So, nun haben Wir einen zweiten Versuch gestartet. Das ist übrigens das Herrscherehepaar von Knossos bei Spielbeginn:

Der werte Nikokles zeichnet sich hauptsächlich durch seinen Hipsterbart aus, ansonsten muss Euphemia die Kohlen aus dem Feuer holen.
Nachdem Nikokles auch Unser Heer anführen wird und sein Talent im bereich Militär sehr überschaubar ist, versuchen Wir, mit Forschung dagegenzuhalten:

Die Anfangs zur Verfügung stehenden Forschungspunkte investieren Wir hauptsächlich in Erfindungen, die unsere Truppen besser kämpfen lassen. Kreta kann nur durch das Schwert geeint werden!
Deshalb wird auch die Politik angepasst:
Hier übrigens Kreta. Ist eine schöne Insel im Mittelmeer, bekannt für Schafskäse, Wildkräuter und mildes Klima. Wenn sie jetzt noch von der politischen Zersplitterung erlöst und unter der Herrschaft Kossos’ geeint wäre, wäre sie quasi das Paradies ...

Wir sind grün, Unsere (momentan) Verbündeten blau. Lyktos, der Verbündete, dessen Gebiet direkt östlich an Unseres grenzt, zickt allerdings schon die ganze Zeit rum und provoziert Uns.
Tatsächlich tut Uns Lyktos bald den gefallen, das Bündnis zu brechen. Darauf kann es nur eine Antwort geben: Krieg! Wir heben Unsere Truppen aus, marschieren flugs rüber und ...

... Sieg! Nun belagern Wir die Siedlung mit Hilfe einer verbündeten Armee – die aufgrund zahlenmäßiger Überlegenheit und eines angeblich besseren Kommandanten die Führung übernimmt. Wenn das mal nicht zu Problemen beim Aufteilen der Beute führt ...
Inzwischen brennt es bei Unserem glorreichen Regenten und Heerführer noch an einer anderen Front:

Glücklicherweise lenkt der imposante Bart von dem Ausschlag im Gesicht ab. Und wo es sonst noch so zwickt, weiß ja keiner ...
Nikokles hat im Privatbereich seines Kommandantenzeltes gerade kurz den Waffenrock gelüpft, um eine lindernde Salbe aufzutragen, als sich ein Bote ankündigt. Als der Regent wieder nach draußen tritt und den Boten empfängt, macht sich die wohltuende Wirkung bereits bemerkbar. Und dann gibt es auch noch gute Nachrichten!

Lyktos ist endgültig unterworfen! Und die Verbündeten haben eingesehen, das es niemand anderem als Knossos gebührt, diese Siedlung in Zukunft sein Eigen zu nennen.
Beflügelt von diesem Triumph (und von der phänomenalen Wirkung der Salbe), befiehlt Nikokles, gleich den nächsten Nachbarn zu überfallen. Die Einigung Kretas duldet keinen Aufschub!
Ziel werden das südlich gelegene Bündnis von Arkades und Ierapetra sein:
Auch dieser Feldzug verläuft erfolgreich, und wieder sind die Verbündeten vernünftigerweise der Meinung, niemand anders als Nikokles sollte künftig über Arkades herrschen. Böse Zungen behaupten, das läge daran, dass deren Gebiete nicht an die eroberte Siedlung grenzten. Wir wissen jedoch, dass es am Charisma und an der Weitsicht Unseres Regenten liegt. Daran kann nicht einmal die Tatsache etwas ändern, dass er so komische Pusteln auf den Wangen hat und sich bei Besprechungen immer wieder verstohlen unter dem Waffenrock kratzt.
Das Staatsgebiet von Knossos hat sich verdreifacht:
Es sieht so aus, als sei alles auf einem guten Weg. Doch die Zukunft bietet noch weit größere Hürden als diejenigen, die bis jetzt überwunden werden konnten. Zum einen müssen für die Einigung Kretas noch drei Gebiete erobert werden, deren Besitzer besser gerüstet sind als Wir. Und dann ist da noch der Anführer einer der einflussreichsten Familien von Knossos, der eine enorme Hausmacht hinter sich gebracht hat und nun Ambitionen auf die Macht im Staat zeigt ...
Je länger man vor der Tür zögert, desto fremder wird man.
Franz Kafka, Heimkehr