Es gibt aber auch viel Positives zu berichten:
Mal von den USA-Problem abgesehen wurde die KI überall aber offensichtlich gestärkt. Alleine die Masse an Invasionen die die Japaner erfolgreich starteten ist genial. Die haben vor wenigen Wochen sogar Pearl Harbour erobert. Das hatte ich zuvor noch nie in HoI 1-4 gesehen. Und sie liefern sich mit dutzenden von USA-Divisionen harte Inselkämpfe im ganzen Pazifik. Auf Neuguinea wird lange gekämpft mit viel Power auf beiden Seiten. Es gab etliche Seeschlachten im Pazifik. Da die USA halt leider nichts nachbauen...saufen sie langfristik ab. Die Japaner haben echt 8 fett Träger, in 3 Trägergruppen. Teilweise mit bis zu 50 Schiffen drin. Wow!

Ein Spiel als die USA sollte nun echt Spaß machen.