Enteignung von (nicht-kleinen) Wohnungsunternehmen

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Beitrag von Bigfish »

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Bigfish
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Und ich bleibe dabei: Kein Unterschied.

Wir kennen beide Seiten in mehrfacher Ausprägung, daher bleiben Wir dabei, dass es ein Unterschied ist. :tongue:

Beitrag von Montesquieu »

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Montesquieu
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Bigfish hat geschrieben:Ja, aber alleine der ganze Aufwand der entsteht reicht schon wieder aus um sich zu fragen ob es noch lohnt oder nicht? Und da sind Wir wieder beim Grundthema: In Summe ist es für die Kleinen einfach kein lohnendes "Geschäft" mehr und wenn die Großen immer mehr Wohnraum in die Finger bekommen, darf man sich als Politik dann aber nicht über die Ergebnisse wundern...
Noch einmal: Welcher Aufwand? Dokumentation ist viel, viel einfacher geworden heutzutage. Ich gehe soweit, dass man heute 800 Interessenten einfacher planen und organisieren kann als 50 vor 10 Jahren.

Und wenn sich Leute über Diskriminierung aufregen: Standard-Vorlage erstellen, paar Gründe zusammendrücken, verschicken, fertig. Aufwand von einer Minute. Wenn dann was kommen sollte, was justiziabel wäre, kann man die Aktivitäten-Historie zu den einzelnen Interessenten innerhalb von ein paar Minuten ausdrucken, schön machen, fertig.

Ne, ne, ne, ich bleibe dabei. Ausrede.

Soll ich mich als Berater für arme geschundene Diskriminierungs-Makler selbständig machen? Anscheinend ist da ein großer Markt und tausende von Euros an Provisionen werden nicht abgeholt?
Der texanische Senator der Herzen

Beitrag von dooya »

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Montesquieu hat geschrieben:Noch einmal: Welcher Aufwand? Dokumentation ist viel, viel einfacher geworden heutzutage. Ich gehe soweit, dass man heute 800 Interessenten einfacher planen und organisieren kann als 50 vor 10 Jahren.

Und wenn sich Leute über Diskriminierung aufregen: Standard-Vorlage erstellen, paar Gründe zusammendrücken, verschicken, fertig. Aufwand von einer Minute. Wenn dann was kommen sollte, was justiziabel wäre, kann man die Aktivitäten-Historie zu den einzelnen Interessenten innerhalb von ein paar Minuten ausdrucken, schön machen, fertig.
[...]
Besser noch: zusätzlich direkt Link und Adresse der nächsten Antidiskriminierungsberatungsstelle verschicken, damit von vornherein klar ist, dass man nichts zu verbergen hat. Könnte dazu führen, dass einige dann gar nicht mit dem Suchen nach Indizien anzufangen.
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Beitrag von Bigfish »

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Noch einmal: Welcher Aufwand? Dokumentation ist viel,

Gut auch hier reden Wir aneinander vorbei. Wir holen weiter aus: Der Aufwand den Kleine EIGENTÜMER heute betreiben müssen und sei es nur das man sich überhaupt einen Makler nimmt um eine Wohnung zu vermieten. Das war tatsächlich nicht deutlich.

Beitrag von Montesquieu »

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Bigfish hat geschrieben:Gut auch hier reden Wir aneinander vorbei. Wir holen weiter aus: Der Aufwand den Kleine EIGENTÜMER heute betreiben müssen und sei es nur das man sich überhaupt einen Makler nimmt um eine Wohnung zu vermieten. Das war tatsächlich nicht deutlich.
Ja, in der Hinsicht haben wir tatsächlich aneinander vorbei geredet.

Was für ein Aufwand private Vermieter treiben müssen, kann ich in dem Sinne nur erahnen und weiß es nicht aus erster Hand.

Aber deswegen ging das bei mir auch mit einem Kommentar zu der Aussage eures Maklers los. ;)
Der texanische Senator der Herzen

Beitrag von Bigfish »

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Kommentar zu der Aussage eures Maklers los.
Der ist übrigens ein Türke oder Deutsch-Türke - oder was auch immer - er sagt selbst: Türke ;)

Beitrag von Greenhorn »

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Bigfish hat geschrieben:Im Prinzip ja. Und dann kommen halt jene die Sagen: Ich wurde Diskriminiert - egal ob es stimmt oder nicht.
Da habt ihr offensichtlich nicht den Artikel gelesen:
tagesschau hat geschrieben:Humaira Waseem ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. ... Sie kontaktierte den Makler - und erhielt direkt eine Absage. Als sie die Anfrage erneut stellte - diesmal unter dem Namen Julia Schneider - erhielt sie eine Zusage für einen Besichtigungstermin.
Also eine offensichtliche Diskriminierung ... ohne wenn und aber.
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Beitrag von Bigfish »

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Da habt ihr offensichtlich nicht den Artikel gelesen:

Und Ihr habt offensichtlich nicht die gesamte Diskussion hier gelesen...

Beitrag von Greenhorn »

Greenhorn
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Beitrag von Mariu »

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Beitrag von Mariu »

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Beitrag von Azrael »

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Allerdings haben den Angaben nach viele Menschen Angst, ihre Wohnung zu verlieren, und den Mietwucher daher nicht den Ämtern gemeldet.
Ich frag mich, wie man das gerade bei den erfolgreichen Meldungen verhindern will, dazu wird im Artikel nichts erwähnt?
Ein Mieter, der einem Vermieter Ärger macht, ob juristisch vollkommen berechtigt oder nicht, ist ein Querulant und mehr Ärger ist zu erwarten und in Berlin herrscht Wohnungsmangel.
22.000 EUR Rückzahlung in dem einem erwähnten Fall schön und gut, aber dass da die Kündigung kurz darauf ins Postfach des Mieters flattern wird, das ist doch vorprogrammiert.

Ich verstehe, was die Linkspartei damit bezweckt, es löst aber das Problem des Wohnungsmangels offensichtlich nicht. Dafür muss mehr gebaut werden.

Beitrag von Montesquieu »

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Azrael hat geschrieben: 22.000 EUR Rückzahlung in dem einem erwähnten Fall schön und gut, aber dass da die Kündigung kurz darauf ins Postfach des Mieters flattern wird, das ist doch vorprogrammiert.
Man kann in Deutschland nicht so einfach ein Mietverhältnis kündigen.

Eigenbedarf, Pflichtverletzung (also meistens: keine Miete zahlen) und wenn man schon das ganze Gebäude abreißt, um das Grundstück zu veräußern oder komplett neu zu bauen, sind Gründe. Sogar Komplettsanierungen werden eher schwierig und ich habe schon gelesen, dass der Vermieter zu Ersatz gezwungen worden ist.

Mit welcher Begründung sollte das dann vonstatten gehen? Klar, der Vermieter kann ja doppelt kriminnell werden und neben der Wucher-Miete noch die falsche Eigenbedarfs-Kündigung verkünden. Wer dann aber vorher schon mit Anwalt gegen die Miete geklagt und Entschädigung bekommen hat, der hat auch den Telefonhörer zum Anwalt nicht weit. ;)
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Beitrag von Bigfish »

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Wenn das "kleine" Vermieter sind, ist das Dummheit oder Unwissenheit und den großen wie Vonovia ist das egal, da geht es im Rauschen unter. Die Kalkulieren das ein. Wir würden Uns freuen, wenn das Gesetz zur Mietspiegelpflicht noch umfassender wäre, damit es noch mehr Mietspiegel gibt. Das ist doch für Vermieter wie für Mieter das Beste was es gibt, weil es kein großes Rumeiern gibt. Vermieter können unter Einhaltung der restlichen Kriterien immer bis zum Mietspiegel erhöhen und Mieter können jedem Vermieter auf die Finger hauen, wenn der Mietspiegel überschritten wird. Kündigungen sind wie Monte schon schreibt nur schwierig möglich.


Die Befürchtung das es für viele Mieter teurer wird, wenn ein Mietspiegel existiert sehen wir allerdings auch. Alleine schon weil dann viele Vermieter auf einen Schlag sehen ob sie ein Problem mit der "Liebhaberei" haben oder nicht? Deshalb würden eine Menge alte Bestandsverträge asap über die 50% gehoben wo es nötig ist. Und immerhin nur 50% - bis vor kurzem waren das noch 66% - und da ist man schneller drunter als man denkt, wenn man die Steigerungen der letzten Jahre ansieht.


Wie schon so oft, bauen muss günstiger werden und die Anzahl der Wohneinheiten in den schwierigen Gebieten muss massiv erhöht werden. Das ausgerechnet in Frankfurt die Grünen ein Wohngebiet verhindert haben, das primär nach den Wünschen dieser Partei geplant worden war ist an Irrsinn kaum zu überbieten. So wird das nix. Das man auf ehemaligen Chemiestandorten lieber Rechenzentren baut als Wohnungen, da gehen Wir noch mit - die Ausgasungen aus den Böden will man garantiert nicht in einer Wohnung haben (Bodensanierung hin oder her), aber es gibt auch andere Flächen die bebaut werden könnten und viel Potential zur Nachverdichtung und Aufstockung gibt es auch. Aber damit tut man sich in Deutschland schwer. Lieber planiert man einen weiteren wertvollen Acker, als das man zwischen zwei Wohnblocks einen dritten dazwischen stellt.
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Bigfish hat geschrieben:Wenn das "kleine" Vermieter sind, ist das Dummheit oder Unwissenheit und den großen wie Vonovia ist das egal, da geht es im Rauschen unter. Die Kalkulieren das ein. Wir würden Uns freuen, wenn das Gesetz zur Mietspiegelpflicht noch umfassender wäre, damit es noch mehr Mietspiegel gibt. Das ist doch für Vermieter wie für Mieter das Beste was es gibt, weil es kein großes Rumeiern gibt. Vermieter können unter Einhaltung der restlichen Kriterien immer bis zum Mietspiegel erhöhen und Mieter können jedem Vermieter auf die Finger hauen, wenn der Mietspiegel überschritten wird. Kündigungen sind wie Monte schon schreibt nur schwierig möglich.


Die Befürchtung das es für viele Mieter teurer wird, wenn ein Mietspiegel existiert sehen wir allerdings auch. Alleine schon weil dann viele Vermieter auf einen Schlag sehen ob sie ein Problem mit der "Liebhaberei" haben oder nicht? Deshalb würden eine Menge alte Bestandsverträge asap über die 50% gehoben wo es nötig ist. Und immerhin nur 50% - bis vor kurzem waren das noch 66% - und da ist man schneller drunter als man denkt, wenn man die Steigerungen der letzten Jahre ansieht.


Wie schon so oft, bauen muss günstiger werden und die Anzahl der Wohneinheiten in den schwierigen Gebieten muss massiv erhöht werden. Das ausgerechnet in Frankfurt die Grünen ein Wohngebiet verhindert haben, das primär nach den Wünschen dieser Partei geplant worden war ist an Irrsinn kaum zu überbieten. So wird das nix. Das man auf ehemaligen Chemiestandorten lieber Rechenzentren baut als Wohnungen, da gehen Wir noch mit - die Ausgasungen aus den Böden will man garantiert nicht in einer Wohnung haben (Bodensanierung hin oder her), aber es gibt auch andere Flächen die bebaut werden könnten und viel Potential zur Nachverdichtung und Aufstockung gibt es auch. Aber damit tut man sich in Deutschland schwer. Lieber planiert man einen weiteren wertvollen Acker, als das man zwischen zwei Wohnblocks einen dritten dazwischen stellt.
Kann ich bestätigen, ein Mietspiegel in Bad Breisig hätte mir als Vermieter das Leben auch erleichtert.
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Beitrag von Azrael »

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Montesquieu hat geschrieben:Man kann in Deutschland nicht so einfach ein Mietverhältnis kündigen.

Eigenbedarf, Pflichtverletzung (also meistens: keine Miete zahlen) und wenn man schon das ganze Gebäude abreißt, um das Grundstück zu veräußern oder komplett neu zu bauen, sind Gründe. Sogar Komplettsanierungen werden eher schwierig und ich habe schon gelesen, dass der Vermieter zu Ersatz gezwungen worden ist.

Mit welcher Begründung sollte das dann vonstatten gehen? Klar, der Vermieter kann ja doppelt kriminnell werden und neben der Wucher-Miete noch die falsche Eigenbedarfs-Kündigung verkünden. Wer dann aber vorher schon mit Anwalt gegen die Miete geklagt und Entschädigung bekommen hat, der hat auch den Telefonhörer zum Anwalt nicht weit. ;)
Schlicht eine normale Kündigung, hat zwar die längste Frist, so wird man den Ärger-Mieter los.

PS: Ok, nochmal recherchiert, es gibt wohl doch keine Möglichkeit, einfach regulär zu kündigen, dass der Mieterschutz soweit geht, hätte ich nun auch nicht gedacht. Ich meine, das mal anders gelesen zu haben, komme aber bei der Recherche zu diesem Schluss.

Es ändert aber natürlich nichts daran, dass der Vermieter versuchen könnte, anderweitig den Mieter loszuwerden, indem man doch irgendwelche Verwandten auftreibt für Eigenbedarf oder einfach Handwerksarbeiten sehr spät ausführt oder auch bewusst mehrfachen Rechtsstreit provoziert, sodass irgendwann der Mieter entnervt aufgibt und auszieht, weil er einfach in Ruhe irgendwo wohnen will, ohne andauernd Rechtsstreitigkeiten mit dem Vermieter führen zu müssen.

Beitrag von Reynold »

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Es gibt für den Vermieter von Wohnraum eine Möglichkeit den Mieter ordentlich ohne Kündigungsgrund zu kündigen?

Beitrag von Azrael »

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Reynold hat geschrieben:Es gibt für den Vermieter von Wohnraum eine Möglichkeit den Mieter ordentlich ohne Kündigungsgrund zu kündigen?
Siehe meine Korrektur oben, ich hatte mal gelesen (war dann wohl eine Falschinformation), dass ein Mietvertrag regulär, aber mit entsprechend langer Frist, ohne Angabe von Gründen gekündigt werden kann. Ihr habt euren Kommentar gerade geschrieben, als ich meinen ursprünglichen korrigierte :)

Beitrag von Witold Pilecki »

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Wir bedienen uns mal des vom werten Bigfish geteilten Kommentars: https://www.n-tv.de/politik/Wer-hier-ei ... 05294.html

In Berlin ist die Lage auf dem Wohnungsmarkt also noch schlimmer geworden. So so ...
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Beitrag von deltadagger »

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Coole Sache :cool:In Downtown Berlin werden also künftig mit etwas Glück nur noch Sozialhilfeempfänger leben. :D
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Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.
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