Jorrig hat geschrieben:Es geht mMn nur darum, wer den dickeren hat.

Daher auch mein Vorschlag, und daher auch die verständliche Reaktion, dass das "nicht funktioniert". Weil man dann eben andere Ziele hat, als einfach nur alles zu erobern.
Ich kann letzten Endes nicht all Eure Beiträge zitieren
Die MP-Spiele scheinen derzeit eine Krise durchzumachen. Das könnte nicht nur an Eurer Aussage liegen, sondern auch daran, das man über die sprichwörtlichen Jahre auch seine Gegner/ Mitspieler kennengelernt hat und einzuschätzen weiß.
Wann und Warum scheitern MP´s?
ich glaube in dem Moment wenn sich eine Minderheiten-Partei verraten fühlt. Der sogenannte "Keiner mag mich!-Charakter". Kann man denn Bündnisse ausschließen wie im DienstagsMP, wo mal schnell Frankreich mit Spanien und Österreich England überfällt?
Fest steht es gab in der Geschichte durchaus ab und an Mehrfrontenkriege. Allerdings waren sie auch von ungleichmäßigen Entwicklungen geprägt, sei es nun die Zeit des alten Fritzen, den "nur Geld und Glück" überleben ließ, sei es Napoleon, der auf seiner Seite Moral und moderne Armeen vorweisen konnte und sei es Deutschland im 20 Jahrhundert.
Im Jahre 1399 kann jeder Spieler sein Land noch aufbauen, aber genau das ist ja unhistorisch und führt zu Kriegen. Ehrlich gesagt erstaunt mich jedes Mal, daß man ein MP nicht ohne Regeln spielen kann. Immer werden irgendwelche Verhaltenscodexe festgelegt. Aber diese werden auch oft gebrochen und nicht zu vergessen die sogenannten Exploits, die immer weider mal durch ein MP geistern. Wer hat die Piraten auf mich gehetzt? Ja mein Gott, das gehört doch genauso dazu wie viele andere Gemeinheiten.
Scheitert ein MP vielleicht auch am Sturm und Drang für sich Ruhm,Ehre und Macht zu erkämpfen weil man als Spieler noch nicht die 30 überschritten hat und sich beweisen will?
Ich habe mir Ideen zurechtgelegt, die von Jorrigs Gedanken abweichen, die aber versuchen ein alternatives MP aufzuziehen.
1. Grundsätzlich ist alles erlaubt aber man muß in einem Mod Anpassungen machen die im Solo nicht wichtig sind.
die da wären:
- das MP startet nicht als Grand Kampagne 1399 sondern frühstens wenn die erste Idee erforscht ist. Ein Wechsel der Idee sollte nicht nur Stab kosten, sondern auch das Volk so beunruhigen, daß Rebellenarmeen zusätzlich entstehen.
- ein Bruch des Waffenstillstandes sollte das Haus erschüttern, da es sich nicht an die mittelalterlichen Gepflogenheiten Ein MAnn ein Wort hält. Aufstände im ganzen Land sollten ausbrechen.
-auch der Eintritt in einen Krieg sollte beschränkt werden. Beispiel: England und Frankreich führen Krieg. Nun tritt Burgund aktiv in den Krieg ein -> etwas erhöhter Ärger als von Paradox vorgesehen. Ein weiterer Staat sollte dann aber schon ein sschmerzliches Risiko erwarten wenn es zu einer Anti-Einzelstaat" Koalition kommt.
-Geldzahlungen sind prinzipiell erlaubt, jeder darf eine Partei finanziell unterstützen, aber es macht möglicherweise Sinn dies nicht 1:1 weiterzugeben. Im Krieg gibt es nun mal Räuber und Wegelagerer also ein Geschenk von 100 Dukaten sollte beim Beschenkten nur mit 50 ankommen und zusätzlich sollte man eine Inflationserhöhung zur Diskussion stellen.
-Wenn ein Krieg länger als gewöhnlich dauert - von mir aus sechs oder sieben Jahre als Vorgabe - haben die Spieler mit einfacher Mehrheit das Recht eine Friedenskonferenz einzuberufen. Der Spielstand wird gesichert und man verhandelt. Als Friedensstifter, also jene die die Einberufung gefordert haben, bekommt man bei erfolgreicher Einigung der Kriegsparteien ein zu verhandelndes Geldgeschenk, alternativ, Krieg bringt immer Inflation mit sich, man könnte auch die Inflation der Kriegsparteien senken und von den Spielern ist zu bestimmen wer zusätzlich entweder wegen gefundener Kompromisse oder wegen Würfelglück eine Reduzierung erhält.
-Beim Scheitern der Konferenz geht alles noch genau ein Jahr weiter, dann jedoch wird abgestimmt ob beide Kriegsparteien beim wiederholten Scheitern nicht ein Mega-Event bekommen Stabverlust, Desertationen, Inflationserhöhung und Aufstände
-Jorrigs Ideen gehen mir nicht weit genug. Das liegt aber an meinem Alter, man wird einfach träger und überlegt sich alles doppelt und dreifach bevor man etwas tut. Die Regierungen hatte nimmer genug Zeit um auf Eventualitäten zu reagieren. Daher denke ich sollte ein MP auch vom zeitlichen diskutiert werden. Ein Frieden zwischen zwei Menschen, ein Bündnis, eine große Revolution, eine Annektierung etc. bedarf meiner Meinung immer einer Pause, um sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen. Eigene Ziele korrigieren und ggf. auch diplomatisch zu handeln.
-keine Ahnung ob ich richtig liege; ich habe noch kein MP gesehen was von 1399 bis 1821 läuft. Strategisches Planen über 400 JAhre ist also erfolglos und Streitthemen wie: Du bekommst ja in 100 Jahren Vorteile ziehen nicht. Ist übrigens auch unhistorisch das Richelieu älter als 80 Jahre und damit länger als 60 JAhre uneingeschränkt regieren kann. Deshalb schlage ich eine strikte Verkürzung vor zu bestimmten Zeitpunkten. Am 09.03.1661 übernimmt bespw. Ludwig der XIV die Macht. Man spielt nun bis zu seinem Tod am 31.08.1715 und vergleicht dann.
-weitere Startdaten für ein Mini-MP könnten der 26.07.1564 und der 01.02.1742 sein. Im ersten Fall haben wir die Reformation in Deutschland - ein zur Zeit noch friedlicher Beginn mit großen Potentialen sich einzubringen, das zweite Datum ist natürlich mitten im Schlesischen Krieg gesetzt. Allerdings: Mini-MP siehe nächster Punkt
-Ein Minor-MP wird immer wieder mal vorgeschlagen aber kommt nicht häufig wirklich zustande. Warum nicht 1564 die Kurfürsten spielen ( also: Bra, Col, Mai, Pfa, Tri, Sax ) in dieser Konstellation am ausgeglichensten. Mainz würde ich übernehmen, obwohl sich keiner seine Geburt aussuchen konnte

Wir benötigen also nur sechs Kurfürsten, die den Glaubenskonflikt haben und die das HRR reformieren könnten, die vielleicht sogar mit großem Geschick einen unte rihnen zum Kaiser wählen um das Reich vor äußeren Angriffen zu schützen. Da gibt es vielfältige Spielräume. Auch zur Zeit der Schlesischen Kriege gibt es noch interessante Ideen zu erschließen. Hier wird Col, Mai, Tri, Han und die Pfalz besetzt und per Abstimmung Sax ( ist milit. und wirtschaftlich etwas stärker ) oder Bav ( Bav ist Kaiser ). Ziel ist es - keine Ahnung wie die zukünftigen Automatismen von Paradox ablaufen - das HRR zu erhalten und vor Fra und Nappy zu schützen. Dafür hat man 80 Jahre, die ich auf 5 Jahre pro Session verteilen würde , also 16 Spieltage Zeit auch noch sein kleines Kurfürstentum zu Glanz und Glamour zu führen. Spannend natürlich die Frage der schlesischen Kriege und wie man diese KOnstellation nutzen sollte.
- Kurfürsten zu einem späteren Zeitpunkt zu spielen hat nicht nur den Vorteil sich auf ein gemeinsames Handeln abstimmen zu müssen bei gleichzeitiger autonomen Außenpolitik - siehe Bav und Col als Verräter am Reich an Frankreich, sondern man ist auch von der nun etwas mächtigeren KI in Fra,Eng, Aut, Bra-Pru, Rus etc etwas eingeschränkter im Handeln, gerade ein Krieg muß viel gründlicher vorbereitet werden.
Man darf mich attackieren, rote Kekse über mein Schloß abwerfen und mir Naivität vorwerfen, da ich von MP-Modalitäten aus längst vergangenen Ritterzeiten spreche, die einfach nicht mehr zeitgemäß sind. Andererseits ist es auch zeitlich ein flexibles MP - man muß kein Wochentag finden, sondern man trifft sich eben dann, wenn alle Zeit haben, es sind ja nur begrenzte Runden zu spielen. Um aber einen gewissen Zeitplan zu organisieren werden pro Monat zwei Spieltage festgesetzt. Ich werde nicht einen Thread: "Renaissance des HRRdN - die senilen Kurfürsten" eröffnen. Aber sollte Interesse bestehen an so einem MP nehme ich gern mit Mainz das scheinbar kleinste Kurfürstentum und schreibe mich schnellstens ein.
[quote="Jorrig"]Es geht mMn nur darum, wer den dickeren hat. ;) Daher auch mein Vorschlag, und daher auch die verständliche Reaktion, dass das "nicht funktioniert". Weil man dann eben andere Ziele hat, als einfach nur alles zu erobern.[/quote]
Ich kann letzten Endes nicht all Eure Beiträge zitieren :D
Die MP-Spiele scheinen derzeit eine Krise durchzumachen. Das könnte nicht nur an Eurer Aussage liegen, sondern auch daran, das man über die sprichwörtlichen Jahre auch seine Gegner/ Mitspieler kennengelernt hat und einzuschätzen weiß.
Wann und Warum scheitern MP´s?
ich glaube in dem Moment wenn sich eine Minderheiten-Partei verraten fühlt. Der sogenannte "Keiner mag mich!-Charakter". Kann man denn Bündnisse ausschließen wie im DienstagsMP, wo mal schnell Frankreich mit Spanien und Österreich England überfällt?
Fest steht es gab in der Geschichte durchaus ab und an Mehrfrontenkriege. Allerdings waren sie auch von ungleichmäßigen Entwicklungen geprägt, sei es nun die Zeit des alten Fritzen, den "nur Geld und Glück" überleben ließ, sei es Napoleon, der auf seiner Seite Moral und moderne Armeen vorweisen konnte und sei es Deutschland im 20 Jahrhundert.
Im Jahre 1399 kann jeder Spieler sein Land noch aufbauen, aber genau das ist ja unhistorisch und führt zu Kriegen. Ehrlich gesagt erstaunt mich jedes Mal, daß man ein MP nicht ohne Regeln spielen kann. Immer werden irgendwelche Verhaltenscodexe festgelegt. Aber diese werden auch oft gebrochen und nicht zu vergessen die sogenannten Exploits, die immer weider mal durch ein MP geistern. Wer hat die Piraten auf mich gehetzt? Ja mein Gott, das gehört doch genauso dazu wie viele andere Gemeinheiten.
Scheitert ein MP vielleicht auch am Sturm und Drang für sich Ruhm,Ehre und Macht zu erkämpfen weil man als Spieler noch nicht die 30 überschritten hat und sich beweisen will?
Ich habe mir Ideen zurechtgelegt, die von Jorrigs Gedanken abweichen, die aber versuchen ein alternatives MP aufzuziehen.
1. Grundsätzlich ist alles erlaubt aber man muß in einem Mod Anpassungen machen die im Solo nicht wichtig sind.
die da wären:
- das MP startet nicht als Grand Kampagne 1399 sondern frühstens wenn die erste Idee erforscht ist. Ein Wechsel der Idee sollte nicht nur Stab kosten, sondern auch das Volk so beunruhigen, daß Rebellenarmeen zusätzlich entstehen.
- ein Bruch des Waffenstillstandes sollte das Haus erschüttern, da es sich nicht an die mittelalterlichen Gepflogenheiten Ein MAnn ein Wort hält. Aufstände im ganzen Land sollten ausbrechen.
-auch der Eintritt in einen Krieg sollte beschränkt werden. Beispiel: England und Frankreich führen Krieg. Nun tritt Burgund aktiv in den Krieg ein -> etwas erhöhter Ärger als von Paradox vorgesehen. Ein weiterer Staat sollte dann aber schon ein sschmerzliches Risiko erwarten wenn es zu einer Anti-Einzelstaat" Koalition kommt.
-Geldzahlungen sind prinzipiell erlaubt, jeder darf eine Partei finanziell unterstützen, aber es macht möglicherweise Sinn dies nicht 1:1 weiterzugeben. Im Krieg gibt es nun mal Räuber und Wegelagerer also ein Geschenk von 100 Dukaten sollte beim Beschenkten nur mit 50 ankommen und zusätzlich sollte man eine Inflationserhöhung zur Diskussion stellen.
-Wenn ein Krieg länger als gewöhnlich dauert - von mir aus sechs oder sieben Jahre als Vorgabe - haben die Spieler mit einfacher Mehrheit das Recht eine Friedenskonferenz einzuberufen. Der Spielstand wird gesichert und man verhandelt. Als Friedensstifter, also jene die die Einberufung gefordert haben, bekommt man bei erfolgreicher Einigung der Kriegsparteien ein zu verhandelndes Geldgeschenk, alternativ, Krieg bringt immer Inflation mit sich, man könnte auch die Inflation der Kriegsparteien senken und von den Spielern ist zu bestimmen wer zusätzlich entweder wegen gefundener Kompromisse oder wegen Würfelglück eine Reduzierung erhält.
-Beim Scheitern der Konferenz geht alles noch genau ein Jahr weiter, dann jedoch wird abgestimmt ob beide Kriegsparteien beim wiederholten Scheitern nicht ein Mega-Event bekommen Stabverlust, Desertationen, Inflationserhöhung und Aufstände
-Jorrigs Ideen gehen mir nicht weit genug. Das liegt aber an meinem Alter, man wird einfach träger und überlegt sich alles doppelt und dreifach bevor man etwas tut. Die Regierungen hatte nimmer genug Zeit um auf Eventualitäten zu reagieren. Daher denke ich sollte ein MP auch vom zeitlichen diskutiert werden. Ein Frieden zwischen zwei Menschen, ein Bündnis, eine große Revolution, eine Annektierung etc. bedarf meiner Meinung immer einer Pause, um sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen. Eigene Ziele korrigieren und ggf. auch diplomatisch zu handeln.
-keine Ahnung ob ich richtig liege; ich habe noch kein MP gesehen was von 1399 bis 1821 läuft. Strategisches Planen über 400 JAhre ist also erfolglos und Streitthemen wie: Du bekommst ja in 100 Jahren Vorteile ziehen nicht. Ist übrigens auch unhistorisch das Richelieu älter als 80 Jahre und damit länger als 60 JAhre uneingeschränkt regieren kann. Deshalb schlage ich eine strikte Verkürzung vor zu bestimmten Zeitpunkten. Am 09.03.1661 übernimmt bespw. Ludwig der XIV die Macht. Man spielt nun bis zu seinem Tod am 31.08.1715 und vergleicht dann.
-weitere Startdaten für ein Mini-MP könnten der 26.07.1564 und der 01.02.1742 sein. Im ersten Fall haben wir die Reformation in Deutschland - ein zur Zeit noch friedlicher Beginn mit großen Potentialen sich einzubringen, das zweite Datum ist natürlich mitten im Schlesischen Krieg gesetzt. Allerdings: Mini-MP siehe nächster Punkt
-Ein Minor-MP wird immer wieder mal vorgeschlagen aber kommt nicht häufig wirklich zustande. Warum nicht 1564 die Kurfürsten spielen ( also: Bra, Col, Mai, Pfa, Tri, Sax ) in dieser Konstellation am ausgeglichensten. Mainz würde ich übernehmen, obwohl sich keiner seine Geburt aussuchen konnte :rolleyes: Wir benötigen also nur sechs Kurfürsten, die den Glaubenskonflikt haben und die das HRR reformieren könnten, die vielleicht sogar mit großem Geschick einen unte rihnen zum Kaiser wählen um das Reich vor äußeren Angriffen zu schützen. Da gibt es vielfältige Spielräume. Auch zur Zeit der Schlesischen Kriege gibt es noch interessante Ideen zu erschließen. Hier wird Col, Mai, Tri, Han und die Pfalz besetzt und per Abstimmung Sax ( ist milit. und wirtschaftlich etwas stärker ) oder Bav ( Bav ist Kaiser ). Ziel ist es - keine Ahnung wie die zukünftigen Automatismen von Paradox ablaufen - das HRR zu erhalten und vor Fra und Nappy zu schützen. Dafür hat man 80 Jahre, die ich auf 5 Jahre pro Session verteilen würde , also 16 Spieltage Zeit auch noch sein kleines Kurfürstentum zu Glanz und Glamour zu führen. Spannend natürlich die Frage der schlesischen Kriege und wie man diese KOnstellation nutzen sollte.
- Kurfürsten zu einem späteren Zeitpunkt zu spielen hat nicht nur den Vorteil sich auf ein gemeinsames Handeln abstimmen zu müssen bei gleichzeitiger autonomen Außenpolitik - siehe Bav und Col als Verräter am Reich an Frankreich, sondern man ist auch von der nun etwas mächtigeren KI in Fra,Eng, Aut, Bra-Pru, Rus etc etwas eingeschränkter im Handeln, gerade ein Krieg muß viel gründlicher vorbereitet werden.
Man darf mich attackieren, rote Kekse über mein Schloß abwerfen und mir Naivität vorwerfen, da ich von MP-Modalitäten aus längst vergangenen Ritterzeiten spreche, die einfach nicht mehr zeitgemäß sind. Andererseits ist es auch zeitlich ein flexibles MP - man muß kein Wochentag finden, sondern man trifft sich eben dann, wenn alle Zeit haben, es sind ja nur begrenzte Runden zu spielen. Um aber einen gewissen Zeitplan zu organisieren werden pro Monat zwei Spieltage festgesetzt. Ich werde nicht einen Thread: "Renaissance des HRRdN - die senilen Kurfürsten" eröffnen. Aber sollte Interesse bestehen an so einem MP nehme ich gern mit Mainz das scheinbar kleinste Kurfürstentum und schreibe mich schnellstens ein.