von Jorrig » Mo 25.06.2012, 10:10
Abenteuer in Preussen
Auf einer kleinen Reise durch die europäischen Lande verweilte Lordsiegelbewahrer Jorrig in Berlin beim König Friedrich II. von Preussen. Preussen befand sich gerade im Krieg mit Russland, die diplomatischen Verwicklungen sind ja hinreichend bekannt. Er wurde als naher Freund Preussens zu einem Kriegsrat eingeladen. Der König legte seinen schwedischen und österreichischen Verbündeten die Strategie dar. Jorrig war fasziniert und bemerkte gar nicht, wie leise ein preussischer Offizier nach dem anderen den Raum verliess. Als Friedrich sie schliesslich um Ausführung der Pläne anhalten wollte, war keiner mehr da. "Ach ja", dachte sich Jorrig, "wann bekommt man schon mal die Gelegenheit, sämtliche preussischen Heere herumkommandieren zu dürfen?" Zu Friedrichs Verblüffung nahm er ihm die Befehle aus der Hand und verliess sogleich den Raum.
Der Krieg währte recht kurz. Preussen konnte die dänischen Festungen problemlos stürmen. Die Armee aus Ostpreussen (Jorrig vergass diese seltsamen deutschen Namen stets sofort wieder) marschierte durch das Baltikum auf Ingermanland. Dort gelang dem General ein schönes Täuschungsmanöver. Er liess von Estland lange nach Pskov marschieren, um einen Angriff auf die 110.000 Russen im Sumpf über einen Fluss zu vermeiden, drehte aber im letzten Moment die Bewegungsrichtung wieder nach St. Petersburg um. Gleichzeitig marschierten die Schweden dort ein. Das Manöver gelang, und die Russen standen plötzlich in Pskov und mussten mit ansehen, wie Preussen und Schweden gemeinsam die Hauptstadt belagerten. Mehr passierte dort bis Kriegsende nicht.
An der übrigen Front konnten die Russen mehrmals in preussischen Gebieten geschlagen werden, allerdings auch unter deutlichen Verlusten.
Dann war der Krieg auch schon vorbei, und Jorrig reiste zurück nach England.
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England
Dort angekommen, warf er einen Blick in die Staatskasse und war leicht verwundert. Über 70000 Dukaten! Man fand schliesslich den schuldigen Bürokraten und dieser Buchhalter, der sich mit den Nullen nicht so auskannte, verbringt nun einen angenehmen Lebensabend in zentraler Londoner Lage direkt an der Themse im "Tower Hotel".
Krieg
Nach der kurzen Aufregung ging auch schon wieder ein Krieg los. Diesmal durfte England mitmachen, es wurde sogar dringend nötig. Spanien wollte Preussen einen auf den Deckel geben und brachte noch seinen Kumpel, die Franzosen mit. Die Bedingungen waren ideal für England:
- Keine eigene Kriegserklärung, also kein Stabilitätsverlust
- Es war das kurze Zeitfenster, in dem England bereits Land und See 51 hatte, alle anderen, inklusive Spanien, aber noch darunter
- In Nordamerika war die Armee angeführt unter dem brillianten Anführer Clive, ein 6-6-6er. Der stirbt 1775, also knapp nach Ende des Krieges.
- England war perfekt gerüstet mit gut 600.000 Soldaten und 936 Kriegsschiffen.
- Gegner Frankreich hiess, dass Englands Flotte in heimischen Gewässern bleiben konnte und trotzdem die Armee auf den Gegner schicken konnte.
Seekrieg im Sund
So lief es denn auch (fast) optimal. Die spanische Flotte wurde vor Kopenhagen gesichtet. Mit der Aussicht auf den schwindenden Techvorsprung und der Möglichkeit der Fesselung der spanischen Flotte, segelten 935 Kriegsschiffe gen Dänemark. Eins blieb zuhause, das mit dem unfähigen Grossadmiral Howe. Stattdessen führte Hood die Flotte an (3-5, wenn ich mich nicht irre). 1250 Schiffe standen im Sund, schwedische und spanische. Die schwedischen zogen in den Hafen, somit blieben noch 950 spanische Schiffe stehen. Hood wunderte sich, dass an den norwegischen Häfen plötzlich diese Blockadesymbole auftauchten - Schweden war in den Krieg eingetreten! Wie hinterhältig! Das machte die Seeschlacht spannend. Am Anfang war keine klare Entscheidung zu erkennen, beide Seiten verloren proportional gleich viele Schiffe. Doch dann wendete sich das Glück zu Seiten der Engländer, und die Schweden und Spanier zogen sich mit insgesamt gut 400 verlorenen Schiffen nach Seeland zurück. Fortan belagerten die englischen Schiffe Kopenhagen, und man ärgerte sich, dass keine englische Armee an Bord gegangen war. Allerdings versuchten Spanier und Schweden noch zweimal eine Flucht aus Seeland. Beide Male wurden sie geschlagen. Schliesslich konnte Hood Admiral Romney mit 90 Schiffen abkommandieren. Der versenkte erst noch 40 schwedische Kriegsschiffe vor Schonen und fuhr dann zurück nach England.
Krieg in Frankreich
Dort hatte der unfähige Admiral Howe den Kanal besetzt und geleitete die englische Armee über den Kanal. Dies war die Entlastung für Preussen, dass von starken spanischen Verbänden und den französischen Truppen etwas unter Druck stand. Die englische Invasion von Calais und Picardie, bei der sie schliesslich auch Paris belagerten, liess die Franzosen umkehren. Sie warfen sich zur Verteidigung der Hauptstadt den Engländern entgegen. Zwar konnte England mehrere Schlachten gewinnen, in Paris aber wurde ihre Armee komplett vernichtet. Fortan beschränkte man sich auf Calais und Picardie. Man sah auch die anrollenden spanischen Verbände und wollte nicht zu viel riskieren. General Amherst hielt also die Picardie gegen die Franzosen, bis die preussische Armee den Schulterschluss machen konnte und Paris schliesslich stürmen konnte.
Zeitweise war der Kanal von den Franzosen besetzt worden. Howe flüchtete vor den 230 Schiffen nach Kent. Das Schiffbauprogramm Englands dauerte noch einige Monate, doch schliesslich konnten die 100 neuen Schiffe und Romneys 90 Kriegsschiffe in den Kanal geschickt werden. Dort trafen sie zur Überraschung der Engländer 115 Galeeren und 79 Transportschiffe. Nur knapp 40 veraltete Kriegsschiffe waren dabei. Die Flotte war so langsam, dass die Engländer noch fast eine Woche in der nächsten Seezone warten mussten, bis die fliehenden Franzosen endlich ankamen.
Krieg in Nordamerika
Der letzte Kriegsschauplatz in Nordamerika war vergleichsweise ruhig. Spanien begann offensiv und konnte die englische Armee anfangs nicht sehen. Es belagerte Mobile und Biloxi. England griff schliesslich die etwa gleich starken Armeen in Biloxi an und schlug sie deutlich. Da sah der spanische Herrscher, welchem General er hier gegenüberstand und stellte fortan jede Offensivbemühungen ein. Somit war dieser wichtige Schauplatz, der ja immer die Gefahr der englischen Niederlage darstellte, komplett neutralisiert.
Insgesamt ein herausragender Sieg Englands, der aber durch die extrem günstigen Umstände stark begünstigt wurde. Da die Umstände der Niederlage gegen Spanien vorher ebenso ungünstig waren, wird dies in England unter "ausgleichende Gerechtigkeit" verbucht.
Die Provinz von Calais ist eine urenglische und gibt England wichtige Ressourcen für zukünftige Aufgaben.
[b]Abenteuer in Preussen[/b]
Auf einer kleinen Reise durch die europäischen Lande verweilte Lordsiegelbewahrer Jorrig in Berlin beim König Friedrich II. von Preussen. Preussen befand sich gerade im Krieg mit Russland, die diplomatischen Verwicklungen sind ja hinreichend bekannt. Er wurde als naher Freund Preussens zu einem Kriegsrat eingeladen. Der König legte seinen schwedischen und österreichischen Verbündeten die Strategie dar. Jorrig war fasziniert und bemerkte gar nicht, wie leise ein preussischer Offizier nach dem anderen den Raum verliess. Als Friedrich sie schliesslich um Ausführung der Pläne anhalten wollte, war keiner mehr da. "Ach ja", dachte sich Jorrig, "wann bekommt man schon mal die Gelegenheit, sämtliche preussischen Heere herumkommandieren zu dürfen?" Zu Friedrichs Verblüffung nahm er ihm die Befehle aus der Hand und verliess sogleich den Raum.
Der Krieg währte recht kurz. Preussen konnte die dänischen Festungen problemlos stürmen. Die Armee aus Ostpreussen (Jorrig vergass diese seltsamen deutschen Namen stets sofort wieder) marschierte durch das Baltikum auf Ingermanland. Dort gelang dem General ein schönes Täuschungsmanöver. Er liess von Estland lange nach Pskov marschieren, um einen Angriff auf die 110.000 Russen im Sumpf über einen Fluss zu vermeiden, drehte aber im letzten Moment die Bewegungsrichtung wieder nach St. Petersburg um. Gleichzeitig marschierten die Schweden dort ein. Das Manöver gelang, und die Russen standen plötzlich in Pskov und mussten mit ansehen, wie Preussen und Schweden gemeinsam die Hauptstadt belagerten. Mehr passierte dort bis Kriegsende nicht.
An der übrigen Front konnten die Russen mehrmals in preussischen Gebieten geschlagen werden, allerdings auch unter deutlichen Verlusten.
Dann war der Krieg auch schon vorbei, und Jorrig reiste zurück nach England.
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[b]England[/b]
Dort angekommen, warf er einen Blick in die Staatskasse und war leicht verwundert. Über 70000 Dukaten! Man fand schliesslich den schuldigen Bürokraten und dieser Buchhalter, der sich mit den Nullen nicht so auskannte, verbringt nun einen angenehmen Lebensabend in zentraler Londoner Lage direkt an der Themse im "Tower Hotel".
[b]Krieg[/b]
Nach der kurzen Aufregung ging auch schon wieder ein Krieg los. Diesmal durfte England mitmachen, es wurde sogar dringend nötig. Spanien wollte Preussen einen auf den Deckel geben und brachte noch seinen Kumpel, die Franzosen mit. Die Bedingungen waren ideal für England:
- Keine eigene Kriegserklärung, also kein Stabilitätsverlust
- Es war das kurze Zeitfenster, in dem England bereits Land und See 51 hatte, alle anderen, inklusive Spanien, aber noch darunter
- In Nordamerika war die Armee angeführt unter dem brillianten Anführer Clive, ein 6-6-6er. Der stirbt 1775, also knapp nach Ende des Krieges.
- England war perfekt gerüstet mit gut 600.000 Soldaten und 936 Kriegsschiffen.
- Gegner Frankreich hiess, dass Englands Flotte in heimischen Gewässern bleiben konnte und trotzdem die Armee auf den Gegner schicken konnte.
[b]Seekrieg im Sund[/b]
So lief es denn auch (fast) optimal. Die spanische Flotte wurde vor Kopenhagen gesichtet. Mit der Aussicht auf den schwindenden Techvorsprung und der Möglichkeit der Fesselung der spanischen Flotte, segelten 935 Kriegsschiffe gen Dänemark. Eins blieb zuhause, das mit dem unfähigen Grossadmiral Howe. Stattdessen führte Hood die Flotte an (3-5, wenn ich mich nicht irre). 1250 Schiffe standen im Sund, schwedische und spanische. Die schwedischen zogen in den Hafen, somit blieben noch 950 spanische Schiffe stehen. Hood wunderte sich, dass an den norwegischen Häfen plötzlich diese Blockadesymbole auftauchten - Schweden war in den Krieg eingetreten! Wie hinterhältig! Das machte die Seeschlacht spannend. Am Anfang war keine klare Entscheidung zu erkennen, beide Seiten verloren proportional gleich viele Schiffe. Doch dann wendete sich das Glück zu Seiten der Engländer, und die Schweden und Spanier zogen sich mit insgesamt gut 400 verlorenen Schiffen nach Seeland zurück. Fortan belagerten die englischen Schiffe Kopenhagen, und man ärgerte sich, dass keine englische Armee an Bord gegangen war. Allerdings versuchten Spanier und Schweden noch zweimal eine Flucht aus Seeland. Beide Male wurden sie geschlagen. Schliesslich konnte Hood Admiral Romney mit 90 Schiffen abkommandieren. Der versenkte erst noch 40 schwedische Kriegsschiffe vor Schonen und fuhr dann zurück nach England.
[b]Krieg in Frankreich[/b]
Dort hatte der unfähige Admiral Howe den Kanal besetzt und geleitete die englische Armee über den Kanal. Dies war die Entlastung für Preussen, dass von starken spanischen Verbänden und den französischen Truppen etwas unter Druck stand. Die englische Invasion von Calais und Picardie, bei der sie schliesslich auch Paris belagerten, liess die Franzosen umkehren. Sie warfen sich zur Verteidigung der Hauptstadt den Engländern entgegen. Zwar konnte England mehrere Schlachten gewinnen, in Paris aber wurde ihre Armee komplett vernichtet. Fortan beschränkte man sich auf Calais und Picardie. Man sah auch die anrollenden spanischen Verbände und wollte nicht zu viel riskieren. General Amherst hielt also die Picardie gegen die Franzosen, bis die preussische Armee den Schulterschluss machen konnte und Paris schliesslich stürmen konnte.
Zeitweise war der Kanal von den Franzosen besetzt worden. Howe flüchtete vor den 230 Schiffen nach Kent. Das Schiffbauprogramm Englands dauerte noch einige Monate, doch schliesslich konnten die 100 neuen Schiffe und Romneys 90 Kriegsschiffe in den Kanal geschickt werden. Dort trafen sie zur Überraschung der Engländer 115 Galeeren und 79 Transportschiffe. Nur knapp 40 veraltete Kriegsschiffe waren dabei. Die Flotte war so langsam, dass die Engländer noch fast eine Woche in der nächsten Seezone warten mussten, bis die fliehenden Franzosen endlich ankamen.
[b]Krieg in Nordamerika[/b]
Der letzte Kriegsschauplatz in Nordamerika war vergleichsweise ruhig. Spanien begann offensiv und konnte die englische Armee anfangs nicht sehen. Es belagerte Mobile und Biloxi. England griff schliesslich die etwa gleich starken Armeen in Biloxi an und schlug sie deutlich. Da sah der spanische Herrscher, welchem General er hier gegenüberstand und stellte fortan jede Offensivbemühungen ein. Somit war dieser wichtige Schauplatz, der ja immer die Gefahr der englischen Niederlage darstellte, komplett neutralisiert.
Insgesamt ein herausragender Sieg Englands, der aber durch die extrem günstigen Umstände stark begünstigt wurde. Da die Umstände der Niederlage gegen Spanien vorher ebenso ungünstig waren, wird dies in England unter "ausgleichende Gerechtigkeit" verbucht.
Die Provinz von Calais ist eine urenglische und gibt England wichtige Ressourcen für zukünftige Aufgaben.