von Canaris » Mi 29.11.2006, 13:38
In einer schlichten Mietwohnung in Rom wurden eiligst Telegramme, Berichte und allerlei Dokumente verfasst und/oder unterschrieben. Es handelte sich um die Niederlassung des äthiopischen diplomatischen Corps, dass sich, an Ermangelung einer eigenen Botschaft, hier niedergelassen hatten. Äthiopien hatte weder die Mittel, noch das Interesse an einem eigenen Botschaftsgebäude in der italienischen Hauptstadt, dem geschlagen Erzfeind des Kaiserreiches.
Gerade hatte Ras Seyoum, der Chefdiplomat in Italien, einen kleinen Safe im Wandschrank geöffnet. Er entnahm einen versiegelten Brief, den er wiederum in einem größeren Umschlag und schließlich in seiner Aktentasche verstaute. Dieser Brief war eine Botschaft des kaiserlichen Prinzen an seinen italienischen Standesgenossen, König Viktor Emanuel.
Der Weitsicht des Prinzen Iyasu sei Dank wurde der Brief bereits zwei Monate vor der schnellen Zuspitzung der Krise zwischen den beiden Staaten in Rom verstaut und wartete darauf, geöffnet zu werden.
Ras Seyoum machte sich eiligst auf den Weg zum königlich italienischen Außenministerium, um eine kurze Unterhaltung mit dem Minister zu führen und seine Botschaft abzugeben.
Auf dem Weg durch die durch die herbstliche Sonne erstrahlenden Straßen Roms traten dem Diplomaten Schweißperlen auf die Stirn. Ihm kam es vor, als würde jeder Passant in ihm den gehassten Äthiopier erkennen. Dabei war seine Hautfarbe noch nicht einmal so dunkel wie die des größten Teiles seiner Landsleute. Seinen Körper zierte die hellere, fast bronzeartige Farbe der äthiopischen Oberschicht.
Er klammerte sich immer fester an seine Aktentasche, als würde sie ihm die dringend nötige Sicherheit bieten können. Aber schließlich hatte er das Ministerium ohne größere Zwischenfälle erreicht und entspannte sich allmählich, als er um ein Gespräch mit dem Außenminister bat.
In einer schlichten Mietwohnung in Rom wurden eiligst Telegramme, Berichte und allerlei Dokumente verfasst und/oder unterschrieben. Es handelte sich um die Niederlassung des äthiopischen diplomatischen Corps, dass sich, an Ermangelung einer eigenen Botschaft, hier niedergelassen hatten. Äthiopien hatte weder die Mittel, noch das Interesse an einem eigenen Botschaftsgebäude in der italienischen Hauptstadt, dem geschlagen Erzfeind des Kaiserreiches.
Gerade hatte Ras Seyoum, der Chefdiplomat in Italien, einen kleinen Safe im Wandschrank geöffnet. Er entnahm einen versiegelten Brief, den er wiederum in einem größeren Umschlag und schließlich in seiner Aktentasche verstaute. Dieser Brief war eine Botschaft des kaiserlichen Prinzen an seinen italienischen Standesgenossen, König Viktor Emanuel.
Der Weitsicht des Prinzen Iyasu sei Dank wurde der Brief bereits zwei Monate vor der schnellen Zuspitzung der Krise zwischen den beiden Staaten in Rom verstaut und wartete darauf, geöffnet zu werden.
Ras Seyoum machte sich eiligst auf den Weg zum königlich italienischen Außenministerium, um eine kurze Unterhaltung mit dem Minister zu führen und seine Botschaft abzugeben.
Auf dem Weg durch die durch die herbstliche Sonne erstrahlenden Straßen Roms traten dem Diplomaten Schweißperlen auf die Stirn. Ihm kam es vor, als würde jeder Passant in ihm den gehassten Äthiopier erkennen. Dabei war seine Hautfarbe noch nicht einmal so dunkel wie die des größten Teiles seiner Landsleute. Seinen Körper zierte die hellere, fast bronzeartige Farbe der äthiopischen Oberschicht.
Er klammerte sich immer fester an seine Aktentasche, als würde sie ihm die dringend nötige Sicherheit bieten können. Aber schließlich hatte er das Ministerium ohne größere Zwischenfälle erreicht und entspannte sich allmählich, als er um ein Gespräch mit dem Außenminister bat.