Al-Andalus - Die Geschichte der iberischen Mauren

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von Stoertebeker » Fr 09.03.2012, 23:32

Sultan Suleyman hat geschrieben:Werter Störte,
was ist eigentlich mit diesem AAR passiert... wo bleibt seine Fortführung?

Schick, übrigens. :)
Danke, danke. Längst verschollen. Wenn das nächste MP mit Aberation gespielt wird, kann ich mir aber vorstellen, mal wieder Granada zu spielen. Auch wenn's Spanien schon sehr ähnelt ... vielleicht sollte ich doch eher das Kalifat nehmen und Ihr geht nach Granada? Dann gibt's auch einen AAR. ;)
Moses hat geschrieben:Stoerte spielt jetzt MP, da hat er keine Zeit mehr fuer sowas :)
Japp. Wobei sich der Zeitaufwand inzwischen doch in Grenzen hält. Die diplomatischen Aktivitäten sind doch deutlich zurückgegangen, der Wille, die Session zu planen, lässt nach ... .

von Moses » Fr 09.03.2012, 21:18

Stoerte spielt jetzt MP, da hat er keine Zeit mehr fuer sowas :)

von Sultan Suleyman » Mi 07.03.2012, 22:57

Werter Störte,
was ist eigentlich mit diesem AAR passiert... wo bleibt seine Fortführung?

Schick, übrigens. :)

von sheep-dodger » Fr 24.07.2009, 09:29

Wir würden die christlichen Herrscher und ihre Lakaien von der Halbinsel vertreiben und dann unseren Schutz auf die muslimischen Länder im Fernen Asien ausdehnen :^^:

von Stoertebeker » Fr 24.07.2009, 09:25

Stupor Mundi hat geschrieben:Es ist schön, dass Ihr dieses Spiel rekonstruieren konntet. Der AAR bietet einen Einblick in eine Kultur an der Peropherie Europas, die die unserer sehr geprägt hat, obwohl sie so anders ist. Dies bietet einen großen Reiz.
Wird eigentlich Cordoba irgendwann zu Spanien? Da könnt Ihr doch sicher ein Event schreiben?
Viel Erfolg,
Ein begeisterter Leser.
Eigentllich überlegen wir eher, ob wir nicht Portugal zu Spanien werden lassen oder überhaupt: Die Iberer zu vereinen. Vor allem, weil Portugal die gleiche Farbe für sich beansprucht wie das heilige Kaliphat von Cordoba. ;)

Tatsächlich sehen wir in Cordoba keine primär europäische Macht. Vor allem aber sehen wir in ihm keine Macht, die in Amerika herumwuchert. Die Zukunft liegt im Süden.

von Stupor Mundi » Do 23.07.2009, 23:59

Es ist schön, dass Ihr dieses Spiel rekonstruieren konntet. Der AAR bietet einen Einblick in eine Kultur an der Peropherie Europas, die die unserer sehr geprägt hat, obwohl sie so anders ist. Dies bietet einen großen Reiz.
Wird eigentlich Cordoba irgendwann zu Spanien? Da könnt Ihr doch sicher ein Event schreiben?
Viel Erfolg,
Ein begeisterter Leser.

von sheep-dodger » Do 23.07.2009, 12:18

Ausgezeichnet der AAR geht weiter :top:
Immer weiter so.

von Kurfürst Moritz » Do 23.07.2009, 11:59

Der AAR gefällt mir sehr gut.
Die Story klingt plausibel und auf den Bildern erkennt man auch alles Wichtige.

Macht bitte weiter so!
Gruß, KM

von Stoertebeker » Do 23.07.2009, 11:48

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Kapitel 5: Das Ende Al Hakams - Das Ende aller Träume?
Es schien sich alles zum Guten zu wenden in Andalusien. Da traf aus heiterem Himmel die Nachricht in Toledo ein, dass Aragon dem Kaliphat den Krieg erklärt hatte. Genua, England und Navarra unterstützten Alfonso. In Andalusien gab man sich keinen Illusionen hin: Der Krieg war in Genua geplant worden. Portugal und Kastillien hatten sich als ungeeignete Verbündete erwiesen und nun hatte man also neue Kumpanen gefunden, um den profitablen Krieg auf der Halbinsel am Laufen zu halten. Zunächst war die Front still: Eine kleiner Spähtrupp Aragons war in Valencia aufgerieben worden. Ansonsten Stille.
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Dann wurde man gewahr, warum sich an der Front nichts tat: Kastillien hatte Navarra den Krieg erklärt. In Genua war man davon ausgegangen, dass die anderen Iberer sich ebenfalls gegen die Mauren wenden würden oder zumindest wohlwollend dabei zusehen würden, wie deren Land verwüstet wurde. Nun aber rächte sich die Arroganz der Italiener. Die es mit zwei weiteren Gegnern zu tun hatte.
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Dennoch war Al Hakam war ungeduldig. Er wollte so bald wie möglich Frieden. Genua aber würde nicht ohne weiteres einlenken. So beschloss er, seinem Wunsch Nachdruck zu verleihen und ritt an der Spitze seiner gesamten Streitmacht nach Barcelona um die Hauptstreitmacht Aragons zu stellen.
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Der Angriff schlug jedoch fehl. Als die Truppen sich vor Valencia sammelten, landete eine überlegene Streitmacht genuesischer Söldner an. Der Kampf dauerte fast eine Woche. Immer wieder rückte Hakam selbst an der Spitze seiner Reiterei aus, um die immer neuen Wellen italienischer Soldaten am Strand zu stellen. Da geschah das unfassbare: Ein Armbrustbolzen durchdrang die leichte Brustpanzerung des Kaliphen und bohrte sich durch sein Herz. Das Heer war demoralisiert und zog sich zurück.
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Der Tod des jungen Kaliphen bedeutete eine Katastrophe für Andalusien. Seine charismatische Persönlichkeit hatte das Land zusammengehalten. Sein einziger Sohn war gerade einmal 9 Jahre alt. Und plötzlich fühlte sich ein jeder zur Nachfolge berufen. Die alten Ränkespiele begannen von Neuem. Die Maghrebiner sahen ihre Chance gekommen, wieder Einfluss zu nehmen und präsentierten im Sultan Abd al-Haqq II von Fez - einem vollkommen unfähigen Herrscher - ihren Kandidaten.

Doch einmal mehr erwies sich das Heer als der stabilisierende Faktor im Machtgefüge des jungen Kaliphats. Als die erschöpften Truppen sich in Murcia sammelten, bestimmten ihre Anführer, dass der alte Weggefährte Hakams, Hisham, zum Vormund des jungen Suleyman werden sollte. Hisham entstammte einer Handwerkerfamilie und hatte keine besondere Bildung genossen. Unter den Soldaten aber war er für seine Tapferkeit und seinen Sachverstand durchweg respektiert. Der neue mächtigste Mann im Kaliphat war ehrlich und tüchtig. Eigene Vorstellungen einer guten Welt brachte er nicht mit. Aber er hatte Hakam stets für dessen Weitsicht und rhetorisches Geschick bewundert. Ihm ging es nun darum, das Erbe seines alten Freundes zu wahren und dessen Sohn in seinem Sinne zu erziehen.

Die großen Familien Al Andalus' liefen Sturm gegen diese Entscheidung und unterstützten die Bewerbung Abd al-Haqq's. Ein Bürgerkrieg brach aus und wieder einmal wurden die Festungen von Granada und Gibraltar von Horden maghrebinischer Söldner belagert.
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Hisham steckte in der Klemme. Doch ihm wurde klar, dass Hakams Politik der Versöhnung und des gesellschaftlichen Ausgleichs der richtige Weg gewesen war. Nur in den südlichen Gebieten, wo es noch immer einen mächtigen Adel gab, kam es zu Aufständen. Die mehrheitlich christlich bewohnten Regionen hingegen blieben ruhig. Sie hatten noch nie so große Freiheit und so großen Wohlstand erlangt, wie unter Hakam. Dies wollten sie nun nicht gefährden.

Hisham wandte sich, sobald er die Truppen geordnet hatte, sofort gen Süden um Granada zu entsetzen. Erfolglos. Auch der Versuch, Valencia zu entsetzen ging im Pfeil- und Bolzenhagel der genuesischen Söldner unter.
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Die Lage war verzweifelt. Bald war das halbe Gebiet Granadas in der Hand der Feinde und der Kollaps des Kaliphats stand kurz bevor. Doch Hisham bewahrte Ruhe.
Als Granada und Gibralter in der Hand der Rebellen waren, wandten diese sich nach Norden: Sevilla und Toledo sollten die nächsten Ziele sein. Hisham teilte sein Heer: In den Ebenen Andalusiens wartete der Großteil seiner Reiterei auf die Gegner. Vor Toledo verschanzten sich die Fußsoldaten und Bogenschützen. Beide Schlachten wurden gewonnen.
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Während das Fußvolk nun begann, die Alhambra zu belagern, zog die Reiterei nach Valencia, wo sie mit den zurückgelassenen Schutztruppen der Italiener kurzen Prozess machte. Kurz bevor die Festung kapitulierte, erreichte jedoch ein Entsatzheer Alfonsos von Aragon die Mauern der Stadt und vertrieb die Truppen des Kaliphen.
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Dann aber beging Alfonso einen Fehler, indem er zur Verfolgung Hishams ansetzte. Vor Toledo waren inzwischen frische Truppen in Stellung gegangen und während sich die Reiterei sammelte, fingen diese frischen Truppen Alfonsos her ab. Dann setzte die Kavallerie zum Gegenschlag an und rieb das aragonesische Heer vor den Toren Valencias auf.

Die Wogen des Krieges schlugen hin und her. Mehrere Genuesische und englische Expeditionsheere zogen plündernd durchs Land. Barcelona fiel zeitweise in die Hände Hishams. seine Truppen drangen bis nach Cantabria vor, bevor Genua ein Friedensangebot schickte.
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Anmerkung: Wir hatten uns Hakam als anständigen Anführer in das Save editiert. Sein Tod war nicht geplant. Geplant war eigentlich eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Erfolgsstory. So haben wir dann ein wenig improvisiert, einen neuen Monarchen erfunden und editiert und ein Revoltenevent geschrieben. Den Krieg zu gewinnen, war gar nicht mal so einfach. Kavallerie kostet Cordoba 27 Dukaten, Zensus (wenn nicht geplündert wird) ist um 80 Dukaten.

von Stoertebeker » Do 23.07.2009, 11:43

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Kapitel 5: Das Ende Al Hakams - Das Ende aller Träume?
Es schien sich alles zum Guten zu wenden in Andalusien. Da traf aus heiterem Himmel die Nachricht in Toledo ein, dass Aragon dem Kaliphat den Krieg erklärt hatte. Genua, England und Navarra unterstützten Alfonso. In Andalusien gab man sich keinen Illusionen hin: Der Krieg war in Genua geplant worden. Portugal und Kastillien hatten sich als ungeeignete Verbündete erwiesen und nun hatte man also neue Kumpanen gefunden, um den profitablen Krieg auf der Halbinsel am Laufen zu halten. Zunächst war die Front still: Eine kleiner Spähtrupp Aragons war in Valencia aufgerieben worden. Ansonsten Stille.
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Dann wurde man gewahr, warum sich an der Front nichts tat: Kastillien hatte Navarra den Krieg erklärt. In Genua war man davon ausgegangen, dass die anderen Iberer sich ebenfalls gegen die Mauren wenden würden oder zumindest wohlwollend dabei zusehen würden, wie deren Land verwüstet wurde. Nun aber rächte sich die Arroganz der Italiener. Die es mit zwei weiteren Gegnern zu tun hatte.
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Dennoch war Al Hakam war ungeduldig. Er wollte so bald wie möglich Frieden. Genua aber würde nicht ohne weiteres einlenken. So beschloss er, seinem Wunsch Nachdruck zu verleihen und ritt an der Spitze seiner gesamten Streitmacht nach Barcelona um die Hauptstreitmacht Aragons zu stellen.
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Der Angriff schlug jedoch fehl. Als die Truppen sich vor Valencia sammelten, landete eine überlegene Streitmacht genuesischer Söldner an. Der Kampf dauerte fast eine Woche. Immer wieder rückte Hakam selbst an der Spitze seiner Reiterei aus, um die immer neuen Wellen italienischer Soldaten am Strand zu stellen. Da geschah das unfassbare: Ein Armbrustbolzen durchdrang die leichte Brustpanzerung des Kaliphen und bohrte sich durch sein Herz. Das Heer war demoralisiert und zog sich zurück.
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Der Tod des jungen Kaliphen bedeutete eine Katastrophe für Andalusien. Seine charismatische Persönlichkeit hatte das Land zusammengehalten. Sein einziger Sohn war gerade einmal 9 Jahre alt. Und plötzlich fühlte sich ein jeder zur Nachfolge berufen. Die alten Ränkespiele begannen von Neuem. Die Maghrebiner sahen ihre Chance gekommen, wieder Einfluss zu nehmen und präsentierten im Sultan Abd al-Haqq II von Fez - einem vollkommen unfähigen Herrscher - ihren Kandidaten.

Doch einmal mehr erwies sich das Heer als der stabilisierende Faktor im Machtgefüge des jungen Kaliphats. Als die erschöpften Truppen sich in Murcia sammelten, bestimmten ihre Anführer, dass der alte Weggefährte Hakams, Hisham, zum Vormund des jungen Suleyman werden sollte. Hisham entstammte einer Handwerkerfamilie und hatte keine besondere Bildung genossen. Unter den Soldaten aber war er für seine Tapferkeit und seinen Sachverstand durchweg respektiert. Der neue mächtigste Mann im Kaliphat war ehrlich und tüchtig. Eigene Vorstellungen einer guten Welt brachte er nicht mit. Aber er hatte Hakam stets für dessen Weitsicht und rhetorisches Geschick bewundert. Ihm ging es nun darum, das Erbe seines alten Freundes zu wahren und dessen Sohn in seinem Sinne zu erziehen.

Die großen Familien Al Andalus' liefen Sturm gegen diese Entscheidung und unterstützten die Bewerbung Abd al-Haqq's. Ein Bürgerkrieg brach aus und wieder einmal wurden die Festungen von Granada und Gibraltar von Horden maghrebinischer Söldner belagert.
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Hisham steckte in der Klemme. Doch ihm wurde klar, dass Hakams Politik der Versöhnung und des gesellschaftlichen Ausgleichs der richtige Weg gewesen war. Nur in den südlichen Gebieten, wo es noch immer einen mächtigen Adel gab, kam es zu Aufständen. Die mehrheitlich christlich bewohnten Regionen hingegen blieben ruhig. Sie hatten noch nie so große Freiheit und so großen Wohlstand erlangt, wie unter Hakam. Dies wollten sie nun nicht gefährden.

Hisham wandte sich, sobald er die Truppen geordnet hatte, sofort gen Süden um Granada zu entsetzen. Erfolglos. Auch der Versuch, Valencia zu entsetzen ging im Pfeil- und Bolzenhagel der genuesischen Söldner unter.
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Die Lage war verzweifelt. Bald war das halbe Gebiet Granadas in der Hand der Feinde und der Kollaps des Kaliphats stand kurz bevor. Doch Hisham bewahrte Ruhe.
Als Granada und Gibralter in der Hand der Rebellen waren, wandten diese sich nach Norden: Sevilla und Toledo sollten die nächsten Ziele sein. Hisham teilte sein Heer: In den Ebenen Andalusiens wartete der Großteil seiner Reiterei auf die Gegner. Vor Toledo verschanzten sich die Fußsoldaten und Bogenschützen. Beide Schlachten wurden gewonnen.
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Während das Fußvolk nun begann, die Alhambra zu belagern, zog die Reiterei nach Valencia, wo sie mit den zurückgelassenen Schutztruppen der Italiener kurzen Prozess machte. Kurz bevor die Festung kapitulierte, erreichte jedoch ein Entsatzheer Alfonsos von Aragon die Mauern der Stadt und vertrieb die Truppen des Kaliphen.
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Dann aber beging Alfonso einen Fehler, indem er zur Verfolgung Hishams ansetzte. Vor Toledo waren inzwischen frische Truppen in Stellung gegangen und während sich die Reiterei sammelte, fingen diese frischen Truppen Alfonsos her ab. Dann setzte die Kavallerie zum Gegenschlag an und rieb das aragonesische Heer vor den Toren Valencias auf.

Die Wogen des Krieges schlugen hin und her. Mehrere Genuesische und englische Expeditionsheere zogen plündernd durchs Land. Barcelona fiel zeitweise in die Hände Hishams. seine Truppen drangen bis nach Cantabria vor, bevor Genua ein Friedensangebot schickte.



Anmerkung: Wir hatten uns Hakam als anständigen Anführer in das Save editiert. Sein Tod war nicht geplant. Geplant war eigentlich eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Erfolgsstory. So haben wir dann ein wenig improvisiert, einen neuen Monarchen erfunden und editiert und ein Revoltenevent geschrieben. Den Krieg zu gewinnen, war gar nicht mal so einfach. Kavallerie kostet Cordoba 27 Dukaten, Zensus (wenn nicht geplündert wird) ist um 80 Dukaten.

@Rantanplan: Nein, mit dem Duke hat das ausnahmsweise nichts zu tun, was wir hier machen. ;)

von Rantanplan » Mi 22.07.2009, 19:47

Brauch Euch der werte Duke zu lange? :D

Werde diesen AAR auf alle Fälle verfolgen!!

Grüße Rantanplan

von Stoertebeker » Mi 22.07.2009, 19:45

So, nachdem wir schon vor langer Zeit mal ein Spiel mit Dakota einfach bis 1438 haben laufen lassen und ein paar Saveedits durchgeführt hatten, dünkt es uns nun an der Zeit, unseren AAR fortzusetzen. Wir haben die Verhältnisse auf der iberischen Halbinsel so editiert, wie wir sie aus dem AAR rekonstruieren konnten. Unsere Inflation haben wir auf einen Wert erhöht, der mindestens dem des letzten Saves entsprach.

Viel Spaß beim Weiterlesen. :)

von Stoertebeker » Mi 22.07.2009, 19:39

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Kapitel 4: Al Hakams Toleranz
Um den weiteren Verlauf der Geschichte zu verstehen, müssen wir den Blick weg vom blühenden Cordoba, nach Italien, genauer, nach Genua lenken.

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Schon im Mittelalter hatte die mächtige Handelsrepublik einen gewaltigen Einfluss auf die Geschicke der Königreiche Iberiens ausgeübt: So konnten beispielsweise die kanarischen Inseln nur mit Hilfe genuesischer Flotten und Gelder erschlossen werden, im Gegenzug genoss Genua Handelsprivilegien auf der Halbinsel. Dieser Einfluss verstärkte sich mit der Niederlage der Genuesen im Chioggia-Krieg gegen Venedig, die die Vorherrschaft Venedigs über das östliche Mittelmeer besiegelte und Genua in den Westen zwang. Im Nachhinein kann man sagen, dass diese Niederlage Genua mächtiger machte, als es ein Sieg vermocht hätte. Die findigen Kaufleute der Stadt nämlich nutzten die Reconquista geschickt: Sie belieferten sowohl die Mauren als auch die christlichen Königreiche mit Waffen. Die wiederum wurden mit teuren Krediten ligurischer Banken bezahlt.
Um das Geschäft zu erhalten, mussten die skrupellosen Kaufleute dafür Sorge tragen, dass keine Seite die Oberhand gewann. Krieg bedeutete schließlich Gewinn. Als es 1419 so aussah, als würden die christlichen Königreiche der Herrschaft der Mauren endgültig den Garaus machen, unterstützten die Kaufleute die Rebellion des Rahmans. Nach dessen großen Sieg wurden wieder beide Seiten gleichberechtigt unterstützt.
Ganze Inseln, die von den Königen Kastiliens und Aragons als Pfand für den stetigen Geldfluss aus Italien hinterlegt wurden, gerieten so in die Hand der Genuesen: Sardinien, Malta und die Balearen fielen unter die Herrschaft des mächtigen Stadtstaates.
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Zwei Entwicklungen aber bedrohten die Rolle der Italiener auf der iberischen Halbinsel: Die Erstarkung Portugals, das begann, seinen Handel selbst abzuwickeln und das Erstarken Cordobas. Hatte man Zweiteres zunächst gerne gesehen, da man hoffte, von einer Schwächung Portugals zu profitieren, drohte die Balance seit Mitte der Dreißiger Jahre zu kippen.


Das Kaliphat nämlich entwickelte sich unter al Hakam zu einer Großmacht auf Augenhöhe mit Königreichen wie Frankreich und England. Die Gewinne des dritten iberischen Krieges ließen es unwahrscheinlich erscheinen, dass die christlichen Königreiche auf der Halbinsel der neuen Macht des Kaliphats noch trotzen könnten. Portugal hatte die Reconquista für beendet erklärt und mit ihm fiel auch sein Vasall Kastilien als Gegengewicht zur maurischen Macht aus. Der kluge Diplomat al Hakam hatte sich zudem mit seinen Glaubensbrüdern im Maghreb ausgesöhnt.
Die Zeichen standen auf Frieden. Tommaso de Campofregoso, dem starken Mann in Genua, konnte dies nicht gefallen.



In Cordoba hingegen beschäftigten andere Fragen den immer noch jungen Kaliphen. Vor allen Dingen musste entschieden werden, wie mit den Christen verfahren werden sollte, die nun immerhin gut 30% der Bevölkerung seiner Herrschaft ausmachten.
Vielen schien es nur gerecht, dass die Hunde büßen müssten für das Leid, das sie unter den Mauren verursacht hatten: War nicht Cordobas Verfall auch der Tatsache geschuldet gewesen, dass das Land nie eine wirkliche Einheit werden konnte, da es konfessionell gespalten war? Hatten die Christen, die über Jahrhunderte unter dem Schutze der Kaliphen standen, deren Toleranz nicht bespuckt, indem sie die Kindermördern unter dem Kreuzbanner zugejubelt hatten und nicht zögerten, ehemalige Nachbarn um Grund und Leben zu bringen? War all dies nicht Grund genug, es ihnen heimzuzahlen, die alten Rechnungen zu begleichen?

Al Hakam dachte anders. Wohl sah er das Leid, das die Christen über Al Andalus gebracht hatten, er verstand den Zorn seiner Landsleute. Auch war er ein durchaus religiöser Mensch. Doch er wusste, dass es nicht die Religion allein war, die einen Menschen bestimmte. Und Frieden, das war ihm klar, ließ sich nur erreichen, wenn in den Köpfen der Menschen Frieden herrschte. Rache aber schien ihm kein Weg, der diesem Ziel zuträglich ist. So gewährte er den Christen und Juden in Al Andalus alle Rechte, die auch den Muslimen zustanden. Keinerlei Benachteiligungen sollten Anlass zu Zwist und Misstrauen bieten. Selbst Mischehen wurden gestattet. Einzig die Erziehung von Kindern aus solchen Beziehungen, so verfügte er, solle nach der Lehre Mohammeds geschehen.

Al Hakam hatte mit dieser Entscheidung Unerhörtes gewagt. Nirgends auf der Welt herrschte ähnliche Toleranz. Nur durch das Charisma des jungen Kaliphen, der sich durch seinen vorbildlichen, auch persönlichen Einsatz im Krieg unter Soldaten und Untertanen Respekt und Vertrauen erworben hatte, war es zu erklären, dass die Kritik an seinen Maßnahmen nicht in öffentlichen Aufruhr mündete.

Und noch etwas mochte die Kritik im Zaume gehalten haben: Der Aufschwung nämlich, den die Wirtschaft in Al Andalus nahm. Befreit von der Zinslast der genuesischen Kredite und den Lasten des Krieges konnte das Kaliphat nun endlich erblühen. Mit den Steuergeldern und den reichen Einnahmen aus den Silberminen Toledos wurden Römerstraßen restauriert und ausgebaut, Häfen wurden angelegt, Schulen eingerichtet, die Verwaltung gestrafft und die hygienischen Bedingungen drastisch verbessert. Zum Teil war der Aufschwung aber auch direkt der religiösen Toleranz des Kaliphen zu verdanken: So suchten viele Juden, in anderen Teilen Europas verfolgt und diskriminiert, in Al Andalus ihre neue Heimat. Ihr Wissen, ihre Kontakte in alle Welt und ihr Geschäftssinn bescherten Handel und Gewerbe einen ungeheuren Aufschwung. Sevilla wurde dabei zum Zentrum des jüdischen Lebens in Al Andalus und mehr und mehr zum Umschlagsplatz für den Handel zwischen Afrika, dem Maghreb und Europa.

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Ein goldenes Zeitalter für alle Menschen in Al Andalus schien angebrochen. Anderswo jedoch arbeitete ein gerissener Kaufherr daran, dieses so schnell wie möglich zu beenden.

von Teoman » Mo 06.10.2008, 14:32

sheep-dodger hat geschrieben:FFFFFFFFFFFFFFUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUU
Gibt es keine Chance, dass Ihr das bereits gespielte nachholt und von dort aus weiterspielt?
Kurfürst Moritz hat geschrieben:Dies wäre uns auch das Liebste!
Bitte, bitte!
Notfalls die letzte Provinzverteilung per Modding der Ausgangsdatei wiederherstellen.
Morenga hat geschrieben:Das sehe ich genauso. So lange könnt Ihr noch nicht gespielt haben, dass sich der Spielstand nicht mit einem tolerablen Maß an Übereinstimmung rekonstruieren ließe.

Es wäre wirklich schade um diesen schön gestarteten AAR!


STIMME DEM VOLL ZU und erwarte mit freudem die fortsetzung

von Morenga » Sa 04.10.2008, 12:32

Das sehe ich genauso. So lange könnt Ihr noch nicht gespielt haben, dass sich der Spielstand nicht mit einem tolerablen Maß an Übereinstimmung rekonstruieren ließe.

Es wäre wirklich schade um diesen schön gestarteten AAR!

von Kurfürst Moritz » Fr 03.10.2008, 22:37

Dies wäre uns auch das Liebste!
Bitte, bitte!
Notfalls die letzte Provinzverteilung per Modding der Ausgangsdatei wiederherstellen.

von sheep-dodger » Fr 03.10.2008, 20:28

FFFFFFFFFFFFFFUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUU
Gibt es keine Chance, dass Ihr das bereits gespielte nachholt und von dort aus weiterspielt?

von Stoertebeker » Fr 03.10.2008, 19:27

Ach Scheiße. Verzeiht unsere Ausdrucksweise, doch als wir heute endlich das Shared-Game spielten, blieb auf einmal alles stehen: weder Maus noch Tastatur reagierten auf irgendwas. Nach 2 Minuten ging es weiter: für genau eine Minute. So liefs dann immer. War eine Schweinearbeit: Festplatte formatieren, Windows neu installieren ... . Und bei der Datensicherung haben wir das Granadasave übersehen. Es tut uns sehr Leid, dieser AAR wird nicht weitergehen.

von Teoman » Fr 03.10.2008, 17:30

verehrter Stoertebeker wir warten immer noch ganz gespannt auf eine fortsetzung

von Stoertebeker » Sa 13.09.2008, 02:00

Marc Aurel hat geschrieben:Wie habe ich mich auf eine Fortsetzung gefreut! Jetzt muss ich aber erst einmal lesen.

EDIT: Hehe, das Groß-Baskische Reich (Navarra) gefällt mir :)
Wann greift Ihr denn endlich mal nach der Macht im Maghreb? Wartet Ihr auf einen günstigen C.B. oder habt ihr momentan kein strategisches Interesse? Konnten Ihr portugiesische Karten erbeuten?
Karten: Jepp. Nun müssen wir uns überlegen, wie wir Genua die zukommen lassen. Diese haben zwar Ingame einen Scheiß getan und Kredite erlassen, aber die Geschichte will es so, dass Genua als Rivale von Portugal auftritt. (Übrigens ist der genuesische Einfluss auf Granada/Cordoba derjenigen Geschichte entlehnt, die heute als "wahr" gilt. ;) )
Kurfürst Moritz hat geschrieben:Sehr gut! Habt ihr denn vor, euer Reich über die Grenzen der Kernprovinzen hinaus auszudehnen?
Wenn ja, wohin?
Wir selbst hätten normalerweise größtes Interesse an jeder halbwegs reichen Provinz: 8 Provinzen zu haben, ist so ziemlich das dööfste, was der eigenen Forschungsgeschwindigkeit passieren kann. Die Frage ist, was al Hakam sich denkt. Der ist schließlich ein friedliebender Kaliph, der zunächst einmal entscheiden muss, wie er mit den Christen in seinem Reiche verfahren will. Zudem ist da noch Genua, von dessen Interessen das Kaliphat immer noch nicht gänzlich unabhängig ist. Daher müssen wir uns auch überlegen, wie wir die Karten (ja: haben wir erobert) den Genuesen zuspielen und wie wir diese Jungs dazu bringen, Kolonien zu gründen. Wird ein bisschen Editiererei.

Generell könnten wir uns vorstellen, dass es einmal eine gewaltige internationale Verschwörung mit dem Ziel geben wird, die Macht des Kaliphats wieder zu brechen. Sicher ist nichts.
Admiral Yamamoto hat geschrieben:Mein einziger Wunsche wäre das die Updates ein bisschen flotter hereinkommen
Höhere Updategeschwindigkeit können wir leider nicht versprechen. ;)

Aber es freut uns, dass die Leserschaft sich unterhalten fühlt. :)

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