Gott mit Uns - Der Feldpriester

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von Sigmund » Do 31.01.2013, 14:58

Wenn eure letzten Bauprojekte besser verliefen vermittel ich euch gerne als Berater. Das Hauptbroblem war übrigens Lehrer zu finden. Wer's einmal zu einem Abschluss gebracht hat will nicht unbedingt zurück in den Busch. Also, wie wär's mit euch? Ihr würdet zwar kaum Geld verdienen, ausgeben könntet ihr es aber eh nicht so das für die Heimataufenthalte ein nettes Taschengeld bleibt. Gegen die ekelhaftesten Kranheiten gibt es heute auch Impfungen. Und wenn sich zB ein Medinawurm in euren Fuß frisst habt ihr das Glück neben der einzigen Apotheke in einem gewaltigen Umkreis zu wohnen. :^^:

von ulysses » Do 31.01.2013, 14:44

Sigmund hat geschrieben:.. hat die letzen 20 Jahre ihres Lebens damit zugebracht mit im malischen Busch erst eine Apotheke und jetzt eine Schule zu bauen. ...
Dann hat die Person aber nicht sehr schnell gebaut.

:D [duckundweg]

von Sigmund » Do 31.01.2013, 14:35

Das stimmt. Ein Familienmitglied das in die Fänge solcher Radikalevangelen geriet hat die letzen 20 Jahre ihres Lebens damit zugebracht mit im malischen Busch erst eine Apotheke und jetzt eine Schule zu bauen. Nicht einfach eine Indoktrinationsanstalt (also nicht nur^^) sondern eine mit staatlicher Zulassung und Zustimmung des lokalen Ältestenrats. Zur Finanzierung macht sie dann Fantouren durch diese Gemeinden quer durch Eruopa und sammelt Spenden. So gerne wir zuhaus über die Sektierer mit ihren Sonderlichkeiten lästern, so bewundernswert ist teilweise das Engagement.

(Nebenbei ein Punkt warum ich im Malithema nie sehr objektiv bin ;) )

von Jorrig » Do 31.01.2013, 14:16

Sigmund hat geschrieben:@Abo: An das Grundgesetz glaube ich auch. Mir ist sogar mal eins erschienen, zuhause im Bücherregal! :eek:
Hm, etwa direkt neben der Bibel?

Auf die Freikirchen kann ich nicht näher eingehen, da fehlt mir das nötige Wissen und die nötige Erfahrung. Ich bezweifle aber, dass sie einem den Denkfreiraum der klassischen protestantischen Kirche gewähren.

Ich hatte einen sehr guten Freund in der Neuapostolischen Kirche (eigentlich sogar zwei). Was in der Kirche abläuft, weiss ich nicht, aber von seinem sozialen Engagement war ich beeindruckt. Ohne den Glauben hätte er das sicher nicht geleistet (so wie die meisten anderen Gleichaltrigen). In dem Sinne war der Glaube also eine sehr positive Sache.

von Sigmund » Do 31.01.2013, 13:20

Jorrig hat geschrieben:Das ist sicher ein guter Punkt. Mit der Freiheit ist es eben so eine Sache. Wenn man mündig ist und die Freiheit nutzt, ist es ein Gewinn (und darauf bezog ich mich). Wenn man sie ausnutzt, um ein eigenes hierarchisches System zu entwickeln wie die Sekten, dann geht es in die falsche Richtung.
Ich freue mich zwar über Zuspruch, fürchte aber ein Missverständnis. Sonderlich hierarchisch sind diese Freikirchen nicht. Man könnte sie (nach meiner subjektiven Erfahrung) sogar basisdemokratisch nennen was aber im Entscheidungsprozess keine Rolle spielt das sowieso jeder die gleiche, einzig wahre, Meinung vertritt. Sowas passiert wenn man den Leuten gestattet sich mit ihrer Schar Erleuchteter aus dem Alltag normaler Menschen völlig zu verabschieden. Die Konzentration von Sonderlingen fördert dann noch mal das ideologische Abdriften. In gewissen APO Kreisen hat man das ja ganz ähnlich beobachtet.
Jorrig hat geschrieben:Aus den Gesprächen in der letzten Zeit hatte ich eher meine Gedanken in eine andere Richtung entwickelt. Es ist sehr wichtig für den Menschen, an etwas zu glauben. Viele wissen aber nicht genau, an was oder wen. Meine Meinung ist, dass das gar nicht wichtig ist. Es könnte Gott oder das Grundgesetz oder Star Wars sein. Wichtig ist nur, dass es einem Kraft gibt und ein einigermassen sozialverträgliches Verhalten fördert. Daher stört mich auch nicht die Ansicht vom Messerschmitt und werde mich hüten, abschätzig über ihn zu reden, auch wenn ich seine Weltanschauung überhaupt nicht teile.
Ja. Menschenwürde und ähnliches sind ja auch nichts anderes als Glaubenssätze.

- - - - - - - - - - AUTOMATISCHE ZUSAMMENFÜHRUNG - - - - - - - - - -

@Abo: An das Grundgesetz glaube ich auch. Mir ist sogar mal eins erschienen, zuhause im Bücherregal! :eek:

von [B@W] Abominus » Do 31.01.2013, 13:03

Da glaube ich lieber an das Grundgesetz oder den gesunden Menschenverstand als daran, was mir der Papst erzählen möchte :) .

von Jorrig » Do 31.01.2013, 12:56

Das ist sicher ein guter Punkt. Mit der Freiheit ist es eben so eine Sache. Wenn man mündig ist und die Freiheit nutzt, ist es ein Gewinn (und darauf bezog ich mich). Wenn man sie ausnutzt, um ein eigenes hierarchisches System zu entwickeln wie die Sekten, dann geht es in die falsche Richtung.
Aus den Gesprächen in der letzten Zeit hatte ich eher meine Gedanken in eine andere Richtung entwickelt. Es ist sehr wichtig für den Menschen, an etwas zu glauben. Viele wissen aber nicht genau, an was oder wen. Meine Meinung ist, dass das gar nicht wichtig ist. Es könnte Gott oder das Grundgesetz oder Star Wars sein. Wichtig ist nur, dass es einem Kraft gibt und ein einigermassen sozialverträgliches Verhalten fördert. Daher stört mich auch nicht die Ansicht vom Messerschmitt und werde mich hüten, abschätzig über ihn zu reden, auch wenn ich seine Weltanschauung überhaupt nicht teile.

von Sigmund » Do 31.01.2013, 11:02

Jorrig hat geschrieben:Solange jemand diese innere Reflexion macht, ist das auf jeden Fall schon ein Gewinn.
Da möchte ich widersprechen. Das es im Protestantismus alle möglichen Sekten mit abartigsten Ideen gibt ist ja kein Zufall. Da finden sich Gleichgesinnte und schotten sich gegenüber störendem Gedankengut komplett ab. Innere Reflexion ist gut, die äußere hat aber definitiv auch ihren Wert. Bei den meisten Katholiken und Protestanten läuft das auch problemlos. Die Extreme von totaler Obrigkeitshörigkeit und totalem Individualismus finde ich aber gleichermaßen abstoßend.

von Jorrig » Do 31.01.2013, 10:35

Es kommt immer auf die Zielgruppe an. Eine fehlende Hierarchie wäre für mich gerade interessant. Der Unterschied ist ja gerade, dass ich für die Absolution nicht mit einem Priester reden muss, sondern allein und direkt mit Gott. Das ist für mich eine der Hauptattraktionen des Protestantismus. Ich bin nicht religiös, aber gerade dieser Zug bringt den Menschen dazu, die Lösung für alle Fragen nicht extern zu suchen, sondern in sich selbst. Das kann man dann Gott nennen oder Gewissen oder Moral. Solange jemand diese innere Reflexion macht, ist das auf jeden Fall schon ein Gewinn.
Ich habe neulich ein Geschenk erhalten, dem ein Flugblatt eines Missionswerkes beigelegt war. Es hat mir gar nicht gefallen. Das war sicher eine evangelikale Gruppe, die alle Probleme der Welt mit Jesus und Zitaten aus der Bibel erklären möchte. Sie leugnen auch die Evolutionstheorie. Für mich hat dieses Anführen von Bibelzitaten eher etwas von Juristerei als von Glauben. Das finde ich schade, denn ich denke, eine Synthese aus Aufklärung und Religion ist durchaus möglich.

von Vernichter » Mi 30.01.2013, 23:54

Die fehlende Hierarchie ist leider ein Problem des Protestantismus und das Problem kann nicht behoben werden, da selbst die organisierte Kirchenspitze keine natürliche Legitimation hat, die der katholischen Kirche eigen ist. Das führt automatisch zur weiteren Demembrirung des Glaubens. Auch ist man stärker dem Druck des Zeitgeistes ausgesetzt. Das Problem trifft aber auch abgeschwächt auf die orthodoxen Kirchen zu. Sie sind immer nur national. Entsprechend versucht sich beispielsweise der ukrainische Flügel gerade von dem Einfluss Moskaus abzusetzen. Hört Russland auf, so hört auch die Kirche auf. Der Patriarch von Serbien ist beispielsweise auch nicht an Moskau, oder Konstantinopel gebunden.
Der Katholizismus ist zeitloser.

von phob » Mo 28.01.2013, 18:52

dooya hat geschrieben:Und ich habe in der letzten Zeit darüber nachgedacht, wie Krankenhäuser unter katholischer Trägerschaft mitunter mit Frauen in Notsituationen umgehen. Sah für mich so aus, als würden die von diesen Frauen auch denken, dass sie Salz seien, das
nicht mehr salzt...
Die müssten doch evtl. auf die Pille danach Hinweisen und dann würde ja der Salzfluß...ach komm schon gut Sorry.

von ulysses » Mo 28.01.2013, 10:08

dooya hat geschrieben:Und ich habe in der letzten Zeit darüber nachgedacht, wie Krankenhäuser unter katholischer Trägerschaft mitunter mit Frauen in Notsituationen umgehen. Sah für mich so aus, als würden die von diesen Frauen auch denken, dass sie Salz seien, das nicht mehr salzt...
Salz auf den Straßen war aber auch ansonsten ein Thema, zumindest frü Uns.

von Æxit » So 27.01.2013, 23:58

Ist Gott oder wie immer man Ihn nennen mag an meiner Seite? Ist sein Sohn für meine Sünden gestorben?
Ich weiß es nicht.
Aber ich möchte ganz fest daran glauben.
Ich möchte. Ich möchte, weil ich mir dessen nicht gewiss sein kann.
Ich möchte ganz fest daran glauben, dass es Gut/Recht und Böse/Unrecht gibt.
Dass wir mehr sind, als lebende Existenz, die sich Ihrer bewusst ist.
Ich möchte das glauben, weil ich mich vor dem fürchte, was nach dem Leben ist.
Ich hab ehrliche Angst davor, dass mein Bewusstsein erlischt, wenn ich meinen letzten Atemzug tue.
Deswegen bemühe ich mich, stets Gut zu sein. Keinem Menschen Unrecht zu tun, selbst wenn er mir Unrecht tut.
Und ich hadere mit mir selbst. Ich hadere wirklich jeden Tag mit mir selbst.
Warum? Ich sehe jeden Tag, dass jene die Unrecht tun, im Leben besser Leben, als jene, die versuchen recht zu tun.
Ich fühle mich oft von Gott verlassen. Fürchte, dass es Ihn nicht gibt und all meine Taten umsonst waren und sind.
Ich bereue aufrichtig meine Sünden meine Fehltritte. Ich spüre, wenn ich etwas Unrechtes tue, dass es falsch war.
Ich beichte in meinem Geiste, doch habe ich selten das Gefühl, dass ich erhört werde.
Doch während ich das hier schreibe, fühle ich mich besser. Es tut gut. Das bestärkt mich wieder, in meinem Hoffen zu Glauben.
Und dennoch bekomme ich so selten etwas wieder.
Alleine hier im Forum, wurde ich so oft angegriffen. Und dann denke ich:
Was ist dem Menschen passiert in seinem Leben, dass er so ist. Nicht als Vorwurf. Ich habe Mitleid, weil ich WEIß, dass Hass uns verzerrt.
Ich spüre das in meinem Herzen. Wenn ich mich dem Hass hingebe, dann tut mir das in meinem Innersten weh.
Wie soll ich also mein Leben leben. Ein Leben lang, in der Hoffnung auf Erlösung? Und wenn dann der Tag kommt, und mein Bewusstsein aufhört, sich seiner bewusst zu sein.
Werde ich dann belohnt? Oder gar bestraft? Oder höre ich einfach auf zu sein?
Der Gedanke, wiederum ist tröstlich, denn keine Strafe erwartet mich, aber er schmerzt dennoch, weil ich dann mein Leben hätte leben sollen wie die, denen Gerechtigkeit nichts bedeutet.
Kein Mitgefühl ... Keine Reue ... Kein Zweifel ...
Mir fehlen die Worte meine Gedanken zu "Papier" zu bringen. Vielleicht eine gnädige Ohnmacht vielleicht auch einfach Unvermögen meines Verstandes.
Ich denke, also bin ich ?
Oder ist alles nur Illusion. Meine Wahrnehmung. Wahrheiten.
Wenn man mich all meiner Sinne berauben würde. Wäre ich dann immer noch?
Und was ist mit denen, die fest an nichts glauben? Sind das die Reichsten von uns, oder sind sie die Ärmsten ?
Wieso hat sich der Mensch in all den 100.000 Jahren so schnell entwickelt? Warum sind wir unserer Umwelt so fremd?
Tausend Fragen - Keine Gewissheit

von dooya » So 27.01.2013, 21:27

Messerschmitt hat geschrieben:Wir haben unser vielversprechendes Projekt nicht aufgegeben und werden uns zu gegebener Zeit vielleicht zurückmelden. Wir haben uns zwischenzeitlich über folgende Bibelstelle nachgedacht: "Ihr seid das Salz der Welt" und :"Wenn aber das Salz nicht mehr salzt, wird es auf die Straße geworfen und zertreten". Wir wissen, wir müssen um zu bestehen, in jeder Hinsicht ein Vorbild sein. Nicht der "Menschenfeind" muß sich ändern, WIR müssen uns ändern. Und das Schwierigste ist es, sich selbst zu ändern. Wir hoffen uns einmal zurückmelden zu können.
Und ich habe in der letzten Zeit darüber nachgedacht, wie Krankenhäuser unter katholischer Trägerschaft mitunter mit Frauen in Notsituationen umgehen. Sah für mich so aus, als würden die von diesen Frauen auch denken, dass sie Salz seien, das nicht mehr salzt...

von Messerschmitt » So 27.01.2013, 21:23

Wir haben unser vielversprechendes Projekt nicht aufgegeben und werden uns zu gegebener Zeit vielleicht zurückmelden. Wir haben uns zwischenzeitlich über folgende Bibelstelle nachgedacht: "Ihr seid das Salz der Welt" und :"Wenn aber das Salz nicht mehr salzt, wird es auf die Straße geworfen und zertreten". Wir wissen, wir müssen um zu bestehen, in jeder Hinsicht ein Vorbild sein. Nicht der "Menschenfeind" muß sich ändern, WIR müssen uns ändern. Und das Schwierigste ist es, sich selbst zu ändern. Wir hoffen uns einmal zurückmelden zu können.

von Jorrig » Mo 12.11.2012, 22:27

Offenbarung auf Griechisch heisst "Apokalypse". Besser?
Ausserdem: The Messiah is never late. Nor is he ever early. He arrives precisely when he means to.

von ulysses » Mo 12.11.2012, 16:40

von Sigmund » So 11.11.2012, 23:56

Die habe ich mir dann doch offenbarender vorgestellt. Wenn mir mal ein Engel erscheinen würde würd ich doch glatt auch beten.

von Jerobeam II. » So 11.11.2012, 12:25

Das war halt die

TOTALE OFFENBARUNG!

:)

von Monty » So 11.11.2012, 12:22

Warum kam eigentlich "Gottes Sohn" erst vor ca. 2.000 Jahren plus minus ein paar Jahrzehnte ... und nicht bei der ersten menschlichen Hochkultur vor vielleicht 6.000 Jahren auf die Erde ...
Vielleicht kam die Sünde erst mit dem Christentum ?

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