von MARCVS IVLIVS » Fr 01.11.2013, 23:50
LUCIUS AEMILIUS BARBULA
… dergestalt hatten die Römer erfahren, dass die Tarentiner gegen sie zum Kriege rüsteten. Dies taten sie zunächst frei von jeder Sorge, hob Rom doch nach Dafürhalten des Consuls L. Aemilius Barbula seine Legionen im Geheimen aus. Als dies geschehen war und die Omen für einen Feldzug günstig schienen, marschierte Aemilius mit vier Legionen gen Apulien, wo er sein Lager aufschlug. Unterdessen hatte sich die Tarentiner dazu entschlossen, bei ihren Bundesgenossen um Unterstützung zu bitten. Als man jedoch von der Größe des römischen Heeres erfuhr, fürchtete man sich und schickte Gesandte zu Pyrrhos, dem König der Epiroten, welcher großes Ansehen bei Griechen und anderen Völkern genoss. Dieser sah das Anliegen, zumal es von griechischen Brüdern vorgetragen war, als eine Fügung des Schicksals, hatte er doch schon längst ein Auge auf Sizilien geworfen. Also gewährte er Tarentum seine Hilfe. Auf diese Weise schöpften diese wieder neuen Mut. Da die Tarentiner von sich aus auf den Krieg losgesteuert hatten, drängte nun aber der römische Senat darauf, jene Gebiete im Süden, genannt Magna Graecia, zu unterwerfen.
Vom Mute getragen, und die eigenen Stadtmauern bewacht, ernannte man Pythagoras Proctid zum Feldherrn und entsendete diesen um Rom entgegen zu treten. Proctid fasste daraufhin den Entschluss, seine Männer gen Lukanien zu führen. Von diesem Vorhaben kam er auch da nicht ab, als er erfuhr, dass Aemilius ihm entgegen marschierte. So wahren doch die Vorhaben des Proctid dem Aemilius bekannt, hatte dieser doch Späher ausgeschickt und wusste daher um dessen Truppenbewegungen. Daher war es an ihm, seine Männer auf einen schnellen, harten Marsch einzuschwören. Sollten doch die Tarentiner den Krieg nicht auf römischen Boden tragen. Dabei lobte er die Tüchtigkeit seiner Männer und erinnerte sie daran, dass sie zum eigenen Wohle und für das der Republik kämpften. Derart angespornt kamen die Legionen des Aemilius dem Heer des Proctid zuvor und errichteten ein Lager in günstiger Lage jenseits der Grenzen.
Ausgeruht und voller Tatendrang erwartete man die Tarentiner. Als diese ihr Lager dem des Aemilius gegenüber errichteten, lies dieser zu den Waffen sammeln und trat ihnen entgegen. Bei der Schlacht konnten für jeden gefallenen Römer an die drei Tarentiner und bei der Verfolgung der Flüchtenden nochmals wenigstens 1000 Mann niedergemacht werden.
Doch nicht nur der Krieg erschütterte Rom. Die Folgen eines langen Sommers geißelten jene Bürger, deren Wasserversorgung nicht oder auch nur schlecht war. Als die Volkstribunen schnellstens entsprechende Baumaßnahmen beantragten, entspann sich ein hitziger Streit darum. Die Kosten waren hoch und jene, die ohnedies von Fortuna geküsst waren, sahen sich nicht betroffen. Als man über diesen Streit nach Aemilius schickte, schlug sich dieser auf die Seite des Volkes und gewann so auch deren Gunst.
Unterdessen landete eine Streitmacht des Pyrrhos in Apulien. Dort versetzten sie die Bevölkerung in Angst und Schrecken und plünderten Felder und Städte. Feldherr des Pyrrhos war ein gewisser Peithon, der großes Ansehen für seine Kriegskünste genoss. Fast 10.000 Mann, die Reiterei und Elefanten nicht eingerechnet, umfasste sein Heer. Als nun Aemilius sein Herr gegen jenes der Epiroten wandte, musste er sich zahlreichen Hindernissen stellen. So hatten die Epiroten den Vorteil des Geländes auf ihrer Seite und als man sogar das Zeichen für die Elefanten emporhob, gerieten selbst die Römer in Schrecken und manche verloren gar den Mut. Zu ungewohnt war der Anblick der fremden Tiere, ihr schreckliches Trompeten und das Waffengerassel der Epiroten. Doch gewannen sie ihren Mut wieder zurück, als sie sich der Sterblichkeit jener Tiere bewusst machten. Die Tapferkeit der Römer, die trotz größter Verluste ihre Reihen halten konnten, lies ihnen den Sieg zuteil werden. Von allen Seiten wurde daraufhin dem Aemilius größte Bewunderung gezollt, hatte er doch allen Widrigkeiten getrotzt und seine Männer zu einem neuerlichen Sieg führte.
[align=center][b][font=Times New Roman][size=134]LUCIUS AEMILIUS BARBULA[/size][/font][/b][/align]
[font=Times New Roman][size=100]… dergestalt hatten die Römer erfahren, dass die Tarentiner gegen sie zum Kriege rüsteten. Dies taten sie zunächst frei von jeder Sorge, hob Rom doch nach Dafürhalten des Consuls L. Aemilius Barbula seine Legionen im Geheimen aus. Als dies geschehen war und die Omen für einen Feldzug günstig schienen, marschierte Aemilius mit vier Legionen gen Apulien, wo er sein Lager aufschlug. Unterdessen hatte sich die Tarentiner dazu entschlossen, bei ihren Bundesgenossen um Unterstützung zu bitten. Als man jedoch von der Größe des römischen Heeres erfuhr, fürchtete man sich und schickte Gesandte zu Pyrrhos, dem König der Epiroten, welcher großes Ansehen bei Griechen und anderen Völkern genoss. Dieser sah das Anliegen, zumal es von griechischen Brüdern vorgetragen war, als eine Fügung des Schicksals, hatte er doch schon längst ein Auge auf Sizilien geworfen. Also gewährte er Tarentum seine Hilfe. Auf diese Weise schöpften diese wieder neuen Mut. Da die Tarentiner von sich aus auf den Krieg losgesteuert hatten, drängte nun aber der römische Senat darauf, jene Gebiete im Süden, genannt Magna Graecia, zu unterwerfen.
Vom Mute getragen, und die eigenen Stadtmauern bewacht, ernannte man Pythagoras Proctid zum Feldherrn und entsendete diesen um Rom entgegen zu treten. Proctid fasste daraufhin den Entschluss, seine Männer gen Lukanien zu führen. Von diesem Vorhaben kam er auch da nicht ab, als er erfuhr, dass Aemilius ihm entgegen marschierte. So wahren doch die Vorhaben des Proctid dem Aemilius bekannt, hatte dieser doch Späher ausgeschickt und wusste daher um dessen Truppenbewegungen. Daher war es an ihm, seine Männer auf einen schnellen, harten Marsch einzuschwören. Sollten doch die Tarentiner den Krieg nicht auf römischen Boden tragen. Dabei lobte er die Tüchtigkeit seiner Männer und erinnerte sie daran, dass sie zum eigenen Wohle und für das der Republik kämpften. Derart angespornt kamen die Legionen des Aemilius dem Heer des Proctid zuvor und errichteten ein Lager in günstiger Lage jenseits der Grenzen.
Ausgeruht und voller Tatendrang erwartete man die Tarentiner. Als diese ihr Lager dem des Aemilius gegenüber errichteten, lies dieser zu den Waffen sammeln und trat ihnen entgegen. Bei der Schlacht konnten für jeden gefallenen Römer an die drei Tarentiner und bei der Verfolgung der Flüchtenden nochmals wenigstens 1000 Mann niedergemacht werden.
Doch nicht nur der Krieg erschütterte Rom. Die Folgen eines langen Sommers geißelten jene Bürger, deren Wasserversorgung nicht oder auch nur schlecht war. Als die Volkstribunen schnellstens entsprechende Baumaßnahmen beantragten, entspann sich ein hitziger Streit darum. Die Kosten waren hoch und jene, die ohnedies von Fortuna geküsst waren, sahen sich nicht betroffen. Als man über diesen Streit nach Aemilius schickte, schlug sich dieser auf die Seite des Volkes und gewann so auch deren Gunst.
Unterdessen landete eine Streitmacht des Pyrrhos in Apulien. Dort versetzten sie die Bevölkerung in Angst und Schrecken und plünderten Felder und Städte. Feldherr des Pyrrhos war ein gewisser Peithon, der großes Ansehen für seine Kriegskünste genoss. Fast 10.000 Mann, die Reiterei und Elefanten nicht eingerechnet, umfasste sein Heer. Als nun Aemilius sein Herr gegen jenes der Epiroten wandte, musste er sich zahlreichen Hindernissen stellen. So hatten die Epiroten den Vorteil des Geländes auf ihrer Seite und als man sogar das Zeichen für die Elefanten emporhob, gerieten selbst die Römer in Schrecken und manche verloren gar den Mut. Zu ungewohnt war der Anblick der fremden Tiere, ihr schreckliches Trompeten und das Waffengerassel der Epiroten. Doch gewannen sie ihren Mut wieder zurück, als sie sich der Sterblichkeit jener Tiere bewusst machten. Die Tapferkeit der Römer, die trotz größter Verluste ihre Reihen halten konnten, lies ihnen den Sieg zuteil werden. Von allen Seiten wurde daraufhin dem Aemilius größte Bewunderung gezollt, hatte er doch allen Widrigkeiten getrotzt und seine Männer zu einem neuerlichen Sieg führte.[/size][/font]