von TMl » Mi 04.10.2006, 10:58
Der Hahn krähte und kündigte den Morgen an. Gyras, der kein Auge zugetan hatte, erhob sich aus seinem Stuhl und ging vor das Zelt, um dem Treiben seiner Männer zuzuschauen. Er hoffte einen Gesichtsausdruck zu erblicken, der ihm endlich den richtigen Weg zeigen würde, der ihm endlich seine Entscheidung erleichtern würde, aber sie waren alle viel zu beschäftig, als das sie irgend etwas ausdrücken könnten. In all diesem Trubel des bevorstehendem Aufbruchs, stand ein Mann in seltsam anmutigen Gewändern und hielt seine Hände, über das schon fast erloschene Feuer. Gyras wurde neugierig, wer war dieser Mann und warum war er in seinem Lager. Er entschloß sich der Sache auf den Grund zu gehen, denn das wäre eine willkommende Abwechslung, zu der durchgrübelten Nacht. Gyras sprach den Mann an und war ein wenig verwundert, da dieser keinerlei Demut zeigte, wie er es von niederen gewohnt war. Nun er war nicht respektlos, denn er grüßte Gyras mit einem leichtem und ruhigem Kopfnicken, aber Gyras war auch viel zu neugierig, um sich darüber zu brüskieren. "Wer seit Ihr und was macht Ihr hier?" fragte Gyras den Fremden. "Ich bin Tecumseh aus Bremen und ich wärme mich hier an Eurem Feuer". Der Fremde blickte Gyras mit einem friedvoller Ausdruck an, wie er es noch nie bei einem Mann gesehen hatte, was ihn in irgendeiner Weise vertrauensvoll machte. "Bremen, was meint Ihr?" fragte Gyras weiter "Nun eine Stadt weit im Nordwesten, tief in den Wäldern Germaniens" antwortete der Fremde. "Germanien, noch nie gehört, aber das ist auch nicht wichtig. Wie kommt es das Ihr hier an meinem Feuer steht, inmitten meines Feldlagers?" "Nun der Winter war hart und hatte mich in dieser Gegend doch ein wenig überrascht, woraufhin ich Schutz und Zuflucht suchte. Eure Wachen, die sich erst streubten mich einzulassen, waren dennoch so gnädig mich hier bis zum Frühjahr einzulassen." "Ihr habt nicht zufällig die Namen der Wachen, nein?" schmunzelte Gyras den Fremden an. "Nein, aber ich hätte einen Rat für euch, um wenigstens damit dienen zu können." "Einen Rat? Zu welchem Thema und wie kommt ihr darauf, daß ich einen Rat bräuchte?" "Nun ich bin schon einige Wochen hier und mann bekommt ja so einiges mit und der Rat betrifft natürlich eure noch immer ausstehende Entscheidung". Gyras schaute den Fremden skeptisch an, wie konnte er wissen, daß ich noch unschlüßig war? Gyras wurde noch neugieriger "Dann Bitte ich euch, sprecht!". Tecumseh unterbreitete Gyras einen Plan, wie mann die Thrakier bei Nicomedia angehen könne. Es war ein mehr als unorthodoxer Plan, den mann nie zuvor in der Kriegskunst ersannt hatte, aber es schien ein guter Plan zu sein und Gyras war zuversichtlicher, als in den letzten Wochen. "Was habt ihr nun vor?" fragte Gyras "Ich werde meine Pilgerfahrt durch das Land fortsetzen." sprach Tecumseh und beide verabschiedeten sich, mit leichtem Kopfnicken, als Zeichen des Respektes.
Sommer 259v.C.
Gyras, der inzwischen bei Nicomedia eingetroffen war, belagerte die Stadt und wurde wie erwartet, von der zweiten Armee angegriffen. Der Plan des Tecumseh sah vor, daß mann sich sofort zurück ziehe und die Thrakier, die es als Zeichen der Schwäche sehen, würden sie verfolgen und damit ihre Kräfte teilen. Gyras hatte ja schon vor Monaten befürchtet, daß mann mangels Aufklärung weitere Armeen noch nicht entdeckt hatte und tatsächlich stellte sich heraus, daß da noch eine dritte Armee war, die Gyras ebenfalls folgte und in dem Kampf mit eingriff.
Beide Armeen waren ungefähr 800 Mann stark und wie immer kaum mit Fernkämpfern ausgestattet.
"Nun gute, warum nicht" sagte Gyras zu seinen Beratern und ritt vor die aufgestellten Truppen. "Männer es ist soweit, der Kampf um unser Land hat begonnen. Der Kampf unsere Brüder und Schwestern zu befreien hat begonnen. Der Kampf diese feige Tyrannei der Thakier zu beendet hat begonnen. Mut, Mut und Ehre, für uns alle" und er ritt wieder an den Truppen vorbei und sah das sie mehr als zuversichtlich waren. "Es kann losgehen" schmunzelte er wieder zu seinen Beratern und Feldkommandanten.
Die Thrakier stürmten auf die Linien zu, als wäre der Leibhaftige hinter ihnen, aber keiner der Männer zeigte Furscht, denn sie hatten alle ihren Glauben und genauso kämpften sie auch, ohne Furscht. Die erste Armee war besiegt und die zweite floh, noch bevor sie an der Schlacht teilnehmen konte.
Keiner der ersten Armee hatte überlebt um sich der fliehenden anzuschließen, oder Gyras nochmal eintgegenzustellen, auch wenn mann diesen Sieg mit ca. 100 Mann Verlust erkämpft hatte.
Gyras ritt mit einem zufriedenem Gesicht vor die Truppe und erhob sein Schwert und berauschte sich, an dem Jubel der Männer. "Nun wieder auf nach Nicomedia" rief er noch, aber die Männer hatten sich schon von alleine zum Marsch, in Richtung Nicomedia, aufgestellt.
Inzwischen erreichte die Garnision aus Pergamum, die Stadt Ancyra, was Gyras mit Zufriedenheit, von einem Boten mitgeteilt wurde.
Osten auf dem Weg nach Susa
Aristarchus kam der Stadt Susa immer näher, als er plötzlich von den Rebellen angegriffen wurde. Aristarchus, dem die Stärke und Zusammensetzung der Rebellen, gerade von einem Späher übermittelt wurde, machte unbeabsichtigt einen sorgenvollen Ausdruck, worauf ein Berater ihn ansprach. "Mein Herr, was habt ihr, was sagte der Späher?" "Der Späher berichtet von starken Fernkämpfern, in großer Zahl und mit unbekannten Waffen" und Aristarchus starrte minutenlang, mit leerem Ausdruck, nach vorne, bis er endlich einen Befehl erteilte. "Wir werden uns dort links, in dem dichten Wald aufstellen und den Feind angreifen lassen!" und es blieb gerade noch so viel Zeit, um die Männer in Formation zu bringen.
Es waren ihrer ca. 900 und die Rüstungen und Waffen glänzten in der Sonne, ein glänzen das mann zuvor schon erblickt hatte. Aristarchus fragte sich, woher sie diese neuartigen Waffen beziehen würden, da mann diese Provinzen ja schon besessen und niemals von einem neuen Schmiedemeister etwas gehört, oder gesehen hatte.
Die von vorherigen Schlachten angeschlagene Armee des Ostens und die neuen, unbekannten Waffen der Rebellen, machten den Sieg, zu einem teuer erkauften.
Trotz dem Aristarschus den Kampf im Wald befohlen hatte, um dem Pfeilhagel zu umgehen, starben hunderte gute Männer.
"Wir können nur von Glück reden, daß die zweite Rebellenarmee uns vor dem Abend nicht mehr erreichen konnte" flüsterte Aristarchus zu sich selbst und befahl das Nachtlager aufzuschlagen. Die Armee des Ostens hatte nun nur noch 50% ihrer Sollstärke und Geld war wie immer sehr knapp, dennoch wurde er, von seinen Beratern und Männern, mit einem weiteren Stern, seinem vierten, ausgezeichnet, womit Aristarchus zu seinen Lebzeiten nicht mehr mit gerechnet hätte.
Nach der Nacht erteilte Aristarchus den Befehl, die zweite noch verbliebene und unweit entfernte Rebellenarmee, anzugreifen. Auch in dieser Schlacht wurden die ausgedünnten Kräfte und die Waffen der Rebellen, der Ostarmee fast zum Verhängnis und auch wenn in dieser Schlacht ebenfalls ein Sieg erreicht wurde, so war die einst so stolze Armee, nun nur noch 25% ihrer einstigen Größe. Aristarchus war klar, daß mann Susa so nicht belagern, geschweige denn einnehmen konnte und so befahl er, der immer noch auf der Brücke zu Babylon wartenden Garnision von Susa, die Stadt zu belagern und zog sich selbst in Richtung Babylon zurück.
Südwesten in der Nähe zu Memphis
Antipatros entdeckte die Stadt Ammon, in der Provinz Libya und Demetrius folgte weiterhin, der sich dahin zurückziehende kleinen Armee der Ptolemäer.
Norden bei Sebasteia
Die schon vor Monaten entdeckte Armee der Pontier, entschied sich nun doch, die Stadt zu belagern. Aristarchus befahl der Garnision den Ausfall. Die Pontier, ihrer besten Ausbildungsstädten beraubt, waren nicht wirklich eine Herausvorderung, für die gut ausgerüsteten und ausgebildeten Agrianos, die schon seit Jahren die Stadtgarnisionen stellen. Es war ein leichter Sieg und dazu noch auf offenem Feld und hoffentlich ein Lehre, für die Pontier.
Herbst 259v.C.
Nordwesten bei Nicomedia
Gyras war ein wenig besorgt und auch ein wenig erbost, die Thrakier fielen nicht mehr auf den Plan des Tecumseh herein. Mann griff ihn zwar an, folgte ihm aber nicht mehr. Doch unerwartet begehrte ein Bote der Thraker Einlass und Gehör. "Was habt Ihr mitzuteilen?" fragte Gyras ohne umschweife und mit starren Gesichtsausdruck. "Mein Gebieter wünscht einen Waffenstillstand und läßt fragen, ob ihr gewillt seit diesen einzugehen?" "Einen Waffenstillstand, wirklich?" "So versicherte er es mir" antwortete der Bote und machte eine zustimmende Kopfbewegung. "Es ist eurem Herrn doch klar, daß er immer noch zwei Provinzen, die uns Seleukiden gehören, in seinen schmierigen Klauen hält?" "Davon weiß ich nichts, aber ich kann ihn gerne dazu befragen." "Also gut, sagt eurem Herrn, daß er seinen Waffenstillstand haben kann, wenn er uns Nicomedia zurückgebe und beeilt euch, ich werde langsam ungeduldig!" wieder machte der Bote eine zustimmende Kopfbewegung und schritt dabei langsam und rückwärts Richtung Ausgang. Nachdem der Bote verschwunden war, wandte sich ein Berater, sichtlich aufgeregt an Gyras. "Mein Herr ihr könnt ihnen doch nicht Pergamum freiwillig überlassen!" fing dieser an zu reden und schien sich dabei noch mehr aufzuregen, so das er von seinem Stuhl aufsprang, um seinem Anliegen Nachdruck zu verleihen. "Beruhigt euch wieder, niemand übergibt, oder gibt etwas auf. Und mal abgesehen von der Tastsache, daß die Thraker Pergamum schon vor Monaten erobert haben, selbst wenn sie darauf eingehen sollten, so wäre dieser Frieden nicht von Dauer und dient nur dazu, seine Truppen wieder aufzubauen und genau das könnten wir auch tun, hätten aber Nicomedia als Basis und ganz ohne Blutvergießen." Doch auf diese Bedingung wollte der Thrakierfürst nicht eingehen und Gyras belagerte weiter die Stadt.
Südwesten bei Ammon
Demetrius hatte die kleine Ptolemäerarmee eingeholt und rieb sie vollständig auf, auch wenn dabei 80 eigene Männer zu tode kamen, so war er doch recht zufrieden und fing mit der Belagerung der Stadt an.
Winter 259v.C.
Osten bei Seleucia
Die Aufstände in Seleucia sind wieder äußerst heftig geworden und die Garnision sieht sich wiedereinmal gezwungen, die Stadt zu verlassen
Nordwesten bei Nicomedia
Der Plan des Tecumseh ist mehr, oder weniger gescheitert. Die verbliebenen Armeen der Thakier ließen sich nicht mehr darauf ein und fingen an, Gyras Armee einzukreisen. Bedingt durch den Winter, gab es nun keine Alternative, kein Entkommen, oder sontige Auswege mehr. Gyras war sich bewußt, daß die Ausgangslage nicht sehr gut war, aber es gab nichts, was er dagegen tun konnte, bis auf sein Bestes zu geben.
So gab er den Befehl, die Stadt anzugreifen.
Der Plan sah vor, der verstärkenden Armee den Weg abzuschneiden und sie aufzureiben, bevor sie die Stadt erreichte und so nicht gegen Beide gleichzeitig kämpfen zu müssen.
Es war ein guter Plan und in gewisser Weise funktionierte er auch, aber der Verlust der gesammten griechischen Söldnerhopliten, war eine fatale Situation, da es nun kaum noch Flankenschutz gab. Niemand hätte nach den letzten Erfolgen ahnen können, daß unsere besten Nahkämpfer, so schlecht abschneiden würden, murmelte Gyras vor sich hin.
Ganze 5 Phalangen und 4 Bogenschützen, plus der Reiterei, der Generäle und Kommandanten, waren ihnen noch geblieben.
"In Formation und auf zur Stadt" befahl Gyras, als ihn ein Berater aufgeregt ansprach. "Mein Herr es sind viele vom Feind nur verletzt, wir müßen uns um sie kümmern, damit sie uns nicht noch einmal entgegen treten können" "Dafür ist keine Zeit, daß können wir nach der Schlacht noch erledigen" antwortete Gyras "Aber mein Herr, falls wir uns zurückziehen müssen ..." Gyras ließ ihn nicht ausreden, ritt ein wenig näher heran und packte ihn am Kragen und sagte erbost und sehr ernst "Es gibt keinen Rückzug, habt Ihr mich verstanden?". Der Berater schien erschrocken, aber Gyras glaubte zu sehen, daß er nun endlich verstehen würde was hier los ist, was hier passieren wird und ließ von ihm ab um mit den Truppen weiter zu marschieren.
Noch bevor die Truppen in Angriffsposition waren, stürmte die erste Hälfte, der Armee aus der Stadt, die vor der Stadt positioniert war, auf sie zu. "Alles Fanatiker, die spinnen diese Thraker" raunte Gyras ihnen entgegen und schrieh "Für Mut und Ehre, zum ANGRIFF".
Alle gaben ihr bestes und kämpften Tapfer bis zum Schluß, aber die nun fehlende Flankensicherung und die extreme Nahkampfstärke der Thraker, machten auch diesen Etappensieg, zu einen Pyrrhussieg.
Ungefähr 40 Mann der Phalangen und gr. Söldnerhopliten, alle 4 Bogenschützen mit kaum noch Pfeilen und die auf ein drittel reduzierte Reiterei, standen nun 9 frischen und kompletten Einheiten der Thraker gegenüber.
Die zweite hälfte der Armee, die bis dahin in der Stadt verblieben ist, machte sich nun auf den Marsch zur Stadtgrenze. Gyras ritt wiedereinmal vor die Truppe, oder vor den Rest, der noch übrig war und schaute in ihre Gesichter. Sie sahen erschöpft aus, aber nicht verzweifelt, sie hatten ihren Glauben noch nicht verloren und das machte es für ihn umso schwerer, die passenen Worte zu finden, die ihnen nicht noch das bißchen Glauben raubte, den sie noch hatten.
"Männer, Freunde, Brüder, es kommt für jeden einmal die Stunde, in dem er das Ziel über sein eigenes Leben stellen muß, wie es schon so viele zuvor getan haben. Noch heute spricht mann von ihnen, ehrt mann und bewundert sie. Männer ..." er versuchte sich zusätzlich noch mit heroischer Körperpose zu profilieren "...nun ist die Stunde für UNS gekommen, unser Leben für unser Reich zu geben, unser Leben für unsere Brüder, Frauen, Söhne und Töchter zu geben, damit sie nicht das gleiche Schicksal trifft, wie den noch immer unterdrückten Seleukiden hier in Nicomedia und in Pergamum. Wir werden es nicht mehr erleben, aber wir können unseren Nachfolgern ihr Ziel erleichtern. Mit jedem getötetem Feind, den wir in Jenseits schicken, ist es leichter für unsere Nachfolger, dieses Ziel auch zu erreichen. Mit jedem getötetem Feind, wird unser Name höher und weiter starhlen und von mehr Brüdern und Schwestern ausgesprochen und verehrt. Männer es ist die Stunde, unsere Stunde uns mutig dem übermächtigen Feind entgegen und uns ohne Furscht ihm zu stellen." und ein letztes mal erhob er sein Schwert und rief unter dem Jubel der Männer "ZUM ANGIFF" ...
Mittem im Gefecht, schaute sich Gyras, der an forderster Front kämpfte und alle seine Gardeeinheiten verloren hatte, zu seinen Männern um. Stolz erfüllte ihn, der Stolz die Männer zu einer heldenhaften, furschlosen Schlacht verholfen zu haben, so daß sie in Ehren gehalten werden konnten. Doch da schoß ihm ein Gedanke durch den Kopf, wer sollte von ihrer Tat erzählen, wenn alle hier den Tod fanden? Die Thraker ganz sicher nicht, sie würden eher das Gegenteil behaupten. So schaute er in die Runde der noch lebenden und entdeckte einen sehr jung aussehenden Mann, dem die Rüstung viel zu groß zu sein schien. "Junge, wie alt bist Du?" "15 mein Herr" antwortete der Junge. "Kannst Du reiten?" "Ja mein Herr" antwortete er fragend "Nimm mein Pferd und reite nach Osten! Berichte allen von unsererm Tun und laß uns in die Geschichte eingehen! Reite, reite los und blick nicht zurück!". Gyras sah dem Jungen noch ein wenig nach, um sicher zu sein, daß dieser außer Gefahr sei und drehte sich wieder zu der Schlacht. Mit einem Blitzen in den Augen, erhob er sein Schwert zum letzen mal, brüllte so laut er noch konnte, "FÜHR DIE EHRE" und stürzte sich auf die Truppen der Thraker.
Tapfer kämpften sie und Furscht zeigten sie keine und der Feind bekam das auch zu spüren, aber wie es Gyras the Wrathful in seiner letzten Rede schon erwähnte, sie waren es nicht, die das Ziel der Befreiung erreichten und so wurden ihre Namen im gesammten Reich ausgesprochen und verehrt.
Dennoch, über 2000 Mann der Thraker vielen in dieser Shlacht, womit für jeden gefallenen auf eigener Seite, fast 2 auf der Seite der Thraker fielen, weshalb mann es auch als ein Sieg, den letzten Sieg der ersten Armee des Westens bezeichnete und so stand es dann auch geschrieben.
Frühjahr 258v.C.
Aufstand in Petraund Ninive, Seleucia erklärt sich für unabhängig ...
Sämtliche Gelder werden in die Aushebung einer neuen Armee des Westens und in die Komplettierung der Armee des Ostens gesteckt, die schon ferigen Truppen der Armee des Ostens, belagern zusammen mit der Garnision Seleucia.
Wie wird es weitergehen? Der Süden und der Osten sind soweit gesichert, aber die Armeen werden noch auf Jahre damit beschäftigt sein, rebellische Städte wieder dem Reich anzugiedern und die Grenzen zu sichern.
Was die Pontier als nächstes Planen ist nicht bekannt.
Die Aufstellung der Armee des Nordens, wird noch einige Monate dauern und der Marsch nach Nicomedia ebenso. Mann kann nur hoffen, daß die Verluste der Thrakier ebenfalls so hoch waren, daß sie bis dahin nicht weiter expandieren.
Wird sich das Reich von diesem Verlust erhohlen, oder werden die zahlreichen Feinde diese Schwäche ausnutzen, mann wird es sehen ....
Der Hahn krähte und kündigte den Morgen an. Gyras, der kein Auge zugetan hatte, erhob sich aus seinem Stuhl und ging vor das Zelt, um dem Treiben seiner Männer zuzuschauen. Er hoffte einen Gesichtsausdruck zu erblicken, der ihm endlich den richtigen Weg zeigen würde, der ihm endlich seine Entscheidung erleichtern würde, aber sie waren alle viel zu beschäftig, als das sie irgend etwas ausdrücken könnten. In all diesem Trubel des bevorstehendem Aufbruchs, stand ein Mann in seltsam anmutigen Gewändern und hielt seine Hände, über das schon fast erloschene Feuer. Gyras wurde neugierig, wer war dieser Mann und warum war er in seinem Lager. Er entschloß sich der Sache auf den Grund zu gehen, denn das wäre eine willkommende Abwechslung, zu der durchgrübelten Nacht. Gyras sprach den Mann an und war ein wenig verwundert, da dieser keinerlei Demut zeigte, wie er es von niederen gewohnt war. Nun er war nicht respektlos, denn er grüßte Gyras mit einem leichtem und ruhigem Kopfnicken, aber Gyras war auch viel zu neugierig, um sich darüber zu brüskieren. "Wer seit Ihr und was macht Ihr hier?" fragte Gyras den Fremden. "Ich bin Tecumseh aus Bremen und ich wärme mich hier an Eurem Feuer". Der Fremde blickte Gyras mit einem friedvoller Ausdruck an, wie er es noch nie bei einem Mann gesehen hatte, was ihn in irgendeiner Weise vertrauensvoll machte. "Bremen, was meint Ihr?" fragte Gyras weiter "Nun eine Stadt weit im Nordwesten, tief in den Wäldern Germaniens" antwortete der Fremde. "Germanien, noch nie gehört, aber das ist auch nicht wichtig. Wie kommt es das Ihr hier an meinem Feuer steht, inmitten meines Feldlagers?" "Nun der Winter war hart und hatte mich in dieser Gegend doch ein wenig überrascht, woraufhin ich Schutz und Zuflucht suchte. Eure Wachen, die sich erst streubten mich einzulassen, waren dennoch so gnädig mich hier bis zum Frühjahr einzulassen." "Ihr habt nicht zufällig die Namen der Wachen, nein?" schmunzelte Gyras den Fremden an. "Nein, aber ich hätte einen Rat für euch, um wenigstens damit dienen zu können." "Einen Rat? Zu welchem Thema und wie kommt ihr darauf, daß ich einen Rat bräuchte?" "Nun ich bin schon einige Wochen hier und mann bekommt ja so einiges mit und der Rat betrifft natürlich eure noch immer ausstehende Entscheidung". Gyras schaute den Fremden skeptisch an, wie konnte er wissen, daß ich noch unschlüßig war? Gyras wurde noch neugieriger "Dann Bitte ich euch, sprecht!". Tecumseh unterbreitete Gyras einen Plan, wie mann die Thrakier bei Nicomedia angehen könne. Es war ein mehr als unorthodoxer Plan, den mann nie zuvor in der Kriegskunst ersannt hatte, aber es schien ein guter Plan zu sein und Gyras war zuversichtlicher, als in den letzten Wochen. "Was habt ihr nun vor?" fragte Gyras "Ich werde meine Pilgerfahrt durch das Land fortsetzen." sprach Tecumseh und beide verabschiedeten sich, mit leichtem Kopfnicken, als Zeichen des Respektes.
Sommer 259v.C.
Gyras, der inzwischen bei Nicomedia eingetroffen war, belagerte die Stadt und wurde wie erwartet, von der zweiten Armee angegriffen. Der Plan des Tecumseh sah vor, daß mann sich sofort zurück ziehe und die Thrakier, die es als Zeichen der Schwäche sehen, würden sie verfolgen und damit ihre Kräfte teilen. Gyras hatte ja schon vor Monaten befürchtet, daß mann mangels Aufklärung weitere Armeen noch nicht entdeckt hatte und tatsächlich stellte sich heraus, daß da noch eine dritte Armee war, die Gyras ebenfalls folgte und in dem Kampf mit eingriff.
Beide Armeen waren ungefähr 800 Mann stark und wie immer kaum mit Fernkämpfern ausgestattet.
"Nun gute, warum nicht" sagte Gyras zu seinen Beratern und ritt vor die aufgestellten Truppen. "Männer es ist soweit, der Kampf um unser Land hat begonnen. Der Kampf unsere Brüder und Schwestern zu befreien hat begonnen. Der Kampf diese feige Tyrannei der Thakier zu beendet hat begonnen. Mut, Mut und Ehre, für uns alle" und er ritt wieder an den Truppen vorbei und sah das sie mehr als zuversichtlich waren. "Es kann losgehen" schmunzelte er wieder zu seinen Beratern und Feldkommandanten.
Die Thrakier stürmten auf die Linien zu, als wäre der Leibhaftige hinter ihnen, aber keiner der Männer zeigte Furscht, denn sie hatten alle ihren Glauben und genauso kämpften sie auch, ohne Furscht. Die erste Armee war besiegt und die zweite floh, noch bevor sie an der Schlacht teilnehmen konte.
Keiner der ersten Armee hatte überlebt um sich der fliehenden anzuschließen, oder Gyras nochmal eintgegenzustellen, auch wenn mann diesen Sieg mit ca. 100 Mann Verlust erkämpft hatte.
Gyras ritt mit einem zufriedenem Gesicht vor die Truppe und erhob sein Schwert und berauschte sich, an dem Jubel der Männer. "Nun wieder auf nach Nicomedia" rief er noch, aber die Männer hatten sich schon von alleine zum Marsch, in Richtung Nicomedia, aufgestellt.
Inzwischen erreichte die Garnision aus Pergamum, die Stadt Ancyra, was Gyras mit Zufriedenheit, von einem Boten mitgeteilt wurde.
Osten auf dem Weg nach Susa
Aristarchus kam der Stadt Susa immer näher, als er plötzlich von den Rebellen angegriffen wurde. Aristarchus, dem die Stärke und Zusammensetzung der Rebellen, gerade von einem Späher übermittelt wurde, machte unbeabsichtigt einen sorgenvollen Ausdruck, worauf ein Berater ihn ansprach. "Mein Herr, was habt ihr, was sagte der Späher?" "Der Späher berichtet von starken Fernkämpfern, in großer Zahl und mit unbekannten Waffen" und Aristarchus starrte minutenlang, mit leerem Ausdruck, nach vorne, bis er endlich einen Befehl erteilte. "Wir werden uns dort links, in dem dichten Wald aufstellen und den Feind angreifen lassen!" und es blieb gerade noch so viel Zeit, um die Männer in Formation zu bringen.
Es waren ihrer ca. 900 und die Rüstungen und Waffen glänzten in der Sonne, ein glänzen das mann zuvor schon erblickt hatte. Aristarchus fragte sich, woher sie diese neuartigen Waffen beziehen würden, da mann diese Provinzen ja schon besessen und niemals von einem neuen Schmiedemeister etwas gehört, oder gesehen hatte.
Die von vorherigen Schlachten angeschlagene Armee des Ostens und die neuen, unbekannten Waffen der Rebellen, machten den Sieg, zu einem teuer erkauften.
Trotz dem Aristarschus den Kampf im Wald befohlen hatte, um dem Pfeilhagel zu umgehen, starben hunderte gute Männer.
"Wir können nur von Glück reden, daß die zweite Rebellenarmee uns vor dem Abend nicht mehr erreichen konnte" flüsterte Aristarchus zu sich selbst und befahl das Nachtlager aufzuschlagen. Die Armee des Ostens hatte nun nur noch 50% ihrer Sollstärke und Geld war wie immer sehr knapp, dennoch wurde er, von seinen Beratern und Männern, mit einem weiteren Stern, seinem vierten, ausgezeichnet, womit Aristarchus zu seinen Lebzeiten nicht mehr mit gerechnet hätte.
Nach der Nacht erteilte Aristarchus den Befehl, die zweite noch verbliebene und unweit entfernte Rebellenarmee, anzugreifen. Auch in dieser Schlacht wurden die ausgedünnten Kräfte und die Waffen der Rebellen, der Ostarmee fast zum Verhängnis und auch wenn in dieser Schlacht ebenfalls ein Sieg erreicht wurde, so war die einst so stolze Armee, nun nur noch 25% ihrer einstigen Größe. Aristarchus war klar, daß mann Susa so nicht belagern, geschweige denn einnehmen konnte und so befahl er, der immer noch auf der Brücke zu Babylon wartenden Garnision von Susa, die Stadt zu belagern und zog sich selbst in Richtung Babylon zurück.
Südwesten in der Nähe zu Memphis
Antipatros entdeckte die Stadt Ammon, in der Provinz Libya und Demetrius folgte weiterhin, der sich dahin zurückziehende kleinen Armee der Ptolemäer.
Norden bei Sebasteia
Die schon vor Monaten entdeckte Armee der Pontier, entschied sich nun doch, die Stadt zu belagern. Aristarchus befahl der Garnision den Ausfall. Die Pontier, ihrer besten Ausbildungsstädten beraubt, waren nicht wirklich eine Herausvorderung, für die gut ausgerüsteten und ausgebildeten Agrianos, die schon seit Jahren die Stadtgarnisionen stellen. Es war ein leichter Sieg und dazu noch auf offenem Feld und hoffentlich ein Lehre, für die Pontier.
Herbst 259v.C.
Nordwesten bei Nicomedia
Gyras war ein wenig besorgt und auch ein wenig erbost, die Thrakier fielen nicht mehr auf den Plan des Tecumseh herein. Mann griff ihn zwar an, folgte ihm aber nicht mehr. Doch unerwartet begehrte ein Bote der Thraker Einlass und Gehör. "Was habt Ihr mitzuteilen?" fragte Gyras ohne umschweife und mit starren Gesichtsausdruck. "Mein Gebieter wünscht einen Waffenstillstand und läßt fragen, ob ihr gewillt seit diesen einzugehen?" "Einen Waffenstillstand, wirklich?" "So versicherte er es mir" antwortete der Bote und machte eine zustimmende Kopfbewegung. "Es ist eurem Herrn doch klar, daß er immer noch zwei Provinzen, die uns Seleukiden gehören, in seinen schmierigen Klauen hält?" "Davon weiß ich nichts, aber ich kann ihn gerne dazu befragen." "Also gut, sagt eurem Herrn, daß er seinen Waffenstillstand haben kann, wenn er uns Nicomedia zurückgebe und beeilt euch, ich werde langsam ungeduldig!" wieder machte der Bote eine zustimmende Kopfbewegung und schritt dabei langsam und rückwärts Richtung Ausgang. Nachdem der Bote verschwunden war, wandte sich ein Berater, sichtlich aufgeregt an Gyras. "Mein Herr ihr könnt ihnen doch nicht Pergamum freiwillig überlassen!" fing dieser an zu reden und schien sich dabei noch mehr aufzuregen, so das er von seinem Stuhl aufsprang, um seinem Anliegen Nachdruck zu verleihen. "Beruhigt euch wieder, niemand übergibt, oder gibt etwas auf. Und mal abgesehen von der Tastsache, daß die Thraker Pergamum schon vor Monaten erobert haben, selbst wenn sie darauf eingehen sollten, so wäre dieser Frieden nicht von Dauer und dient nur dazu, seine Truppen wieder aufzubauen und genau das könnten wir auch tun, hätten aber Nicomedia als Basis und ganz ohne Blutvergießen." Doch auf diese Bedingung wollte der Thrakierfürst nicht eingehen und Gyras belagerte weiter die Stadt.
Südwesten bei Ammon
Demetrius hatte die kleine Ptolemäerarmee eingeholt und rieb sie vollständig auf, auch wenn dabei 80 eigene Männer zu tode kamen, so war er doch recht zufrieden und fing mit der Belagerung der Stadt an.
Winter 259v.C.
Osten bei Seleucia
Die Aufstände in Seleucia sind wieder äußerst heftig geworden und die Garnision sieht sich wiedereinmal gezwungen, die Stadt zu verlassen
Nordwesten bei Nicomedia
Der Plan des Tecumseh ist mehr, oder weniger gescheitert. Die verbliebenen Armeen der Thakier ließen sich nicht mehr darauf ein und fingen an, Gyras Armee einzukreisen. Bedingt durch den Winter, gab es nun keine Alternative, kein Entkommen, oder sontige Auswege mehr. Gyras war sich bewußt, daß die Ausgangslage nicht sehr gut war, aber es gab nichts, was er dagegen tun konnte, bis auf sein Bestes zu geben.
So gab er den Befehl, die Stadt anzugreifen.
Der Plan sah vor, der verstärkenden Armee den Weg abzuschneiden und sie aufzureiben, bevor sie die Stadt erreichte und so nicht gegen Beide gleichzeitig kämpfen zu müssen.
Es war ein guter Plan und in gewisser Weise funktionierte er auch, aber der Verlust der gesammten griechischen Söldnerhopliten, war eine fatale Situation, da es nun kaum noch Flankenschutz gab. Niemand hätte nach den letzten Erfolgen ahnen können, daß unsere besten Nahkämpfer, so schlecht abschneiden würden, murmelte Gyras vor sich hin.
Ganze 5 Phalangen und 4 Bogenschützen, plus der Reiterei, der Generäle und Kommandanten, waren ihnen noch geblieben.
"In Formation und auf zur Stadt" befahl Gyras, als ihn ein Berater aufgeregt ansprach. "Mein Herr es sind viele vom Feind nur verletzt, wir müßen uns um sie kümmern, damit sie uns nicht noch einmal entgegen treten können" "Dafür ist keine Zeit, daß können wir nach der Schlacht noch erledigen" antwortete Gyras "Aber mein Herr, falls wir uns zurückziehen müssen ..." Gyras ließ ihn nicht ausreden, ritt ein wenig näher heran und packte ihn am Kragen und sagte erbost und sehr ernst "Es gibt keinen Rückzug, habt Ihr mich verstanden?". Der Berater schien erschrocken, aber Gyras glaubte zu sehen, daß er nun endlich verstehen würde was hier los ist, was hier passieren wird und ließ von ihm ab um mit den Truppen weiter zu marschieren.
Noch bevor die Truppen in Angriffsposition waren, stürmte die erste Hälfte, der Armee aus der Stadt, die vor der Stadt positioniert war, auf sie zu. "Alles Fanatiker, die spinnen diese Thraker" raunte Gyras ihnen entgegen und schrieh "Für Mut und Ehre, zum ANGRIFF".
Alle gaben ihr bestes und kämpften Tapfer bis zum Schluß, aber die nun fehlende Flankensicherung und die extreme Nahkampfstärke der Thraker, machten auch diesen Etappensieg, zu einen Pyrrhussieg.
Ungefähr 40 Mann der Phalangen und gr. Söldnerhopliten, alle 4 Bogenschützen mit kaum noch Pfeilen und die auf ein drittel reduzierte Reiterei, standen nun 9 frischen und kompletten Einheiten der Thraker gegenüber.
Die zweite hälfte der Armee, die bis dahin in der Stadt verblieben ist, machte sich nun auf den Marsch zur Stadtgrenze. Gyras ritt wiedereinmal vor die Truppe, oder vor den Rest, der noch übrig war und schaute in ihre Gesichter. Sie sahen erschöpft aus, aber nicht verzweifelt, sie hatten ihren Glauben noch nicht verloren und das machte es für ihn umso schwerer, die passenen Worte zu finden, die ihnen nicht noch das bißchen Glauben raubte, den sie noch hatten.
"Männer, Freunde, Brüder, es kommt für jeden einmal die Stunde, in dem er das Ziel über sein eigenes Leben stellen muß, wie es schon so viele zuvor getan haben. Noch heute spricht mann von ihnen, ehrt mann und bewundert sie. Männer ..." er versuchte sich zusätzlich noch mit heroischer Körperpose zu profilieren "...nun ist die Stunde für UNS gekommen, unser Leben für unser Reich zu geben, unser Leben für unsere Brüder, Frauen, Söhne und Töchter zu geben, damit sie nicht das gleiche Schicksal trifft, wie den noch immer unterdrückten Seleukiden hier in Nicomedia und in Pergamum. Wir werden es nicht mehr erleben, aber wir können unseren Nachfolgern ihr Ziel erleichtern. Mit jedem getötetem Feind, den wir in Jenseits schicken, ist es leichter für unsere Nachfolger, dieses Ziel auch zu erreichen. Mit jedem getötetem Feind, wird unser Name höher und weiter starhlen und von mehr Brüdern und Schwestern ausgesprochen und verehrt. Männer es ist die Stunde, unsere Stunde uns mutig dem übermächtigen Feind entgegen und uns ohne Furscht ihm zu stellen." und ein letztes mal erhob er sein Schwert und rief unter dem Jubel der Männer "ZUM ANGIFF" ...
Mittem im Gefecht, schaute sich Gyras, der an forderster Front kämpfte und alle seine Gardeeinheiten verloren hatte, zu seinen Männern um. Stolz erfüllte ihn, der Stolz die Männer zu einer heldenhaften, furschlosen Schlacht verholfen zu haben, so daß sie in Ehren gehalten werden konnten. Doch da schoß ihm ein Gedanke durch den Kopf, wer sollte von ihrer Tat erzählen, wenn alle hier den Tod fanden? Die Thraker ganz sicher nicht, sie würden eher das Gegenteil behaupten. So schaute er in die Runde der noch lebenden und entdeckte einen sehr jung aussehenden Mann, dem die Rüstung viel zu groß zu sein schien. "Junge, wie alt bist Du?" "15 mein Herr" antwortete der Junge. "Kannst Du reiten?" "Ja mein Herr" antwortete er fragend "Nimm mein Pferd und reite nach Osten! Berichte allen von unsererm Tun und laß uns in die Geschichte eingehen! Reite, reite los und blick nicht zurück!". Gyras sah dem Jungen noch ein wenig nach, um sicher zu sein, daß dieser außer Gefahr sei und drehte sich wieder zu der Schlacht. Mit einem Blitzen in den Augen, erhob er sein Schwert zum letzen mal, brüllte so laut er noch konnte, "FÜHR DIE EHRE" und stürzte sich auf die Truppen der Thraker.
Tapfer kämpften sie und Furscht zeigten sie keine und der Feind bekam das auch zu spüren, aber wie es Gyras the Wrathful in seiner letzten Rede schon erwähnte, sie waren es nicht, die das Ziel der Befreiung erreichten und so wurden ihre Namen im gesammten Reich ausgesprochen und verehrt.
Dennoch, über 2000 Mann der Thraker vielen in dieser Shlacht, womit für jeden gefallenen auf eigener Seite, fast 2 auf der Seite der Thraker fielen, weshalb mann es auch als ein Sieg, den letzten Sieg der ersten Armee des Westens bezeichnete und so stand es dann auch geschrieben.
Frühjahr 258v.C.
Aufstand in Petraund Ninive, Seleucia erklärt sich für unabhängig ...
Sämtliche Gelder werden in die Aushebung einer neuen Armee des Westens und in die Komplettierung der Armee des Ostens gesteckt, die schon ferigen Truppen der Armee des Ostens, belagern zusammen mit der Garnision Seleucia.
Wie wird es weitergehen? Der Süden und der Osten sind soweit gesichert, aber die Armeen werden noch auf Jahre damit beschäftigt sein, rebellische Städte wieder dem Reich anzugiedern und die Grenzen zu sichern.
Was die Pontier als nächstes Planen ist nicht bekannt.
Die Aufstellung der Armee des Nordens, wird noch einige Monate dauern und der Marsch nach Nicomedia ebenso. Mann kann nur hoffen, daß die Verluste der Thrakier ebenfalls so hoch waren, daß sie bis dahin nicht weiter expandieren.
Wird sich das Reich von diesem Verlust erhohlen, oder werden die zahlreichen Feinde diese Schwäche ausnutzen, mann wird es sehen ....