Herr-Jemen-e Kriegsvorbereitungen und Krieg
Also schiffte ich meine Truppen aus Afrika zurück in die Hauptstadt Muscat. Ich mußte ja nicht Jemen gleich vor dem Kopf stoßen.
General, Thronfolger und Herrscher wurden an der Waffe geübt. Nejd war derweil besetzt von Hejdaz und Haasa. Ich wartete auf den
Friedensschluß um meine Kriegsmüdigkeit noch ein wenig senken zu können. Diesmal wollte ich auch erst noch auf neue Kriegstechnik
( Artillerie ) warten. Es soll ein sauberer schneller Feldzug werden.
Alles lief nach Plan bis... - ja bis zum Juni 1483. Mein Häschen David erklärt dem Sklaven Goliath mal eben den Krieg um das
Schatt-el-Arab zu erobern. Ich bin fast vom Stuhl gefallen. Das brauche ich nun wirklich nicht mamlukische Nachbarn in Haasa, aber der Krieg
gegen Jemen war beschlossen, einen zweifelhaften Zweifrontenkrieg konnte ich mir nicht leisten. Überhaupt war ich ja nach meiner Erfahrung bestrebt mir
die Mamluken als Freund und Partner ran zu erziehen und gegen Haasa und Hedjaz zu tauschen. Diesmal wurde also Prestige geopfert.
ein halbes Jahr später Nejd annektiert Hedjaz. Teufel aber auch, irgendwie passte mir der Friede nicht. Da wird Haasa schnell überrollt.
und wenn das nicht schon für einen alten gebrechlichen Mann genug Aufregung gewesen wäre, da erklärt Äthiopien Adal den Krieg. He, die wollen meine
Provinzen!!! Ich war entsetzt. Jemen muß vernichtet werden, also benötige ich auch einen Anspruch auf Aden. Zwischenzeitlich verbesserte ich mit
Pietät-Events meine Missionarchancen in Berbera. März 1484 die Handelsideen-Gruppe wurde vollständig freigeschaltet.
Ich denke, man muß nicht nur langfristig seine Ideen planen sondern auch an den jeweiligen Herrscherpunkten seine Forschung festmachen.
Ich weigere mich derzeit zu glauben, daß es sinnvoll ist, Admin-Technologien als erste Idee zu wählen. Wenn man nicht zu Beginn sehr stark expandieren will
und ein paar Diplopunkte ansammeln kann, ist dies wohl eine vernünftige Wahl. Militär in Technologien und Diplo in Ideen so meine Spielweise in den ersten Jahren.
Adminpunkte für Stab und Freischaltung der Ideen, weniger für Ausbau von Gebäuden etc.
Meinen Händler schicke ich nach Bengalen. Pffh, keine Ahnung warum, gefällt mir einfach besser als Sansibar. Im ersten Spiel mit Druck
aus der SI-Community möchte ich dann doch ab und an Spaß und Erholung statt Mikromanagment.
nun will auch noch Hedjaz in den Krieg mit die Nachfahren der Pharaonen!! Aber immerhin , mein Haasa hat tatsächlich die gewünschte Provinz erobert.
War mein Fernbleiben ein Fehler?? Hätte ich beim Zerschlagen der Mamluken nicht helfen sollen, helfen müssen?? Aber gleich stand mir der Respekt vor
einem dann kaum zu bremsenden Osmanischen Reich ins Gesicht geschrieben. Nein, nein und nochmals nein, sollen die Nordlinge nur ihren Krieg spielen.
Aber jetzt wird es bedenklich, meine mühsam gesammelten Prestigepunkte sind nun weg - negativ. Jemen ich komme!
So sind die Sommermonate 1485 zur Staatsehe, Militärdurchgang und Beziehungsverbesserung genutzt worden. Immer offensichtlicher bereite ich den
Verrat an meine treuen Freunde vor. Im Januar 1486 erhalte ich die Meldung aus Afrika, daß Äthiopien mal einfach so Adal annektiert hat. Na die können
was erleben. Ich sah mich von einem Krieg in den nächsten stolpern. Endlich, nach unendlichen Warten wurden die allerletzten Maßnahmen am
Jahresende 1486 ergriffen. Meine zusätzliche Artillerie kostet da über dem Limit. O.k. ich werde schon am natürlichen Verlust im Krieg meine Antwort finden
welche Einheit stattdessen fliegt, ehhm besiegt wird.
Januar 1487 - es geht los. Die Moral habe ich schon einige Jahre auf 100 %, das kostet zwar, aber gibt mir die nötige Sicherheit. Flotte
in Stellung gebracht. Meine 2 Handelsbarkassen im Indus bleiben dort, weil ich die jemenitische Flotte am Auslaufen hindere.
Viel zu ungestüm, ohne Kontrolle wähne ich mich siegesgewiss. Dann der Rückschlag. Jemen hat auf dem Wasser auch aufgerüstet. Die erste
Seeschlacht geht verloren. Ärger beim Sultan für diesen Leichtsinn. Im Januar 1488 fällt Mahra dennoch in unsere Hand. Im März erobern
wir Hadhramaut. Unser Marsch auf Aden in der Zwischenzeit verlief überraschend, denn obwohl ein wenig zahlenmäßig überlegen, riss die
jemenitische Armee vor unseren Truppen aus. Aber da die Mamluken nur ein Freund der Jemeniter sind und wir auch bleibt es von der Seite ruhig.
Im Mai 1489 stelle ich in Mocha die gegnerische Armee und gewinne. Aber das Katz und Mausspiel mit der verbliebenen Truppe ist damit nicht zu Ende.
Oktober 1490 der Krieg läuft noch immer. Inzwischen entscheide ich mich für Qualitätsidee. Krieg bringt tatsächlich ein Schub der Forschung ;-)
Im Januar 1491 fällt Najran. Ich will Jemen vernichten! Daher sind die 3 oder 4 Friedensangebote von deren Seite völlig indiskutabel
auch wenn sie meinem eigentlichen Ziel Mahra und Aden entsprechen.Warum aber nur 42% wo nur noch diese kleine Insel Socotra bleibt?
Weil Heini Hein Blöd übersehen hat, das Swaheli Jemen unterstützt.
April 1492 die Inselbewohner haben sich ergeben. Ein Krieg gegen Swaheli möchte ich nun doch nicht mehr führen, weil ich befürchte
mit großen Aufständen im besetzten Jemen um die Früchte betrogen zu werden. Also Friedensverhandlungen.
Die Adenische Friedenskonferenz war entsetzlich grausam für den Verlierer. Jemen ist nun keine Konkurrenz mehr für den Oman. Was wir
mit dem Zweiprovinzenstaat zukünftig vorhaben wissen wir noch nicht. Haasa hat seinen Krieg gegen die Mamluken gewonnen, ich versteh die Welt nicht mehr.
Irgendein mächtiger Verbündeter muß doch die Mamluken mit besiegt haben? Ach und Persien ist da :-) ich freue mich, denn jetzt kommt dort oben Beständigkeit
und Verlässlichkeit - so glaube ich zumindenstens.
Das übliche Wundenlecken von Dingen die im Krieg liegen geblieben sind. Ein paar Kredite müssen abgezahlt werden, aber jetzt, mit Zerschlagung von Jemen
sind Geldprobleme wohl endgültig Vergangenheit. Derweil gibt es Aufstände in Äthiopien. Ich bin ja nicht schadenfroh, aber wer so gierig....
Zeit im September 1492 sich mal die Karte anzuschauen.
Und zeitgleich natürlich mittels harten Maßnahmen, religiösen und kulturellen konvertieren sowie Core-Building und neuen Beratern eine Friedensphase anzukurbeln.
Außenpolitisch zurückhaltend bekomme ich im April 1493 ein Bündnisangebot der Mamluken. Ja, darauf habe ich hingearbeitet.
Im Juni 1494 erklärt sich Adal unabhängig.Unsere Integrierung alter jemenitischer Provinzen läuft besser als erwartet. Keine Revolten erkennbar.
Dafür schütteln wir den Kopf über Haasa und Hedscha. Sie konnten sich ja noch nie richtig leiden, aber nun ist offen der Krieg ausgebrochen und
wir haben es übersehen weil wir innenpolitisch tätig waren und uns lieber den Schauplatz Ethiopia-Adal ansahen.
Wir versuchen eine Neuordnung der diplomatischen Beziehungen. Gujarat ist seiner Macht beraubt aber ohne Thronerben. Hmmh, sollten wir oder nicht?
Indien ist uns aber zu fern und zwei verstreute Provinzen auch nicht wert.
Die Forscherei ( oder heißt es das Forscher-Ei? ) geht weiter in die nächste Runde
Das Jahrhundert nähert sich dem Ende, ein Resumé ist vielleicht angebracht. Auf jeden Fall werden ein paar Infos besorgt.
Im Juni/Juli 1497 werden die Beziehungen zum Jemen normalisiert, sprich Handelsembargo aufgehoben und die Einstaatenkoalition gegen sie wird verlassen.
Sultan Napfhähnchen ist inzwischen 68 Jahre der Thronfolger ( 1-3-5 ) starb zwischenzeitlich ( im Bett nicht im Felde ), aber der Nachrücker ist auch gut genug.
Davon und von anderem erzählen wir das nächste Mal!