von dooya » Mo 13.06.2005, 15:45
Matt stand am Schreibpult und blickte aus dem geöffneten Fenster. Er hatte die Arbeit im Kontor immer geliebt; schon als Kind hatte er in den Geschäftsräumen seines Vaters halbe Tage zugebracht, jeden Federstrich verfolgend. Nun, da ihn die kürzlich erbauten Manufaktureien an das Kontor fesselten, vermisste der das Meer. Die wenigen Wochen als Krämer zur See hatten ihn die frische Luft und die Freiheit lieben lernen lassen.
Auch war die Freude über die neuen Manufakturen getrübt worden von schlechten Nachrichten. Der alte "Kralle" Hansen war verschollen und mit ihm 2000 Taler aus Matts Kontorskasse. Dieser finanzielle Verlust, obwohl kaum wettzumachen, wurde übertroffen durch den Ausfall Hansens als Kooperationspartner. Die neue Produktion war auf eine gemeinsame Unternehmung ausgelegt worden. In Lübeck hatte Matt noch nicht recht Fuss fassen können; eine Kooperation schien hier in weiter Ferne. Linecker, auch Krämer in Lübeck, hatte schon zwei Schreiben Matts unbeantwortet gelassen; Matt war nicht klar, ob aus Unachtsamkeit oder Ablehnung.
Als wäre der Verlust von Hansen nicht schwerwiegend genug, schien die Suse vom Pech verfolgt. Erst ein Piratenüberfall und dann ein schwerer Sturm. Nun, zumindest waren beide Begebenheiten recht glimpflich ausgegangen, bedenkt man, was hätte alles geschehen können.
"Wie auch immer", schob Matt die Sorgen beiseite und stieg die Stiege zum Hof hinab, "nie ist es so schlimm, dass man gar nichts mehr loben könnte."
Er winkte Malte Jansen heran.
"Jansen, wann wird die 'Janne' vom Stapel gelassen? Besorgt doch etwas Pökelfische und ein paar Krüge Bier für die Leute."
Matt klopfte dem Vorarbeiter auf die Schulter und machte sich auf den Weg in die Manufaktureien.
Matt stand am Schreibpult und blickte aus dem geöffneten Fenster. Er hatte die Arbeit im Kontor immer geliebt; schon als Kind hatte er in den Geschäftsräumen seines Vaters halbe Tage zugebracht, jeden Federstrich verfolgend. Nun, da ihn die kürzlich erbauten Manufaktureien an das Kontor fesselten, vermisste der das Meer. Die wenigen Wochen als Krämer zur See hatten ihn die frische Luft und die Freiheit lieben lernen lassen.
Auch war die Freude über die neuen Manufakturen getrübt worden von schlechten Nachrichten. Der alte "Kralle" Hansen war verschollen und mit ihm 2000 Taler aus Matts Kontorskasse. Dieser finanzielle Verlust, obwohl kaum wettzumachen, wurde übertroffen durch den Ausfall Hansens als Kooperationspartner. Die neue Produktion war auf eine gemeinsame Unternehmung ausgelegt worden. In Lübeck hatte Matt noch nicht recht Fuss fassen können; eine Kooperation schien hier in weiter Ferne. Linecker, auch Krämer in Lübeck, hatte schon zwei Schreiben Matts unbeantwortet gelassen; Matt war nicht klar, ob aus Unachtsamkeit oder Ablehnung.
Als wäre der Verlust von Hansen nicht schwerwiegend genug, schien die Suse vom Pech verfolgt. Erst ein Piratenüberfall und dann ein schwerer Sturm. Nun, zumindest waren beide Begebenheiten recht glimpflich ausgegangen, bedenkt man, was hätte alles geschehen können.
[i]"Wie auch immer"[/i], schob Matt die Sorgen beiseite und stieg die Stiege zum Hof hinab, [i]"nie ist es so schlimm, dass man gar nichts mehr loben könnte."[/i]
Er winkte Malte Jansen heran.
[i]"Jansen, wann wird die 'Janne' vom Stapel gelassen? Besorgt doch etwas Pökelfische und ein paar Krüge Bier für die Leute."[/i]
Matt klopfte dem Vorarbeiter auf die Schulter und machte sich auf den Weg in die Manufaktureien.