von Stoertebeker » So 06.05.2012, 12:23
Duke of York hat geschrieben:Hat das alles jetzt noch irgendeinen Bezug zu unserem 1492er MP?
Ausser, dass ein beiden Fällen das Land den Namen China trägt, de facto es jedoch 2 grundverschiedene Länder sind?
Hier ging's ursprünglich überhaupt nicht um das aktuelle MP - nur, dass Ihr Euch merkwürdigerweise ziemlich angegriffen gefühlt habt, als ich schrieb, dass China langfristig durchaus mithalten kann.
Duke of York hat geschrieben:Die Events beginnen bereits 1620 und enden erst 1680. In diesem Zeitraum ist China komplett handlungsunfähig. Am angreifbarsten ist China von 1640 bis 1646, wo das RR je nach Entscheidung bei den Events um die 25% liegt.
Abgesehen von 20 Jahre Ruhe mittendrin sollte China in diesem Zeitraum sehr ausgedehnte Kriege vermeiden, ja.
ImpLicht hat geschrieben:Bin ich der einzige hier, dem es Kopfschmerzen bereitet, dass ein Land zur dominierenden Macht aufzusteigen vermag, sofern es 200 Jahre lang komplett die Füße still hält und sich auf das Vasallieren und den Handel beschränkt? Ein solcher MP-Spieler würde bei mir einen sehr schlechten Eindruck hinterlassen.
Natürlich mag man anmerken, dass auch andere Länder 200 Jahre zur Untätigkeit verdammt sind, allerdings möchte ich dagegenhalten, dass das meiner Meinung nach bisher kaum bis gar nicht vorgekommen ist. Immer wieder gibt es wenigstens kleinere Grenzscharmützel, Krisen, Meinungsverschiedenheiten.
Mit anderen Worten: Ereignisse, die den Reiz des MPs ausmachen.
Daher kann man als Zuschauer dem werten DoY sehr dankbar sein, dass er sein Land nicht in allen Belangen optimiert hat und schnell auf Konfrontationskurs zum Russen gegangen ist. Alles andere wäre auch dramatisch langweilig gewesen.
Habe ich irgendwo geschrieben, dass China 200 Jahre lang nichts tun soll? Die Möglichkeiten hat's, 1492 fast von Anfang an. Leute bestechen, um Handelsrechte feilschen, bestimmen, wer nach Indonesien und Indien kommt, sich als Gegengewicht zu einem starken Osmanen anbieten ... . Daran, dass die Europäer 100 Jahre brauchen, um eine ordentliche Flotte zu bauen, die was in China machen kann, kann China nichts ändern. Und danach stehen ja alle Türen zu bewaffneten Handelskonflikten offen.
Und wie gesagt, ich sage auch nicht, dass ich schlecht finde, was DoY gemacht hat. Aber sein entschlossenes Vorgehen in Sibirien ist eine unorthodoxe Entscheidung mit entsprechenden Folgen gewesen, die dazu führte, dass eine nennenswerte Flotte für China nicht mehr drin ist. Das ist vollkommen okay, aber eben kein Beweis dafür, dass China nicht mithalten kann.
Wenn man diese Gedanken - ich ordne sie einmal in den Kontext "Perfektionismus" ein - weiterspinnt, könnte man auch direkt extremer vorgehen: 7 europäische Spieler-Zwergnationen, die nahezu ausschließlich auf CoTs hocken, um die Forschungsgeschwindigkeit zu maximieren.^^
Ich höre jetzt auf...mir wird schlecht!
Und wenn man Eure Gedanken weiterspinnt, ich ordne sie mal in den Kontext "künstliche Konflikte um Peanuts" (

) ein, könnte man auch (1492) von Schweden und Russland erwarten, sich zwischen 1510 und 1540 ausgedehnte Kriege um Kola und Karelien zu liefern, die einen guten Teil der künftigen Ressourcen verschlingen.
[quote="Duke of York"]Hat das alles jetzt noch irgendeinen Bezug zu unserem 1492er MP? :rolleyes:
Ausser, dass ein beiden Fällen das Land den Namen China trägt, de facto es jedoch 2 grundverschiedene Länder sind? ;) [/quote]
Hier ging's ursprünglich überhaupt nicht um das aktuelle MP - nur, dass Ihr Euch merkwürdigerweise ziemlich angegriffen gefühlt habt, als ich schrieb, dass China langfristig durchaus mithalten kann.
[quote="Duke of York"]Die Events beginnen bereits 1620 und enden erst 1680. In diesem Zeitraum ist China komplett handlungsunfähig. Am angreifbarsten ist China von 1640 bis 1646, wo das RR je nach Entscheidung bei den Events um die 25% liegt.[/quote]
Abgesehen von 20 Jahre Ruhe mittendrin sollte China in diesem Zeitraum sehr ausgedehnte Kriege vermeiden, ja. :)
[quote="ImpLicht"]Bin ich der einzige hier, dem es Kopfschmerzen bereitet, dass ein Land zur dominierenden Macht aufzusteigen vermag, sofern es 200 Jahre lang komplett die Füße still hält und sich auf das Vasallieren und den Handel beschränkt? Ein solcher MP-Spieler würde bei mir einen sehr schlechten Eindruck hinterlassen.
Natürlich mag man anmerken, dass auch andere Länder 200 Jahre zur Untätigkeit verdammt sind, allerdings möchte ich dagegenhalten, dass das meiner Meinung nach bisher kaum bis gar nicht vorgekommen ist. Immer wieder gibt es wenigstens kleinere Grenzscharmützel, Krisen, Meinungsverschiedenheiten.
Mit anderen Worten: Ereignisse, die den Reiz des MPs ausmachen.
Daher kann man als Zuschauer dem werten DoY sehr dankbar sein, dass er sein Land nicht in allen Belangen optimiert hat und schnell auf Konfrontationskurs zum Russen gegangen ist. Alles andere wäre auch dramatisch langweilig gewesen.[/quote]
Habe ich irgendwo geschrieben, dass China 200 Jahre lang nichts tun soll? Die Möglichkeiten hat's, 1492 fast von Anfang an. Leute bestechen, um Handelsrechte feilschen, bestimmen, wer nach Indonesien und Indien kommt, sich als Gegengewicht zu einem starken Osmanen anbieten ... . Daran, dass die Europäer 100 Jahre brauchen, um eine ordentliche Flotte zu bauen, die was in China machen kann, kann China nichts ändern. Und danach stehen ja alle Türen zu bewaffneten Handelskonflikten offen. :)
Und wie gesagt, ich sage auch nicht, dass ich schlecht finde, was DoY gemacht hat. Aber sein entschlossenes Vorgehen in Sibirien ist eine unorthodoxe Entscheidung mit entsprechenden Folgen gewesen, die dazu führte, dass eine nennenswerte Flotte für China nicht mehr drin ist. Das ist vollkommen okay, aber eben kein Beweis dafür, dass China nicht mithalten kann.
[quote]Wenn man diese Gedanken - ich ordne sie einmal in den Kontext "Perfektionismus" ein - weiterspinnt, könnte man auch direkt extremer vorgehen: 7 europäische Spieler-Zwergnationen, die nahezu ausschließlich auf CoTs hocken, um die Forschungsgeschwindigkeit zu maximieren.^^
Ich höre jetzt auf...mir wird schlecht! :facepalm: ;) [/quote]
Und wenn man Eure Gedanken weiterspinnt, ich ordne sie mal in den Kontext "künstliche Konflikte um Peanuts" ( ;) ) ein, könnte man auch (1492) von Schweden und Russland erwarten, sich zwischen 1510 und 1540 ausgedehnte Kriege um Kola und Karelien zu liefern, die einen guten Teil der künftigen Ressourcen verschlingen.