Silem hat geschrieben:So sinnvoll wie ein Parlament in dem jeder auftauchen kann wenn er will. Wie wird meine Stimme vertreten wenn ich nicht anreisen kann? Wie soll ich mich bei Abstimmungen beteiligen wenn der Parteitag in Karlsruhe ist ich aber aus Kiel komme?
Es gibt gute Gründe warum Deligiertensystem sinnvoll sind. Allein weil man so viel mehr Menschen vertreten kann. Klar am Ende sitzen anstatt 1000 Parteimitglieder nur 800 herum. Diese 800 wurden aber von 20.000 bestimmt.
Ihr versteht mich absichtlich falsch oder könnt Zusammenhänge nicht erkennen: Es gab bisher nur Gründungsparteitage, ob auf Bundes- oder Landesebene. Wie sollen auf Gründungsparteitage Deligierte auftauchen? Woher sollen die kommen? Eine Partei muss einen Parteitag zur Gründung abhalten, genauso wie ihre Landesverbände, aber dann existieren noch lange keine Kommunalverbände, die Deligierte abschicken können. Wie soll das technisch möglich sein? Ich habe extra gesagt, dass es noch keine Deligierte gibt, weil noch nicht die gesamte Infrastruktur steht. Spätestens auf dem übernächsten Parteitag ist es dann auch so.
Silem hat geschrieben:Das ist nicht liberal. Als Liberaler darf man Leben wie man will und kann handeln wie man will. Man ist nicht auf alte Stammesstrukturen angewiesen und kann auch seine Homosexualität in aller Ruhe ausleben.
Ich sehe keinen moralischen oder sonstigen Hinderungsgrund ( außer die CDU ), wieso Homosexuelle keine Familie gründen dürfen? Ich kämpfe seit Jahren in meinem Umfeld und jetzt auch in der AfD für die Ehe Homosexueller Menschen sowie deren Recht auf Adoption und Familie.
Ihr könnt eines nicht leugnen: Wo Kinder sind, da ist Familie. Wo Kinder aufwachsen, dort ist die Keimzelle der Gesellschaft, nicht des Staates. Denn die Kinder sind es, die die Gesellschaft weiter tragen. Es ist völlig egal ob Kinder von ihren Großeltern, Mutter und Vater, zwei Vätern oder sonstigen Konstellationen aufgezogen wird, dort ist immer Familie. Das hat mit Stammesstrukturen nichts zu tun, sondern mit der Verbindung zwischen Kind ihren liebenden Eltern, egal ob die Eltern leibliche Eltern, Adoptiveltern oder etwas ganz anderes sind. Es ist äußert liberal das so zu sehen, denn ein anderes Modell bedeutet die Hoheit des Staates über die Kinderbetten, wie sie sich einige wünschen. Der Staat ist aber nur ein Instrument der Gesellschaft, nicht die Gesellschaft selber. Die Famlie ist deshalb nicht die kleinste Zelle des Staates, sondern der Gesellschaft.
Lebensentwürfe ohne Kinder sollen deshalb nicht bestraft werden, Kinder dürfen kein Zwang sein. Doch Familien müssen solidarisch gefördert werden, egal auf welche Art, denn wir haben alle ein Interesse an Kinder und dem Fortbestehen unserer Gesellschaft.
Silem hat geschrieben:Deutschland hat kein Einwanderer Problem. Es hat ein Integrationsproblem.
Ein Integrationsproblem ist die Folge eines Einwandererproblems, und zwar der Art und Weise der Einwanderung. Wenn Deutschland ein Einwanderungsland ist, muss es auch ein Einwanderungssystem haben, dass dem würdig ist. Sonst folgen daraus immer Integrationsprobleme.
Silem hat geschrieben:Geringe Steuern sind immer geil und DER Wahlkampfschlager. Wichtiger ist tatsächlich, was die Partei ja erkannt hat, die Überarbeitung des Steuerrechts. Das Ding wird immer komplizierter und umfangreicher. Eine Verschlankung und Vereinfachung ist dringend notwendig.
Keine Partei zieht dieses Jahr mit weniger Steuern in den Wahlkampf. Der AfD geht es bei weitem auch nicht um Steuersenkung. Das Steueraufkommen soll bei der großen Reform gleich bleiben, es sollte nur vielleicht einmal auf einen Bierdeckel passen.
[B@W] Abominus;880670 hat geschrieben: Abominus;880670"]Wo liegt die AFD jetzt eigentlich politisch? Rechts der CDU/CSU ist ja noch Platz, also prinzipiell, wenn man die CSU nicht so stark gewichtet. Bei den Grünen ist das nämlich auch nicht so einfach. Wenn man mal ehrlich ist, sind die Grünen schon sehr konservativ, aber nicht im Sinne von "althergebrachte Gesellschaftsformen" sondern eher "Erhalt der Pluralität (von Mensch und Natur)".
Die AfD ist aktuell dort einzuordnen, wo die CDU und die FDP vor Kanzlerin Merkel standen. Sie ist eine Mischung aus beiden Parteien, geführt von Menschen, die ihr gesamtes Leben nicht in der Politik verbracht haben. Es gibt aktuell tendenzen in alle Richtungen. Ich habe auch mit Mitgliedern gesprochen, die weit rechter als die CDU sind und von den Republikanern kamen, aber auch mit Leuten die von der SPD kamen und deren liebste Koaliton Rot-Gelb war und ist. Da die Partei sehr jung ist, existieren noch keine Flügel, bzw sie existieren schon, konnten sich selber aber noch nicht ordnen und orientieren.
Die Grünen haben zwei Abteilungen: Abteilung 68-ger, K-Gruppenrestbestand und Linke, die in der SPD zu links waren bzw von Schmidt angewiedert waren, die Tritin repräsentiert, sowie die Abteilung Sozialkonservativ, die Kretschman und der angeschlossene Religonsverein EKD repräsentieren.