von Canaris » So 26.11.2006, 19:59
"Eure Kaiserliche Hoheit", sprach der Hoflakai, "die von Euch einberufene Versammlung der höchsten Generale der kaiserlichen Armee wartet nur noch auf Euer Erscheinen."
Der Prinz ließ sich die Uniform eines Ehrenobersten des Garderegiments anziehen. Dabei wählte er nicht, wie sonst üblich, die feierliche Ausgeh- oder Galauniform, sondern den schlichten Dienstanzug, wie er vor einigen Jahren eingeführt wurde. Das ganze hatte einen berechneten Hintergrund: Der Kronprinz wollte nicht ordensbehangen, wie ein farbenprächtiger, schriller Hahn auftreten - das konnte auf die höchsten Würdenträger der Armee keinen Eindruck machen. Im Palast trug jeder Diener eine goldbestickte Uniform. Er wollte vielmehr als ein sicherer, harter und selbstbewusster Herrscher auftreten, denn bislang fehlt im gerade das dringend benötigte Ansehen unter den Militärs.
Nachdem die Generale leicht nach vorne gebeugt nach dem Eintreten des Monarchen salutierten, begann Iyasu V. sofort mit seiner Ansprache: "Meine treuen Generale! Wie ihr alle wisst, schreit das italienische Volk nach einem Krieg gegen das Kaiserreich. In wie weit die königlich italienische Regierung dem nachkommen wird, sei dahingestellt. Wir sollten aber nichtsdestotrotz auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Also, sind unsere Truppen für eine Verteidigung ihres Vaterlandes genug bereit?"
Der Älteste General der Runde, eine Medaille an seiner Brust kennzeichnete ihn als Veteran des letzten Krieges gegen Italien, meldete sich lautstark zu Wort.
"Königliche Hoheit! Befehlt, die Kriegstrommel Meneliks zu schlagen, die schon mich zu Streite rief! Wir können den Italienern mit einem Schlag in Eritrea zuvorkommen, und die Feinde Äthiopiens ein für alle Mal aus unserem Land vertreiben. Die Moral meiner Truppen ist ausgezeichnet, jeder äthiopische Löwe ist 10 der italienischen Mäuse wert!"
Der junge Prinz nahm diese Meinung ohne auch nur eine Veränderung der Miene hin und blickte den nächsten Würdenträger an.
"Eure Exzellenz", sprach der General zu seinem Vorredner gewandt, "ohne respektlos wirken zu wollen: Die Italiener werden dieses Mal wesentlich besser vorbereitet sein. Ich bin der Meinung, dass sich kein einziges Mal in der Weltgeschichte mehr ein Heer mit Speer und Pfeil besiegen lässt..."
Und so hielt die Diskussion den ganzen Abend an, wobei noch Worte wie "Großbritannien", "die Türken" und viele mehr fielen.
[i]"Eure Kaiserliche Hoheit"[/i], sprach der Hoflakai, [i]"die von Euch einberufene Versammlung der höchsten Generale der kaiserlichen Armee wartet nur noch auf Euer Erscheinen."[/i]
Der Prinz ließ sich die Uniform eines Ehrenobersten des Garderegiments anziehen. Dabei wählte er nicht, wie sonst üblich, die feierliche Ausgeh- oder Galauniform, sondern den schlichten Dienstanzug, wie er vor einigen Jahren eingeführt wurde. Das ganze hatte einen berechneten Hintergrund: Der Kronprinz wollte nicht ordensbehangen, wie ein farbenprächtiger, schriller Hahn auftreten - das konnte auf die höchsten Würdenträger der Armee keinen Eindruck machen. Im Palast trug jeder Diener eine goldbestickte Uniform. Er wollte vielmehr als ein sicherer, harter und selbstbewusster Herrscher auftreten, denn bislang fehlt im gerade das dringend benötigte Ansehen unter den Militärs.
Nachdem die Generale leicht nach vorne gebeugt nach dem Eintreten des Monarchen salutierten, begann Iyasu V. sofort mit seiner Ansprache: [i]"Meine treuen Generale! Wie ihr alle wisst, schreit das italienische Volk nach einem Krieg gegen das Kaiserreich. In wie weit die königlich italienische Regierung dem nachkommen wird, sei dahingestellt. Wir sollten aber nichtsdestotrotz auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Also, sind unsere Truppen für eine Verteidigung ihres Vaterlandes genug bereit?"[/i]
Der Älteste General der Runde, eine Medaille an seiner Brust kennzeichnete ihn als Veteran des letzten Krieges gegen Italien, meldete sich lautstark zu Wort.
[i]"Königliche Hoheit! Befehlt, die Kriegstrommel Meneliks zu schlagen, die schon mich zu Streite rief! Wir können den Italienern mit einem Schlag in Eritrea zuvorkommen, und die Feinde Äthiopiens ein für alle Mal aus unserem Land vertreiben. Die Moral meiner Truppen ist ausgezeichnet, jeder äthiopische Löwe ist 10 der italienischen Mäuse wert!"[/i]
Der junge Prinz nahm diese Meinung ohne auch nur eine Veränderung der Miene hin und blickte den nächsten Würdenträger an.
[i]"Eure Exzellenz"[/i], sprach der General zu seinem Vorredner gewandt, [i]"ohne respektlos wirken zu wollen: Die Italiener werden dieses Mal wesentlich besser vorbereitet sein. Ich bin der Meinung, dass sich kein einziges Mal in der Weltgeschichte mehr ein Heer mit Speer und Pfeil besiegen lässt..."[/i]
Und so hielt die Diskussion den ganzen Abend an, wobei noch Worte wie "Großbritannien", "die Türken" und viele mehr fielen.