von Marc Aurel » Fr 26.01.2007, 19:32
Um die christlichen Traditionen zu wahren und seine Latein Kenntnisse zu vertiefen, aber trotzdem dem einfachen Volke entgegen zu kommen, hält seine erzbischöfliche Hoheit Tiberius III. von Sächsisch-Thüringen seine Neujahrsrede in der Jenaer Stadtkirche diesmal in zwei Sprachen: Latein und Deutsch. Wobei er die lateinische Rede nur vor den Priestern hielt.
Die deutsche Rede:
Meine Brüder und Schwestern, meine Söhne und Töchter, ein neues Jahr ist gekommen und wir denken, dass dieses Jahr in die Geschichte des Reiches eingehen wird. Die gesamte Christenheit ist im Aufschwung und wir dürfen dem nicht hinterher hängen. Ganz im Gegenteil. Unser Ziel sollte es sein, alle zu überholen!
Durch Frömmigkeit, Ehrlichkeit und Nächstenliebe wird Gott unser gnädig sein und uns alle mit Reichtum und Wohlstand beglücken.
So lasst uns die nächsten fünf Minuten alle gemeinsam zum Herren beten! Wenn wir alle gemeinsam beten, so wird Gott unsereb Gebete auch erhören.
So will ich euch nun eine Geschichte erzählen.
Heute suchte ich mein Büchlein um euch daraus vorzulesen, als ich aber dann nach Stunden jede Ecke mindestens sieben mal durchschaute und die Hoffnung gerade aufgeben wollte, mein Büchlein jemals wieder zu finden und euch, meine Kinder, daraus vorzulesen, betete ich zum Herren.
Und im selben Augenblick sah ich plötzlich einen kleinen orangenen Schimmer aus dem Chaos hervorleuchten. Dieser kleine Schimmer war mein Büchlein aus der ich euch nun vorlesen werde. Gott hat meine Gebete erhört, da ich immer fromm und ehrlich war!
Nun höret die Geschichte vom Wunder in den Bergen von Baudac aus dem Buche des berühmten Reisenden Marco Polos namens Il Milione.
Im Jahre 1275 nach Christi Geburt regierte in Baudac ein Kalif, welcher den Christen mehr als übel gesinnt war.
Er und seine Berater hassten die Christenheit in ihrem Lande über alles. Eines Tages fanden sie in einem Evangelium das Gleichnis vom Senfkorn. Das lautet wie folgt: wenn der Glaube eines Christen so stark ist wie die Keimkraft eines Senfkorns, dann kann er mit seinem Gebet zwei Berge zusammenrücken.
So ließ dieser alle Christen seines Reiches an einem Ort versammeln und drohte ihnen, wenn sie innerhalb von zehn Tagen einen Berg mit ihrem Gebeit verschieben, so lässt er sie alle niedermetzeln, außer sie schwören dem Christentum ab und folgen den Lehren des Mohammed.
Die Christen waren schockiert und beteten Tag und Nacht, ohne dass sich der Berg nur um einen Milimeter verschob. Nacht acht Tagen und Nächten erschien den Bischof der Christen im Traume ein Engel mit göttlicher Botschaft. Er sprach zum frommen Bischof: " Geh zu dem einäugigen Schuhmacher und sage ihm, er solle Gott darum bitten, der Berg möge sich bewegen. Der Berg wird sich alsogleich bewegen. "
Der einäugige Schuhmacher war ein frommer Mann und frei von Sünde. Weit und breit findet sich kein so tugendhafter Mann wie ihn. Ich erzähle euch nun, wie er zu diesen guten Ruf kam. Er hatte wiederholt gehört, es stehe im heiligen Evangelium geschrieben: " Wenn dich den Auge zur Sünde verführt, dann reiße es aus oder mache es blind, damit du nie wieder der Sünde verfällst. " Eines Tages betrat eine wunderschöne junge Frau seine Werkstatt, um sich ein Paar Schuhe zu kaufen. Der Schuhmacher mochte Beine und Füße sehen, um zu wissen, was er ihr anbieten könnte. Die Frau zog ihr Kleid ein wenig hoch - und wirklich, sie hatte gar wunderschöne Beine und Füße. Der tugendhafte Mann war völlig verwirrt, seine Augen weideten sich an diesem Anblick. Auf einmal wendete er sich von der Frau ab, er wollte ihr keine Schuhe verkaufen und nachdem die junge Frau die Werkstatt verlassen hatte, stach er sogleich sein Auge, so dass es für immer blind war.
Kommen wir nun zurück zur Geschichte.
Der Bischof ließ alle Christen nach diesem Schuhmacher suchen und zu ihm beordern. Nachdem der Schuhmacher jedoch gefunden war, bestreitete dieser den Berg verrücken zu können, da er nicht fromm genug wäre. Nach langen Diskutieren konnten die Christen ihn überzeugen, dass er am nächsten Morgen für das Verrücken des Berges betete.
Am letzten Tage versammelten sich alle hunderttausende Christen mit einen großen Kreuze vor sich vor dem Berg, wo schon der Kalif mit einer riesigen Schar von Sarazenen auf sie wartete, um sie alle umzubringen.
Als alle versammelt waren, kniete der Schuhmacher vor dem Kreuze nieder. Er erhebte seine Arme gen Himmel und betete inbrünstig, der Herr möge den Berg verrücken und alle Christen vor den sicheren Tod bewahren. Kaum hatte er sein Gebet beendet, begann der Berg sich zu verrücken, eine ganze Meile lang in die Ebene hinaus.
Der Kalif und die Sarazenen konnten sich vor Staunen nicht fassen und viele bekannten sich von diesem Zeitpunkt an zum Christentum. Und selbst der Kalif bekehrte sich im geheimen. Bei seinem Tod fand man ein Kreuz an seinem Hals.
So merkt euch die Geschichte des frommen Schuhmachers.
Mit dem wahren Glauben und der Hingabe zu Gott, kann ein Mensch selbst Berge verrücken!
Aber lernt auch: Zuviel der ist Hingabe schädlich! Stecht euch nicht die Augen aus, sondern seit nur eurem Weibe, der Liebe zu Gott und euren Nächsten treu.
(OT: Ursprünglich wollte ich meine "Predigt" noch ins lateinische übersetzen, aber jetzt ist sie doch etwas zu lang geworden. Das zu übersetzen wäre reinster Selbstmord

)
Um die christlichen Traditionen zu wahren und seine Latein Kenntnisse zu vertiefen, aber trotzdem dem einfachen Volke entgegen zu kommen, hält seine erzbischöfliche Hoheit Tiberius III. von Sächsisch-Thüringen seine Neujahrsrede in der Jenaer Stadtkirche diesmal in zwei Sprachen: Latein und Deutsch. Wobei er die lateinische Rede nur vor den Priestern hielt.
Die deutsche Rede:
[i]Meine Brüder und Schwestern, meine Söhne und Töchter, ein neues Jahr ist gekommen und wir denken, dass dieses Jahr in die Geschichte des Reiches eingehen wird. Die gesamte Christenheit ist im Aufschwung und wir dürfen dem nicht hinterher hängen. Ganz im Gegenteil. Unser Ziel sollte es sein, alle zu überholen!
Durch Frömmigkeit, Ehrlichkeit und Nächstenliebe wird Gott unser gnädig sein und uns alle mit Reichtum und Wohlstand beglücken.
So lasst uns die nächsten fünf Minuten alle gemeinsam zum Herren beten! Wenn wir alle gemeinsam beten, so wird Gott unsereb Gebete auch erhören.
So will ich euch nun eine Geschichte erzählen.
Heute suchte ich mein Büchlein um euch daraus vorzulesen, als ich aber dann nach Stunden jede Ecke mindestens sieben mal durchschaute und die Hoffnung gerade aufgeben wollte, mein Büchlein jemals wieder zu finden und euch, meine Kinder, daraus vorzulesen, betete ich zum Herren.
Und im selben Augenblick sah ich plötzlich einen kleinen orangenen Schimmer aus dem Chaos hervorleuchten. Dieser kleine Schimmer war mein Büchlein aus der ich euch nun vorlesen werde. Gott hat meine Gebete erhört, da ich immer fromm und ehrlich war!
Nun höret die Geschichte vom Wunder in den Bergen von Baudac aus dem Buche des berühmten Reisenden Marco Polos namens Il Milione.
Im Jahre 1275 nach Christi Geburt regierte in Baudac ein Kalif, welcher den Christen mehr als übel gesinnt war.
Er und seine Berater hassten die Christenheit in ihrem Lande über alles. Eines Tages fanden sie in einem Evangelium das Gleichnis vom Senfkorn. Das lautet wie folgt: wenn der Glaube eines Christen so stark ist wie die Keimkraft eines Senfkorns, dann kann er mit seinem Gebet zwei Berge zusammenrücken.
So ließ dieser alle Christen seines Reiches an einem Ort versammeln und drohte ihnen, wenn sie innerhalb von zehn Tagen einen Berg mit ihrem Gebeit verschieben, so lässt er sie alle niedermetzeln, außer sie schwören dem Christentum ab und folgen den Lehren des Mohammed.
Die Christen waren schockiert und beteten Tag und Nacht, ohne dass sich der Berg nur um einen Milimeter verschob. Nacht acht Tagen und Nächten erschien den Bischof der Christen im Traume ein Engel mit göttlicher Botschaft. Er sprach zum frommen Bischof: " Geh zu dem einäugigen Schuhmacher und sage ihm, er solle Gott darum bitten, der Berg möge sich bewegen. Der Berg wird sich alsogleich bewegen. "
Der einäugige Schuhmacher war ein frommer Mann und frei von Sünde. Weit und breit findet sich kein so tugendhafter Mann wie ihn. Ich erzähle euch nun, wie er zu diesen guten Ruf kam. Er hatte wiederholt gehört, es stehe im heiligen Evangelium geschrieben: " Wenn dich den Auge zur Sünde verführt, dann reiße es aus oder mache es blind, damit du nie wieder der Sünde verfällst. " Eines Tages betrat eine wunderschöne junge Frau seine Werkstatt, um sich ein Paar Schuhe zu kaufen. Der Schuhmacher mochte Beine und Füße sehen, um zu wissen, was er ihr anbieten könnte. Die Frau zog ihr Kleid ein wenig hoch - und wirklich, sie hatte gar wunderschöne Beine und Füße. Der tugendhafte Mann war völlig verwirrt, seine Augen weideten sich an diesem Anblick. Auf einmal wendete er sich von der Frau ab, er wollte ihr keine Schuhe verkaufen und nachdem die junge Frau die Werkstatt verlassen hatte, stach er sogleich sein Auge, so dass es für immer blind war.
Kommen wir nun zurück zur Geschichte.
Der Bischof ließ alle Christen nach diesem Schuhmacher suchen und zu ihm beordern. Nachdem der Schuhmacher jedoch gefunden war, bestreitete dieser den Berg verrücken zu können, da er nicht fromm genug wäre. Nach langen Diskutieren konnten die Christen ihn überzeugen, dass er am nächsten Morgen für das Verrücken des Berges betete.
Am letzten Tage versammelten sich alle hunderttausende Christen mit einen großen Kreuze vor sich vor dem Berg, wo schon der Kalif mit einer riesigen Schar von Sarazenen auf sie wartete, um sie alle umzubringen.
Als alle versammelt waren, kniete der Schuhmacher vor dem Kreuze nieder. Er erhebte seine Arme gen Himmel und betete inbrünstig, der Herr möge den Berg verrücken und alle Christen vor den sicheren Tod bewahren. Kaum hatte er sein Gebet beendet, begann der Berg sich zu verrücken, eine ganze Meile lang in die Ebene hinaus.
Der Kalif und die Sarazenen konnten sich vor Staunen nicht fassen und viele bekannten sich von diesem Zeitpunkt an zum Christentum. Und selbst der Kalif bekehrte sich im geheimen. Bei seinem Tod fand man ein Kreuz an seinem Hals.
So merkt euch die Geschichte des frommen Schuhmachers.
Mit dem wahren Glauben und der Hingabe zu Gott, kann ein Mensch selbst Berge verrücken!
Aber lernt auch: Zuviel der ist Hingabe schädlich! Stecht euch nicht die Augen aus, sondern seit nur eurem Weibe, der Liebe zu Gott und euren Nächsten treu.[/i]
(OT: Ursprünglich wollte ich meine "Predigt" noch ins lateinische übersetzen, aber jetzt ist sie doch etwas zu lang geworden. Das zu übersetzen wäre reinster Selbstmord :D )