von CENTURION88 » Di 23.04.2013, 13:39
Epoche 1436-1467
Unser Anführer war wahrlich gesegnet. Das Haus Tachibana ist aus dieser Epoche gestärkt hervorgegangen. Zunächst wurden wir nur müde belächelt, und man hielt uns für einen weiteren unwichtigen Daimyo...doch sollte sich dies grundlegend verändern. Zu Beginn der Epoche befanden wir uns im Krieg mit Fujiwara, an der Seite des Shoguns Minamoto. Wir kämpften nicht mehr als wir mussten, um schnell unsere Forderungen zwecks Erhöhung unseres Ansehens gegen Fujiwara durchzudrücken. Denn der Shogun hatte einen folgeschweren Fehler begangen. Er isolierte seinen letzten Verbündeten und schwächte ihn dramatisch, Fujiwara's Armee bestand nur noch aus den Soldaten der Stadtmauern, die auch alsbald aufgaben. Sodann ergriff der Regent Tachibana die Gelegenheit. Er mobilisierte Land und Leute, reizte sein verfügbares Handelsvolumen voll aus und stellte eine schlagkräftige Armee von 15.000 Mann auf, angeführt vom Regenten selbst. Diesmal hatte er alles bedacht. Er erklärte dem Shogun den Krieg, denn dieser verlor dramatisch an Einfluss aufgrund der schlechten Beziehungen, die er offensichtlich zu pflegen schien. Die vormals ruhmlosen Taira, die zum Zwecke mit Tachibana verbündet waren, zogen mit und verdienten sich ihre Bündnisehre zurück. 28.000 kampfeslustige und auf Rache dürstende Krieger schlugen in einem wegweisendem Kampf, der die nächsten 25 Jahre Japans besiegeln sollte, den vormals so mächtigen Shogun und seine ruchlosen Truppen. Fujiwara blieb ob seiner Schwäche neutral. Der Shogun war nach der bisher größten Schlacht auf japanischem Boden besiegt und gestürzt. In Friedensverhandlungen wurden die vormalig von Minamoto einverleibten Gebiete wieder reintegriert, zusätzlich wurde Settsu, die große Stadt der Mitte in der Nähe des kaiserlichen Hofes in das Gebiet unseres Regenten Tachibanas angegliedert.
Damit waren die weiteren Schritte schon vorgegeben: der Regent Tachibana, nun in einem wahrlich anderem Licht gesehen, erschien am Hofe des ehrwürdigen Kaisers und bat um den Titel des Kampaku, den Anwärtertitel des Shoguns. Da der Regent in weiser Vorraussicht Taira als Freund hielt, unterstützte ihn dieser bereits für den Titel. Nun galt es noch Minamoto und Fujiwara zu überzeugen...es folgten gute, friedliche Jahre für Tachibana. Die Wirtschaft wurde ausgebaut, der Handel weiter expandiert. In Ostasien ist man bekannt geworden, der Schatzmeister macht Freudensprünge. Auch die Flotte war durch zahlreiche Kaperschiffe des letzten Krieges erstarkt. Doch aus den zaghaften Versuchen einer freundschaftlichen Annäherung an Minamoto und Fujiwara wurde bisweilen nichts, wozu dachte sich der Regent, schlug er doch beide Armeen. Allerdings geschah dies in zwei separaten Kriegen. Da sich Fujiwara nun wieder mit seinem Freund und Feind Minamoto verband, wohl nur als Geste der Unterwürfigkeit gegenüber des vormaligen Shoguns, war nicht abzusehen wie ein Zweifrontenkrieg ausgehen würde. Man war auf die Flotte zur Isolierung der Hauptinseln und auch auf die Hilfe der Taira angewiesen.
Schon bald zogen die vorhergesehenen düsteren Wolken auf. Nach eifriger Planung begann der Angriffskrieg zur Festigung unseres Regenten Tachibanas Länderei. Taira folgte. Man inszenierte geschickt einen Anspruch auf Provinzen des schwächsten Daimyos, Fujiwara, um einen Casus Belli zu erhalten. Daraufhin erfolgte die Kriegserklärung, Minamoto stieg auf Seiten Fujiwaras mit ein. Die vom letzten Krieg noch geschwächten Truppen der Minamoto und Fujiwara wurden rasch und kompetent vernichtet, die Provinzen besetzt. Fujiwara trat 2 Provinzen an Tachibana ab und unterstütze nun erzwungenermaßen Tachibana für das Shogunat, Minamoto trat Tanba ab und unterstützte ebenfalls Tachibana als zukünftigen Shogun.
Damit ist ein wichtiges Etappenziel erreicht! Tachibana ist nun der erklärte Shogun, und die anderen Daimyos müssen sich nun ob der Macht fügen. Gemäß Sankin kotai müssen diese nun am Hofe Tachibanas Bericht und Tribut erstatten, die Verwaltung der japanischen Ländereien unterliegt nun dem Regenten Tachibana. Welch gutes Schicksal!
Wieder folgte einem großen, siegreichen Krieg eine Phase des Wohlstands. Gute Ernten taten ihr übriges. Eines Tages jedoch, mitten in den lauen Abendstunden, als der Regent Tachibana sich im Kare-san-sui Garten von den alltäglichen Protokollen und Zermonien zu erholen gedachte, erleuchtete plötzlich ein grelles Licht den Himmel. Dieses etwas zog einen grauen Schweif hinter sich her. Was mag das sein? Eifrig suchte der Regent seine Gelehrten auf, die das Ereignis als göttliches Zeichen deuteten: das grelle Licht, wie nur die Sonne es hat, stellte das Land Japan als ganzes dar, der graue Schweif, der später auftauchte, wies aber auf eine düstere Zukunft hin. Trotz versuchter Geheimhaltung der Deutung schien diese jedoch unter den Leuten durchzusickern, was die Ärmsten unter ihnen, den Bauern, umgehend zu beunruhigen schien. Der Regent Tachibana entschied die Bauernlümmel zu ignorieren. Insgeheim machte er sich jedoch selbst Gedanken. Ist der trügerische und lange Frieden bedroht? Die Kapitäne der roten Handelsschiffe sprechen von Veränderungen im riesigen Reich der Ming. Der japanische Kaiser wirkt in den letzten Tagen gleichgültig und ist nur seiner selbst bedacht.
Vielleicht ist es an der Zeit, neue Wege zu gehen. Wieder suchte der Regent Tachibana die Gelehrten um Rat für die Zukunft, doch diese waren zu sehr mit den Gewohnheiten und Eigenheiten der anderen Daimyos beschäftigt und klagten dem Regenten ihr Leid.
Dies schien der Wegweiser zu sein. Ein neues, einheitliches Japan unter einer starken Führung wie die eines Shoguns scheint greifbarer geworden zu sein. Doch dazu müssen die anderen Daimyos noch enger an Tachibana gebunden werden oder gänzlich von der Karte verschwinden. Mit freundschaftlichen Gesten sind wir in der Vergangenheit nicht weit gekommen, dachte sich der Regent. Es müssten wieder die Schwerter gezogen werden. Ob dies der eigentliche Kern des Himmelszeichens gewesen ist?
Der Regent nahm sich dieser schier unmöglichen Herausforderung an. Als Shogunat hat er mehrere und mächtigere Optionen als zuvor, doch ist unser Einfluss und Prestige als Schutzmacht viel zu groß geworden. Wir müssen Tachibana wieder kriegstauglich machen und uns die Möglichkeit schaffen, die Daimyos nach Belieben zu manipulieren. Unser hohes Prestige im Land hat uns dekadent werden lassen, und der Kaiser verbat uns jegliche Kriegsführung, da unser Ansehen zu wichtig für die Stabilität Japans geworden ist. Also senkten wir unser Prestige nach Möglichkeit, um unseren Einfluss als Shogun zu senken und uns den Vorwand zu verschaffen diesen wieder per Krieg erhöhen zu wollen. Dieses Vorhaben darf natürlich keinem der anderen Daimyos und dem Kaiser zu Ohr kommen, da wir sonst einen Krieg gegen alle Japaner riskieren könnten. Wir müssen klug agieren. Gute Miene zum bösen Spiel, resümierte der Regent Tachibana.
Die Planungen im engsten Zirkel der Vertrauten des Regenten liefen auf Hochtouren. Der Shogun, der Schutzbefohlene der Daimyos, als kriegslüsterne Eroberer der japanischen Landen, und vermutlich auch noch als Anwärter des kaiserlichen Throns...welch unehrenhaftes Unterfangen. Und doch winkt am Ende der ganz große Sieg, zum Wohle des Landes und des Regenten selbst.
Man begann also mit der Planung. Der loyalste General von allen wurde auserkoren, Kriegspläne zu schmieden. Dieser sah für jeden anderen Daimyo verschiedene Optionen vor.
Fujiwara, der kleinste und schwächste Daimyo würde leicht zu erobern sein. Das Land ist durch den letzten Krieg bereits zweigeteilt, einzig die Flotte mit 4 Großkampfschiffen könnte bei Flottenoperationen zum Problem werden, da unter unserer eigenen Flotte nur ein vergleichbares die Flagge Tachibanas hisst. Aufgrund einer Landverbindung scheint ein Einsatz der Flotte allerdings nicht notwendig. Zusammengefasst wird Fujiwara militärisch unterworfen und von der Landkarte getilgt.
Minamoto, der verhasste Nachbar und letzter, ruhmloser Shogun besitzt noch zahlreiche Landen, ist aber geschwächt. Besitzt eine stattliche Armee, und eine nur kleine Flotte zur Sicherung der seeverbundenen Provinzen im Osten Japans. Kann auch auf dem Land geschlagen werden.
Minamoto würde auch von der Landkarte militärisch getilgt werden.
Taira besitzt nach unserem Regenten die größte Streitmacht und eine durchschnittlich gute Flotte. Allerdings bietet sich hier eine andere Option: Der Nachfolger auf dem Throne Tairas ist nicht unumstritten, dort könnten wir unseren eigenen Anspruch auf Taira durchdrücken. Bevorzugen wir diese Möglichkeit, wird dem Kaiser jedoch der Wind zuflüstern, was wir langfristig zu planen gedenken. Von der Bekanntmachung unseres Anspruches an sollten wir schnell handeln. Wenn eine Union errichtet worden ist kann ein Zweifrontenkrieg, wie er ohnehin mit Taira schon geführt worden ist leicht gewonnen werden. Damit wird die Macht Tachibanas auf der Insel Japan unumstösslich, so der General in seinen Ausführungen. Allenfalls bliebe immer noch die militärische Annektierung wie bei den anderen Daimyos, allerdings müsse man mit vielen Toten rechnen.
Unser weiser Regent entschied sich für die erste Möglichkeit. Um eine Union zu errichten wurde eilends eine Staatsehe mit Taira geschlossen, um ihnen unseren Anspruch mitzuteilen. Damit erhielten wir einen Kriegsgrund. Das Bündnis wurde aufgelöst. Wieder einmal würde die Zukunft Japans durch einen Krieg für die nächsten Jahre vorherbestimmt.
Der düstere Schweif, da war er wieder. Der Kaiser müsste ihn nun auch deuten können. Es galt schnell zu handeln, bevor dieser die anderen Daimyos gegen Tachibana aufhetzen kann.
Der Krieg begann. Fujiwara, der verkrüppelte schwache Daimyo, hielt nicht lange unseren Klingen stand. Ihre lächerliche Armee wurde rasch besiegt. Die völlige Niederlage Fujiwara wurde in Vasallenverhältnis umgemünzt.
Für Gelächter indes sorgte die Reaktion Minamotos. Sie traten in den Krieg mit Taira, vermutlich um alte territoriale Anpsrüche geltend zu machen. Welch Teufel mag Minamoto bei dieser Entscheidung geritten haben, ist der richtige Weg doch so offensichtlich. Wieder war dieser nur kurzsichtig vorgegangen. Folgerichtig wurde Taira rasch besiegt und besetzt, die Union eingerichtet. Da zu dieser Zeit der Krieg mit Minamoto noch in vollem Gange gewesen ist, schwenkte unser weiser Regent Tachibana blitzartig um und fügte den Minamoto, durch die neue Allianz mit Taira in den Krieg mit Minamoto gelangt, große Verluste zu. Die Kämpfer Tairas, gerade noch von Tachibana bekämpft, kämpften nun an unserer Seite. So geht japanische Politk, dachte sich der Regent Tachibana.
Der Krieg gegen Minamoto hält noch an, doch der Sieg ist schon festgeschrieben, es gilt Minamoto möglichst großem Schaden in allen Bereichen zuzufügen, vor allem aber im territorialen Sinne. Nieder mit dem letzten Shogun, der uns soviel Schande bereitete!
Der Regent, nun der zweitmächtigste Mann nach dem Kaiser hielt die Puppen Japans in der Hand und dürfte entscheidenden Einfluss, auch nach aussen, gewonnen haben. Die Einflussmöglichkeiten des Kaisers gegen den Shogun, der nun sogar an seinen Thron zu rütteln und zu sägen scheint, dürften begrenzt sein. Dieser wird sich der Spionage bedienen müssen.
Die nächsten Schritte des Regenten sind klar wie ein Morgenhimmel vorgezeichnet: Die Beziehungen zu Taira und Fujiwara müssen stetig gepflegt werden, um eine Erbschaft bzw. Annektierung zu ermöglichen. Minamoto wird in weiteren Kriegen unter unseren Schwertern ausgelöscht werden.
Vom Traum zur Wirklichkeit. Nur noch eine Frage der Zeit, dachte der Regent. Nur noch eine Frage der Zeit...

Epoche 1436-1467
Unser Anführer war wahrlich gesegnet. Das Haus Tachibana ist aus dieser Epoche gestärkt hervorgegangen. Zunächst wurden wir nur müde belächelt, und man hielt uns für einen weiteren unwichtigen Daimyo...doch sollte sich dies grundlegend verändern. Zu Beginn der Epoche befanden wir uns im Krieg mit Fujiwara, an der Seite des Shoguns Minamoto. Wir kämpften nicht mehr als wir mussten, um schnell unsere Forderungen zwecks Erhöhung unseres Ansehens gegen Fujiwara durchzudrücken. Denn der Shogun hatte einen folgeschweren Fehler begangen. Er isolierte seinen letzten Verbündeten und schwächte ihn dramatisch, Fujiwara's Armee bestand nur noch aus den Soldaten der Stadtmauern, die auch alsbald aufgaben. Sodann ergriff der Regent Tachibana die Gelegenheit. Er mobilisierte Land und Leute, reizte sein verfügbares Handelsvolumen voll aus und stellte eine schlagkräftige Armee von 15.000 Mann auf, angeführt vom Regenten selbst. Diesmal hatte er alles bedacht. Er erklärte dem Shogun den Krieg, denn dieser verlor dramatisch an Einfluss aufgrund der schlechten Beziehungen, die er offensichtlich zu pflegen schien. Die vormals ruhmlosen Taira, die zum Zwecke mit Tachibana verbündet waren, zogen mit und verdienten sich ihre Bündnisehre zurück. 28.000 kampfeslustige und auf Rache dürstende Krieger schlugen in einem wegweisendem Kampf, der die nächsten 25 Jahre Japans besiegeln sollte, den vormals so mächtigen Shogun und seine ruchlosen Truppen. Fujiwara blieb ob seiner Schwäche neutral. Der Shogun war nach der bisher größten Schlacht auf japanischem Boden besiegt und gestürzt. In Friedensverhandlungen wurden die vormalig von Minamoto einverleibten Gebiete wieder reintegriert, zusätzlich wurde Settsu, die große Stadt der Mitte in der Nähe des kaiserlichen Hofes in das Gebiet unseres Regenten Tachibanas angegliedert.
Damit waren die weiteren Schritte schon vorgegeben: der Regent Tachibana, nun in einem wahrlich anderem Licht gesehen, erschien am Hofe des ehrwürdigen Kaisers und bat um den Titel des Kampaku, den Anwärtertitel des Shoguns. Da der Regent in weiser Vorraussicht Taira als Freund hielt, unterstützte ihn dieser bereits für den Titel. Nun galt es noch Minamoto und Fujiwara zu überzeugen...es folgten gute, friedliche Jahre für Tachibana. Die Wirtschaft wurde ausgebaut, der Handel weiter expandiert. In Ostasien ist man bekannt geworden, der Schatzmeister macht Freudensprünge. Auch die Flotte war durch zahlreiche Kaperschiffe des letzten Krieges erstarkt. Doch aus den zaghaften Versuchen einer freundschaftlichen Annäherung an Minamoto und Fujiwara wurde bisweilen nichts, wozu dachte sich der Regent, schlug er doch beide Armeen. Allerdings geschah dies in zwei separaten Kriegen. Da sich Fujiwara nun wieder mit seinem Freund und Feind Minamoto verband, wohl nur als Geste der Unterwürfigkeit gegenüber des vormaligen Shoguns, war nicht abzusehen wie ein Zweifrontenkrieg ausgehen würde. Man war auf die Flotte zur Isolierung der Hauptinseln und auch auf die Hilfe der Taira angewiesen.
Schon bald zogen die vorhergesehenen düsteren Wolken auf. Nach eifriger Planung begann der Angriffskrieg zur Festigung unseres Regenten Tachibanas Länderei. Taira folgte. Man inszenierte geschickt einen Anspruch auf Provinzen des schwächsten Daimyos, Fujiwara, um einen Casus Belli zu erhalten. Daraufhin erfolgte die Kriegserklärung, Minamoto stieg auf Seiten Fujiwaras mit ein. Die vom letzten Krieg noch geschwächten Truppen der Minamoto und Fujiwara wurden rasch und kompetent vernichtet, die Provinzen besetzt. Fujiwara trat 2 Provinzen an Tachibana ab und unterstütze nun erzwungenermaßen Tachibana für das Shogunat, Minamoto trat Tanba ab und unterstützte ebenfalls Tachibana als zukünftigen Shogun.
Damit ist ein wichtiges Etappenziel erreicht! Tachibana ist nun der erklärte Shogun, und die anderen Daimyos müssen sich nun ob der Macht fügen. Gemäß Sankin kotai müssen diese nun am Hofe Tachibanas Bericht und Tribut erstatten, die Verwaltung der japanischen Ländereien unterliegt nun dem Regenten Tachibana. Welch gutes Schicksal!
Wieder folgte einem großen, siegreichen Krieg eine Phase des Wohlstands. Gute Ernten taten ihr übriges. Eines Tages jedoch, mitten in den lauen Abendstunden, als der Regent Tachibana sich im Kare-san-sui Garten von den alltäglichen Protokollen und Zermonien zu erholen gedachte, erleuchtete plötzlich ein grelles Licht den Himmel. Dieses etwas zog einen grauen Schweif hinter sich her. Was mag das sein? Eifrig suchte der Regent seine Gelehrten auf, die das Ereignis als göttliches Zeichen deuteten: das grelle Licht, wie nur die Sonne es hat, stellte das Land Japan als ganzes dar, der graue Schweif, der später auftauchte, wies aber auf eine düstere Zukunft hin. Trotz versuchter Geheimhaltung der Deutung schien diese jedoch unter den Leuten durchzusickern, was die Ärmsten unter ihnen, den Bauern, umgehend zu beunruhigen schien. Der Regent Tachibana entschied die Bauernlümmel zu ignorieren. Insgeheim machte er sich jedoch selbst Gedanken. Ist der trügerische und lange Frieden bedroht? Die Kapitäne der roten Handelsschiffe sprechen von Veränderungen im riesigen Reich der Ming. Der japanische Kaiser wirkt in den letzten Tagen gleichgültig und ist nur seiner selbst bedacht.
Vielleicht ist es an der Zeit, neue Wege zu gehen. Wieder suchte der Regent Tachibana die Gelehrten um Rat für die Zukunft, doch diese waren zu sehr mit den Gewohnheiten und Eigenheiten der anderen Daimyos beschäftigt und klagten dem Regenten ihr Leid.
Dies schien der Wegweiser zu sein. Ein neues, einheitliches Japan unter einer starken Führung wie die eines Shoguns scheint greifbarer geworden zu sein. Doch dazu müssen die anderen Daimyos noch enger an Tachibana gebunden werden oder gänzlich von der Karte verschwinden. Mit freundschaftlichen Gesten sind wir in der Vergangenheit nicht weit gekommen, dachte sich der Regent. Es müssten wieder die Schwerter gezogen werden. Ob dies der eigentliche Kern des Himmelszeichens gewesen ist?
Der Regent nahm sich dieser schier unmöglichen Herausforderung an. Als Shogunat hat er mehrere und mächtigere Optionen als zuvor, doch ist unser Einfluss und Prestige als Schutzmacht viel zu groß geworden. Wir müssen Tachibana wieder kriegstauglich machen und uns die Möglichkeit schaffen, die Daimyos nach Belieben zu manipulieren. Unser hohes Prestige im Land hat uns dekadent werden lassen, und der Kaiser verbat uns jegliche Kriegsführung, da unser Ansehen zu wichtig für die Stabilität Japans geworden ist. Also senkten wir unser Prestige nach Möglichkeit, um unseren Einfluss als Shogun zu senken und uns den Vorwand zu verschaffen diesen wieder per Krieg erhöhen zu wollen. Dieses Vorhaben darf natürlich keinem der anderen Daimyos und dem Kaiser zu Ohr kommen, da wir sonst einen Krieg gegen alle Japaner riskieren könnten. Wir müssen klug agieren. Gute Miene zum bösen Spiel, resümierte der Regent Tachibana.
Die Planungen im engsten Zirkel der Vertrauten des Regenten liefen auf Hochtouren. Der Shogun, der Schutzbefohlene der Daimyos, als kriegslüsterne Eroberer der japanischen Landen, und vermutlich auch noch als Anwärter des kaiserlichen Throns...welch unehrenhaftes Unterfangen. Und doch winkt am Ende der ganz große Sieg, zum Wohle des Landes und des Regenten selbst.
Man begann also mit der Planung. Der loyalste General von allen wurde auserkoren, Kriegspläne zu schmieden. Dieser sah für jeden anderen Daimyo verschiedene Optionen vor.
Fujiwara, der kleinste und schwächste Daimyo würde leicht zu erobern sein. Das Land ist durch den letzten Krieg bereits zweigeteilt, einzig die Flotte mit 4 Großkampfschiffen könnte bei Flottenoperationen zum Problem werden, da unter unserer eigenen Flotte nur ein vergleichbares die Flagge Tachibanas hisst. Aufgrund einer Landverbindung scheint ein Einsatz der Flotte allerdings nicht notwendig. Zusammengefasst wird Fujiwara militärisch unterworfen und von der Landkarte getilgt.
Minamoto, der verhasste Nachbar und letzter, ruhmloser Shogun besitzt noch zahlreiche Landen, ist aber geschwächt. Besitzt eine stattliche Armee, und eine nur kleine Flotte zur Sicherung der seeverbundenen Provinzen im Osten Japans. Kann auch auf dem Land geschlagen werden.
Minamoto würde auch von der Landkarte militärisch getilgt werden.
Taira besitzt nach unserem Regenten die größte Streitmacht und eine durchschnittlich gute Flotte. Allerdings bietet sich hier eine andere Option: Der Nachfolger auf dem Throne Tairas ist nicht unumstritten, dort könnten wir unseren eigenen Anspruch auf Taira durchdrücken. Bevorzugen wir diese Möglichkeit, wird dem Kaiser jedoch der Wind zuflüstern, was wir langfristig zu planen gedenken. Von der Bekanntmachung unseres Anspruches an sollten wir schnell handeln. Wenn eine Union errichtet worden ist kann ein Zweifrontenkrieg, wie er ohnehin mit Taira schon geführt worden ist leicht gewonnen werden. Damit wird die Macht Tachibanas auf der Insel Japan unumstösslich, so der General in seinen Ausführungen. Allenfalls bliebe immer noch die militärische Annektierung wie bei den anderen Daimyos, allerdings müsse man mit vielen Toten rechnen.
Unser weiser Regent entschied sich für die erste Möglichkeit. Um eine Union zu errichten wurde eilends eine Staatsehe mit Taira geschlossen, um ihnen unseren Anspruch mitzuteilen. Damit erhielten wir einen Kriegsgrund. Das Bündnis wurde aufgelöst. Wieder einmal würde die Zukunft Japans durch einen Krieg für die nächsten Jahre vorherbestimmt.
Der düstere Schweif, da war er wieder. Der Kaiser müsste ihn nun auch deuten können. Es galt schnell zu handeln, bevor dieser die anderen Daimyos gegen Tachibana aufhetzen kann.
Der Krieg begann. Fujiwara, der verkrüppelte schwache Daimyo, hielt nicht lange unseren Klingen stand. Ihre lächerliche Armee wurde rasch besiegt. Die völlige Niederlage Fujiwara wurde in Vasallenverhältnis umgemünzt.
Für Gelächter indes sorgte die Reaktion Minamotos. Sie traten in den Krieg mit Taira, vermutlich um alte territoriale Anpsrüche geltend zu machen. Welch Teufel mag Minamoto bei dieser Entscheidung geritten haben, ist der richtige Weg doch so offensichtlich. Wieder war dieser nur kurzsichtig vorgegangen. Folgerichtig wurde Taira rasch besiegt und besetzt, die Union eingerichtet. Da zu dieser Zeit der Krieg mit Minamoto noch in vollem Gange gewesen ist, schwenkte unser weiser Regent Tachibana blitzartig um und fügte den Minamoto, durch die neue Allianz mit Taira in den Krieg mit Minamoto gelangt, große Verluste zu. Die Kämpfer Tairas, gerade noch von Tachibana bekämpft, kämpften nun an unserer Seite. So geht japanische Politk, dachte sich der Regent Tachibana.
Der Krieg gegen Minamoto hält noch an, doch der Sieg ist schon festgeschrieben, es gilt Minamoto möglichst großem Schaden in allen Bereichen zuzufügen, vor allem aber im territorialen Sinne. Nieder mit dem letzten Shogun, der uns soviel Schande bereitete!
Der Regent, nun der zweitmächtigste Mann nach dem Kaiser hielt die Puppen Japans in der Hand und dürfte entscheidenden Einfluss, auch nach aussen, gewonnen haben. Die Einflussmöglichkeiten des Kaisers gegen den Shogun, der nun sogar an seinen Thron zu rütteln und zu sägen scheint, dürften begrenzt sein. Dieser wird sich der Spionage bedienen müssen.
Die nächsten Schritte des Regenten sind klar wie ein Morgenhimmel vorgezeichnet: Die Beziehungen zu Taira und Fujiwara müssen stetig gepflegt werden, um eine Erbschaft bzw. Annektierung zu ermöglichen. Minamoto wird in weiteren Kriegen unter unseren Schwertern ausgelöscht werden.
Vom Traum zur Wirklichkeit. Nur noch eine Frage der Zeit, dachte der Regent. Nur noch eine Frage der Zeit...
[url=http://www.directupload.net][img]http://s14.directupload.net/images/130423/3l675kmz.jpg[/img][/url]