Vivat Maria Theresia! - Ein Rise of Prussia AAR auf Seiten der Habsburger

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Ansicht erweitern Die letzten Beiträge des Themas: Vivat Maria Theresia! - Ein Rise of Prussia AAR auf Seiten der Habsburger

von gelöschter Benutzer » Di 20.08.2013, 18:55

Sehr aufwendiger AAR, geradezu vorbildlich ... . Wir hoffen nicht, dass dieser recht hohe Aufwand zum Ende beigetragen hat!

von SolInvictus202 » So 11.08.2013, 19:12

das ist sehr bedauerlich - da es ein wunderschöner AAR war! - wirklich etwas Besonderes!

von der_Dessauer » So 11.08.2013, 18:47

Werte Leser,

mit großem Bedauern müssen wir das Ende für diesen AAR verkünden. Aus uns unerklärlichen Gründen, wir haben keinerlei Veränderungen am Spiel oder unserem System vorgenommen, ist das Savegame nicht mehr aufzufinden. Wir haben in den letzten Monaten immer mal wieder neuen Anlauf zur Lösung dieses Problems genommen, sind jedoch kläglich gescheitert. Wir bedanken uns bei den vielen Mitlesern für ihre unterstützenden und aufbauenden Worte. Auch unsere aktiven Mitkämpfer seien nicht vergessen und verdienen lobend Hervorgehoben zu werden. Jedoch lasse ich mich nicht durch diesen Rückschlag entmutigen und hoffe bei Zeiten einen neuen AAR präsentieren zu können.

Euer der_Dessauer

von der_Dessauer » So 31.03.2013, 10:29

Vivat Maria Theresia!


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Gesammelte Berichte des Hofkriegsrates, Stand 07. Mai 1757

Kriegsschauplatz Grenzgebirge Böhmen / Schlesien

Im Grenzgebirge zu Schlesien gab es in den letzten vier Wochen keine besonderen Bewegungen. Der Feind scheint seine Kräfte weiterhin im Raum der Grafschaft Glatz und der Festung Neiße zu sammeln. Durch Berichte einiger treuer Schlesier erhielten wir Kunde, wonach sich der preußische Generalfeldmarschall Friedrich Leopold von Geßler in Glatz aufhalten soll. Da dieser ein recht guter Reiterführer ist gehen wir davon aus, dass sich hier ebenfalls eine große Masse Kavallerieregimenter befindet.
Aufklärung im Grenzgebirge


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Kriegsschauplatz Böhmen und Mähren

Erfreulich ist die Botschaft, dass vor kurzem die ersten Hilfstruppen des Reiches böhmischen Boden betreten haben. Die Kontingente aus Württemberg, Bayern und Würzburg zählen zusammen über 17.000 Soldaten, 3.100 Pferde und 100 Kanonen. Diese Kräfte werden nun bald den Marsch nach Prag antreten um hier die „Böhmische Armee“ bei der Abwehr des erwarteten Angriffs zu unterstützen. Derweilen geht die Versammlung der Truppen im Raum Brünn voran, erste Eskadronen ungarischer Kavallerie sind bereits eingetroffen und die größeren Infanterieverbände nähern sich Tag für Tag. Absicht des Hofkriegsrates ist es, aus den leichten Kavallerieregimentern wie den Husaren und den Dragonern kleinere Aufklärungsdetachements zu bilden, welche in Richtung Niederschlesien ausschwärmen sollen, um dort die feindlichen Bewegungen zu beobachten. Die Kürassierregimenter werden als Schlachtenkavallerie erst mal in der Hinterhand gehalten.
Bewegung der Reichskontingente in Nordböhmen


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Fortgang der Versammlung der Truppen im Raum Brünn


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Nachrichten von den übrigen Kriegsschauplätzen

Nach der Unterzeichnung des zweiten Vertrages von Versailles, beginnen die französischen Alliierten mit ihrem Angriff auf preußische Besitzungen rechts des Rheins. Das erste Ziel ist die Einnahme der Stadt und Festung Wesel, welche bereits von allen preußischen Truppen verlassen wurde. Dieser Ort stellt allerdings in der französischen Planung eine nur untergeordnete Rolle dar. Wichtigstes Nahziel ist die Stadt Münster mit ihren großen Magazinen und ihrer zentralen Lage. Ist Münster erst mal in französischer Hand, können von dort aus Vorstöße nach Hannover oder Kassel erfolgen. Bei diesen Plänen spielt auch die Reichsarmee eine Rolle. Diese sammelt sich zurzeit im Raum Nürnberg und ist bis dato auf eine Stärke von 13.000 Soldaten, 5.000 Pferden und 50 Kanonen angewachsen.

Neuaufstellungen und Verstärkungen

Um für die größeren Auseinandersetzungen in der kommenden Zeit gerüstet zu sein, wurde die erneute Aufstellung von sieben Rekrutenbataillonen angeordnet. Ihre Bildung erfolgt in den österreichischen Stammlanden.

von Kurfürst Moritz » Fr 29.03.2013, 18:14

Auch Wir warten darauf,, dass diesen Preußen die Zähne gezogen werden, damit sie Unser schönes Sachsen wieder freigeben mögen.

von der_Dessauer » Fr 29.03.2013, 17:13

Werter Hohenlohe,

ihr habt ganz Recht, wir dienen als Feldwebeldienstgrad in einem Infanterieverband der Bundeswehr. Schön zu hören, dass eine Fortsetzung dieses AAR´s erwartet wurde. Wir werden uns bemühen diese Erwartungen zu erfüllen.

Euer der_Dessauer

von Hohenlohe » Fr 29.03.2013, 13:18

Werter Dessauer dient Ihr etwa in unserer werten Bundeswehr, dann ist euch die lange Pause verziehen...wir warten gespannt auf die Fortsetzung eures schönen AARs. Besser als ihr bekommt man das nicht hin.

herzliche grüsse

Hohenlohe, der damals als ZdL diente, nach alter Rechtsprechung und Zivildienstordnung mit Anhörung vor einem Ausschuss... :smoke:

edit:heute bereue ich ned beim Bund gewesen zu sein, da hätte ich mich dann verpflichten können auf 12 Jahre und hätte heute ein anderes Leben...

von der_Dessauer » Fr 29.03.2013, 12:55

Vivat Maria Theresia!


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Gesammelte Berichte des Hofkriegsrates, Stand 07. April 1757

Kriegsschauplatz Grenzgebirge Böhmen / Schlesien

Nach einem ungewöhnlich langen und harten Winter kehrt nun langsam wieder der Frühling in diese Gegenden zurück. Mit dem schmelzendem Schnee öffnen sich auch wieder die Pässe nach Schlesien. Um etwaigen Vorstößen der Preußen zuvor zu kommen, hat das III. Korps der „Böhmischen Armee“ sich wieder nach Nachod begeben, um dieses Einfalltor nach Nordböhmen zu schützen. Der Feind scheint seine Kräfte in der Grafschaft Glatz zu konzentrieren.
Die Lage im Grenzgebirge


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Kriegsschauplatz Böhmen und Mähren

Den Winter über konnten durch Zuführung neu ausgebildeter Rekruten die Sollstärken wieder erhöht werden. Die Avantgarde der „Böhmischen Armee“ zählt zurzeit 1.786 Soldaten und 256 Pferde und wird laufend weiter verstärkt. Auch das II. Korps konnte sich erholen und steht mit etwa 16.000 Soldaten weiterhin mit dem I. Korps zusammen vor Prag. Weiterhin sind in den letzten Wochen einige größere Verbände aus allen Teilen Europas auf dem Kriegsschauplatz eingetroffen, diese werden über Wien weiter in Richtung der Festung Brünn geschickt. In zwei bis drei Monaten werden sich hier über 35.000 Soldaten versammelt haben, die dazu noch über einen großen Train an Belagerungsartillerie verfügen werden. Der Hofkriegsrat hofft diese Streitkraft so schnell wie möglich offensiv in Schlesien zum Einsatz zu bringen. Vorher muss jedoch ein neuer Angriff des preußischen Königs auf Prag abgewehrt werden. Zurzeit sammelt sich die königlich-preußische Hauptarmee um Dresden, es wird wohl nicht mehr sehr lange dauern bis sie ihren Marsch nach Süden antritt.
Sammeln neuer Verbände bei Brünn


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Die neuste Ausgabe der „Wiener Zeitung“


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Werte Leserschaft,

wir möchten uns für die längere Unterbrechung entschuldigen, jedoch waren wir mit der Durchführung von Eigenausbildung und dem Besuch eines Truppenübungsplatzes sowie dessen Vor- und Nachbereitung einige Wochen stärker in Anspruch genommen. Wir hoffen nun diesen AAR wie gewohnt weiterführen zu können.

Euer der_Dessauer

von Der Zarewitsch » So 10.03.2013, 07:06

Geht es bald weiter? :rolleyes:

von JacquesDeLalain » Do 21.02.2013, 14:04

Endlich ein RoP-Spielbericht von der netten, sympathischen Seite aus geschrieben! ( ;D ) Aber selbst hier entkommt man der borussophilen Schwelgerei oder zumindest ungebrochenen Faszination für den Star Friedrich nicht. Ich lese jedenfalls gespannt mit. Zur weiteren Untermalung sei auf mein wohl endgültig eingeschlafenes "Kaunitz-Projekt" für Napoleon/Total War verwiesen: http://www.twcenter.net/forums/showthread.php?t=532933

Im Gegensatz zur preußischen Seite gibt es auf der habsburgischen Seite nämlich einige zeitgenössische Ölgemälde von den seltenen habsburgischen Siegen (siehe "contemporary art" im verlinkten Eröffnungspost).

PS:Kennt Ihr wahrscheinlich ohnehin schon: digitalisierte Ausgaben des Wienerischen Diariums: http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz

von der_Dessauer » Sa 16.02.2013, 14:08

Werter Qianlong,

wir freuen uns das euch unser AAR gefällt. Was die Kommandeure angeht, bleiben wir lieber etwas zurückhaltend. Wir hoffen darauf, dass mit Daun, Laudon, Ligne, Lacy und einigen weiteren Offizieren eine gute Basis aufgebaut werden kann. Was auffällt ist natürlich, dass die Stärke der österreichischen Generale in der Defensive liegt. Dies entspricht auch der Taktik der Feldherren der Kaiserin, nominal führen diese einen Krieg in welchem versucht wird mit Märschen und anderen Bewegungen den Gegner langsam zurückzudrängen (Als Beispiel sei hier der Feldzug von 1744 unter dem Feldmarschall Traun genannt.). Kommt es zum Kampf liegt ihr Vertrauen oft in einer erhöhten Defensivstellung und die Wirkung der Artillerie. Wir werden sehen ob sich dies in diesem AAR so bewerkstelligen lassen wird, möchten allerdings doch weitaus offensiver Vorgehen.

Euer der_Dessauer

von Qianlong » Sa 16.02.2013, 12:53

Wahrhaft ein Genuss euren AAR zu lesen. Wir freuen uns auf eine neue Ausgabe.

Österreich hat ja anscheinend mit wahrlich vielen Nieten als Kommandeuren zu kämpfen 0-0-0. Wird das mit der Zeit besser? Ist da überhaupt eine Chance im Felde siegreich zu sein?

von der_Dessauer » Sa 16.02.2013, 10:59

Vivat Maria Theresia!


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Gesammelte Berichte des Hofkriegsrates, Stand 18. Jänner 1757

Kriegsschauplatz Grenzgebirge Böhmen / Schlesien

Im Grenzgebirge zu Schlesien kehrt langsam Ruhe ein. Nachdem eine kleine Besatzung in Nachod zurückgelassen wurde, hat sich das III. Korps der „Böhmischen Armee“ auf den beschwerlichen Rückmarsch nach Königgrätz gemacht.

Kriegsschauplatz Böhmen und Mähren

Durch schwere Winterstürme in ihrem Marsch gebremst, hat sich die Avantgarde bis Karlsbad durchgeschlagen und bezieht vorerst hier ihre Winterquartiere. In Prag sind unterdessen neue Feldoffiziere aus Wien eingetroffen. Der Feldmarschallleutnant Serbeloni und der Generalfeldwachtmeister Siskovice werden im kommenden Frühjahr neue Truppenverbände führen. Die letzten Meldungen vom Feinde besagen, dass sich die königlich-preußische Hauptarmee mit allen Teilen zwischen Torgau und Dresden in die Winterquartiere begeben hat.
Feldmarschallleutnant Serbeloni


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Generalfeldwachtmeister Siskovice

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Lagemeldungen aus Sachsen


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Neuaufstellungen und Verstärkungen

In Prag wurde mit der Aufstellungen einer weiteren Versorgungskompanie begonnen. Des Weiteren wurde eine neue Welle Werber in die deutschen Lande entsandt um hier den ein oder anderen Rekruten für die nächste Feldzugsaison zu finden.
Die neuste Ausgabe der „Wiener Zeitung“


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von der_Dessauer » Fr 15.02.2013, 16:18

Vivat Maria Theresia!


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Gesammelte Berichte des Hofkriegsrates, Stand 03. Jänner 1757

Kriegsschauplatz Grenzgebirge Böhmen / Schlesien

Im Grenzgebirge zu Schlesien kam es am Neujahrstag zu einem Aufeinandertreffen von österreichischen und preußischen Truppen. Feldmarschallleutnant Piccolomini hatte den Versuch gestartet das preußische Kavalleriekorps in seinen Winterquartieren zu überfallen und wenn möglich diesem empfindliche Verluste zuzufügen. Trotz guter Abschirmung des Anmarsches durch unsere leichten Truppen, gelang es dem Gegner die Bewegung aufzuklären. Überstürzt zog er sich, vor unseren Augen, aus Nachod zurück. Gedeckt wurde dieser Abmarsch durch seine Artillerie, welche mit etwa 70 Kanonen unseren Vormarsch aufzuhalten versuchte. Unsererseits hielt die Korpsartillerie des III. Korps, unter dem Befehl des Obrist-Wachtmeister James „Pete“ Longstreet, 96 Kanonen stark in die abmarschierenden Preußen. Eine regelrechte Verfolgung des Gegners unterblieb, da alle unsere Truppen durch die bisherigen Gewaltmärsche äußerst geschwächt waren. Noch dazu muss gesagt werden, dass das preußische Korps bei Nachod nicht nur, wie berichtet, Kavallerie in seinen Reihen hatte, sondern auch durch eine Infanterie-Brigade verstärkt wurde. So blieb es bei diesem Artillerieduell. Nach dem Abzug der Preußen besetzten die kaiserlichen Truppen Nachod und erbeuteten dabei Teile des Trosses des Feindes. Unsere Truppen hatten bei diesem Aufeinandertreffen Verluste in Höhe von 52 Gefallenen und 268 Verwundeten. Der Feind verlor durch die Wirkung unserer Geschütze annährend 700 Soldaten und 300 Pferde. Trotz dieses Erfolges, und zur Überraschung der Truppen, wurde auf Dafürhalten Ihrer Majestät ein Wechsel in der Kommandoebene des III. Korps durchgeführt. Der Feldmarschallleutnant Piccolomini tritt sein Kommando an den Feldmarschall Leopold Joseph Graf von Daun ab und übernimmt dafür die Stelle des Chefs des Stabes des III. Korps. Nachdem die etwas durcheinander geratenen Verbände wieder geordnet sind, wird das Korps wieder nach Königgrätz ziehen um hier, so hoffen wir, endgültig seine Winterquartiere einnehmen zu können.
Das Ergebnis des Artillerieduells bei Nachod am 01. Jänner 1757


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Die Lage nach der Rückgewinnung von Nachod


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Feldmarschall Leopold Joseph Graf von Daun


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Kriegsschauplatz Böhmen und Mähren

Während sich die Avantgarde immer noch quälend langsam auf Eger zubewegt, gab es auch in den Befehlsebenen der „Böhmischen Armee“ Veränderungen. Schwer angeschlagen durch seine erlittenen Verwundungen und eine Lungenkrankheit bleibt Feldmarschall Browne in Prag ans Bett gefesselt. So ist es ihm nicht möglich die Armee zu führen, um hier klare Verhältnisse zu schaffen wurde der Feldmarschall Prinz Karl Alexander von Lothringen zum neuen Oberbefehlshaber ernannt. Währenddessen haben die letzten preußischen Truppen den böhmischen Boden verlassen. Alle Teile der feindlichen Armee befinden sich jetzt im Raum Dippoldiswalde oder weiter nördlich im Marsch auf Dresden.
Die Lage im nordwestlichen Böhmen


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Feldmarschall Prinz Karl Alexander von Lothringen


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Neuaufstellungen und Verstärkungen

Um die erlittenen Verluste unter den kaiserlichen Grenadieren zumindest etwas wieder auszugleichen, wurde in Wien mit der Aufstellungen einer Rekrutengrenadierkompanie begonnen. Des Weiteren wird in Karlsbad ein neues Grenzregiment aufgestellt. Dieses soll später der arg geschrumpften Avantgarde zugeteilt werden.
Die neuste Ausgabe der „Wiener Zeitung“


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von 123 » So 10.02.2013, 15:01

Vor allem hatte er das unglaubliche Glück, den 7-Jährigen Krieg auch tatsächlich durchzustehen, auch wenn sein Königreich danach erstmal in Trümmern lag. Er war ein skrupeloser Spieler (genau wie Julius Caesar), der sein Land und seine Leute bedenkenlos als Einsatz auf den Spieltisch geworfen hatte, und er hatte außerdem ein großes Geschick bei der Self-PR. Mit Sicherheit hatte er das nötige Quentchen Charisma, um die richtigen Leute an sich zu binden. Aber wenn er den Krieg - und damit Schlesien wieder - wie eigentlich erwartet verloren hätte, würde man ihn heute mit Sicherheit nicht als den "Großen" bezeichnen.

Sind diese Mund-und Augen-losen Offiziere eigentlich echte Spielgrafik? Die sehen ja fies aus.

von Hohenlohe » So 10.02.2013, 13:02

Friedrich II. war ein einzigartiger Kauz...musikalisch begabt, schriftstellerisch tätig(Anti-Machiavelli) und in Korrespondenz mit Voltaire. Er war ein "aufgeklärter" Monarch trotz seines Absolutistischen Monarchiedenkens, er entwickelte nach dem Kriege sein Reich weiter, duldete aber keinen Mann in seiner Nähe, der ihm vom Glanz der Persönlichkeit her Konkurrenz machen konnte wie sein Bruder Heinrich, der ihn dann mied und sich auf seine Güter zurückzog, weil die beiden Brüder zerstritten waren, obwohl man beiden zuvor eine Romanze nachsagte, weil sie beide offenbar homosexuell waren, daher hatte Friedricch keine Nachkommen mit seiner Königin, das sind aber alles unbestätigte Annahmen. Jedenfalls überlebte Prinz Heinrich seinen Bruder um etliche Jahre. Er soll seinem Neffen, den damaligen König Friedrich Wilhelm gewarnt haben davor in Frankreich einzumarschieren nach der Revolution, was dieser nicht beachtete...Die preussische Armee reformierte sich nicht nach dem Tode Friedrichs, sondern behielt ihre Struktur bei, erst Scharnhorst setzte nach der Niederlage 1806 eine Militärreform durch, die dann erfolgreich war.

Aber nichstdestotrotz schmälert das das Gedenken an den alten Fritz ned, er ist einzigartig im Bewusstsein des Volkes geblieben, als ein Monarch ohnegleichen...

herzliche grüsse an den der_Dessauer...

Hohenlohe, der ein Friedrich-Fan ist... :smoke:

von der_Dessauer » So 10.02.2013, 12:49

Vivat Maria Theresia!


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Gesammelte Berichte des Hofkriegsrates, Stand 19. Dezember 1756

Kriegsschauplatz Grenzgebirge Böhmen / Schlesien

Nach den neusten Aufklärungsergebnissen zu urteilen, gibt es bei dem preußischen Kavalleriekorps welches sich in Nachod aufhält arge Versorgungsschwierigkeiten. Der Winter hat die letzten Wochen besonders im Gebirge hart zugeschlagen und weite Teile der Pässe nach Schlesien ungangbar gemacht. Daraus erwächst uns vielleicht ein Vorteil. Der Feldmarschallleutnant Piccolomini lässt in diesem Augenblick erkunden, ob eine Möglichkeit besteht möglichst schnell und ungesehen in eine günstige Ausgangsstellung für einen Angriff auf dieses Korps zu kommen. Die Chancen für einen Erfolg wären recht hoch, da 13.000 preußische Kavalleristen der geballten Macht des III. Korps der „Böhmischen Armee“ gegenüberstehen würden. Wir hoffen auf baldige Nachricht zu diesen Plänen.
Die weiterhin unveränderte Lage bei Königgrätz


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Kriegsschauplatz Böhmen und Mähren

In den letzten Tagen und Wochen nach den schweren Kämpfen tat sich nicht viel. Die preußische Hauptarmee ist mit ihrer Masse bis Lobositz zurückgegangen und befindet sich auf dem weiteren Marsch in Richtung Dresden. Die Reste der Avantgarde der „Böhmischen Armee“ befinden nur noch wenige Marschtage von Karlsbad entfernt. Derweilen gehen die Einquartierungen in und um Prag weiter.
Die Lage im nordwestlichen Böhmen


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Neuaufstellungen und Verstärkungen

Um den Ausgleich der erlittenen Verluste weiter zu beschleunigen wurde die Aufstellung von zwei weiteren Rekrutenbataillonen angeordnet.

von Thomasius » So 10.02.2013, 12:14

der_Dessauer hat geschrieben:
Werter Thomasiusonair,

wir möchten hier keine weitläufige Pro und Contra Diskussion über den preußischen König führen, halten es aber dennoch für angebracht einiges aus unserer Sicht zu erklären. Charisma wird im Duden mit einer starken persönlichen Ausstrahlung gleichgesetzt, und ohne Umschweife kann man Friedrich dem Großen eine solche zusprechen. Wir möchten betonen, dass dies in seinem ersten Lebensabschnitt nichts mit einem Amt zu tun hat. Jeder kennt die Geschichte zwischen ihm und seinem Vater, eine durchaus sehr schwierige Beziehung, die sogar fast mit dem Tode des Kronprinzen geendet hätte. Schon vor der Übernahme der Regierungsgeschäfte übte er auf seine Mitmenschen eine besondere Faszination aus, die zum Beispiel in häufigen Briefwechseln zwischen ihm und hochgestellten Persönlichkeiten der Epoche gekennzeichnet wird. Nachdem er König in Preußen wurde traten im Laufe der Zeit wohl auch andere Charaktermerkmale zum Vorschein, dennoch vergrößerte sich eher der Wert seiner Person als das er geschmälert wurde. Besonders in den Schlesischen Kriegen war dies von hohem Gut. Anders als andere Könige seines Zeitalters hat er sich nicht geschont, blieb jede Feldzugsaison bei den Truppen und hat sich mit ihnen ins Feuer begeben. Mehrfach wurde er in den Schlachten vom Sensenmann nur um Haaresbreite verfehlt und wir können gar nicht sagen wie viele Pferde unter ihm durch feindliche Geschosse getötet wurden. Einen solchen Einsatz wird von den gemeinen Soldaten aufs aller höchste honoriert, was sich in ihrem Einsatz wiederspiegelte. Letztendlich übt seine Person eine Anziehungskraft aus, der man sich nur schwer entziehen kann. Nur ein in sich gefestigter Charakter kann einer Welt von Feinden einen Staat wie Preußen abringen. Wir sind uns bewusst, dass wir hier über einen absolutistische Herrscher reden, ohne dessen Befehl sich kein Spatz rühren darf und für den hunderttausende Soldaten auf den Schlachtfeldern des 18. Jahrhundert ihr Blut vergossen haben. Auch müssen wir hier in Erinnerung rufen, dass die Persönlichkeit dieses Königs in der späteren deutschen Geschichte einen Diktator zum Aushalten bis zum bitteren Ende veranlasst hat. Nach allem bleiben wir jedoch der Meinung, dass Friedrich der Große ein ausehrgewöhnlicher Mensch war, der seine Mitmenschen inspirierte und wenn das nicht für ein gewisses Charisma spricht wissen wir auch nicht weiter. Wie ihr euch wohl schon denkt sind wir eher positiv auf diesen preußischen König eingestellt. Wir haben uns schon geraume Zeit mit diesem Themengebiet auseinander gesetzt und wissen das es immer Friedrich Befürworter und Friedrich Gegner geben wird. Wenn dies gewünscht wird, wären wir gerne dazu bereit diese Diskussion in einem anderen Teil des Forums fortzusetzen.

Euer der_Dessauer
Wir könnten aus unserer Sicht fast jedes eurer Argumente entkräften oder widerlegen, aber wozu? Wir werden euch nicht überzeugen können und dazu ist eurer schöner AAR auch nicht da. Wir sind übrigens kein Gegner von Friedrich II., aber wenn man 250 Jahre Glorifizierung wegwischt bleibt nicht viel übrig vom "Heiligenschein".
Außerdem werdet ihr in diesem AAR Friedrich II. den A... ordentlich versohlen. :fecht: Es Lebe Maria Theresia :D


@Frundsberg
Also wir lieben den preußischen König
Was sagt eure Frau dazu? :eek:

von Jörg von Frundsberg » So 10.02.2013, 12:00

Also wir lieben den preußischen König :eek: :D und nun mal so einer schöner AAR !! weiter so

von der_Dessauer » So 10.02.2013, 08:25

Werter Thomasiusonair,

wir möchten hier keine weitläufige Pro und Contra Diskussion über den preußischen König führen, halten es aber dennoch für angebracht einiges aus unserer Sicht zu erklären. Charisma wird im Duden mit einer starken persönlichen Ausstrahlung gleichgesetzt, und ohne Umschweife kann man Friedrich dem Großen eine solche zusprechen. Wir möchten betonen, dass dies in seinem ersten Lebensabschnitt nichts mit einem Amt zu tun hat. Jeder kennt die Geschichte zwischen ihm und seinem Vater, eine durchaus sehr schwierige Beziehung, die sogar fast mit dem Tode des Kronprinzen geendet hätte. Schon vor der Übernahme der Regierungsgeschäfte übte er auf seine Mitmenschen eine besondere Faszination aus, die zum Beispiel in häufigen Briefwechseln zwischen ihm und hochgestellten Persönlichkeiten der Epoche gekennzeichnet wird. Nachdem er König in Preußen wurde traten im Laufe der Zeit wohl auch andere Charaktermerkmale zum Vorschein, dennoch vergrößerte sich eher der Wert seiner Person als das er geschmälert wurde. Besonders in den Schlesischen Kriegen war dies von hohem Gut. Anders als andere Könige seines Zeitalters hat er sich nicht geschont, blieb jede Feldzugsaison bei den Truppen und hat sich mit ihnen ins Feuer begeben. Mehrfach wurde er in den Schlachten vom Sensenmann nur um Haaresbreite verfehlt und wir können gar nicht sagen wie viele Pferde unter ihm durch feindliche Geschosse getötet wurden. Einen solchen Einsatz wird von den gemeinen Soldaten aufs aller höchste honoriert, was sich in ihrem Einsatz wiederspiegelte. Letztendlich übt seine Person eine Anziehungskraft aus, der man sich nur schwer entziehen kann. Nur ein in sich gefestigter Charakter kann einer Welt von Feinden einen Staat wie Preußen abringen. Wir sind uns bewusst, dass wir hier über einen absolutistische Herrscher reden, ohne dessen Befehl sich kein Spatz rühren darf und für den hunderttausende Soldaten auf den Schlachtfeldern des 18. Jahrhundert ihr Blut vergossen haben. Auch müssen wir hier in Erinnerung rufen, dass die Persönlichkeit dieses Königs in der späteren deutschen Geschichte einen Diktator zum Aushalten bis zum bitteren Ende veranlasst hat. Nach allem bleiben wir jedoch der Meinung, dass Friedrich der Große ein ausehrgewöhnlicher Mensch war, der seine Mitmenschen inspirierte und wenn das nicht für ein gewisses Charisma spricht wissen wir auch nicht weiter. Wie ihr euch wohl schon denkt sind wir eher positiv auf diesen preußischen König eingestellt. Wir haben uns schon geraume Zeit mit diesem Themengebiet auseinander gesetzt und wissen das es immer Friedrich Befürworter und Friedrich Gegner geben wird. Wenn dies gewünscht wird, wären wir gerne dazu bereit diese Diskussion in einem anderen Teil des Forums fortzusetzen.

Euer der_Dessauer

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