Courage. Honor. Loyalty. Sacrifice. _ A Pbem vs L. Armisteads feat. controversial POV
- Hohenlohe
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Heros von Hohenlohe meldet sich hiermit zum Dienst in Cairo,ILL, und bereitet seine Truppen schon mal auf mögliche Einsätze hinter feindlichen wie eigenen Linien vor mit ausführlichem Drill der Truppen, vor allem dem Zusammenspiel der Artillerie mit der Kavallerie und dem Schutz der Artillerie vor feindlicher Kavallerie und Infanterie. Die beiden Kavallerieregimenter bekommen den neuen Sharps-Karabiner, sowie einen Colt-Revolver und einen Säbel zugeteilt und üben damit mittels Melonen beim Hindernisparcours den erfolgreichen Einsatz aller drei Waffen. Jeder Kavallerist bekommt zwei Remonten zugeteilt sowie ein Packpferd, um flexibler zu sein.
herzliche grüsse
Heros von Hohenlohe
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Heros von Hohenlohe
In memoriam Stauffenberg, jota und CJ...
YouTube - St. Michael, the Archangel
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Washington, 1. Juni 1862 - Forrest's Race of Galveston
Der feindliche Divisionskommandeur Forrest hat irgendwie von dem beabsichtigten Vormarsch Hookers erfahren und führte seine Truppen durch ein sich rasch schließendes Nadelöhr in Sicherheit. Zwar nahm Hooker geistesgegenwärtig die Verfolgung auf, doch mit der Geschwindigkeit der Kavallerie konnten seine Fußsoldaten nicht mithalten. In Navasota TX nördlich von Houston brach er Jagd ab. Es wird derzeit untersucht, ob dem Gegner vielleicht eine unverschlüsselte Depesche mit den Angriffsbefehlen in die Hände gefallen sein könnte...

Die Lage in Süd-Texas ist damit bereinigt. Ich glaube nicht, dass Forrest kurzfristig wieder kehrt. Dafür wird es in Dallas brenzlig. Ich gehe davon aus, dass Forrest in Richtung Fort Smith reiten wird, denn seine Truppen verbrauchen ja auch Nachschub. Die schwache Garnison von Dallas liegt ihm im Wege. Ich weiß nicht, ob er sie umgehen wird oder vielleicht "auf dem Weg" zerstört. Ich könnte Shermans Division nach Dallas in Marsch setzen, sie wäre nach 15 Tagen vor Ort. Die Garnison würde das nicht retten. Außerdem fehlt es meinen Truppen zu sehr an Nachschub. Daher ziehe ich alle schweren Kampfeinheiten in Galveston zusammen. Die Milizen schwärmen derweil entlang der Küste aus. Die Dallas-Truppe unter BGen. W. Smith wird per Flusstransport in Sicherheit gebracht (in Einklang mit den Hausregeln). Ich möchte im Grunde so schnell wie möglich nach Mobile stoßen. Eventuell lasse ich aber eine Division in Texas zurück, falls Forrest später noch einmal zurück kommt.

Lt.Col. Invictus, derzeit keine neuen Anweisungen.
Inzwischen muss ich versuchen, sein Rendezvous mit Price zu verhindern. Dafür steht mir nur McCalls immer noch angeschlagene Division zur Verfügung. Und es ist matschig - IMMER NOCH! Forrest könnte vielleicht vor mir in Englewood sein... Price könnte ihm auch Truppen entgegen senden... Doch bleibt mir kaum eine andere Wahl. Ich möchte mir den Schaden gar nicht ausmalen, den Forrests Veteranen meinen Nachschublinien in Missouri zufügen können.

Lt.Col. Invictus, derzeit keine neuen Anweisungen.
Inzwischen muss ich versuchen, sein Rendezvous mit Price zu verhindern. Dafür steht mir nur McCalls immer noch angeschlagene Division zur Verfügung. Und es ist matschig - IMMER NOCH! Forrest könnte vielleicht vor mir in Englewood sein... Price könnte ihm auch Truppen entgegen senden... Doch bleibt mir kaum eine andere Wahl. Ich möchte mir den Schaden gar nicht ausmalen, den Forrests Veteranen meinen Nachschublinien in Missouri zufügen können.

In der Zwischenzeit marschiert Lyon weiter nach Norden. Er könnte entweder nach Tennessee gebracht werden, oder aber in Nordmissouri bereit stehen, falls Forrest hier zuschlägt. Auch Fosters Kavallerie ziehe ich nun nach Missouri. Sie ist zwar dem Gegner allein nicht gewachsen, könnte aber überraschend Garnisonen verstärken. Daher bin ich hocherfreut, dass Major Hohenlohe die Einsatzbereitschaft seiner Truppe vermeldet hat.

Maj. Hohenlohe, ob der Gegner nach Missouri vorstößt, ist nicht gewiss. Er könnte innerhalb von einem Monat vor Ort sein, daher ist Eile geboten. MGen. Foster, dessen Anti-Partisanenaktion erfolgreich war, wird nach Lexington MO reiten. Der Grund ist das Auftauchen weiterer gegnerischer Banditen unter dem Befehl des per Steckbrief gesuchten Verbrechers William Quantrill. General Butler vermutet, dass er versuchen wird, Eisenbahnlinien und Depots in Missouri und Illinois anzugreifen. Daher wurden bereits einige Garnisonstruppen an vermutete Ziele gesandt und Foster wird die Flussübergänge bei Lexington schützen. Sie brechen sofort aus Cairo auf und verlegen per Bahntransport nach Bloomington MO. Dies könnte ein wichtiges Zwischenziel von Quantrill sein. Wenn Sie ihn aufspüren können, nehmen Sie ihn gefangen. Der US Marshal hat bereits eine Zelle in Saint Louis für ihn reserviert. Falls das Unternehmen fehlschlägt, halten Sie sich bereits, ihre Brigade kurzfristig mit Foster zu vereinigen.
Die nächste Umgruppierung findet auf hoher See statt. Admiral Farragut hat die Seezielgeschütze Mobiles hinter sich gelassen und die Flotte auf die Höhe von Savannah GA geführt. Hier werden seine Geschwader aufgeteilt:
Befehlsausgabe:Hohenlohe hat geschrieben:Heros von Hohenlohe meldet sich hiermit zum Dienst in Cairo,ILL, und bereitet seine Truppen schon mal auf mögliche Einsätze hinter feindlichen wie eigenen Linien vor mit ausführlichem Drill der Truppen, vor allem dem Zusammenspiel der Artillerie mit der Kavallerie und dem Schutz der Artillerie vor feindlicher Kavallerie und Infanterie. Die beiden Kavallerieregimenter bekommen den neuen Sharps-Karabiner, sowie einen Colt-Revolver und einen Säbel zugeteilt und üben damit mittels Melonen beim Hindernisparcours den erfolgreichen Einsatz aller drei Waffen. Jeder Kavallerist bekommt zwei Remonten zugeteilt sowie ein Packpferd, um flexibler zu sein.
Heros von Hohenlohe

Maj. Hohenlohe, ob der Gegner nach Missouri vorstößt, ist nicht gewiss. Er könnte innerhalb von einem Monat vor Ort sein, daher ist Eile geboten. MGen. Foster, dessen Anti-Partisanenaktion erfolgreich war, wird nach Lexington MO reiten. Der Grund ist das Auftauchen weiterer gegnerischer Banditen unter dem Befehl des per Steckbrief gesuchten Verbrechers William Quantrill. General Butler vermutet, dass er versuchen wird, Eisenbahnlinien und Depots in Missouri und Illinois anzugreifen. Daher wurden bereits einige Garnisonstruppen an vermutete Ziele gesandt und Foster wird die Flussübergänge bei Lexington schützen. Sie brechen sofort aus Cairo auf und verlegen per Bahntransport nach Bloomington MO. Dies könnte ein wichtiges Zwischenziel von Quantrill sein. Wenn Sie ihn aufspüren können, nehmen Sie ihn gefangen. Der US Marshal hat bereits eine Zelle in Saint Louis für ihn reserviert. Falls das Unternehmen fehlschlägt, halten Sie sich bereits, ihre Brigade kurzfristig mit Foster zu vereinigen.
Die nächste Umgruppierung findet auf hoher See statt. Admiral Farragut hat die Seezielgeschütze Mobiles hinter sich gelassen und die Flotte auf die Höhe von Savannah GA geführt. Hier werden seine Geschwader aufgeteilt:

Die Blockadeschiffe kehren in den Blockadedienst zurück. Zwei aus je vier Briggs bestehenden Aufklärungs-Geschwader sollen zunächst in Texas, später aber in Alabama die Flussübergänge sperren. Der Admiral selbst segelt mit seinen Fregatten und zwei Transportgeschwadern in Richtung Galveston TX. Sechs Trp.Sqns. steuern den weiten Ozean an. Nur Admiral Dahlgren führt ein paar beschädigte Einheiten nach Philadelphia zur Neuausrüstung.
Damit zum Schluss: In Tennessee ist in dieser Runde nicht viel passiert. Im Westen rückte der Gegner mit drei Divisionen auf Humboldt TN vor. Im Osten entzog sich Albert Johnston und steht nun beim Eisenbahnkreuz Decatur in Alabama. Polk verteidigt nun mit zwei Divisionen die wichtige Eisenbahnbrücke und den Hafen der Kleinstadt Stevenson. Nirgendwo kam es zum Gefecht, obwohl der Gegner zweimal direkten Kontakt mit meinen Truppen hatte. Das bringt mich nun in eine unbequeme Lage:
Damit zum Schluss: In Tennessee ist in dieser Runde nicht viel passiert. Im Westen rückte der Gegner mit drei Divisionen auf Humboldt TN vor. Im Osten entzog sich Albert Johnston und steht nun beim Eisenbahnkreuz Decatur in Alabama. Polk verteidigt nun mit zwei Divisionen die wichtige Eisenbahnbrücke und den Hafen der Kleinstadt Stevenson. Nirgendwo kam es zum Gefecht, obwohl der Gegner zweimal direkten Kontakt mit meinen Truppen hatte. Das bringt mich nun in eine unbequeme Lage:

Ich habe die wichtigsten Regionen in diesem Feldzug mal farblich markiert. Diese Eisenbahnstrecke muss Armistead halten. Dann kann er jederzeit seine größten Verbände hin und her schwenken. Tatsächlich rechne ich bereits in diesem Zug mit einem Frontalangriff auf Dix' Korps in Tishomingo County. Wahrscheinlich durchgeführt von den drei Divisionen Forneys bei Humboldt und Albert Johnston. Wenn ich an Armisteads Stelle wäre, würde ich sogar noch Polk oder Pemberton hinzu ziehen. Ich kann das nicht verhindern und ich kann auch nicht standhalten. Dennoch muss ich vor Ort bleiben, um dem Gegner so hohe Verluste wie möglich zuzufügen.
Befehlsausgabe:

Maj. Longstreet: Ich hoffe, der Korps-Geschützpark ist einsatzbereit. Sie erhalten zwei weitere aus den Divisionen ausgegliederte Batterien. Nutzen Sie sie weise und zerschlagen Sie den feindlichen Aufmarsch. Außer durch Sumner von der anderen Flusseite wird keine Gefechtsunterstützung gewährleistet werden können. Teilen Sie vor allem die Vorräte gut ein! Uns wird hier bald der Nachschub ausgehen...
Auf der anderen Seite kann ich aber nicht sicher sein, was Armistead tatsächlich vorhat. Ich könnte auf Pulaski vorrücken, doch das Gelände dort ist matschig und was ist, wenn er statt dessen Pemberton verstärkt? Meine Truppen in Zentral-Tennessee bekommen schon Nachschubprobleme - vorrangig Rosecrans' Korps, welcher Hurlbuts Division übernommen hat.
Ein Angriff auf Nashville wäre denkbar, doch Joe Johnstons ist sehr gut eingegraben und würde mich wahrscheinlich besiegen. Ich rechne aber eher damit, dass er sich in dieser Runde nach Südost-Tennessee zurück ziehen wird.
Grant könnte es natürlich noch einmal in Chattanooga versuchen oder Polk über den Fluss hinweg attackieren. Aber seine Divisionen sind immer noch angeschlagen und ich kann nicht vorhersagen, ob nicht jede dieser Positionen durch Truppenverschiebungen der Südstaaten verstärkt wird. Ich MUSS aber agieren, weil ich damit rechne, dass Armistead mindestens zwei Divisionen aus Virginia abziehen wird, die schon schon bis nach Knoxville TN gebracht werden könnten.
Befehlsausgabe:

Col. Cfant, dank Ihnen hat Grants Armee wieder zwei Drittel ihrer Kampfkraft erreicht. Dennoch nutzt sie der Gesamtoperation momentan kein bisschen. Die Armee wird daher trotz des widrigen Wetters nach Westen bis Albertville marschieren. Von dort könnte drei der entscheidenden Provinzen bedrohen. In jedem Fall soll sie baldmöglichst Anschluss an die eigenen Linien finden. Daher wird der umfangreiche Fuhrpark reduziert. Organisieren Sie Abmarsch und Verschiffung von drei der vier Nachschubkolonnen. Sie werden in Richtung Fort Donelson auf den Weg gebracht. Hier würden sie unseren Vormarsch nur behindern.
Es scheint mir tatsächlich die klügste Wahl zu sein. Eine Umgehung Chattanoogas nach Süden in Richtung Atlanta ist zwecklos. Ich brauche Grant an der Front. Und mir fehlt die Transportkapazität, seine gesamte Armee zu verschiffen. Ihn einfach eine weitere Runde warten zu lassen, löst kein Problem. Der Gegner hätte es nur noch leichter, meine möglichen Angriffsziele zu erraten. Stattdessen wird hoffentlich folgendes passieren: Armistead greift Dix an und erleidet schwere Verluste. Seine übrigen Truppen konsolidiert er entlang der Eisenbahnstrecke. Ich kann in der folgenden Runde mit Grant und zwei weiteren Korps im Norden einen dieser Punkte konzentriert angreifen und seine Armee endgültig zerteilen. Gleichzeitig beginnt die Eroberung der Forts bei Mobile, danach blockieren Marineschiffe sämtliche Eisenbahnbrücken von Ost nach West. Meine Verstärkungen werden dann primär über Fort Donelson nach West-Tennessee und Mississippi geschleust und treiben den Gegner nach Süden zurück.
Im übrigen habe ich, wie man sieht, wieder Kriegsanleihen ausgeben lassen. Dank der Misserfolge der letzten Monate fällt das Ergebnis um 200.000 Dollar niedriger aus als erwartet. Mit Hilfe erbeuteter Festungs- und Seezielgeschütze errichte ich außerdem eine Festung in Washington. Das wird es mir erlauben, in Zukunft Truppen aus Washington für Flankenoperationen in Virginia abzuziehen.
Gez.
Der Captain
Befehlsausgabe:

Maj. Longstreet: Ich hoffe, der Korps-Geschützpark ist einsatzbereit. Sie erhalten zwei weitere aus den Divisionen ausgegliederte Batterien. Nutzen Sie sie weise und zerschlagen Sie den feindlichen Aufmarsch. Außer durch Sumner von der anderen Flusseite wird keine Gefechtsunterstützung gewährleistet werden können. Teilen Sie vor allem die Vorräte gut ein! Uns wird hier bald der Nachschub ausgehen...
Auf der anderen Seite kann ich aber nicht sicher sein, was Armistead tatsächlich vorhat. Ich könnte auf Pulaski vorrücken, doch das Gelände dort ist matschig und was ist, wenn er statt dessen Pemberton verstärkt? Meine Truppen in Zentral-Tennessee bekommen schon Nachschubprobleme - vorrangig Rosecrans' Korps, welcher Hurlbuts Division übernommen hat.
Ein Angriff auf Nashville wäre denkbar, doch Joe Johnstons ist sehr gut eingegraben und würde mich wahrscheinlich besiegen. Ich rechne aber eher damit, dass er sich in dieser Runde nach Südost-Tennessee zurück ziehen wird.
Grant könnte es natürlich noch einmal in Chattanooga versuchen oder Polk über den Fluss hinweg attackieren. Aber seine Divisionen sind immer noch angeschlagen und ich kann nicht vorhersagen, ob nicht jede dieser Positionen durch Truppenverschiebungen der Südstaaten verstärkt wird. Ich MUSS aber agieren, weil ich damit rechne, dass Armistead mindestens zwei Divisionen aus Virginia abziehen wird, die schon schon bis nach Knoxville TN gebracht werden könnten.
Befehlsausgabe:

Col. Cfant, dank Ihnen hat Grants Armee wieder zwei Drittel ihrer Kampfkraft erreicht. Dennoch nutzt sie der Gesamtoperation momentan kein bisschen. Die Armee wird daher trotz des widrigen Wetters nach Westen bis Albertville marschieren. Von dort könnte drei der entscheidenden Provinzen bedrohen. In jedem Fall soll sie baldmöglichst Anschluss an die eigenen Linien finden. Daher wird der umfangreiche Fuhrpark reduziert. Organisieren Sie Abmarsch und Verschiffung von drei der vier Nachschubkolonnen. Sie werden in Richtung Fort Donelson auf den Weg gebracht. Hier würden sie unseren Vormarsch nur behindern.
Es scheint mir tatsächlich die klügste Wahl zu sein. Eine Umgehung Chattanoogas nach Süden in Richtung Atlanta ist zwecklos. Ich brauche Grant an der Front. Und mir fehlt die Transportkapazität, seine gesamte Armee zu verschiffen. Ihn einfach eine weitere Runde warten zu lassen, löst kein Problem. Der Gegner hätte es nur noch leichter, meine möglichen Angriffsziele zu erraten. Stattdessen wird hoffentlich folgendes passieren: Armistead greift Dix an und erleidet schwere Verluste. Seine übrigen Truppen konsolidiert er entlang der Eisenbahnstrecke. Ich kann in der folgenden Runde mit Grant und zwei weiteren Korps im Norden einen dieser Punkte konzentriert angreifen und seine Armee endgültig zerteilen. Gleichzeitig beginnt die Eroberung der Forts bei Mobile, danach blockieren Marineschiffe sämtliche Eisenbahnbrücken von Ost nach West. Meine Verstärkungen werden dann primär über Fort Donelson nach West-Tennessee und Mississippi geschleust und treiben den Gegner nach Süden zurück.
Im übrigen habe ich, wie man sieht, wieder Kriegsanleihen ausgeben lassen. Dank der Misserfolge der letzten Monate fällt das Ergebnis um 200.000 Dollar niedriger aus als erwartet. Mit Hilfe erbeuteter Festungs- und Seezielgeschütze errichte ich außerdem eine Festung in Washington. Das wird es mir erlauben, in Zukunft Truppen aus Washington für Flankenoperationen in Virginia abzuziehen.
Gez.
Der Captain

Washington, 15. Juni 1862 - Vor dem Sturm
Werte interessierte Mitleser,
eigentlich sollte es über den letzten Zug nicht viel zu berichten geben. Das Wetter ist Mitte Juni immer noch feucht und regnerisch, keine Seite forcierte einen Kampf und die Stellungen beider Armeen haben sich nur graduell verschoben. Dennoch wird der Bericht meiner aktuellen Planungen von allerhöchster Brisanz für das kommende Halbjahr sein. Ich verspreche nicht zu viel, wenn ich sage, dass sich das Warten und Manövrieren der letzten Wochen und Monate letztlich ausgezahlt hat. Jetzt stehe ich in äußerst vielversprechenden Startlöchern und habe Armistead, das werden die kommenden Wochen beweisen, bei den Testikeln!
Beginnen werde ich mit dem Hauptschauplatz: Tennessee! Armistead hat A. Johnstons Armee von zwei Divisionen per Bahntransport aus der Gegend um Nashville nach Corinth MS verlegt. Wieder einmal passierte er zwei mal meine Linien, ohne dass es zu einem Kampf kam - sehr, sehr ärgerlich für mich. Außerdem zog er Pembertons unabhängiges Kommando aus Pulaski ab. Seine und Hindmans Division haben sich nun Polk in Decatur angeschlossen. Polk im Gegenzug gab W. Lee's Division an die Truppen in Chattanooga ab. Dort führt jetzt der berühmte Robert Lee das Kommando. Joe Johnston verweilt dagegen immer noch in Nashville.
eigentlich sollte es über den letzten Zug nicht viel zu berichten geben. Das Wetter ist Mitte Juni immer noch feucht und regnerisch, keine Seite forcierte einen Kampf und die Stellungen beider Armeen haben sich nur graduell verschoben. Dennoch wird der Bericht meiner aktuellen Planungen von allerhöchster Brisanz für das kommende Halbjahr sein. Ich verspreche nicht zu viel, wenn ich sage, dass sich das Warten und Manövrieren der letzten Wochen und Monate letztlich ausgezahlt hat. Jetzt stehe ich in äußerst vielversprechenden Startlöchern und habe Armistead, das werden die kommenden Wochen beweisen, bei den Testikeln!
Beginnen werde ich mit dem Hauptschauplatz: Tennessee! Armistead hat A. Johnstons Armee von zwei Divisionen per Bahntransport aus der Gegend um Nashville nach Corinth MS verlegt. Wieder einmal passierte er zwei mal meine Linien, ohne dass es zu einem Kampf kam - sehr, sehr ärgerlich für mich. Außerdem zog er Pembertons unabhängiges Kommando aus Pulaski ab. Seine und Hindmans Division haben sich nun Polk in Decatur angeschlossen. Polk im Gegenzug gab W. Lee's Division an die Truppen in Chattanooga ab. Dort führt jetzt der berühmte Robert Lee das Kommando. Joe Johnston verweilt dagegen immer noch in Nashville.

Die unmittelbare Bedrohung von Süden her halte ich mittlerweile für schwach, sonst hätte sich Armistead nicht so weit zurück gezogen. Daher ziehe ich nun die Schlinge zu. Die beiden Korps von Franklin und Rosecrans sollen den Ring um Johnston schließen. Den Rest wird der Nachschubmangel erledigen. Apropos Nachschubmangel: Armistead hat in seiner letzten Mail verwundert festgestellt, dass ich meine Einheiten über einen so langen Zeitraum versorgen kann. Ich will das Geheimnis lüften. Pro Runde verteilte Fort Donelson im Schnitt 70 Nachschubpunkte an die umliegenden Divisionen oder die Einheiten, die neben einem Flusshafen standen. Dadurch wurde das Absinken der Vorräte so verlangsamt. Im jetzigen Zug haben sich sogar über 400 Nachschubpunkte aufgestaut. Doch sie werden nicht weiter transportiert werden können, da ich beinahe meine gesamte Flusstransportkapazität für Truppenbewegungen aufbrauche.
Ich verschiebe jetzt meine Offensivachse wieder zurück nach Westen. Grants gesamte Armee (außer seinem letzten Nachschubzug) wird nach Mississippi geführt. Von Norden marschiert Whipple im Eilmarsch heran. Ein Aufklärungskommando unter BGen. Gregg stößt tief nach Mississippi vor, um die Gulf & Mississippi Railroad bei Grenada zu zerstören. Ich wüsste nicht, wie mich Armistead jetzt daran hindern wollte. Am Ende werde ich, wenn sich meine Einheiten von den Strapazen der Gewaltmärsche erholt haben, Corinth südlich umgehen und Memphis in Tennessee, sowie Meridian, Jackson und Vicksburg in Mississippi einnehmen.
Ich verschiebe jetzt meine Offensivachse wieder zurück nach Westen. Grants gesamte Armee (außer seinem letzten Nachschubzug) wird nach Mississippi geführt. Von Norden marschiert Whipple im Eilmarsch heran. Ein Aufklärungskommando unter BGen. Gregg stößt tief nach Mississippi vor, um die Gulf & Mississippi Railroad bei Grenada zu zerstören. Ich wüsste nicht, wie mich Armistead jetzt daran hindern wollte. Am Ende werde ich, wenn sich meine Einheiten von den Strapazen der Gewaltmärsche erholt haben, Corinth südlich umgehen und Memphis in Tennessee, sowie Meridian, Jackson und Vicksburg in Mississippi einnehmen.

Die einzigen Feindtruppen in der Gegend sind Johnstons Divisionen (Hardee und Winder) und Forneys Korps (Stewart, Zollicofer, Whiting). Den Verfügungsort letzterer kenne ich nicht, da sie im Nebel des Krieges verschwanden. Dazu kommen eventuell noch Price und Breckinridge in Arkansas, sollte Armistead sie hinzu ziehen. Und natürlich Forrest, der aber noch in Texas steht. Er könnte in den nächsten zwei Monaten außerdem noch 2-3 Divisionen zusätzlich aufstellen. Insgesamt also maximal 10 Divisionen. Ich verfüge am Ende dieses Zuges bereits über acht Divisionen. Hinzu kommen Lyon und eine von Sumners Divisionen. Im Süden werde ich ebenfalls für Zulauf sorgen:

In Texas schiffen sich Sherman und Thomas umgehend ein und werden bis vor die Forts von Mobile gebracht. Hooker bleibt in Galveston zurück und repariert die vom Gegner zerstörten Gleise. Sobald eine Ersatzdivision aus Maryland eintrifft, wird auch er frei für Operationen im südlichen Mississippi. Gemeinsam sollen diese Truppen die Flussübergänge bei Mobile AL kontrollieren. Später werden sie nach Norden vorstoßen und sich mit Grant bei Meridian MS vereinigen. Danach kommt dort nichts mehr heraus und nichts mehr hinein!
Befehlsausgabe:

Maj. Longstreet, der Gegner hat Dix' Linien an einem unbewachten Punkt passiert und sich in Corinth in Stellung gebracht. Das Oberkommando glaubt zwar nicht daran, aber immer noch ist ein Angriff auf Dix möglich. Ich habe Ihren Report erwartet und hoffe, dass der Artilleriezug für ein Gefecht bereit steht. Falls dies nicht der Fall sein sollte, verdoppeln Sie Ihre Bemühungen. Außerdem werden Grants Truppen bald angelandet. Seine Divisionen sollen gleich nach Südwesten durchmarschieren. Stellen Sie dem General eine Wegekarte zur Verfügung, anhand der er die besten Routen für seinen umfangreichen Artilleriepark einsehen kann. Wenn Sie Ihre Sache gut machen - und endlich Berichte ans Hauptquartier liefern - werde ich Sie zum Chef der Armeeartillerie vorschlagen!

Col. Cfant, da Sie im letzten Zug die Verschiffung des Nachschubparks bewerkstelligt haben, überträgt Ihnen General Grant nun den Zeitplan und Durchführung des Flusstransports der Kampftruppen. Wenn die Armee in Tishomingo County eingetroffen ist, setzen Sie sich mit Maj. Longstreet von Dix' Korpsstab in Verbindung. Er wird Ihnen Kartenmaterial und Geländeinformationen zukommen lassen. Setzen Sie den General ins Bild und überwachen Sie den Marsch nach Henry County. Sie suchen geeignete Linien für die Postierung der Divisionen aus, d.h. Sie müssen sicher stellen, dass die rechtsseitige Verbindung zu Dix gewährleistet ist und unsere linke Flanke nicht umgangen werden kann. Werden Sie das schaffen?

Lt.Col. Invictus, da Major General Hooker vorerst in Texas zurück bleibt, führen Sie das Kommando über die Mobile-Aktion. Treffen Sie sich mit Admiral Farragut, der das Kommando über die Flotte führt. Shermans und Thomas' Division werden unter seinem Geleitschutz an den Südausgang der Mobile Bay geführt. Sie haben von Hooker volle Verfügungsgewalt über die Feldtruppen! Nur auf Ihre Zustimmung hin wird der Admiral ab Anfang Juni mit der Erstürmung der Forts beginnen. (Invictus, das ist kein Scherz: ich erwarte Euer "Energie!" oder "Machen Sie es so!")
Die letzte Befehlsausgabe betrifft Major Hohenlohe. Da sich Forrest immer noch in Texas aufhält, rechne ich kurzfristig nicht mit einem Engagement in Missouri. Auf der anderen Seite gelang es Foster, den Banditen Quantrill aus Lexington zu verjagen. Er wird ihm nun hinterher setzen. Doch leider kann ich Hohenlohes Kavallerie nicht mit Foster vereinigen, denn in Kentucky brennt sprichwörtlich der Baum. Hier sind in der letzten Runde Stand Watie's Indianer und mindestens vier weitere Irreguläre Formationen gesichtet worden, die vor allem in Richtung Indiana und Ohio ziehen. Ihr Ziel sind ganz klar die unbewachten Depots im tiefsten Hinterland der Union.
Befehlsausgabe:

Maj. Longstreet, der Gegner hat Dix' Linien an einem unbewachten Punkt passiert und sich in Corinth in Stellung gebracht. Das Oberkommando glaubt zwar nicht daran, aber immer noch ist ein Angriff auf Dix möglich. Ich habe Ihren Report erwartet und hoffe, dass der Artilleriezug für ein Gefecht bereit steht. Falls dies nicht der Fall sein sollte, verdoppeln Sie Ihre Bemühungen. Außerdem werden Grants Truppen bald angelandet. Seine Divisionen sollen gleich nach Südwesten durchmarschieren. Stellen Sie dem General eine Wegekarte zur Verfügung, anhand der er die besten Routen für seinen umfangreichen Artilleriepark einsehen kann. Wenn Sie Ihre Sache gut machen - und endlich Berichte ans Hauptquartier liefern - werde ich Sie zum Chef der Armeeartillerie vorschlagen!

Col. Cfant, da Sie im letzten Zug die Verschiffung des Nachschubparks bewerkstelligt haben, überträgt Ihnen General Grant nun den Zeitplan und Durchführung des Flusstransports der Kampftruppen. Wenn die Armee in Tishomingo County eingetroffen ist, setzen Sie sich mit Maj. Longstreet von Dix' Korpsstab in Verbindung. Er wird Ihnen Kartenmaterial und Geländeinformationen zukommen lassen. Setzen Sie den General ins Bild und überwachen Sie den Marsch nach Henry County. Sie suchen geeignete Linien für die Postierung der Divisionen aus, d.h. Sie müssen sicher stellen, dass die rechtsseitige Verbindung zu Dix gewährleistet ist und unsere linke Flanke nicht umgangen werden kann. Werden Sie das schaffen?

Lt.Col. Invictus, da Major General Hooker vorerst in Texas zurück bleibt, führen Sie das Kommando über die Mobile-Aktion. Treffen Sie sich mit Admiral Farragut, der das Kommando über die Flotte führt. Shermans und Thomas' Division werden unter seinem Geleitschutz an den Südausgang der Mobile Bay geführt. Sie haben von Hooker volle Verfügungsgewalt über die Feldtruppen! Nur auf Ihre Zustimmung hin wird der Admiral ab Anfang Juni mit der Erstürmung der Forts beginnen. (Invictus, das ist kein Scherz: ich erwarte Euer "Energie!" oder "Machen Sie es so!")
Die letzte Befehlsausgabe betrifft Major Hohenlohe. Da sich Forrest immer noch in Texas aufhält, rechne ich kurzfristig nicht mit einem Engagement in Missouri. Auf der anderen Seite gelang es Foster, den Banditen Quantrill aus Lexington zu verjagen. Er wird ihm nun hinterher setzen. Doch leider kann ich Hohenlohes Kavallerie nicht mit Foster vereinigen, denn in Kentucky brennt sprichwörtlich der Baum. Hier sind in der letzten Runde Stand Watie's Indianer und mindestens vier weitere Irreguläre Formationen gesichtet worden, die vor allem in Richtung Indiana und Ohio ziehen. Ihr Ziel sind ganz klar die unbewachten Depots im tiefsten Hinterland der Union.

Befehlsausgabe:

Maj. Hohenlohe, greifen Sie sich alles, was reiten kann und eilen Sie schnellstmöglich in das Krisengebiet. Finden und vernichten Sie die Eindringlinge! Ihre Truppe wird demnächst um drei weitere Regimenter verstärkt, die sich bereits auf dem Weg befinden. Zur Motivation Ihrer Männer, die zuletzt oft hin und her verlegt wurden hat der Gouverneur von Kentucky ein Kopfgeld von 20.000 Dollar auf jeden Banditen ausgelobt; tot oder lebendig!
Damit komme ich zum Ende. In dieser Runde dürfen beide Seiten wieder Freiwillige anwerben. Um das Geld dafür einzuziehen, erlasse ich wieder hohe Sondersteuern. Außerdem verkündet der Präsident ein weiteres Mal die Blockade südstaatlicher Häfen. Damit sollte es mir möglich sein, etwa 400.000 Freiwillige zusätzlich anzuwerben. (ich zahle 2.000 Dollar je Kompanie). Mein Truppenbedarf ist allerdings weit höher. Im Kern möchte ich eine Division für Texas aufstellen, drei weitere für das Mobile-Gebiet, drei Divisionen für Tennessee und sechs am Potomac. Dafür benötige ich schätzungsweise 2,5 Millionen Dollar und 1,1 Millionen Freiwillige. Bei aller Liebe - der Kriegsminister hat die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen, als ich ihm von meinem Bedarf erzählte.
Vorerst kann ich nur drei Divisionen aufstellen. Zwei davon im Osten, wo ab nächster Runde so famose Truppenführer wie John Reynolds, George Meade oder Henry Slocum auftauchen werden. Eine dieser Divisionen geht nach Texas, die andere nach Süd-Alabama. Eine dritte Division wird im Westen zusammen gestellt. Sie soll dem ebenfalls ab nächster Runde erscheinenden Philipp Sheridan zugeteilt werden. Die übrigen Divisionen müssen nach und nach aufgestellt werden.
Ich könnte natürlich auch 3.000 Dollar Handgeld pro Kompanie zahlen. Doch damit würde ich nicht einmal eine zusätzliche Division ausrüsten können und der Geldeinsatz wäre unvertretbar hoch. Wir müssen beobachten, wie sich das Kräftegleichgewicht in diesem Krieg entwickeln wird. Der Gegner wird mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben, denke ich. Im Einzelnen, das sind meine Neuaufstellungen:
Pennsylvania: 2x gemischte Brigaden
Ohio: 1x gemischte Brigade, 8x Miliz-Bataillone, 1x Kavallerie-Regiment
New England: 4x Rifled Guns, 2x Scharfschützen-Kompanien, 16x Miliz-Bataillone
Iowa: 4x Miliz-Bataillone, 2x Rifled Guns, 1x Smoothbore Guns, 2x Kavallerie-Regimenter
Illinois: 2x Smoothbore Guns, 1x Kavallerie-Regiment
Missouri: 1x Scharfschützen-Kompanie
Washington: 1x Feldhospital, 1x Pionier-Kompanie
Außerdem habe ich in den letzten Wochen, ohne dass ich es erwähnt habe, ein paar weitere Geschütze fertigen lassen (hautpsächlich im Osten), sowie drei Kommandostäbe, ein Feldhospital und eine Pioniereinheit. Es wird noch einige Zeit dauern, bis diese Einheiten fertig sind.
Gez.
Der Captain
Nachtrag: Ich bin froh darüber, dass es nun doch noch mit Plan A klappt. Ich bin froh darüber, dass ich Joe Johnston erst einmal eliminiert habe (faktisch). Ich bin froh darüber, dass ich nun auch Albert Johnston in Mississippi einsperren kann. Das stärkt zwar Armisteads Verteidigung dort, doch ich bin zuversichtlich, Mittel und Wege zu ersinnen, wie ich ihn ausmanövrieren kann. In jedem Fall kann ich Euch für die kommenden Monate heftige Kämpfe versprechen, soweit nichts dazwischen kommt...

Maj. Hohenlohe, greifen Sie sich alles, was reiten kann und eilen Sie schnellstmöglich in das Krisengebiet. Finden und vernichten Sie die Eindringlinge! Ihre Truppe wird demnächst um drei weitere Regimenter verstärkt, die sich bereits auf dem Weg befinden. Zur Motivation Ihrer Männer, die zuletzt oft hin und her verlegt wurden hat der Gouverneur von Kentucky ein Kopfgeld von 20.000 Dollar auf jeden Banditen ausgelobt; tot oder lebendig!
Damit komme ich zum Ende. In dieser Runde dürfen beide Seiten wieder Freiwillige anwerben. Um das Geld dafür einzuziehen, erlasse ich wieder hohe Sondersteuern. Außerdem verkündet der Präsident ein weiteres Mal die Blockade südstaatlicher Häfen. Damit sollte es mir möglich sein, etwa 400.000 Freiwillige zusätzlich anzuwerben. (ich zahle 2.000 Dollar je Kompanie). Mein Truppenbedarf ist allerdings weit höher. Im Kern möchte ich eine Division für Texas aufstellen, drei weitere für das Mobile-Gebiet, drei Divisionen für Tennessee und sechs am Potomac. Dafür benötige ich schätzungsweise 2,5 Millionen Dollar und 1,1 Millionen Freiwillige. Bei aller Liebe - der Kriegsminister hat die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen, als ich ihm von meinem Bedarf erzählte.
Vorerst kann ich nur drei Divisionen aufstellen. Zwei davon im Osten, wo ab nächster Runde so famose Truppenführer wie John Reynolds, George Meade oder Henry Slocum auftauchen werden. Eine dieser Divisionen geht nach Texas, die andere nach Süd-Alabama. Eine dritte Division wird im Westen zusammen gestellt. Sie soll dem ebenfalls ab nächster Runde erscheinenden Philipp Sheridan zugeteilt werden. Die übrigen Divisionen müssen nach und nach aufgestellt werden.
Ich könnte natürlich auch 3.000 Dollar Handgeld pro Kompanie zahlen. Doch damit würde ich nicht einmal eine zusätzliche Division ausrüsten können und der Geldeinsatz wäre unvertretbar hoch. Wir müssen beobachten, wie sich das Kräftegleichgewicht in diesem Krieg entwickeln wird. Der Gegner wird mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben, denke ich. Im Einzelnen, das sind meine Neuaufstellungen:
Pennsylvania: 2x gemischte Brigaden
Ohio: 1x gemischte Brigade, 8x Miliz-Bataillone, 1x Kavallerie-Regiment
New England: 4x Rifled Guns, 2x Scharfschützen-Kompanien, 16x Miliz-Bataillone
Iowa: 4x Miliz-Bataillone, 2x Rifled Guns, 1x Smoothbore Guns, 2x Kavallerie-Regimenter
Illinois: 2x Smoothbore Guns, 1x Kavallerie-Regiment
Missouri: 1x Scharfschützen-Kompanie
Washington: 1x Feldhospital, 1x Pionier-Kompanie
Außerdem habe ich in den letzten Wochen, ohne dass ich es erwähnt habe, ein paar weitere Geschütze fertigen lassen (hautpsächlich im Osten), sowie drei Kommandostäbe, ein Feldhospital und eine Pioniereinheit. Es wird noch einige Zeit dauern, bis diese Einheiten fertig sind.
Gez.
Der Captain
Nachtrag: Ich bin froh darüber, dass es nun doch noch mit Plan A klappt. Ich bin froh darüber, dass ich Joe Johnston erst einmal eliminiert habe (faktisch). Ich bin froh darüber, dass ich nun auch Albert Johnston in Mississippi einsperren kann. Das stärkt zwar Armisteads Verteidigung dort, doch ich bin zuversichtlich, Mittel und Wege zu ersinnen, wie ich ihn ausmanövrieren kann. In jedem Fall kann ich Euch für die kommenden Monate heftige Kämpfe versprechen, soweit nichts dazwischen kommt...
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+2
Meldung an den Kommandierenden:
Die zugeteilten Artilleriekräfte wurden ohne Verzug unter Einbeziehung der Pioniere in gute Stellungen beordert. Ich habe begonnen Verbindungsoffiziere zu den vorgeschobenen Stellungen und Feldposten zu senden, um von dort Informationen über das Gelände und mögliche Annäherungswege des Feindes zu bekommen. Damit konnten die Wirkungsbereich der Batterien weiter optimiert werden. Nach einiger Verzögerung haben wir auch das Problem der trockenen geschützten Unterbringung der Munitions- und Pulvervorräte gelöst. Aufgrund des durchweichten Bodens war es eine Herausforderung, die aber mit großartiger Unterstützung durch die Pioniere im Verbund mit meinen Männern nun sehr gut gelöst ist.
Aufgrund der bereits erfolgten Erkundung des Vorfeldes ist die Karte für General Grant quasi fertig. Sobald wir Fühlung zu ihm haben, wird ein Melder diese überbringen.
Die zugeteilten Artilleriekräfte wurden ohne Verzug unter Einbeziehung der Pioniere in gute Stellungen beordert. Ich habe begonnen Verbindungsoffiziere zu den vorgeschobenen Stellungen und Feldposten zu senden, um von dort Informationen über das Gelände und mögliche Annäherungswege des Feindes zu bekommen. Damit konnten die Wirkungsbereich der Batterien weiter optimiert werden. Nach einiger Verzögerung haben wir auch das Problem der trockenen geschützten Unterbringung der Munitions- und Pulvervorräte gelöst. Aufgrund des durchweichten Bodens war es eine Herausforderung, die aber mit großartiger Unterstützung durch die Pioniere im Verbund mit meinen Männern nun sehr gut gelöst ist.
Aufgrund der bereits erfolgten Erkundung des Vorfeldes ist die Karte für General Grant quasi fertig. Sobald wir Fühlung zu ihm haben, wird ein Melder diese überbringen.
- Jörg von Frundsberg
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+6
Ich hasse euch alle
und werter Longstreet das ihr euch traut ,auf der anderen Seite zu spielen ...............
aber danke für die tollen Erklärungen !!
Merde perdu encore ! letzte Worte des Marquis Montcalm bei der Schlacht bei Quebec 1759
Des Frundsberg gesammelte Werke
http://www.si-games.com/forum/showthrea ... post713072
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- SolInvictus202
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+5
LtCol. Invictus für Admiral Farragut:
Herr Admiral,
Nach Besprechung mit den zuständigen Generälen Hooker, Sherman und Thomas hat ein Ausschiffen der für Operation "Crodocile" bereitgestellten Truppen nur zu erfolgen, falls eine günstige Feindlage herrscht... Folglich ist eine intensive Aufklärung von Seiten der Flotte ein Muss für eine erfolgreiche Landungsoperation!
Sobald sichergestellt wurde, dass der Feind außer den Garnisonen keine zusätzlichen Truppen herangeschafft hat, und die Gezeiten günstig stehen, sollten wir ASAP mit dem Ausladen beginnen!
Herr Admiral,
Nach Besprechung mit den zuständigen Generälen Hooker, Sherman und Thomas hat ein Ausschiffen der für Operation "Crodocile" bereitgestellten Truppen nur zu erfolgen, falls eine günstige Feindlage herrscht... Folglich ist eine intensive Aufklärung von Seiten der Flotte ein Muss für eine erfolgreiche Landungsoperation!
Sobald sichergestellt wurde, dass der Feind außer den Garnisonen keine zusätzlichen Truppen herangeschafft hat, und die Gezeiten günstig stehen, sollten wir ASAP mit dem Ausladen beginnen!

Verehrte Strategen!
Nicht ohne Grund habe ich mich in der letzten Woche rar gemacht, denn die Ergebnisse des letzten Zuges waren nicht nur in einer Beziehung katastrophal. Ich beginne mal mit den kleinen Merkwürdigkeiten: in Texas gelang Forrests Cavalry Division die Flussüberquerung über den durch Marineschiffe gesperrten Sabine River. Wie das möglich war, entzieht sich meinem Verständnis. Südöstlich von Nashville passierte Joe Johnstons Army of Tennessee meine Linien - und zwar ein weiteres Mal ohne Kampf! Damit ist seine Truppe in Sicherheit und meine mit erheblichen Kräften organisierte Umkreisungsfront blieb wirkungslos. Den GAU gab es jedoch bei Tishomingo an der nordöstlichen Ecke von Mississippi:
Nicht ohne Grund habe ich mich in der letzten Woche rar gemacht, denn die Ergebnisse des letzten Zuges waren nicht nur in einer Beziehung katastrophal. Ich beginne mal mit den kleinen Merkwürdigkeiten: in Texas gelang Forrests Cavalry Division die Flussüberquerung über den durch Marineschiffe gesperrten Sabine River. Wie das möglich war, entzieht sich meinem Verständnis. Südöstlich von Nashville passierte Joe Johnstons Army of Tennessee meine Linien - und zwar ein weiteres Mal ohne Kampf! Damit ist seine Truppe in Sicherheit und meine mit erheblichen Kräften organisierte Umkreisungsfront blieb wirkungslos. Den GAU gab es jedoch bei Tishomingo an der nordöstlichen Ecke von Mississippi:

Was dort im Einzelnen geschah, kann ich beim besten Willen nicht erklären. Ich habe Armistead nach den Log-Dateien für den Zug gefragt (für die Kampfauswertung), er hatte sie aber nicht vorrätig. Ich bin daher auf Mutmaßungen angewiesen:
1. Grants Army traf per River Transportation in Tishomingo County ein. Zur gleichen Zeit bewegten sich die Armee von Albert Johnston und die Korps von Polk, Forney und Lee in das Gebiet. Keine der Bewegungen löste den nachfolgenden Kampf aus.
2. Sofort nach der Landung begann Grant seinen Weitermarsch nach Henry County. Diese Bewegung war der Auslöser der Schlacht.
3. Grant muss noch vor dem Gefecht vom Schlachtfeld geflohen sein - zumindest legen das die wenigen Verluste (etwa 1.000 Mann) nahe. Diese Zahlen entsprechen den Abnutzungen während der Bewegung und den bei der Verfolgung erlittenen Verlusten. Die nachfolgenden Gefechte trug also Dix' Korps ganz alleine aus.
4. Whipple's Korps bei Humboldt marschierte nicht per Gewaltmarsch, wie geplant. Die Wahrscheinlichkeit gegen einen Gewaltmarsch betrug lediglich 30 Prozent.
5. Aufgrund der Verschlammung in Tishomingo konnte Sumners Korps nicht in das Gefecht eingreifen. Die Formel für ein March-to-the-Sound-of-the-Guns-Engagement hätte hier so ausgesehen:
100 - (15 Tage x 10) + 10 (Hauptquartier in der Nähe) + (5 x 5 Strategiewert) = -15%. Weitere Abzüge wegen Defensive Posture oder fehlender militärische Kontrolle von Start- und Zielprovinz gab es nicht.
6. Dix gelang es in keinem der drei Gefechte, sich zurück zu ziehen. Daher wurde er bis auf den letzten Mann vernichtet. Vier Artilleriebatterien und ein Nachschubzug wurden vom Feind erobert. Alle Offiziere in Dix' Korps sind verwundet und befinden sich derzeit in Decaturville TN.
Daraus folgt, dass das Kampfergebnis zwar hochgradig unwahrscheinlich war, jedoch vermutlich regeltreu abgelaufen ist. Hätte sich Grant nicht zurück gezogen, und wäre Whipple in Kampfreichweite gewesen, wäre Armisteads Armee höchstwahrscheinlich unter hohen Verlusten geschlagen worden. Johnston und Forney stünden dann westlich der Linie Whipple-Dix-Grant, Lee und Polk östlich davon. Damit wäre der Boden für das schrittweise Erobern des gesamten Gebiets westlich von Alabama bereitet worden. So aber ist der Ansatz fehlgeschlagen. Armistead kann seine Armeen weiterhin schnell hin und her schieben und hat überdies noch die beiden Divisionen aus Nashville zu seiner Verfügung. Die Zerstörung der Divisionen von Dix' Korps ist ... eine Art Stalingrad. Ich kann das in diesem Jahr nicht mehr kompensieren.
Daher verlese ich nun ein Kommunique von Abraham Lincoln, meinem Präsidenten und Oberbefehlshaber:
1. Grants Army traf per River Transportation in Tishomingo County ein. Zur gleichen Zeit bewegten sich die Armee von Albert Johnston und die Korps von Polk, Forney und Lee in das Gebiet. Keine der Bewegungen löste den nachfolgenden Kampf aus.
2. Sofort nach der Landung begann Grant seinen Weitermarsch nach Henry County. Diese Bewegung war der Auslöser der Schlacht.
3. Grant muss noch vor dem Gefecht vom Schlachtfeld geflohen sein - zumindest legen das die wenigen Verluste (etwa 1.000 Mann) nahe. Diese Zahlen entsprechen den Abnutzungen während der Bewegung und den bei der Verfolgung erlittenen Verlusten. Die nachfolgenden Gefechte trug also Dix' Korps ganz alleine aus.
4. Whipple's Korps bei Humboldt marschierte nicht per Gewaltmarsch, wie geplant. Die Wahrscheinlichkeit gegen einen Gewaltmarsch betrug lediglich 30 Prozent.
5. Aufgrund der Verschlammung in Tishomingo konnte Sumners Korps nicht in das Gefecht eingreifen. Die Formel für ein March-to-the-Sound-of-the-Guns-Engagement hätte hier so ausgesehen:
100 - (15 Tage x 10) + 10 (Hauptquartier in der Nähe) + (5 x 5 Strategiewert) = -15%. Weitere Abzüge wegen Defensive Posture oder fehlender militärische Kontrolle von Start- und Zielprovinz gab es nicht.
6. Dix gelang es in keinem der drei Gefechte, sich zurück zu ziehen. Daher wurde er bis auf den letzten Mann vernichtet. Vier Artilleriebatterien und ein Nachschubzug wurden vom Feind erobert. Alle Offiziere in Dix' Korps sind verwundet und befinden sich derzeit in Decaturville TN.
Daraus folgt, dass das Kampfergebnis zwar hochgradig unwahrscheinlich war, jedoch vermutlich regeltreu abgelaufen ist. Hätte sich Grant nicht zurück gezogen, und wäre Whipple in Kampfreichweite gewesen, wäre Armisteads Armee höchstwahrscheinlich unter hohen Verlusten geschlagen worden. Johnston und Forney stünden dann westlich der Linie Whipple-Dix-Grant, Lee und Polk östlich davon. Damit wäre der Boden für das schrittweise Erobern des gesamten Gebiets westlich von Alabama bereitet worden. So aber ist der Ansatz fehlgeschlagen. Armistead kann seine Armeen weiterhin schnell hin und her schieben und hat überdies noch die beiden Divisionen aus Nashville zu seiner Verfügung. Die Zerstörung der Divisionen von Dix' Korps ist ... eine Art Stalingrad. Ich kann das in diesem Jahr nicht mehr kompensieren.
Daher verlese ich nun ein Kommunique von Abraham Lincoln, meinem Präsidenten und Oberbefehlshaber:

Washington, 1. Juli 1862 - Aaaaaaaaaaa!!
Weißes Haus, 1. Juli 1862
Werte Mitglieder des Generalstabs,
mit größter Bestürzung habe ich die Nachrichten vom Ausgang der Schlacht bei Tishomingo aufgenommen. Die abtrünnigen Streitkräfte des Südens haben unserer tapferen Armee eine vernichtende Niederlage beigebracht, deren Folgen sich in katastrophaler Weise auf das zweite Halbjahr 1862 auswirken werden. Nicht nur durch den Verlust tausender Männer ist der Kampfeswille der Nation angeschlagen, auch die ausbleibende Offensive gegen Richmond lässt die Herzen meiner Landsleute verzagen. Ich berufe daher ein sofortiges Treffen aller Strategen des Landes ein, um mir Vorschläge zu unterbreiten, wie ich die Streitkräfte der Union in den vor uns liegenden Monaten führen soll. Ich bitte jeden Sachverständigen des Landes, an dieser Konferenz teilzunehmen. Mit Gottes Hilfe werden wir die schweren Prüfungen meistern und unsere Nation wieder vereinigen.
Gezeichnet,
Abraham Lincoln
Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
Diese Worte kann ich nur unterstreichen! Ich fordere daher alle Mitleser von Ost bis West, von Nord bis Süd auf, ihre Vorschläge zum weiteren Vorgehen in diesem Forum offen zu legen. Um eine breitere Informationsbasis zu schaffen, stelle ich die allgemeine Lage vor:
Werte Mitglieder des Generalstabs,
mit größter Bestürzung habe ich die Nachrichten vom Ausgang der Schlacht bei Tishomingo aufgenommen. Die abtrünnigen Streitkräfte des Südens haben unserer tapferen Armee eine vernichtende Niederlage beigebracht, deren Folgen sich in katastrophaler Weise auf das zweite Halbjahr 1862 auswirken werden. Nicht nur durch den Verlust tausender Männer ist der Kampfeswille der Nation angeschlagen, auch die ausbleibende Offensive gegen Richmond lässt die Herzen meiner Landsleute verzagen. Ich berufe daher ein sofortiges Treffen aller Strategen des Landes ein, um mir Vorschläge zu unterbreiten, wie ich die Streitkräfte der Union in den vor uns liegenden Monaten führen soll. Ich bitte jeden Sachverständigen des Landes, an dieser Konferenz teilzunehmen. Mit Gottes Hilfe werden wir die schweren Prüfungen meistern und unsere Nation wieder vereinigen.
Gezeichnet,
Abraham Lincoln
Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
Diese Worte kann ich nur unterstreichen! Ich fordere daher alle Mitleser von Ost bis West, von Nord bis Süd auf, ihre Vorschläge zum weiteren Vorgehen in diesem Forum offen zu legen. Um eine breitere Informationsbasis zu schaffen, stelle ich die allgemeine Lage vor:
Lageüberblick Texas

Lageüberblick Missouri

Lageüberlick Mobile Bay

Berichtigung: Union Forces statt 26.100 nur 16.100 Mann
Lageüberblick Tennessee

Lageüberblick Virginia


Lageüberblick Missouri

Lageüberlick Mobile Bay

Berichtigung: Union Forces statt 26.100 nur 16.100 Mann
Lageüberblick Tennessee

Lageüberblick Virginia

Ich gebe bei allen Vorschlägen folgendes zu bedenken:
- Ich kann wahrscheinlich jederzeit die Flussherrschaft im Mississippi, Tennessee, Tombigbee, Alabama River und anderen Flüssen erringen.
- Gelingt es mir nicht, bis Mitte Oktober 1862 fünf Divisionen in der Nähe Richmonds zu platzieren, verliere ich weitere 10 Moralpunkte.
- In jeder Schlacht gegen die Konföderierten wirkt sich der Moralunterschied dramatisch aus.
- Drei neue Divisionen werden in den nächsten zwei Monaten einsatzbereit.
- Von jetzt an kann ich etwa alle anderthalb Monate eine neue Division aufstellen.
Meine abschließende Lagebeurteilung sieht folgendermaßen aus:
Ich verfüge über genügend Transportkapazität, um bis zum Herbst 1862 eine weitere Seelandung und/oder Flusslandung durchzuführen. Eine strategische Offensive in Tennessee scheint angesichts der feindlichen Truppenmassierungen und meiner Disposition der Kräfte unwahrscheinlich. Landungen in Mobile und New Orleans können zu leicht vom Gegner gekontert werden. Der Gegner dürfte in den nächsten Zügen etwa 3-4 neue Divisionen aufstellen. Für eine Invasion in Virginia bräuchte ich mindestens 6-8 Divisionen, die entweder neu aufgestellt oder aus anderen Gebieten herbei geholt werden müssten. Die Einnahme Nashvilles bringt mir 1-2 Moralpunkte. Invasionen kleinerer Korps bei Savannah GA, Charleston SC, Wilmington NC oder Pensacola FL bringen mir ebenfalls 1 Moralpunkt und ein paar Siegpunkte. Eine Einnahme von Memphis brächte mir 1-2 Moralpunkte, ist aber aufgrund der feindlichen Streitkräfte nur mit hohem Aufwand möglich. Eine Rückeroberung von Little Rock wäre möglich, die dortigen Kräfte spielten dann aber 1862 keine Rolle mehr. Der Gegner hat erneut Papiergeld drucken lassen, seine Inflation dürfte die 20%-Marke überschritten haben.
Ich werde mich nun erst einmal mit dem nächsten POV beschäftigen. Bis dahin lade ich Euch, werte Regente, herzlich ein, gemeinsam die strategische Lage zu diskutieren.
Gez.
Der Captain
- Ich kann wahrscheinlich jederzeit die Flussherrschaft im Mississippi, Tennessee, Tombigbee, Alabama River und anderen Flüssen erringen.
- Gelingt es mir nicht, bis Mitte Oktober 1862 fünf Divisionen in der Nähe Richmonds zu platzieren, verliere ich weitere 10 Moralpunkte.
- In jeder Schlacht gegen die Konföderierten wirkt sich der Moralunterschied dramatisch aus.
- Drei neue Divisionen werden in den nächsten zwei Monaten einsatzbereit.
- Von jetzt an kann ich etwa alle anderthalb Monate eine neue Division aufstellen.
Meine abschließende Lagebeurteilung sieht folgendermaßen aus:
Ich verfüge über genügend Transportkapazität, um bis zum Herbst 1862 eine weitere Seelandung und/oder Flusslandung durchzuführen. Eine strategische Offensive in Tennessee scheint angesichts der feindlichen Truppenmassierungen und meiner Disposition der Kräfte unwahrscheinlich. Landungen in Mobile und New Orleans können zu leicht vom Gegner gekontert werden. Der Gegner dürfte in den nächsten Zügen etwa 3-4 neue Divisionen aufstellen. Für eine Invasion in Virginia bräuchte ich mindestens 6-8 Divisionen, die entweder neu aufgestellt oder aus anderen Gebieten herbei geholt werden müssten. Die Einnahme Nashvilles bringt mir 1-2 Moralpunkte. Invasionen kleinerer Korps bei Savannah GA, Charleston SC, Wilmington NC oder Pensacola FL bringen mir ebenfalls 1 Moralpunkt und ein paar Siegpunkte. Eine Einnahme von Memphis brächte mir 1-2 Moralpunkte, ist aber aufgrund der feindlichen Streitkräfte nur mit hohem Aufwand möglich. Eine Rückeroberung von Little Rock wäre möglich, die dortigen Kräfte spielten dann aber 1862 keine Rolle mehr. Der Gegner hat erneut Papiergeld drucken lassen, seine Inflation dürfte die 20%-Marke überschritten haben.
Ich werde mich nun erst einmal mit dem nächsten POV beschäftigen. Bis dahin lade ich Euch, werte Regente, herzlich ein, gemeinsam die strategische Lage zu diskutieren.
Gez.
Der Captain
Da der Anlass so tragisch ist, muss er auch melodramatisch untermalt werden. Dafür sorgt Bob Dylan mit "Cross the Green Mountains"
- Admiral Hipper
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+5
Die Inflation erhöht die Kosten um den angegeben Prozentwert (gegenüber den Basiskosten, also kein Zinses-Zins-Effekt). Darunter fallen alle Ausgaben für Divisionsgründungen, Neuaufstellungen, Infrastrukturmaßnahmen und Ersatztruppen. Nicht beeinflusst werden politische Massnahmen, wie etwa Handelsvereinbarungen, Verlegung der Hauptstadt oder Anwerbung von Freiwilligen. Die Beträge werden auf 1.000 Dollar ab- bzw. aufgerundet.
Beispiel: Eine Milizeinheit kostet 7.000 Dollar. Erst ab über 7% Inflation tritt eine Verteuerung ein. Die Miliz kostet dann 8.000 Dollar. Bei Infrastrukturmaßnahmen oder Ersatztruppen scheint die Inflation anders berechnet zu werden. Dort verteuern sich die Kosten schon vor der eigentlichen Rundungsschwelle (fragt mich nicht, warum und wie das berechnet wird).
Per Milchmädchenrechnung muss Armistead also für alles 20% mehr ausgeben - oder anders ausgedrückt, er kann sich von seinem Geld nun nur noch 80 Prozent leisten. Das betrifft natürlich in erster Linie die Neuaufstellungen: hätte er genügend Geld für 5 Divisionen, kann er nur 4 bezahlen. Das ist ein langfristig spürbarer Nachteil.
Beispiel: Eine Milizeinheit kostet 7.000 Dollar. Erst ab über 7% Inflation tritt eine Verteuerung ein. Die Miliz kostet dann 8.000 Dollar. Bei Infrastrukturmaßnahmen oder Ersatztruppen scheint die Inflation anders berechnet zu werden. Dort verteuern sich die Kosten schon vor der eigentlichen Rundungsschwelle (fragt mich nicht, warum und wie das berechnet wird).
Per Milchmädchenrechnung muss Armistead also für alles 20% mehr ausgeben - oder anders ausgedrückt, er kann sich von seinem Geld nun nur noch 80 Prozent leisten. Das betrifft natürlich in erster Linie die Neuaufstellungen: hätte er genügend Geld für 5 Divisionen, kann er nur 4 bezahlen. Das ist ein langfristig spürbarer Nachteil.
- Cfant
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+6
Ich würde sagen, die Union hat in kurzer Zeit viel erreicht. Vielleicht sollte sich Grant erstmal zurückziehen und konsolidieren? Aber ich möchte mich mit Ideen eher zurückhalten - ich bin der erwiesen schlechteste ACW-Spieler seit McClellan 1861
Hoffentlich fällt niemandem auf, dass die Pechtsträhne begonnen hat, als ich Grants HQ zugewiesen wurde.Seither baut der Junge nur Mist
Aber im ernst: Es ist noch früh im Spiel, vielleicht seid Ihr zu überambitioniert
Hoffentlich fällt niemandem auf, dass die Pechtsträhne begonnen hat, als ich Grants HQ zugewiesen wurde.Seither baut der Junge nur Mist
Aber im ernst: Es ist noch früh im Spiel, vielleicht seid Ihr zu überambitioniert
- Hohenlohe
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+5
Es ist sehr bedauerlich, dass Dix' Korps völlig vernichtet wurde, aber vielleicht habt ihr auch zuviel riskiert. Ihr solltet euch schon mal darauf einrichten, dass ihr auch im Osten nichts reissen werdet. Zuviel auf einmal bringt in den ersten zwei Jahren nichts, das ist ja das fatale im Ganzen gesehen...Setzt eure neuen Divisionen vor allem im Osten ein, damit euch Armistead nicht überraschen kann, denn das wäre weitaus unangenehmer für euch, wenn euer Gegner euch dort zahlenmässig übertrumpft. Mehr fällt mir derzeit nicht ein...
herzliche grüsse
Hohenlohe...
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In memoriam Stauffenberg, jota und CJ...
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- Longstreet
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+2
Werte Kollegen, auch ich glaube nicht an einen großen Erfolg im Osten. Jede Offensive dort könnte mich maximal in die Nähe Richmonds bringen, bevor sich die Fronten verhärten - immerhin wäre es möglich, weiteren Moralverlust abzuwenden. Aber der Preis dafür wäre völlige Initiativlosigkeit an allen Fronten bis 1863. Was den Westen angeht: glaubt Ihr, ich könnte stabile Frontpunkte bei Humboldt TN und südlich Nashville etablieren, bevor der Gegner selbst zum Schlag dort ausholt? Insbesondere Humboldt scheint mir sehr gefährdet. Andererseits, gelänge dies, könnte man eventuell mit der Flussflotte in Richtung Memphis vorstoßen und mit der Salzwasserflotte ein weiteres Mal zwischen Chattanooga und Corinth vorstoßen. Ein entsprechend groß dimensionierter Gegenkeil würde von Nashville aus nach Süden marschieren.
Eine Alternative wäre vielleicht der Abzug aller nicht zur Verteidigung notwendigen Divisionen und die Landung eines großen Korps bei New Orleans (4-6 Divisionen). Das könnte der Gegner vielleicht nicht so leicht auskontern..., aber das würde frühestens zum selben Zeitpunkt geschehen, wie seine Neuaufstellungen fertig werden. Alternativ könnte man diese Armee auch in South Carolina oder Georgia landen lassen, wo ich kaum mit großem Widerstand rechne. Man müsste dann weiter sehen, ob sich für 1863 gemeinsame Operationen zwischen den einzelnen Fronten ermöglichen lassen.
Eine andere Möglichkeit wäre auch eine auf zwei Jahre ausgedehnte Kampagne in North Carolina: mit stärksten Kräften würde ich dort zunächst in der Nähe von Wilmington einen Brückenkopf sichern, später wird dieser Schritt für Schritt erweitert, um letztlich alle Verbindungen Virginias nach Süden hin abzuschneiden. Das dauert aber sicher bis weit nach 1864 hinein und dürfte am Ende >20 Divisionen binden - ohne dass ich mich um andere strategische Zielregionen kümmern kann.
Am einfachsten wäre vielleicht eine Aktion in Florida und Süd-Alabama - aber auch am wertlosesten. Dito ein Ansatz gegen Little Rock. Jede eigene Operation sollte auf jeden Fall durch Ablenkungsangriffe auf feindliche Küstenziele unterstützt werden, um zeitlich und räumlich Streitkräfte zu binden. Ich glaube, nun da es stärkemäßig Pari-Pari steht, kann nur noch die Flotte zu See und Fluß den Unterschied ausmachen. Irgendwie widerstrebt es mir, mich überall einzugraben. Es kostet mich Moral und verschafft dem Gegner Zeit.
Aber ich weiß nicht, wo ich eine gute Chance habe. Oder wie ich sie herbei führen kann. WAS ÜBERSEHE ICH?
Eine Alternative wäre vielleicht der Abzug aller nicht zur Verteidigung notwendigen Divisionen und die Landung eines großen Korps bei New Orleans (4-6 Divisionen). Das könnte der Gegner vielleicht nicht so leicht auskontern..., aber das würde frühestens zum selben Zeitpunkt geschehen, wie seine Neuaufstellungen fertig werden. Alternativ könnte man diese Armee auch in South Carolina oder Georgia landen lassen, wo ich kaum mit großem Widerstand rechne. Man müsste dann weiter sehen, ob sich für 1863 gemeinsame Operationen zwischen den einzelnen Fronten ermöglichen lassen.
Eine andere Möglichkeit wäre auch eine auf zwei Jahre ausgedehnte Kampagne in North Carolina: mit stärksten Kräften würde ich dort zunächst in der Nähe von Wilmington einen Brückenkopf sichern, später wird dieser Schritt für Schritt erweitert, um letztlich alle Verbindungen Virginias nach Süden hin abzuschneiden. Das dauert aber sicher bis weit nach 1864 hinein und dürfte am Ende >20 Divisionen binden - ohne dass ich mich um andere strategische Zielregionen kümmern kann.
Am einfachsten wäre vielleicht eine Aktion in Florida und Süd-Alabama - aber auch am wertlosesten. Dito ein Ansatz gegen Little Rock. Jede eigene Operation sollte auf jeden Fall durch Ablenkungsangriffe auf feindliche Küstenziele unterstützt werden, um zeitlich und räumlich Streitkräfte zu binden. Ich glaube, nun da es stärkemäßig Pari-Pari steht, kann nur noch die Flotte zu See und Fluß den Unterschied ausmachen. Irgendwie widerstrebt es mir, mich überall einzugraben. Es kostet mich Moral und verschafft dem Gegner Zeit.
Aber ich weiß nicht, wo ich eine gute Chance habe. Oder wie ich sie herbei führen kann. WAS ÜBERSEHE ICH?
- SolInvictus202
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+5
also wir sind für Georgia oder North Carolina.....
hat gegen den edlen Cfant auch gut geklappt - bis mir die Mannen verhungert sind, weil ich vergessen hab, dass Nachschub per See von den Schiffen in der Shipping Box abhängt
unsere geringe Erfahrung im Spiel zeigt einfach eines: die Konföderierten können an 1 maximal 2 Stellen wirklich stark sein... die Union muss ihre Mobilität vorallem durch die Seeherrschaft maximal nützen und an vielen Stellen agieren - und irgendwann wird man auf eine Stelle treffen, bei der der Feind nicht steht .... geht sich rein von der Truppenanzahl her nicht aus.... deshalb unser Vorschlag auf die Invasion auf Georgia (savannah, da nur ein Fort zu erobern ist) oder eben North Carolina....
hat gegen den edlen Cfant auch gut geklappt - bis mir die Mannen verhungert sind, weil ich vergessen hab, dass Nachschub per See von den Schiffen in der Shipping Box abhängt
unsere geringe Erfahrung im Spiel zeigt einfach eines: die Konföderierten können an 1 maximal 2 Stellen wirklich stark sein... die Union muss ihre Mobilität vorallem durch die Seeherrschaft maximal nützen und an vielen Stellen agieren - und irgendwann wird man auf eine Stelle treffen, bei der der Feind nicht steht .... geht sich rein von der Truppenanzahl her nicht aus.... deshalb unser Vorschlag auf die Invasion auf Georgia (savannah, da nur ein Fort zu erobern ist) oder eben North Carolina....
- Cfant
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+6
Dass Ihr nicht gegen mich spielt, sondern gegen einen KönnerAktivist hat geschrieben: WAS ÜBERSEHE ICH?
Aber im ernst: Der werte Sol hat das schon gut zusammengefasst. Überall kann die Konföderation nicht stark sein. Nadelstiche an vielen Fronten mögen besser sein als eine gewagte Großoffensive an nur einer Stelle.
- George Pickett
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+7
Werter Aktivist,
vielleicht ist es wirklich so, dass Ihr euch für 1862 zu viel vorgenommen habt. Die Vorteile für die Union kommen erst später im Krieg voll zum tragen. Was Ihr in Tennessee erreicht habt, ist beachtlich. Ihr steht bereits am Tennessee-River und zwingt den Feind, sich auf eine weite Linie zu verteilen. Für das nächste Jahr stehen euch alle Möglichkeiten in Mississippi und Alabama offen. Reorganisiert eure Truppen und nervt den werten Lo mit kleineren Aktionen. Nehmt Ihm ohne großen Aufwand Texas und Arkansas weg. Vertreibt ihn vom westlichen Ufer des Mississippi. Das sind keine kriegsentscheidenden Aktionen, aber sie bringen Siegpunkte. Mit Galveston und Houston habt Ihr doch schon Basen für eine solche Operation. Und wenn schon eine Landung, dann in North Carolina, bei Wilmington. Wenn wir uns nicht irren senkt das die Einnahmen des Südens beträchtlich. Genau so, wie eine Seeblockade des oberen James River bei Richmond.
*** Ende des Telegramms *** Es grüßt der wohlduftende George, der immer noch seine Division sucht ***
*** Ende des Telegramms *** Es grüßt der wohlduftende George, der immer noch seine Division sucht ***
Werter Pickett, wo Eure Division ist, kann ich Euch auch nicht sagen. Aber falls Ihr es wünscht, hier gibt es noch ein paar Posten ohne Offiziere.
Danke auf jeden Fall an alle Ratschläge. Ich bin noch mit dem POV beschäftigt, aber in Gedanken habe ich bereits mehrere Alternative skizziert. Viel hängt von den allernächsten Aktionen Armisteads in Tennessee ab. Außerdem muss ich genau kalkulieren, wann ich wieviele Verstärkungen formieren kann - und wo ich sie sammle. Auch des Gegners Verstärkungen muss ich antizipieren. In jedem Fall aber scheint mir - und da gebe ich Euch und auch Sol Recht - die einfachste Möglichkeit, das strategische Moment des Südens abzuwürgen, darin zu bestehen, Armistead zu zwingen, seine Truppen an noch mehr Orten zu verteilen. Ein bisschen muss ich Zeit und Wetter in die Planungen einbeziehen: je weiter nördlich ich agieren will, desto früher sollte es geschehen. Im Süden kann man auch während des Winters gut angreifen, weil dort kein Schnee fällt. Ab Frühjahr 1863 könnte man dann den "Stein weiter ins Rollen bringen", wie Longstreet so trefflich formuliert hat.
Danke auf jeden Fall an alle Ratschläge. Ich bin noch mit dem POV beschäftigt, aber in Gedanken habe ich bereits mehrere Alternative skizziert. Viel hängt von den allernächsten Aktionen Armisteads in Tennessee ab. Außerdem muss ich genau kalkulieren, wann ich wieviele Verstärkungen formieren kann - und wo ich sie sammle. Auch des Gegners Verstärkungen muss ich antizipieren. In jedem Fall aber scheint mir - und da gebe ich Euch und auch Sol Recht - die einfachste Möglichkeit, das strategische Moment des Südens abzuwürgen, darin zu bestehen, Armistead zu zwingen, seine Truppen an noch mehr Orten zu verteilen. Ein bisschen muss ich Zeit und Wetter in die Planungen einbeziehen: je weiter nördlich ich agieren will, desto früher sollte es geschehen. Im Süden kann man auch während des Winters gut angreifen, weil dort kein Schnee fällt. Ab Frühjahr 1863 könnte man dann den "Stein weiter ins Rollen bringen", wie Longstreet so trefflich formuliert hat.

Abraham Lincoln - General-in-Chief, Teil 1: Der Halbinsel-Feldzug 1862
Ich möchte einleitend noch einige Sachen verdeutlichen: es mag der Eindruck entstanden sein, ich hätte eine persönliche Abneigung gegen Lincoln, da ich mich so häufig und so kritisch mit ihm auseinander setze. Ich kann Euch versichern, dass das nicht meine Absicht ist. Tatsächlich halte ich "Honest Abe" für einen der größten Präsidenten der Vereinigten Staaten, und für einen der größten Staatsmänner der Geschichte überhaupt. Jedoch stört mich das unkritische Urteil der Geschichte, dass Männer wie ihn über jeden Zweifel erhebt, während es die Leistungen anderer Zeitgenossen herab würdigt. Über die Fort Sumter Krise und den tragischen Fall John Frémonts kann man sicher kontrovers streiten, über das folgende Kapitel allerdings kaum. Zumindest, wenn man sich die blanken militärischen Fakten vorurteilsfrei ansieht. Wenn ich also zu dem Schluss komme, dass Lincolns militärische Fähigkeiten vergleichsweise schlecht waren, und seine Entscheidungen Einfluss auf die Geschicke der Union nahmen, tue ich ihm sicherlich kein Unrecht an. Niemand anderer als Lincoln selbst würde mir zustimmen. Mein persönlicher Standpunkt richtet sich nicht gegen ihn, sondern gegen die Historiker, welche seinen Mythos geschaffen haben.
George Brinton McClellan
Bevor ich mich dem Halbinselfeldzug widme, möchte ich nur ganz kurz verdeutlichen, was für ein außergewöhnlicher Mensch George McClellan war. Wer ihn aus den Lehrbüchern, der Wikipedia oder Bürgerkriegsspielen kennt, muss zwangsläufig glauben, dass er völlig inkompetent gewesen sein muss. Nun, nichts wäre weiter von der Wirklichkeit entfernt.
Als George im Alter von 15 Jahren zur Aufnahmeprüfung in West Point angenommen wurde, war er der jüngste Kadett der Geschichte. Normalerweise galt als Mindesteintrittsalter 16 Jahre, die meisten Kadetten waren bereit 17 oder 18 Jahre alt. Für ihn, und nur für ihn, wurde eine Ausnahmegenehmigung erteilt. George war in jedem seiner vier Jahre an der Akademie unter den Jahrgangsbesten und erreichte in der Abschlussklasse von 1846 den zweiten Platz, unter anderem wegen seinen mangelhaften Leistungen in Zeichnen (kein Witz). West Point war mehr als nur eine Militärakademie, es war eine der elitärsten Bildungseinrichtungen des Landes. Viele Absolventen, wie etwa sein ohne tiefgründigere Schulbildung im ländlichen Virginia aufgewachsener Klassenkamerad Thomas Jackson, taten sich äußerst schwer mit dem anspruchsvollen Lernstoff. Persönlichkeiten wie Dennis Hart Mahan - einer der bedeutendsten Militärtheoretiker der Vereinigten Staaten - hielten den jungen McClellan für den herausragenden Offizieranwärter seiner Zeit. McClellan sprach fließend Französisch und Latein, darüber hinaus auch Deutsch und Spanisch. Als er seinen Abschlussbericht über den Krimkrieg anfertigte, brachte er sich selbst Russisch bei, um dutzende von russischen Büchern und Dokumenten zu lesen.
Im Mexiko-Krieg bekam er ein Traumkommando beim US Army Engineer Corps. Er diente in Texas unter Taylor und in Mexiko unter Scott. Von dort nahm er vor allem zwei Erfahrungen mit: die methodische Vorbereitung und das nachfolgende blitzartige Zuschlagen Scotts in seinen Feldzügen und ein tiefes Misstrauen gegen "politische Generäle" und Freiwilligen-Einheiten. Nach Mexiko bekam er manchmal sein Wunschkommando, manchmal nicht. Unter anderem leitete er eine Expedition durch das Nebraska-Territorium zur Vermessung einer von vier möglichen Routen für die transkontinentale Eisenbahnlinie zum Pazifik. 1855 war er einer von drei Offizieren einer Militärkommission, welche der Kongress zu den Schlachtfeldern des Krimkriegs entsandte. Diese Gruppe besichtigte militärische Bauwerke in ganz Europa, studierte das Armeewesen Englands, Frankreichs, Österreichs und Russlands und besuchte die Schlachtfelder von Sevastopol.
Nach seinem freiwilligen Abschied vom Militär heuerte er 1857 in leitender Position (Chefingenieur) bei der Illinois Central Railroad an, innerhalb eines Jahres wurde er Direktor des gesamten Westdistrikts der Eisenbahnlinie, deren Netz sich von Illinois bis New York erstreckte.Zu dieser Zeit lernte er zwei Personen kennen, die für seine spätere historische Würdigung maßgeblich sein würden: Allan Pinkerton, den er als Chefdetektiv der Eisenbahngesellschaft unter Vertrag nahm und Abraham Lincoln, der die Gesellschaft in einigen Streitfällen juristisch vertrat.
1860 wechselte er zur Ohio & Mississippi Railroad, wo er zunächst als Superintendant der Western Division (und damit zweithöchster Führungsperson) arbeitete. Nach kurzer Zeit wurde er Direktor der Eastern Division und galt als Topkandidat für den Vorstandsvorsitz.
Nach der Fort Sumter Krise boten ihm nicht weniger als drei Bundesstaaten (Pennsylvania, New York und Ohio) die Führung der Freiwilligenverbände (dieselbe Position, die Robert Lee als Führer der Freiwilligenarmee Virginias antrat) und selbst Abraham Lincoln beabsichtigte, ihm Kommando und Rang eines Brigadegenerals in der regulären US Army zu geben. Wie die Geschichte es wollte, nahm er das Angebot Ohios zuerst an. Später wurde er Befehlshabender Kommandeur aller Streitkräfte westlich der Appalachen bis nach Missouri. Lange vor dem Eintreffen John Frémonts in Missouri und Robert Anderson in Kentucky war es McClellan, welcher das Fundament für den Krieg der Union im gesamten westlichen Kriegsschauplatz legte. Schließlich plante und leitete er eine der ersten Offensiven der Union (nämlich in West Virginia), in jedem Fall aber die erste ERFOLGREICHE Offensive.
Warum McClellan heutzutage einen so schlechten Ruf hat, hängt nicht nur von seinen militärischen Leistungen ab. Schon während des Krieges wurde er immer wieder heftig von den Republikanern angegriffen, einflussreiche Politiker (wie etwa Benjamin Wade) forderten schon lange vor dem Halbinselfeldzug seine Abberufung. Er war darüber hinaus charakterlich ein sehr schwieriger Mensch, der sich häufig im Mittelpunkt von Intrigen sah und niemandem vertraute, was nach und nach viele seiner Mitstreiter vergrätzte. Der dritte Grund liegt in der Freigabe seiner persönlichen Briefe durch seine Frau Mary Ellen nach seinem Tode. McClellan schrieb Zeit seiner Ehe TÄGLICH einen Brief an seine Gattin, wenn er von Ihr getrennt war. Sie war sein wichtigster Vertrauter, nichts hielt er vor ihr geheim. Es liegt in der Natur der Sache, dass Ton und Wortwahl seiner Briefe ein negatives Bild von ihm zeichnen konnten. Aber was bedeutet das? Das andere Generäle, wie etwa Ulysses Grant, keine Briefe an ihre engsten Vertrauten geschrieben haben? Nein - die wurden aber nicht veröffentlich. Und damit nicht dem Spott der Historikerzunft preisgegeben.
Die Vorgeschichte
Seit George McClellan das Oberkommando über die Potomac Division (am 26. Juli 1861) und später die Army of the Potomac (am 20. August) übernahm, wurde er immer wieder zu einer Offensive gegen Johnstons Streitkräfte entlang des Potomac ermutigt. Ab November wurde der Druck immer größer. Wie Lincolns favorisierte Strategie aussah, habe ich im vorherigen Kapitel bereits erläutert. McClellan selbst sah die Erfolgschancen einer "Überland-Offensive" äußerst gering. Obwohl die Truppen unter seinem Kommando (alle Streitkräfte am Potomac, in Washington und Truppen in Maryland, Pennsylvania sowie an der Küste Virginias und North Carolinas) bis Dezember 1861 auf etwa 190.000 Soldaten anwuchsen, glaubte er den Berichten Pinkertons, den er mit der Führung des militärischen Nachrichtendienstes betraute, dass die Konföderierten selbst bis zu 150.000 Mann gegen ihn aufbieten würden. Des weiteren wollte er den Krieg mit einem raschen Entscheidungsschlag BEENDEN, und nicht in endlosen Kampagnen gegen den Feind marschieren. Nach seiner Berufung zum Oberkommandeur aller Streitkräfte der USA am 1. November 1861 begann er sofort mit Planungen für ein konzentriertes Vorgehen sämtlicher Unionsarmeen. Er erteilte Halleck in Illinois und Buell in Kentucky den Auftrag, eine gemeinsam abgestimmte Offensive gegen A.S. Johnstons Südstaatler aufzunehmen. Er plante die erfolgreichen Aktionen General Burnsides in North Carolina und Virginia gegen die schwach verteidigte Küstenregion. Er plante die kombinierte See-Land-Unternehmung gegen New Orleans. All das sollte dazu dienen, Truppen des Feindes aus Virginia heraus zu lösen, bevor er mit einem endgültigen Schlag die Konföderation besiegen würde. Mehr und mehr sah er jedoch, dass er den Feind vor Washington in seinen befestigten Stellungen nicht würde besiegen können. Daher entwickelte er ab Mitte November 1861 einen Alternativplan, den er seinem Präsidenten nach langem Drängen am 10. Dezember vorstellte:
George Brinton McClellan
Bevor ich mich dem Halbinselfeldzug widme, möchte ich nur ganz kurz verdeutlichen, was für ein außergewöhnlicher Mensch George McClellan war. Wer ihn aus den Lehrbüchern, der Wikipedia oder Bürgerkriegsspielen kennt, muss zwangsläufig glauben, dass er völlig inkompetent gewesen sein muss. Nun, nichts wäre weiter von der Wirklichkeit entfernt.
Als George im Alter von 15 Jahren zur Aufnahmeprüfung in West Point angenommen wurde, war er der jüngste Kadett der Geschichte. Normalerweise galt als Mindesteintrittsalter 16 Jahre, die meisten Kadetten waren bereit 17 oder 18 Jahre alt. Für ihn, und nur für ihn, wurde eine Ausnahmegenehmigung erteilt. George war in jedem seiner vier Jahre an der Akademie unter den Jahrgangsbesten und erreichte in der Abschlussklasse von 1846 den zweiten Platz, unter anderem wegen seinen mangelhaften Leistungen in Zeichnen (kein Witz). West Point war mehr als nur eine Militärakademie, es war eine der elitärsten Bildungseinrichtungen des Landes. Viele Absolventen, wie etwa sein ohne tiefgründigere Schulbildung im ländlichen Virginia aufgewachsener Klassenkamerad Thomas Jackson, taten sich äußerst schwer mit dem anspruchsvollen Lernstoff. Persönlichkeiten wie Dennis Hart Mahan - einer der bedeutendsten Militärtheoretiker der Vereinigten Staaten - hielten den jungen McClellan für den herausragenden Offizieranwärter seiner Zeit. McClellan sprach fließend Französisch und Latein, darüber hinaus auch Deutsch und Spanisch. Als er seinen Abschlussbericht über den Krimkrieg anfertigte, brachte er sich selbst Russisch bei, um dutzende von russischen Büchern und Dokumenten zu lesen.
Im Mexiko-Krieg bekam er ein Traumkommando beim US Army Engineer Corps. Er diente in Texas unter Taylor und in Mexiko unter Scott. Von dort nahm er vor allem zwei Erfahrungen mit: die methodische Vorbereitung und das nachfolgende blitzartige Zuschlagen Scotts in seinen Feldzügen und ein tiefes Misstrauen gegen "politische Generäle" und Freiwilligen-Einheiten. Nach Mexiko bekam er manchmal sein Wunschkommando, manchmal nicht. Unter anderem leitete er eine Expedition durch das Nebraska-Territorium zur Vermessung einer von vier möglichen Routen für die transkontinentale Eisenbahnlinie zum Pazifik. 1855 war er einer von drei Offizieren einer Militärkommission, welche der Kongress zu den Schlachtfeldern des Krimkriegs entsandte. Diese Gruppe besichtigte militärische Bauwerke in ganz Europa, studierte das Armeewesen Englands, Frankreichs, Österreichs und Russlands und besuchte die Schlachtfelder von Sevastopol.
Nach seinem freiwilligen Abschied vom Militär heuerte er 1857 in leitender Position (Chefingenieur) bei der Illinois Central Railroad an, innerhalb eines Jahres wurde er Direktor des gesamten Westdistrikts der Eisenbahnlinie, deren Netz sich von Illinois bis New York erstreckte.Zu dieser Zeit lernte er zwei Personen kennen, die für seine spätere historische Würdigung maßgeblich sein würden: Allan Pinkerton, den er als Chefdetektiv der Eisenbahngesellschaft unter Vertrag nahm und Abraham Lincoln, der die Gesellschaft in einigen Streitfällen juristisch vertrat.
1860 wechselte er zur Ohio & Mississippi Railroad, wo er zunächst als Superintendant der Western Division (und damit zweithöchster Führungsperson) arbeitete. Nach kurzer Zeit wurde er Direktor der Eastern Division und galt als Topkandidat für den Vorstandsvorsitz.
Nach der Fort Sumter Krise boten ihm nicht weniger als drei Bundesstaaten (Pennsylvania, New York und Ohio) die Führung der Freiwilligenverbände (dieselbe Position, die Robert Lee als Führer der Freiwilligenarmee Virginias antrat) und selbst Abraham Lincoln beabsichtigte, ihm Kommando und Rang eines Brigadegenerals in der regulären US Army zu geben. Wie die Geschichte es wollte, nahm er das Angebot Ohios zuerst an. Später wurde er Befehlshabender Kommandeur aller Streitkräfte westlich der Appalachen bis nach Missouri. Lange vor dem Eintreffen John Frémonts in Missouri und Robert Anderson in Kentucky war es McClellan, welcher das Fundament für den Krieg der Union im gesamten westlichen Kriegsschauplatz legte. Schließlich plante und leitete er eine der ersten Offensiven der Union (nämlich in West Virginia), in jedem Fall aber die erste ERFOLGREICHE Offensive.
Warum McClellan heutzutage einen so schlechten Ruf hat, hängt nicht nur von seinen militärischen Leistungen ab. Schon während des Krieges wurde er immer wieder heftig von den Republikanern angegriffen, einflussreiche Politiker (wie etwa Benjamin Wade) forderten schon lange vor dem Halbinselfeldzug seine Abberufung. Er war darüber hinaus charakterlich ein sehr schwieriger Mensch, der sich häufig im Mittelpunkt von Intrigen sah und niemandem vertraute, was nach und nach viele seiner Mitstreiter vergrätzte. Der dritte Grund liegt in der Freigabe seiner persönlichen Briefe durch seine Frau Mary Ellen nach seinem Tode. McClellan schrieb Zeit seiner Ehe TÄGLICH einen Brief an seine Gattin, wenn er von Ihr getrennt war. Sie war sein wichtigster Vertrauter, nichts hielt er vor ihr geheim. Es liegt in der Natur der Sache, dass Ton und Wortwahl seiner Briefe ein negatives Bild von ihm zeichnen konnten. Aber was bedeutet das? Das andere Generäle, wie etwa Ulysses Grant, keine Briefe an ihre engsten Vertrauten geschrieben haben? Nein - die wurden aber nicht veröffentlich. Und damit nicht dem Spott der Historikerzunft preisgegeben.
Die Vorgeschichte
Seit George McClellan das Oberkommando über die Potomac Division (am 26. Juli 1861) und später die Army of the Potomac (am 20. August) übernahm, wurde er immer wieder zu einer Offensive gegen Johnstons Streitkräfte entlang des Potomac ermutigt. Ab November wurde der Druck immer größer. Wie Lincolns favorisierte Strategie aussah, habe ich im vorherigen Kapitel bereits erläutert. McClellan selbst sah die Erfolgschancen einer "Überland-Offensive" äußerst gering. Obwohl die Truppen unter seinem Kommando (alle Streitkräfte am Potomac, in Washington und Truppen in Maryland, Pennsylvania sowie an der Küste Virginias und North Carolinas) bis Dezember 1861 auf etwa 190.000 Soldaten anwuchsen, glaubte er den Berichten Pinkertons, den er mit der Führung des militärischen Nachrichtendienstes betraute, dass die Konföderierten selbst bis zu 150.000 Mann gegen ihn aufbieten würden. Des weiteren wollte er den Krieg mit einem raschen Entscheidungsschlag BEENDEN, und nicht in endlosen Kampagnen gegen den Feind marschieren. Nach seiner Berufung zum Oberkommandeur aller Streitkräfte der USA am 1. November 1861 begann er sofort mit Planungen für ein konzentriertes Vorgehen sämtlicher Unionsarmeen. Er erteilte Halleck in Illinois und Buell in Kentucky den Auftrag, eine gemeinsam abgestimmte Offensive gegen A.S. Johnstons Südstaatler aufzunehmen. Er plante die erfolgreichen Aktionen General Burnsides in North Carolina und Virginia gegen die schwach verteidigte Küstenregion. Er plante die kombinierte See-Land-Unternehmung gegen New Orleans. All das sollte dazu dienen, Truppen des Feindes aus Virginia heraus zu lösen, bevor er mit einem endgültigen Schlag die Konföderation besiegen würde. Mehr und mehr sah er jedoch, dass er den Feind vor Washington in seinen befestigten Stellungen nicht würde besiegen können. Daher entwickelte er ab Mitte November 1861 einen Alternativplan, den er seinem Präsidenten nach langem Drängen am 10. Dezember vorstellte:
After waiting a month for a plan of action from his new general-in-chief, Lincoln sought to break the deadlock by suggesting a movement on the line of the Occoquan River against Johnstons supply line. McClellan replied (...) the rebels "could meet us in front with equal forces nearly. (...) I have now my mind actively turned towards another plan of campaign that I do not think at all anticipated by the enemy..." (...) The plan he hinted at to Lincoln was a strategic turning movement by way of the lower Chesapeak Bay. The objective was to reach Richmond before Johnston could get there from Manassas to save his capital, thus forcing him into battle on McClellan's terms. (Stephen Sears, "The young Napoleon")
Der Plan sah vor, 100.000 Soldaten, 25.000 Zugtiere und 300 Geschütze per Schiff nach Urbanna an der Mündung des Rappahannock Rivers zu transportieren, von wo aus die Marschdistanz bis Richmond nur noch 55 Meilen betragen würde. Seine Versorgungsbasis würde er später nach West Point am York River verlegen. Kavallerietruppen würden die Eisenbahngleise zwischen Richmond und Manassas zerstören, um Johnston einen schnellen Rückzug per Bahn zu verwehren.

Der kritische Punkt dabei war die Transportkapazität: wie Finanzminister Salmon Chase dem General erklärte, würde er nicht vor Februar 1862 genug Mittel bereitstellen können, um den nötigen Schiffsraum zu chartern. Immerhin war Chase das einzige Kabinettsmitglied, dass McClellans Planungen unterstützte. Denn mittlerweile drohte allerhöchstes Ungemach für McClellan:
Am 10. Dezember nahm ein bis dahin einmaliger Untersuchungsausschuss des Kongresses seine Arbeit auf. Unter der Leitung der Radikalrepublikaner Wade und Chandler wurden Offiziere der Armee vorgeladen und wegen möglicher Konspirationen mit dem Feind angeklagt. Erstes Opfer war General Stone, der das Desaster bei Balls Bluff am 21. Oktober zu verantworten hatte. Das eigentliche Ziel des Kommittees war jedoch der kommandierende General selbst:
Am 10. Dezember nahm ein bis dahin einmaliger Untersuchungsausschuss des Kongresses seine Arbeit auf. Unter der Leitung der Radikalrepublikaner Wade und Chandler wurden Offiziere der Armee vorgeladen und wegen möglicher Konspirationen mit dem Feind angeklagt. Erstes Opfer war General Stone, der das Desaster bei Balls Bluff am 21. Oktober zu verantworten hatte. Das eigentliche Ziel des Kommittees war jedoch der kommandierende General selbst:
"How can this nation abide the secret counsels that one man carries in his head, when we have no evidence that he is the wisest man in the world?" Wade asked; were he a Napoleon or a Wellington he would feel easier, but thus far "we are not sure of that." [Bei der Anhörung General Heintzelmans am 16.12.1861] Wade and Chandler demanded [in einem Kabinettstreffen im Weißen Haus Anfang Januar 1862] that Irwin McDowell [der Republikaner war] replace McClellan as head of the Army of the Potomac. (Sears, The Young Napoleon)
Während des gesamten Winters bekräftigte der Präsident immer wieder seinen Zweifel an der Landungsoperation und versuchte, den Occoquan-Plan durchzusetzen. Schließlich, am 10. Januar 1862, berief der Präsident eine außerordentliche Sitzung ohne McClellan (der an Typhus erkrankt war) ein - Drahtzieher war General Meigs, der Generalquartiermeister, und Teilnehmer waren neben Meigs die Kabinettsmitglieder Chase, Seward und Camerons Stellvertreter Thomas Scott, sowie die Generäle McDowell und Franklin aus der Armee. In diesem Treffen sagte Lincoln recht deutlich:
(...) and he remarked that if McClellan was not going to use the army any time soon he wanted to borrow it, provided he could see how it could be made to do something. If the command were theirs, he asked the two generals, what would they do with the army? (Sears, The Young Napoleon)
Hintergrund war, dass McClellan entgegen dem ausdrücklichen Wunsch seines Vorgesetzten keine Operationen zur Säuberung des unteren und oberen Potomacs von Rebellenstellungen unternahm. McClellan hatte dem Präsidenten schon zuvor erklärt, dass großflächige Maßnahmen an der Flanke des Gegners diesen nur zu einem vorzeitigen Rückzug veranlassen würden, was den Gesamterfolg der Operation gefährden würde. Der Druck ließ etwas nach, als Edwin Stanton am 13. Januar neuer Kriegsminister wurde. Stanton war dem General bis dahin gewogen gewesen und verschaffte ihm etwas Luft - doch langfristig sollte er sich zu einem erbitterten Gegner McClellans entwickeln.
Am 27. Januar verlangte der Präsident schließlich per Erlass, dass die Armee bis zum 22. Februar in die Offensive übergehen sollte (siehe letztes Kapitel), McClellan bat den Präsidenten um Zeit für eine Antwort und verfasste ein 22-seitiges Dokument (bemerkenswert ausführlich für die damalige Zeit), in welchem er die Strategie Lincolns und seine miteinander verglich. Diesmal gelang es ihm, den Präsidenten zu überzeugen. Was aber machen die Historiker daraus?
Am 27. Januar verlangte der Präsident schließlich per Erlass, dass die Armee bis zum 22. Februar in die Offensive übergehen sollte (siehe letztes Kapitel), McClellan bat den Präsidenten um Zeit für eine Antwort und verfasste ein 22-seitiges Dokument (bemerkenswert ausführlich für die damalige Zeit), in welchem er die Strategie Lincolns und seine miteinander verglich. Diesmal gelang es ihm, den Präsidenten zu überzeugen. Was aber machen die Historiker daraus?
Wether the Union's soldiers (...) actually all moved forward (...) was less important to Mr. Lincoln than the need to stir General McClellan to action, and that he had succeeded. (Sears, The Young Napoleon)
Dasselbe könnt Ihr auch bei Gallagher und McPherson nachlesen. Aber haben wir nicht gehört, dass die Landungsflotte ohnehin nicht vor Februar 1862 hätte einsatzbereit sein können? Und dass eine Armee solchen Ausmaßes über genügend Versorgungsgüter verfügen muss, die erst einmal gesammelt werden müssen, versteht sich doch von selbst. Auf der Halbinsel sollte McClellans Armee TÄGLICH 600 Tonnen Nachschub benötigen (das entspricht knapp dem Bedarf der 6. Armee in Stalingrad!), der allergrößte Teil davon war Grünfutter für die Pferde, welches im Winter schlichtweg SCHWER ZU BESCHAFFEN war! Was soll das Gelaber über McClellans angebliche Verzögerung? Des weiteren waren die Ablenkungsaktionen gegen Kentucky, Tidewater Virginia und New Orleans noch nicht angelaufen. Außerdem, wenn Lincoln tatsächlich so überzeugt von seiner Sache gewesen wäre, hätte er den General feuern müssen. Das tat er nicht! Er stimmte McClellans Plan schließlich zu, wenn auch widerstrebend. Immerhin einigten sich beide auch darüber, dass Washington unter allen Umständen gegen eine Überraschungsaktion des Südens zu schützen sei, und sicherheitshalber erließ der Präsident einige Tage später einen dementsprechende Befehl. Darauf wird später zurück zu kommen werden.
Ab Ende Februar 1862 begann sich die Schlinge fester um den Hals des Generals zu legen. Eine vermurkste Operation (letztlich aber trotzdem erfolgreich und im Zeitplan) gegen Harpers Ferry und Winchester sowie die andauernde Präsenz konföderierter Batterien am unteren Potomac führten dazu, dass Stanton ins Lager der Gegner wechselte. Gemeinsam setzten sie Präsident Lincoln unter Druck, der den General schließlich am 8. März in Weiße Haus zitierte, wo er ihm in ungewöhnlich offenen Worten die Lage schilderte. Er machte McClellan klar, dass wenn er nicht bald Erfolge (und zwar Schlachterfolge) vorweise, würde er ihn nicht mehr gegen die Angreifer, die dem General Verrat vorwarfen, schützen können.
Ab Ende Februar 1862 begann sich die Schlinge fester um den Hals des Generals zu legen. Eine vermurkste Operation (letztlich aber trotzdem erfolgreich und im Zeitplan) gegen Harpers Ferry und Winchester sowie die andauernde Präsenz konföderierter Batterien am unteren Potomac führten dazu, dass Stanton ins Lager der Gegner wechselte. Gemeinsam setzten sie Präsident Lincoln unter Druck, der den General schließlich am 8. März in Weiße Haus zitierte, wo er ihm in ungewöhnlich offenen Worten die Lage schilderte. Er machte McClellan klar, dass wenn er nicht bald Erfolge (und zwar Schlachterfolge) vorweise, würde er ihn nicht mehr gegen die Angreifer, die dem General Verrat vorwarfen, schützen können.
Benjamin Wade and Zachariah Chandler were bombarding Lincoln with protests that the generals treasonable [verräterisch] intent was plain at last for any to see: The whole campaign had beed designed to [...] clearing the path for a rebel sweep on Washington, with little to stand in its way. Stanton not only encouraged the presentation (...) but also enlarged it by assigning additional motives (...): McClellan to be more interested in reconstructing the Democratic party than the Army of the Potomac. (Foote, The Civil War)
Diese Intrigen werdet Ihr in den Büchern der führenden Historiker kaum in der Deutlichkeit finden können, wie sie Shelby Foote noch niederschreiben konnte (durfte).
McClellan berief sofort ein Führungsmeeting seiner höchsten Kommandeure ein. Mit Ausnahme von Barnard (Chefingenieur der Armee), McDowell, Heintzelman und Sumner stimmten alle seinen Planungen zu. Doch dieses Votum konnte das Kabinett Lincoln auch nicht mehr zufrieden stellen. Schlimmer noch, am 9. März Johnston zog seine konföderierte Armee schließlich von sich aus Manassas zurück, weil er sich dort schlichtweg nicht mehr versorgen konnte. Der Urbanna-Plan war damit ins Wasser gefallen. Doch McClellan hatte bereits vorgesorgt. Als Alternativort für eine Landung war Fort Monroe an der Spitze der Yorktown-Halbinsel vorgesehen...
Lincoln greift ein - Die Sicherheit Washingtons
Per präsidialem Erlass ernannte Lincoln (am 8. März) ohne Rücksprache mit McClellan fünf Korpskommandeure: Sumner, McDowell, Heintzelman, Keyes und Banks (im oberen Shenandoah Valley) - ausgerechnet des Generals Gegner in den eigenen Reihen. Die Verantwortung über Washington übertrug er General Wadsworth, ebenfalls ein Kritiker McClellans. General McClellan wurde der Oberbefehl über alle US-Streitkräfte entzogen (am 11. März), einen Nachfolger gab es nicht. Lincolns und Stantons War Board würde von nun an diese Aufgabe übernehmen. Bis spätestens zum 18. März sollten die ersten beiden Korps der Armee für die Seeverlegung nach Fort Monroe freigegeben werden. Am 17. März legten die ersten Schiffe von Alexandria ab. Es war eine überwältigende Armada: 400 Schiffe sollten insgesamt 120.000 Soldaten, 1.150 Pferdewagen, 44 Batterien und 16.000 Pferde verlegen. Es war das umfangreichste logistische Unternehmen des Jahrhunderts!
Insgesamt sollte es bis zum 4. April dauern, bis etwa die Hälfte von McClellans Armee nach Fort Monroe verlegt worden war. Es waren dies die Korps von Keyes und Heintzelman mit jeweils drei Divisionen. Sumner und McDowell blieben vorerst in Alexandria und Manassas zurück (das man Anfang März eingenommen hatte), um die Vorgabe des Präsidenten zu erfüllen, Washington mit ausreichend starken Truppen zu schützen. McClellan blieb vorerst zurück, denn er musste nun umfangreiche Änderungen vornehmen. Denn wie bereits im Frémont-Kapitel beschrieben, hatte Jacksons Angriff auf Banks in Kernstown am 23. März enorme Auswirkungen:
McClellan berief sofort ein Führungsmeeting seiner höchsten Kommandeure ein. Mit Ausnahme von Barnard (Chefingenieur der Armee), McDowell, Heintzelman und Sumner stimmten alle seinen Planungen zu. Doch dieses Votum konnte das Kabinett Lincoln auch nicht mehr zufrieden stellen. Schlimmer noch, am 9. März Johnston zog seine konföderierte Armee schließlich von sich aus Manassas zurück, weil er sich dort schlichtweg nicht mehr versorgen konnte. Der Urbanna-Plan war damit ins Wasser gefallen. Doch McClellan hatte bereits vorgesorgt. Als Alternativort für eine Landung war Fort Monroe an der Spitze der Yorktown-Halbinsel vorgesehen...
Lincoln greift ein - Die Sicherheit Washingtons
Per präsidialem Erlass ernannte Lincoln (am 8. März) ohne Rücksprache mit McClellan fünf Korpskommandeure: Sumner, McDowell, Heintzelman, Keyes und Banks (im oberen Shenandoah Valley) - ausgerechnet des Generals Gegner in den eigenen Reihen. Die Verantwortung über Washington übertrug er General Wadsworth, ebenfalls ein Kritiker McClellans. General McClellan wurde der Oberbefehl über alle US-Streitkräfte entzogen (am 11. März), einen Nachfolger gab es nicht. Lincolns und Stantons War Board würde von nun an diese Aufgabe übernehmen. Bis spätestens zum 18. März sollten die ersten beiden Korps der Armee für die Seeverlegung nach Fort Monroe freigegeben werden. Am 17. März legten die ersten Schiffe von Alexandria ab. Es war eine überwältigende Armada: 400 Schiffe sollten insgesamt 120.000 Soldaten, 1.150 Pferdewagen, 44 Batterien und 16.000 Pferde verlegen. Es war das umfangreichste logistische Unternehmen des Jahrhunderts!
Insgesamt sollte es bis zum 4. April dauern, bis etwa die Hälfte von McClellans Armee nach Fort Monroe verlegt worden war. Es waren dies die Korps von Keyes und Heintzelman mit jeweils drei Divisionen. Sumner und McDowell blieben vorerst in Alexandria und Manassas zurück (das man Anfang März eingenommen hatte), um die Vorgabe des Präsidenten zu erfüllen, Washington mit ausreichend starken Truppen zu schützen. McClellan blieb vorerst zurück, denn er musste nun umfangreiche Änderungen vornehmen. Denn wie bereits im Frémont-Kapitel beschrieben, hatte Jacksons Angriff auf Banks in Kernstown am 23. März enorme Auswirkungen:

Die Auswirkungen von Jackson Angriff bei Kernstown
Mit Ausnahme von Sumner stimmten alle anderen Korpskommandeure während des Treffens am 13. März 1862 zu, dass eine Schutztruppe von 25.000 Mann vor Washington sowie die volle Besatzung der Washington Forts (noch einma ca. 22.000 Mann) die Sicherheit der Hauptstadt garantieren würde. Alle Offiziere waren sich darüber einig, dass ein gegnerischer Vorstoß über den Rappahannock nach Washington mehr Zeit benötigen würde, als die Union für die Versammlung von weiteren Truppen aus West Virginia (Frémont), Baltimore (Dix) und Pennsylvania brauchen würde (Johnston hatte bei seinem Rückzug sämtliche Eisenbahnbrücken über den Rappahannock zerstören lassen). Das ist das Urteil erfahrener Berufsoffziere! Lincoln stimmte McClellans Plan zu, der vorsah, dass sich Banks mit seinen beiden Divisionen aus Winchester nach Manassas zurück ziehen sollte, um eine starke Verteidigungslinie bei Warrenton Junction und der Eisenbahnbrücke bei Culpeper zu formieren. Tatsächlich sollte vorerst nur eine Division (Williams) nach Manassas ziehen, während Shields Division so lange im Valley bleiben sollte, bis die Manassas Gap Railroad wieder einsatzbereit war. Etwa zur selben Zeit, als sich Keyes und Heintzelman nach Fort Monroe einschifften, löste Lincoln Blenkers Division aus Sumner Corps heraus, um sie Frémont in West Virginia zu unterstellen. Nach Jacksons Angriff stimmte McClellan der Bitte Banks' zu, Shields Division zurück zu rufen. Bis dahin sollte der Rest von Sumners Korps (23.000 Mann) die Stellungen bei Manassas halten. McClellan war klar, dass dies nur eine Übergangslösung war. Er brauchte Sumner auf der Halbinsel, und er bemühte sich, eine neue Sicherungstruppe für Washington bereit zu stellen.
Am 27. März begann Heintzelman bei Fort Monroe mit dem Vormarsch in Richtung Yorktown. Am selben Tag brach Johnston endgültig seine Zelte bei Culpeper ab, um seine gesamte Armee auf die Halbinsel zu verlegen. Zurück ließ er Jackson im Shenandoah-Tal (er befahl ihm den Rückzug ins sichere Lower Valley, Ewell bei Gordonsville und Holmes bei Fredericksburg. Bis zum 4. April - dem Tag, an dem Heintzelmans und Keyes Korps, über 1.000 Wagen, knapp 20.000 Tiere und 100 Geschütze bei Fort Monroe versammelt waren - wuchsen Magruders Kräfte auf der Halbinsel von knapp 12.000 auf 31.500 an - die entweder vor Ort waren oder bereits auf dem Weg an die Front - während Johnston mit nur noch 23.000 Mann seinen Rückzug nach Richmond deckte. Washington - das war jetzt eindeutig klar - war nicht länger vom Süden bedroht. Dennoch, Anfang April 1862 senkte Lincoln das erste Mal die Erfolgsaussichten McClellans' Offensive, bevor sie überhaupt richtig angelaufen war:
Behaltet den obigen Kartenausschnitt im Kopf. Bevor McClellan am 30. März nach Fort Monroe aufbrach, beorderte er Sumner wieder aus Manassas nach Alexandria, wo er sich demnächst einschiffen sollte. Um dennoch genügend Truppen für die Verteidigung Washingtons, wie er es seinem Präsidenten versprochen hatte, bereit zu halten, hatte McClellan von überall her Truppen zusammen gekratzt:
- General Wadsworth würde nun nur noch 19.000 Mann für seine Forts um Washington bekommen (davon die allermeisten unerfahrene Rekruten oder abgenutze Regimenter)
- davon sollten 4.000 nach Manassas gehen
- Banks sollte eine Brigade aus Winchester nach Manassas schicken
- Blenker sollte zwei seiner vier Brigaden in Manassas zurück lassen
- 3.000 Mann der Schutztruppe der Baltimore & Ohio Railroad sollten nach Manassas gehen
- außerdem zählte er die Truppen von Dix in Baltimore und frische Regimenter in Pennsylvania und New York dazu, die in Kürze einsatzbereit würden
Insgesamt wären in und um Manassas und Washington 29.000 Mann bereit, plus Banks knapp 20.000 im Valley plus Dix in Baltimore und den neuen Regimentern, insgesamt zählte der General etwa 73.500 Mann, die rechtzeitig vor einem gegnerischen Angriff südlich Washington hätten versammelt werden können. Hinter seinem Rücken intrigierten Stanton und Wadsworth beim Präsidenten, indem sie sich beschwerten, der General hätte lediglich 26.700 Mann einschließlich der Fortbesatzungen zurück gelassen - eine infame Verdrehung der Tatsachen! Aber Ihr werdet sie überall finden, nur nicht bei Foote!
Am 27. März begann Heintzelman bei Fort Monroe mit dem Vormarsch in Richtung Yorktown. Am selben Tag brach Johnston endgültig seine Zelte bei Culpeper ab, um seine gesamte Armee auf die Halbinsel zu verlegen. Zurück ließ er Jackson im Shenandoah-Tal (er befahl ihm den Rückzug ins sichere Lower Valley, Ewell bei Gordonsville und Holmes bei Fredericksburg. Bis zum 4. April - dem Tag, an dem Heintzelmans und Keyes Korps, über 1.000 Wagen, knapp 20.000 Tiere und 100 Geschütze bei Fort Monroe versammelt waren - wuchsen Magruders Kräfte auf der Halbinsel von knapp 12.000 auf 31.500 an - die entweder vor Ort waren oder bereits auf dem Weg an die Front - während Johnston mit nur noch 23.000 Mann seinen Rückzug nach Richmond deckte. Washington - das war jetzt eindeutig klar - war nicht länger vom Süden bedroht. Dennoch, Anfang April 1862 senkte Lincoln das erste Mal die Erfolgsaussichten McClellans' Offensive, bevor sie überhaupt richtig angelaufen war:
Behaltet den obigen Kartenausschnitt im Kopf. Bevor McClellan am 30. März nach Fort Monroe aufbrach, beorderte er Sumner wieder aus Manassas nach Alexandria, wo er sich demnächst einschiffen sollte. Um dennoch genügend Truppen für die Verteidigung Washingtons, wie er es seinem Präsidenten versprochen hatte, bereit zu halten, hatte McClellan von überall her Truppen zusammen gekratzt:
- General Wadsworth würde nun nur noch 19.000 Mann für seine Forts um Washington bekommen (davon die allermeisten unerfahrene Rekruten oder abgenutze Regimenter)
- davon sollten 4.000 nach Manassas gehen
- Banks sollte eine Brigade aus Winchester nach Manassas schicken
- Blenker sollte zwei seiner vier Brigaden in Manassas zurück lassen
- 3.000 Mann der Schutztruppe der Baltimore & Ohio Railroad sollten nach Manassas gehen
- außerdem zählte er die Truppen von Dix in Baltimore und frische Regimenter in Pennsylvania und New York dazu, die in Kürze einsatzbereit würden
Insgesamt wären in und um Manassas und Washington 29.000 Mann bereit, plus Banks knapp 20.000 im Valley plus Dix in Baltimore und den neuen Regimentern, insgesamt zählte der General etwa 73.500 Mann, die rechtzeitig vor einem gegnerischen Angriff südlich Washington hätten versammelt werden können. Hinter seinem Rücken intrigierten Stanton und Wadsworth beim Präsidenten, indem sie sich beschwerten, der General hätte lediglich 26.700 Mann einschließlich der Fortbesatzungen zurück gelassen - eine infame Verdrehung der Tatsachen! Aber Ihr werdet sie überall finden, nur nicht bei Foote!
In a report on April 1 to the War Department, he [McClellan] explained that he was leaving 18.000 men to garrison Washington fortifications and some 55.500 more in a covering force, making a total comfort of 73.500. (...) it was found [bei Stanton] that the general was actually leaving only 26.700 men at Washington and Manassas. (...) When the president became aware of this, he was justly indignant. (Sears, The Young Napoleon)
Wer kann die Aufregung verstehen? Selbst wenn sich Davis und Lee entschlossen hätten, wieder auf Washington zu marschieren (und damit auch Richmond preis zu geben), der Marsch hätte 10 bis 14 Tage gedauert! Banks wäre innerhalb von 6-7 Tagen bei Manassas. Und warum soll McClellan seine besten Einheiten in Washington zurück lassen, und dafür die grünen Rekruten und abgenutzten Regimenter mitnehmen? Ging es bei der Sache denn nicht um den Entscheidungsschlag gegen die Konföderation? Doch Lincoln, der seinem General schon lange nicht mehr vertraute, beschloss eine Linie zu ziehen. Er beorderte McDowell aus Alexandria nach Manassas - im ganzen 40.000 Mann! Das war noch nicht alles - er zog auch Banks V. Corps aus der Befehlsgewalt des Generals ab und er stellte Major General Wool in Fort Monroe (der immerhin 12.000 Mann unter sich hatte) unter direkten Befehl des Kriegsministeriums. Ursprünglich sollte McClellan über diese Truppen verfügen können, das war nun Geschichte. Denn Wool hatte keinerlei Ambitionen, seinen Machtbereich mit McClellan zu teilen (kurioserweise war Wool aufgrund der speziellen Senioritätsregeln der Army theoretisch McClellans Vorgesetzter). Von den für die Offensive anfangs mindestens geforderten 150.000 Mann war bereits ein Drittel abgezogen worden - auf direkten Befehl Lincolns. Damit nicht genug, Anfang April ließ Kriegsminster Stanton sämtliche Anwerbebüros schließen. Der General war erschüttert!
Lincoln drängelt - Die Belagerung Yorktowns
Warum brauchte McClellan die Truppen von McDowell überhaupt? Wenn man moderne Literatur oder die Wikipedia liest, hätte der Vormarsch auf der Halbinsel doch auch ohne ihn ein Kinderspiel sein müssen, oder etwa nicht? Ich spiele ungerne den Klugscheißer, aber es gab nun einmal ZWINGENDE militärische Gründe, die weder Lincoln, noch Stanton und schon gar nicht gefeierte Historiker verstehen. Seht sie Euch selbst an und urteilt dann:
Am 4. April waren die ersten beiden Korps der Army of the Potomac auf der Halbinsel einsatzbereit - d.h. eine Division von Heintzelman war noch unterwegs in der Chesapeake Bay. Beide Einheiten begannen nun mit dem Marsch in Richtung Landesinneres. Das war alles andere als einfach - es hatte in den vergangenen Wochen beinahe täglich geregnet und es gab nicht eine Straße, die nicht völlig durchweicht gewesen war. Die Männer marschierten bis zu den Schienbeinen in Schlamm und Matsch und die schweren Geschütze waren kaum von der Stelle zu bewegen. Dennoch, am 5. April kam es bei Young's Mill zu den ersten Scharmützeln. Die Konföderierten hatten hier ein North Carolina Regiment in vorgeschobener Stellung, dahinter lag McLaws Division. Keyes probierte mit seinen zwei Divisionen, die Linien zu durchbrechen, hatte aber keinen Erfolg. Als Heintzelman, der entlang des York River nach Yorktown vorrückte, die Stellung in der Flanke bedrohte, zog sich McLaws auf die erste von drei Verteidigungslinien auf der Halbinsel zurück - die Warwick-Linie. (Die zweite Linie war bei Williamsburg, die dritte schon deutlich hinter dem Chickahominy River nur 8-10 Meilen von Richmond entfernt.) Der Warwick Creek im Südosten der Halbinsel ist ein kleines Flüsschen, allerdings hatten die Südstaatler den Fluss an mehreren Stellen durch Dämme angestaut. Dadurch waren nicht nur fünf unpassierbare Seen enstanden, sondern auch eine Sumpflandschaft von bis zu einer Meile Breite, auf der es kaum Bäume zur Deckung gab und hinter der sich die Südstaatler ausgesprochen gut verschanzt hatten. Auf der anderen Seite der Halbinsel waren die Hauptbefestigungsanlagen bei Yorktown und Gloucester. Schwere Batterien kontrollierten den York River an seiner engsten Stelle und ein Durchbruch zu Lande war nur unter hohen Verlusten machbar. Erasmus Keyes, ein kampfgestählter Veteran der Army sagte über die Warwick-Stellung: "No part of the line, so far discovered, can be taken by assault without an enormous waste of life."
McClellan wollte Yorktown ursprünglich im Süden umgehen, doch das war an der Warwick-Stellung nicht mehr machbar. Er konnte auch nicht die Flotte einsetzen, um hinter den feindlichen Stellungen zu landen: der James River war durch das Panzerschiff CSS Virginia gesperrt. Um eine Landungseinheit hinter den Flussbatterien des York Rivers abzusetzen, hätte er die schweren Schiffe der US Navy benötigt. Commodore Louis Goldsborough, der die Marineschiffe kommandierte, verweigerte McClellan aber die Unterstützung. Er setzte seine schweren Schiffe bei Hampton Roads ein, um die Blockade aufrecht zu erhalten. Die McClellan angebotenen Kanonenboote hätten ihre Geschütze nicht hoch genug ausrichten können, um die auf den steilen Klippen von Yorktown postierten Geschütze der Südstaatler zu treffen. Die einzige Hoffnung McClellans, hier noch schnell zu einem Erfolg zu kommen, hätte in den Männer McDowells bestanden. Die hätten einen echten zahlenmäßigen Unterschied ausmachen können. So blieben ihm nichts anderes übrig, als mit Belagerungsoperationen gegen die feindliche Stellung zu beginnen - und das brauchte Zeit!
Lincoln drängelt - Die Belagerung Yorktowns
Warum brauchte McClellan die Truppen von McDowell überhaupt? Wenn man moderne Literatur oder die Wikipedia liest, hätte der Vormarsch auf der Halbinsel doch auch ohne ihn ein Kinderspiel sein müssen, oder etwa nicht? Ich spiele ungerne den Klugscheißer, aber es gab nun einmal ZWINGENDE militärische Gründe, die weder Lincoln, noch Stanton und schon gar nicht gefeierte Historiker verstehen. Seht sie Euch selbst an und urteilt dann:
Am 4. April waren die ersten beiden Korps der Army of the Potomac auf der Halbinsel einsatzbereit - d.h. eine Division von Heintzelman war noch unterwegs in der Chesapeake Bay. Beide Einheiten begannen nun mit dem Marsch in Richtung Landesinneres. Das war alles andere als einfach - es hatte in den vergangenen Wochen beinahe täglich geregnet und es gab nicht eine Straße, die nicht völlig durchweicht gewesen war. Die Männer marschierten bis zu den Schienbeinen in Schlamm und Matsch und die schweren Geschütze waren kaum von der Stelle zu bewegen. Dennoch, am 5. April kam es bei Young's Mill zu den ersten Scharmützeln. Die Konföderierten hatten hier ein North Carolina Regiment in vorgeschobener Stellung, dahinter lag McLaws Division. Keyes probierte mit seinen zwei Divisionen, die Linien zu durchbrechen, hatte aber keinen Erfolg. Als Heintzelman, der entlang des York River nach Yorktown vorrückte, die Stellung in der Flanke bedrohte, zog sich McLaws auf die erste von drei Verteidigungslinien auf der Halbinsel zurück - die Warwick-Linie. (Die zweite Linie war bei Williamsburg, die dritte schon deutlich hinter dem Chickahominy River nur 8-10 Meilen von Richmond entfernt.) Der Warwick Creek im Südosten der Halbinsel ist ein kleines Flüsschen, allerdings hatten die Südstaatler den Fluss an mehreren Stellen durch Dämme angestaut. Dadurch waren nicht nur fünf unpassierbare Seen enstanden, sondern auch eine Sumpflandschaft von bis zu einer Meile Breite, auf der es kaum Bäume zur Deckung gab und hinter der sich die Südstaatler ausgesprochen gut verschanzt hatten. Auf der anderen Seite der Halbinsel waren die Hauptbefestigungsanlagen bei Yorktown und Gloucester. Schwere Batterien kontrollierten den York River an seiner engsten Stelle und ein Durchbruch zu Lande war nur unter hohen Verlusten machbar. Erasmus Keyes, ein kampfgestählter Veteran der Army sagte über die Warwick-Stellung: "No part of the line, so far discovered, can be taken by assault without an enormous waste of life."
McClellan wollte Yorktown ursprünglich im Süden umgehen, doch das war an der Warwick-Stellung nicht mehr machbar. Er konnte auch nicht die Flotte einsetzen, um hinter den feindlichen Stellungen zu landen: der James River war durch das Panzerschiff CSS Virginia gesperrt. Um eine Landungseinheit hinter den Flussbatterien des York Rivers abzusetzen, hätte er die schweren Schiffe der US Navy benötigt. Commodore Louis Goldsborough, der die Marineschiffe kommandierte, verweigerte McClellan aber die Unterstützung. Er setzte seine schweren Schiffe bei Hampton Roads ein, um die Blockade aufrecht zu erhalten. Die McClellan angebotenen Kanonenboote hätten ihre Geschütze nicht hoch genug ausrichten können, um die auf den steilen Klippen von Yorktown postierten Geschütze der Südstaatler zu treffen. Die einzige Hoffnung McClellans, hier noch schnell zu einem Erfolg zu kommen, hätte in den Männer McDowells bestanden. Die hätten einen echten zahlenmäßigen Unterschied ausmachen können. So blieben ihm nichts anderes übrig, als mit Belagerungsoperationen gegen die feindliche Stellung zu beginnen - und das brauchte Zeit!

"You have now over 100.000 troops with you [es waren gerade mal 50.000] ... I think you better break the enemy's line from Yorktown to Warwick River at once." (Lincoln am 6. April auf McClellans Anfrage nach Entsendung McDowells Korps, Foote, The Civil War)
"Once more let me tell you that it is indispensable [unabdingbar] to you that you strike a blow. (...) The country will not fail to note (...) that the present hesitation to move upon an intrechned enemy ist the story of Manassas all over again (...)" (Lincoln am 9. April zu McClellan, Foote, The Civil War)
"By delay of operations, the enemy will relatively gain upon you faster by reinforcements and fortifications than you can by reinforcements alone." (Lincoln im selben Telegramm)
"Once more let me tell you that it is indispensable [unabdingbar] to you that you strike a blow. (...) The country will not fail to note (...) that the present hesitation to move upon an intrechned enemy ist the story of Manassas all over again (...)" (Lincoln am 9. April zu McClellan, Foote, The Civil War)
"By delay of operations, the enemy will relatively gain upon you faster by reinforcements and fortifications than you can by reinforcements alone." (Lincoln im selben Telegramm)
Ist es ein Rätsel, warum Lincoln so dachte? Nun, für ihn war der Krieg eine einfache Sache - Regimenter marschieren auf, schießen ein paar mal aufeinander, und die stärkere Seite gewinnt. Doch wie hätte ein solcher Durchbruch nur aussehen sollen. Vom 6. April an begann McClellan mit den Vorbereitungen für eine Belagerung. Dennoch ließ er Keyes am linken Flügel beinahe täglich Sondierungsangriffe durchführen, um einen Schwachpunkt in den feindlichen Linien zu finden. Sein Gegenüber im Kommando, MGen. Magruder, verstand es jedoch meisterhaft, seine unterzähligen Truppen von Schwerpunkt zu Schwerpunkt zu verlegen. Und es gab nicht viele Positionen, an denen ein Angriff nüchtern gesehen überhaupt möglich gewesen wäre. An den wenigen Stellen - Lee's Mill, Dam Number One, Wynne's Mill - gab es Sondierungsangriffe, und zwar allesamt mit ernüchterndem Ergebnis. Die Unionssoldaten hätten durch versumpftes Gelände stapfen müssen, kaum Deckung gehabt, während der Gegner in Schützengräben (die zwar voller Wasser standen) und gut befestigten Artilleriestellungen wartete. Eigene Batterien hatte man in der Zeit kaum nach vorne bringen können. Ein Frontalangriff wäre blutig gescheitert - genau wie Grants Sturmangriff auf Vicksburg ein Jahr später. Mann muss sich klar machen, dass man kaum zwei Brigaden nebeneinander in Gefechtslinie aufmarschieren lassen konnte. Außerdem war McClellans Ziel nicht, eine feindliche Verteidigungslinie zu stürmen, sondern seine Armee in voller Stärke bis nach Richmond zu führen. Weder bei McPherson noch bei Sears werdet Ihr etwas davon lesen, nein, diese Herrschaften beschweren sich in endloser Lamentiererei über McClellans angebliche Verzagtheit und vertrauen lieber dem Urteil des Präsidenten im fernen Washington. Übrigens - dieselbe Vorgehensweise wählte Halleck beim Vormarsch auf Corinth nur wenige Tage später und schließlich auch Grant bei der Belagerung Vicksburgs. Keiner dieser Generäle hat auch nur einen Bruchteil der Kritik aushalten müssen, weder von Seiten der Regierung, noch von Seiten der Historiker. Und noch etwas - das gesamte Land stand noch unter dem Schock der 23.000 Verluste beider Seiten, die Grants Gefechtsführung bei Shiloh nur wenige Tage vorher gekostet hatte. Gab es einen politischen Grund für Lincoln und seine Republikaner, den beliebten Demokraten George McClellan zu ähnlich hohen Verlusten in einer Schlacht zu drängen? Eine Antwort erspare ich mir.
Wie dem auch sei, trotz des Regens begann McClellan mit den Vorbereitungen für die Belagerung. Er ließ Brücken bauen, Straßen trocken legen, neue Wege anlegen, schlug Schneisen in kleine Wälder, errichtete Verschanzungen und Laufgräben und brachte seine Artillerie nach vorne. Auf sein Drängen hin bekam er Franklin's Division aus McDowells Korps, außerdem erreichte er, dass aus Washington sechs 20-Pf-Parrot Geschütze abtransportiert wurden. Diese Geschütze mit Kaliber 74-76mm konnten viereinhalb Kilogramm schwere Sprenggranaten bis zu 4.600 Meter weit feuern. Insgesamt platzierte McClellan 114 Geschütze aller Kaliber um Yorktown. Hätten alle Batterien gleichzeitig gefeuert, wären pro Salve ganze Tonnen Feuer und Stahl auf den Gegner hernieder geregnet. Gegen diese geballte Kraft war Johnston, der mittlerweile das Kommando auf der Halbinsel übernommen hatte machtlos. In der Nacht vom 3. zum 4. Mai zog er sich hastig aus seinen Stellungen zurück und hinterließ dabei 56 schwere Geschütze, darunter sämtliche Belagerungsgeschütze seiner konföderierten Armee. Diesmal wollte McClellan seinen Gegner nicht ohne weiteres entkommen lassen - seine Kavallerie setzte nach und fünf seiner Divisionen unter dem Oberkommando von General Sumner marschierten eilig ab. Franklin's Division, die bis dahin nah bei den Schiffen geblieben war, wurde per Schiff den York River herauf zu seiner Mündung transportiert, wo sie unweit von West Point an Land ging und in einen Gegenangriff von Smith' Division geriet. Das Hauptgefecht aber fand bei Williamsburg statt.
Dort, wo eigentlich die zweite Hauptverteidigungslinie der Südstaatler hätte sein müssen, drängelten sich die 56.000 Männer Johnstons hinter den nur langsam voran kommenden Nachschubwagen auf einer einzigen Straße landeinwärts. Longstreets wurde mit der Sicherung der Nachhut betraut, und als er am 5. Mai von einer Überzahl Unionssoldaten angegriffen wurde, ließ Johnston kurzerhand D.H.Hills Flügel mit zwei weiteren Divisionen kehrt machen. Gemeinsam schafften sie es, Sumner bis zum Einbruch der Dunkelheit hinzuhalten. Es wäre hier möglich gewesen, durch den Rücken der Südstaatler zu stoßen, doch Sumners Schlachtführung ließ zu wünschen übrig und McClellan blieb bei Yorktown. Letzten Endes hatte sich McClellans methodisches Vorgehen ausgezahlt: seine Armee hatte eine sehr starke Verteidigungslinie ohne nennenswerte Verluste überwunden und würde in Kürze ich bedrohlicher Reichweite zu Richmond stehen. Er hatte die Fehler, welche die alliierte Armee bei Sevastopol gemacht hatte studiert - UND VERMIEDEN. Ein Frontalangriff wäre nutzlos gewesen und hätte seine Armee in dem miserablen Gelände vor Yorktown festgehalten. Und selbst wenn er Erfolg gehabt hätte, seine Truppen wären für die Aufgaben, die noch vor ihnen lagen, zu schwach gewesen. Bedenkt bitte, dass es keine Neuanwerbungen mehr gab und Lincoln auch keine weiteren Verstärkungen zu ihm schicken wollte.
Wie dem auch sei, trotz des Regens begann McClellan mit den Vorbereitungen für die Belagerung. Er ließ Brücken bauen, Straßen trocken legen, neue Wege anlegen, schlug Schneisen in kleine Wälder, errichtete Verschanzungen und Laufgräben und brachte seine Artillerie nach vorne. Auf sein Drängen hin bekam er Franklin's Division aus McDowells Korps, außerdem erreichte er, dass aus Washington sechs 20-Pf-Parrot Geschütze abtransportiert wurden. Diese Geschütze mit Kaliber 74-76mm konnten viereinhalb Kilogramm schwere Sprenggranaten bis zu 4.600 Meter weit feuern. Insgesamt platzierte McClellan 114 Geschütze aller Kaliber um Yorktown. Hätten alle Batterien gleichzeitig gefeuert, wären pro Salve ganze Tonnen Feuer und Stahl auf den Gegner hernieder geregnet. Gegen diese geballte Kraft war Johnston, der mittlerweile das Kommando auf der Halbinsel übernommen hatte machtlos. In der Nacht vom 3. zum 4. Mai zog er sich hastig aus seinen Stellungen zurück und hinterließ dabei 56 schwere Geschütze, darunter sämtliche Belagerungsgeschütze seiner konföderierten Armee. Diesmal wollte McClellan seinen Gegner nicht ohne weiteres entkommen lassen - seine Kavallerie setzte nach und fünf seiner Divisionen unter dem Oberkommando von General Sumner marschierten eilig ab. Franklin's Division, die bis dahin nah bei den Schiffen geblieben war, wurde per Schiff den York River herauf zu seiner Mündung transportiert, wo sie unweit von West Point an Land ging und in einen Gegenangriff von Smith' Division geriet. Das Hauptgefecht aber fand bei Williamsburg statt.
Dort, wo eigentlich die zweite Hauptverteidigungslinie der Südstaatler hätte sein müssen, drängelten sich die 56.000 Männer Johnstons hinter den nur langsam voran kommenden Nachschubwagen auf einer einzigen Straße landeinwärts. Longstreets wurde mit der Sicherung der Nachhut betraut, und als er am 5. Mai von einer Überzahl Unionssoldaten angegriffen wurde, ließ Johnston kurzerhand D.H.Hills Flügel mit zwei weiteren Divisionen kehrt machen. Gemeinsam schafften sie es, Sumner bis zum Einbruch der Dunkelheit hinzuhalten. Es wäre hier möglich gewesen, durch den Rücken der Südstaatler zu stoßen, doch Sumners Schlachtführung ließ zu wünschen übrig und McClellan blieb bei Yorktown. Letzten Endes hatte sich McClellans methodisches Vorgehen ausgezahlt: seine Armee hatte eine sehr starke Verteidigungslinie ohne nennenswerte Verluste überwunden und würde in Kürze ich bedrohlicher Reichweite zu Richmond stehen. Er hatte die Fehler, welche die alliierte Armee bei Sevastopol gemacht hatte studiert - UND VERMIEDEN. Ein Frontalangriff wäre nutzlos gewesen und hätte seine Armee in dem miserablen Gelände vor Yorktown festgehalten. Und selbst wenn er Erfolg gehabt hätte, seine Truppen wären für die Aufgaben, die noch vor ihnen lagen, zu schwach gewesen. Bedenkt bitte, dass es keine Neuanwerbungen mehr gab und Lincoln auch keine weiteren Verstärkungen zu ihm schicken wollte.
...Fortsetzung folgt