In Zeiten des Krieges sind die Heerführer oft die mächtigsten Männer. So war es auch jetzt in Dänemark und so konnte es kaum verwundern, dass der zweitälteste Sohn König Haralds, der erst 11jährige Ernst, zum König gewählt wurde. Dies lag vor allem am Einfluss seines Onkels, des Marschall Thorgils, dessen Knappe Ernst seit seinem sechsten Lebensjahr war. Mit der Zeit hatte sich eine Freundschaft zwischen den beiden entwickelt. So wurde König Ernst in einer Gefechtspause der Schlacht von Sjaelland von den versammelten Kämofern Dänemarks zum neuen König ausgerufen.
Ernst I. Haraldsson, König von Dänemark (1082-1095)

Die Ereignisse kurz nach der Krönung König Ernsts liegen im Dunkeln. Sicher ist, dass die Schlacht um Fyn siegreich ausging. Fraglich bleibt, wer das Kommando führte, denn der Königsmacher, Marschall Thorgils, floh noch während der Schlacht aus unerfindlichen Gründen nach Lübeck zu seinem Bruder. Passend zum Schicksal seines alten Freundes König Haralds wurde in der Schlacht auch Herzog Skjalm von Sjaelland schwer verwundet. Sein lebloser Körper wurde von einigen Getreuen nach Sjaelland gebracht, wo er erst
1083 seinen Wunden erlag. Das Machtvakuum nach der Flucht Marschall Thorgils nutzte ein weiterer Onkel König Ernsts, der Bastard Björn, ein brillianter Stratege, um das Kommando über das dänische Heer und damit praktisch die Macht in Dänemark zu übernehmen. Er begab sich umgehend mit insgesamt 1.900 Mann nach Sjaelland, um dem Bürgerkrieg endgültig ein Ende zu setzen.
1083 breitete sich der Typhus von Slesvig nach Holstein aus. Kurz darauf floh auch die Stiefmutter des Königs, Katarina, nach Lübeck. Im Juni fiel endlich Sjaelland und der Bürgerkrieg war beendet. Ganz Dänemark befand sich nun in der Hand des 12jährigen Königs Ernst I. Es begann eine Periode des Friedens und Wiederuafbaus, der großteils verwüsteten Provinzen.

Die Provinzen des Königreichs Dänemark im Jahr 1083
Zunächst machte sich jedoch offiziell der König, tatsächlich Marschall Björn Haraldsson, daran, den Kronrat von illoyalen Beratern zu säubern.

Der Kronrat vor (links) und nach (rechts) der Säuberung durch Marschall Björn
Aus der schlechten Reputation des Königreichs
[tarnished reputation] ergab sich für die folgenden Jahre eine Friedenspflicht. Potenzielle Vasallen standen zu diesem Zeitpunkt nicht zur Verfügung, der Kronrat war problemlos in der Lage, acht Provinzen zu verwalten. So wurde Aland ein wenig vernachlässigt. Noch im Jahre 1083 bildete sich eine Diebesgilde in Jylland und aufgrund der Korruption von Kämmerer Jörgen Banner ein Schmugglerring in Halland.
1084-1087 wurde drei Mal Hochzeit gefeiert im Königreich Dänemark. 1084 heiratete König Ernsts älterer Bruder Jens, der inzwischen statt Jörgen Banner Kämmerer war, Mascarose de Rennes. Dieses 16jährige Mädchen, Tochter des Grafen von Penthievre, war nicht nur eine hervorragende Intrigantin
[elusive shadow, In 18], sondern zu Jens' Freude auch äußerst lüstern. Sie wurde zur neuen Spionagemeisterin ernannt. Im August 1086 heiratete König Ernst Beata, die älteste Tochter des schwedischen Königs Erik. Leider litt Beata schon zu dieser Zeit unter Stress, darüber hinaus war sie eine fanatische Priesterin. Schließlich verheiratete König Ernst seine Schwester Dagmar nach Gästrikland in Schweden. 1087 weitete sich Beatas Stress zu einer handfesten Depression aus.
1089 zeigte sich, dass König Ernst die Kontrolle über sein Reich von seinem Onkel Marschall Björn endgültig übernommen hatte. Nicht nur verweigerte er diesem die Unterstützung bei einem Mordkomplott gegen seinen Halbbruder, Graf Sven von Lübeck. Darüber hinaus machte er den 64jährigen Asbjörn Sprakalegg, einen wissenden Taktiker, zu seinem neuen Marschall. Kurz darauf begann Ernst jedoch an Stress zu leiden, dieser geheimnisvollen Krankheit, an der bereits sein Vater erkrankt war. Daraufhin machte er im Juni seinen Onkel Niels, den 9. Sohn König Svens von Dänemark, zum Grafen von Aland. Eine Affäre zwischen seinem Weib und dem ehemaligen Kämmerer Jörgen Banner beachtete König Ernst nicht, da er vertrauensvoll war. Im Oktober beging Königin Beata völlig überraschend Selbstmord.
1090 heiratet König Ernst Katarina, die Schwester seiner verstorbenen ersten Frau. Er hatte dieses lüsterne, aber auch faule 16jährige Mädchen bei der Beerdigung seiner Gattin kennengelernt. Seinen Bruder Jens machte er zum Grafen von Bornholm, ohne jedoch auf die Dienste seiner Gattin als Spionagemeisterin zu verzichten. Neue Kämmererin wurde die blinde 18jährige Giulia Giustiniano, die mit einer Silberzunge gesegnet war. Im März belehnte er seinen Onkel Björn mit der Grafschaft Fyn und machte Holstein unter Valdemar von Schauenburg, dem ehemaligen Geliebten seiner Stiefmutter zum Bistum. Der Papst ließ dennoch seine Muskeln spielen und erzwang die Anerkennung der Kirchenoberhoheit bei der Investitur neuer Bischöfe.
Im Juni
1091 wurde Königin Katarina endlich schwanger. Der Hof atmete auf und hoffte, dass dies zum Ende des Stress bei König Ernst führen würde. Doch obwohl der Typhus in Slesvig und Jylland ein Ende fand, erkrankten im Herbst zunächst Kanzlerin Ragnhild und dann auch König Ernst an einer unbekannten Krankheit. Schon
1092 ließ sich König Ernst von einem Wunderheiler kurieren und legte sich sofort darauf mit dem Papst an, als er einem von diesem gesandten Bischof die Türe wies. Am 11. Februar wurde der Königin Katarina ein Sohn geboren: Oluf Ernstsson. Mit der Zerschlagung der Diebesgilde in Sjaelland und des Schmugglerrings in Halland fand das Jahr einen schönen Abschluss.
Doch wie glücklich auch die ersten zehn Jahre unter dem jungen König für das Land gewesen sein mögen. All dies war wie weggewischt, als König Ernst zu Beginn des Jahres
1093 plötzlich Stimmen in seinem Kopf hörte - er litt an Schizophrenie. Den nächsten Bischof, der vom Papst geschickt wurde, Ubbe von Schauenburg, nahm König Ernst mit größter Herzlichkeit auf und machte ihn zum Diözesan-Bischof. Im Juni erklärte er aus heiterem Himmel mit den Worten "10 Jahre Frieden sind genug!" dem Stamm der Mecklenburger den Krieg. Er selbst siegte in Rostock, doch sein neuer Marschall Gianleone di Montferrat unterlag dem Kriegsherrn Krutoj
[Ma 18 (39)] trotz zahlenmäßiger Überlegenheit in Mecklenburg. Als den König diese Nachricht erreichte, erschlug er im Wahn seinen Onkel, Graf Niels von Aland, sowie den jungen Bruder des Marschalls, Jacopo di Montferrat. Des Königs Bruder Graf Jens von Bornholm übernahm auch die Grafschaft Aland und plante fortan den Sturz des wahnsinnigen Königs. Im Oktober wurde dem König eine Tochter, Ingrid, geboren. Nach der Eroberung Rostocks begab sich König Ernst persönlich nach Mecklenburg und siegte dort in einer Schlacht gemeinsam mit Truppen der Pommern und aus der Grafschaft Anhalt. Er wähnte sich bereits als Bezwinger Krutojs, als dieser erst mit seiner Hauptmacht auf dem Schlachtfeld erschien.
1094 floh die dänische Armee daher zunächst nach Rostock, dann ins norwegische Werle, um von dort wiederum in Mecklenburg einzufallen, während Krutoj Rostock belagerte. Bei der Belagerung der dortigen slawischen Burg wurde König Ernst von einem Pfeil getroffen und schwer verwundet. Einige Veteranen sahen sich in fataler Weise an das Schicksal König Haralds erinnert und fürchteten um das Leben ihres Königs. Im Mai wurde die Belagerung jedoch erfolgreich beendet und Mecklenburg fiel an Dänemark. Krutoj begab sich in die Verbannung. Seinen Onkel Graf Björn von Fyn belehnte König Ernst zusätzlich mit Rostock. Möglicherweise geschah dies in einem seiner Anfälle katatonischer Schizophrenie. Es darf auch bezweifelt werden, ob der König überhaupt noch selbst irgendwelche Entscheidungen traf. Im Oktober sagte sich Graf Jens von Bornholm und Aland los und erklärte König Ernst den Krieg, so dass ganz Dänemark in einen Zustand der Unruhe verfiel
[realm duress]. Marschall Gianleone begab sich mit 1.200 Bewaffneten von Skane aus nach Bornholm.
1095 scheiterte dieser erste Angriff auf Bornholm. Marschall Gianleone hob daraufhin neue Truppen in Sjaelland und Diözesanbischof Ubbe in Jylland aus, gemeinsam begaben sie sich erneut nach Bornholm, das im Juli erobert werden konnte. Seit April belagerte Graf Jens Halland. Dort wurde er schwer verwundet und erlag im Juli den Verletzungen. Seine Besitzungen Bornholm und Aland fielen zurück an König Ernst, dessen Zustand sich rapide verschlechterte. Mit dazu trug wohl auch die Kriegserklärung durch seinen Onkel Graf Björn von Fyn und Rostock bei. Marschall Gianleone begab sich umgehend mit 1.500 Bewaffneten von Bornholm aus nach Rostock. König Ernst erkrankte aufgrund seiner alten Verletzung an Wundbrand und verstarb im November 1095 im Alter von nur 25 Jahren. Er befand sich in einem Zustand der geistigen Umnachtung, litt an einer schweren Verletzung und war aufgrund dieser erkrankt. Die Todesursache lässt sich demnach nicht zweifelsfrei bestimmen.

Dänemark zum Zeitpunkt von König Ernsts Tod
In Zeiten des Krieges sind die Heerführer oft die mächtigsten Männer. So war es auch jetzt in Dänemark und so konnte es kaum verwundern, dass der zweitälteste Sohn König Haralds, der erst 11jährige Ernst, zum König gewählt wurde. Dies lag vor allem am Einfluss seines Onkels, des Marschall Thorgils, dessen Knappe Ernst seit seinem sechsten Lebensjahr war. Mit der Zeit hatte sich eine Freundschaft zwischen den beiden entwickelt. So wurde König Ernst in einer Gefechtspause der Schlacht von Sjaelland von den versammelten Kämofern Dänemarks zum neuen König ausgerufen.
[align=center][b][size=100]Ernst I. Haraldsson, König von Dänemark (1082-1095)[/size][/b]
[img]http://www.jswcarl.de/ck/1082-ernst.jpg[/img][/align]
Die Ereignisse kurz nach der Krönung König Ernsts liegen im Dunkeln. Sicher ist, dass die Schlacht um Fyn siegreich ausging. Fraglich bleibt, wer das Kommando führte, denn der Königsmacher, Marschall Thorgils, floh noch während der Schlacht aus unerfindlichen Gründen nach Lübeck zu seinem Bruder. Passend zum Schicksal seines alten Freundes König Haralds wurde in der Schlacht auch Herzog Skjalm von Sjaelland schwer verwundet. Sein lebloser Körper wurde von einigen Getreuen nach Sjaelland gebracht, wo er erst [b]1083[/b] seinen Wunden erlag. Das Machtvakuum nach der Flucht Marschall Thorgils nutzte ein weiterer Onkel König Ernsts, der Bastard Björn, ein brillianter Stratege, um das Kommando über das dänische Heer und damit praktisch die Macht in Dänemark zu übernehmen. Er begab sich umgehend mit insgesamt 1.900 Mann nach Sjaelland, um dem Bürgerkrieg endgültig ein Ende zu setzen.
[b]1083[/b] breitete sich der Typhus von Slesvig nach Holstein aus. Kurz darauf floh auch die Stiefmutter des Königs, Katarina, nach Lübeck. Im Juni fiel endlich Sjaelland und der Bürgerkrieg war beendet. Ganz Dänemark befand sich nun in der Hand des 12jährigen Königs Ernst I. Es begann eine Periode des Friedens und Wiederuafbaus, der großteils verwüsteten Provinzen.
[align=center][img]http://www.jswcarl.de/ck/1083-provinzen.jpg[/img]
Die Provinzen des Königreichs Dänemark im Jahr 1083[/align]
Zunächst machte sich jedoch offiziell der König, tatsächlich Marschall Björn Haraldsson, daran, den Kronrat von illoyalen Beratern zu säubern.
[align=center][img]http://www.jswcarl.de/ck/1083-kronrat.jpg[/img] [img]http://www.jswcarl.de/ck/1083-kronrat-neu.jpg[/img]
Der Kronrat vor (links) und nach (rechts) der Säuberung durch Marschall Björn[/align]
Aus der schlechten Reputation des Königreichs [size=100][tarnished reputation][/size] ergab sich für die folgenden Jahre eine Friedenspflicht. Potenzielle Vasallen standen zu diesem Zeitpunkt nicht zur Verfügung, der Kronrat war problemlos in der Lage, acht Provinzen zu verwalten. So wurde Aland ein wenig vernachlässigt. Noch im Jahre 1083 bildete sich eine Diebesgilde in Jylland und aufgrund der Korruption von Kämmerer Jörgen Banner ein Schmugglerring in Halland.
[b]1084-1087[/b] wurde drei Mal Hochzeit gefeiert im Königreich Dänemark. 1084 heiratete König Ernsts älterer Bruder Jens, der inzwischen statt Jörgen Banner Kämmerer war, Mascarose de Rennes. Dieses 16jährige Mädchen, Tochter des Grafen von Penthievre, war nicht nur eine hervorragende Intrigantin [size=100][elusive shadow, In 18][/size], sondern zu Jens' Freude auch äußerst lüstern. Sie wurde zur neuen Spionagemeisterin ernannt. Im August 1086 heiratete König Ernst Beata, die älteste Tochter des schwedischen Königs Erik. Leider litt Beata schon zu dieser Zeit unter Stress, darüber hinaus war sie eine fanatische Priesterin. Schließlich verheiratete König Ernst seine Schwester Dagmar nach Gästrikland in Schweden. 1087 weitete sich Beatas Stress zu einer handfesten Depression aus.
[b]1089[/b] zeigte sich, dass König Ernst die Kontrolle über sein Reich von seinem Onkel Marschall Björn endgültig übernommen hatte. Nicht nur verweigerte er diesem die Unterstützung bei einem Mordkomplott gegen seinen Halbbruder, Graf Sven von Lübeck. Darüber hinaus machte er den 64jährigen Asbjörn Sprakalegg, einen wissenden Taktiker, zu seinem neuen Marschall. Kurz darauf begann Ernst jedoch an Stress zu leiden, dieser geheimnisvollen Krankheit, an der bereits sein Vater erkrankt war. Daraufhin machte er im Juni seinen Onkel Niels, den 9. Sohn König Svens von Dänemark, zum Grafen von Aland. Eine Affäre zwischen seinem Weib und dem ehemaligen Kämmerer Jörgen Banner beachtete König Ernst nicht, da er vertrauensvoll war. Im Oktober beging Königin Beata völlig überraschend Selbstmord.
[b]1090[/b] heiratet König Ernst Katarina, die Schwester seiner verstorbenen ersten Frau. Er hatte dieses lüsterne, aber auch faule 16jährige Mädchen bei der Beerdigung seiner Gattin kennengelernt. Seinen Bruder Jens machte er zum Grafen von Bornholm, ohne jedoch auf die Dienste seiner Gattin als Spionagemeisterin zu verzichten. Neue Kämmererin wurde die blinde 18jährige Giulia Giustiniano, die mit einer Silberzunge gesegnet war. Im März belehnte er seinen Onkel Björn mit der Grafschaft Fyn und machte Holstein unter Valdemar von Schauenburg, dem ehemaligen Geliebten seiner Stiefmutter zum Bistum. Der Papst ließ dennoch seine Muskeln spielen und erzwang die Anerkennung der Kirchenoberhoheit bei der Investitur neuer Bischöfe.
Im Juni [b]1091[/b] wurde Königin Katarina endlich schwanger. Der Hof atmete auf und hoffte, dass dies zum Ende des Stress bei König Ernst führen würde. Doch obwohl der Typhus in Slesvig und Jylland ein Ende fand, erkrankten im Herbst zunächst Kanzlerin Ragnhild und dann auch König Ernst an einer unbekannten Krankheit. Schon [b]1092[/b] ließ sich König Ernst von einem Wunderheiler kurieren und legte sich sofort darauf mit dem Papst an, als er einem von diesem gesandten Bischof die Türe wies. Am 11. Februar wurde der Königin Katarina ein Sohn geboren: Oluf Ernstsson. Mit der Zerschlagung der Diebesgilde in Sjaelland und des Schmugglerrings in Halland fand das Jahr einen schönen Abschluss.
Doch wie glücklich auch die ersten zehn Jahre unter dem jungen König für das Land gewesen sein mögen. All dies war wie weggewischt, als König Ernst zu Beginn des Jahres [b]1093[/b] plötzlich Stimmen in seinem Kopf hörte - er litt an Schizophrenie. Den nächsten Bischof, der vom Papst geschickt wurde, Ubbe von Schauenburg, nahm König Ernst mit größter Herzlichkeit auf und machte ihn zum Diözesan-Bischof. Im Juni erklärte er aus heiterem Himmel mit den Worten "10 Jahre Frieden sind genug!" dem Stamm der Mecklenburger den Krieg. Er selbst siegte in Rostock, doch sein neuer Marschall Gianleone di Montferrat unterlag dem Kriegsherrn Krutoj [size=100][Ma 18 (39)][/size] trotz zahlenmäßiger Überlegenheit in Mecklenburg. Als den König diese Nachricht erreichte, erschlug er im Wahn seinen Onkel, Graf Niels von Aland, sowie den jungen Bruder des Marschalls, Jacopo di Montferrat. Des Königs Bruder Graf Jens von Bornholm übernahm auch die Grafschaft Aland und plante fortan den Sturz des wahnsinnigen Königs. Im Oktober wurde dem König eine Tochter, Ingrid, geboren. Nach der Eroberung Rostocks begab sich König Ernst persönlich nach Mecklenburg und siegte dort in einer Schlacht gemeinsam mit Truppen der Pommern und aus der Grafschaft Anhalt. Er wähnte sich bereits als Bezwinger Krutojs, als dieser erst mit seiner Hauptmacht auf dem Schlachtfeld erschien.
[b]1094[/b] floh die dänische Armee daher zunächst nach Rostock, dann ins norwegische Werle, um von dort wiederum in Mecklenburg einzufallen, während Krutoj Rostock belagerte. Bei der Belagerung der dortigen slawischen Burg wurde König Ernst von einem Pfeil getroffen und schwer verwundet. Einige Veteranen sahen sich in fataler Weise an das Schicksal König Haralds erinnert und fürchteten um das Leben ihres Königs. Im Mai wurde die Belagerung jedoch erfolgreich beendet und Mecklenburg fiel an Dänemark. Krutoj begab sich in die Verbannung. Seinen Onkel Graf Björn von Fyn belehnte König Ernst zusätzlich mit Rostock. Möglicherweise geschah dies in einem seiner Anfälle katatonischer Schizophrenie. Es darf auch bezweifelt werden, ob der König überhaupt noch selbst irgendwelche Entscheidungen traf. Im Oktober sagte sich Graf Jens von Bornholm und Aland los und erklärte König Ernst den Krieg, so dass ganz Dänemark in einen Zustand der Unruhe verfiel [size=100][realm duress][/size]. Marschall Gianleone begab sich mit 1.200 Bewaffneten von Skane aus nach Bornholm.
[b]1095[/b] scheiterte dieser erste Angriff auf Bornholm. Marschall Gianleone hob daraufhin neue Truppen in Sjaelland und Diözesanbischof Ubbe in Jylland aus, gemeinsam begaben sie sich erneut nach Bornholm, das im Juli erobert werden konnte. Seit April belagerte Graf Jens Halland. Dort wurde er schwer verwundet und erlag im Juli den Verletzungen. Seine Besitzungen Bornholm und Aland fielen zurück an König Ernst, dessen Zustand sich rapide verschlechterte. Mit dazu trug wohl auch die Kriegserklärung durch seinen Onkel Graf Björn von Fyn und Rostock bei. Marschall Gianleone begab sich umgehend mit 1.500 Bewaffneten von Bornholm aus nach Rostock. König Ernst erkrankte aufgrund seiner alten Verletzung an Wundbrand und verstarb im November 1095 im Alter von nur 25 Jahren. Er befand sich in einem Zustand der geistigen Umnachtung, litt an einer schweren Verletzung und war aufgrund dieser erkrankt. Die Todesursache lässt sich demnach nicht zweifelsfrei bestimmen.
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[img]http://www.jswcarl.de/ck/1095-land.jpg[/img]
Dänemark zum Zeitpunkt von König Ernsts Tod[/align]