RP: Kaiserreich Österreich

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Ansicht erweitern Die letzten Beiträge des Themas: RP: Kaiserreich Österreich

von General Wallenstein » Di 22.08.2006, 11:19

Der Kaiser war dieser Tage sehr angespannt, weniger ob der lächerlichen Berichte vom Kongress zu Versailles, bestätigten die dort versammelten Häupter doch nur neuerlich wie wenig souverän und ehrbar diese waren. Der König von Spanien hatte einige neue Lakaien, allen voran den durch Inzest mit seiner Schwester gezeugten Herzog von Braganza erworben, oder sollte man lieber sagen durch eine glückliche Fügung Gottes erhalten.

Die Frage war ob einige zusätzliche, unfähige Mannen die Lage für ihn und seinen französischen Handlanger wirklich verbessern würden. Und auch die zusätzlichen Gelder die hierdurch für besagte Allianz der Lächerlichkeit waren letztendlich nutzlos, denn was nützte gutes Geld in Händen schlechter, unfähiger Männer.

Die wirklich interessanten Entwicklungen dieser Tage spielten sich also weniger im Feindesland ab, denn mehr in den Landen von Lothringen von England, hatten die österreichischen Gesandten dort doch schlüssige und unumstößliche Argumente wider der Ehrlosigkeit und dem Verrätertum in der Heiligen Allianz der Selbstsucht und Machtgier offenbart.

Nun konnte man nur mehr hoffen das in diesen Landen weniger Lakaien denn wahre Herrscher regierten und somit die richtige Seite als die ihre anerkennen würden.

Die Seite der Ehre...
Die Seite der Treue...
Die Seite der Fähigkeit...
Die Seite des Siegers...

Andernfalls würden die Truppen dieser Lande am Ende dem König von Frankreich unterstellt, welcher dieser irgendwo verschusseln würde und dann nicht mehr wüsste wo diese waren, aber vermuten würde sie wären in Frankreich.

Der Kaiser war wahrlich amüsiert, bislang hatte er dem spanischen Lakaien in Paris keinerlei Talente zugestehen wollen, doch dies musste er nun revidieren.

Als Hofnarr war dieser Mann wahrlich eine Bereicherung für jede Ansammlung des Pöbels.

von General Wallenstein » Fr 18.08.2006, 10:02

Dieser Tage Abende stand das Volk aus allen Teilen des Landes vor dem Schloss zu Wien und machte seinen Wünschen lautstark Luft. Doch entgegen der Üblichkeit in anderen Landen, wie etwa Frankreich oder Russland, schrieen die Menschen hier nicht gegen sondern für ihren Herrschen.

Das Volk hatte die selbstlose Tat ihres Kaisers erfahren und ward nun vor diesen gezogen um ihm seine volle Unterstützung und den strikten Kampfeswillen zu erweisen.

In Anbetracht dieses historischen Schulterschlusses zwischen dem Kaiser und seinem Volke, trat dieser alsbald vor seine Kinder.

"Unsere geliebte Kinder

Wir sind von Eurer Aufrichtigkeit und Eurer Entschlusskraft zutiefst gerührt und werden Eurem Wunsche entsprechen und diesen unseligen Kriege zu einem guten Ende führen. Wir versprechen Euch, Unserem geliebten Volke hiermit feierlich nicht eher zu Ruhen, ehe auch nicht der letzte verräterische Hund bestraft und der letzte Aggressor zerieben worden ist.

Zum Wohle des Reiches, zum Wohle Österreichs, zum Wohle Unserer geliebten Kinder, Unserem geliebten Volke."


Die Rede wurden allenorts in Österreich mit großem Jubel und Begeisterungsstürmen aufgenommen.

von General Wallenstein » Fr 18.08.2006, 09:32

Der Franzose wird nach Hause geschickt.

von Neoderich » Do 17.08.2006, 11:48

Ein Kurpfälzer tritt vor den Minister Auersperg und verkündet die Worte des Kurfürsten der Pfalz.

"So saget Eurer Majestät das Wir, Kurfürst Johann Wilhelm mit voller Inbrunst auf Seiten Eurer Majestät in diesem Kriege gefochten haben und dies eine Ehre für Uns ward. Und ebenso ehrvoll wie Wir im Kriege zu Eurer Majestät standen, werden Wir auch in dieser schweren Stunde der Schmach zu Eurer Majestät stehen.

Die Kurpfalz wird daher ehrvoll zu ihrem Teil der Kriegslast stehen."

von Admiral Yamamoto » Do 17.08.2006, 11:33

Ein osmanischer Bote erbittet dem Kaiser eine Nachricht des Sultans überbingen zu dürfen.

von General Wallenstein » Do 17.08.2006, 11:30

Da sich Ihre Majestät zur Zeit nicht genehm fühlt, tritt der Fürst von Auersperg vor den französischen Gesandten.

"Werte Eminenz

Wir wünschen eine sofortige Einstellung sämtlicher Kampfhandlungen mit dem Königreich Frankreich uns seiner Alliierten, dies ist in der Sorge Ihrer Majestät um seine geliebten Kinder, seinem Volke begründet.

Ihre Majestät erbittet sich hierbei keinerlei Schonung für seine Person, sondern nur für seine geliebten Kinder, sein Volk und seine getreuen Verbündeten, welchen nicht die Last dieses Krieges anzulasten ist. Ihre Majestät übernimmt die vollen Konsequenzen dieses Krieges und erhofft sich Mildtätigkeit gegenüber den Fürsten aus der Kurpfalz, Württemberg, Savoyen und Bayern und sämtlicher dritter Fürsten, welche auf österreichischer Seite ihre Kaisergetreue Pflicht verrichtet haben.

Möge dieser glorreiche Sieg Eures Königs nur mehr durch seine weise Barmherzigkeit übertroffen werden."


von Balduin v.Bouillon » Mi 16.08.2006, 22:59

Seine Majestät konnte die neusten Berichte nicht glauben, eigentlich hatte er sich selber geschworen keinen Gesannten nach Wien zu schicken..jedoch jetzt sieht das ganze anders aus.

Seine Majestät Ludwig der XIV. schickt Kardinal Pierre de Bonzi als Unterhändler nach Wien. Er soll die Beweggründe des Kaisers in Erfahrung bringen.

Kardinal Pierre de Bonzi tritt vor seiner kaiserlichen Majestät Leopold von Habsburg. Er verneigt sich leicht und begint zu sprechen.


Euer Majestät, König Ludwig läßt euch herzlichst grüßen, seine MAjestät ist sehr überrascht das ihr von euch aus kapitulieren wollt. Er bittet euch ihm gegenüber Freundlichkeit zu zeigen und ihm euer Vorgehen zu erklären.

Desweiteren läßt Ludig ausrichten das mit den Monaten sein Groll gegen euch nachgelasen habe, Frankreichs Forderungen werden human ausfallen, wir hoffen sehr das unsere Verbündete unseren Beispiel folgen werden!

Seine Majestät hart eurer Antwort..sollte euer Angebot von wahrer Natur sein wird Ludwig höchstpersönlich sich auf den Weg nach Wien machen um diesen undankbaren Krieg zu beenden.

von General Wallenstein » Mi 16.08.2006, 22:40

Mit schwerer Miene setzte der Kaiser seine Unterschrift unter das Dokument.

von Canaris » Di 15.08.2006, 09:30

Nachdem der savoyische Gesanndte die neuesten Nachrichten vom südlichen Kriegsschauplatz berichtete, gab er dem Hofmarschall noch eine Nachricht von seinem Herrn an den Kaiser ab.

"Wir gratulieren Ihrer allerkatholischsten Majestät zu den ständigen Siegen der kaiserlichen Truppen an allen Fronten und können freudig vermelden, dass die Franzosen an der savoyischen Grenze inzwischen mehr Trosshuren und Marketenderinnen als Reisige in ihrem Heerzug haben."

von Heinrich Heine » Di 15.08.2006, 08:49

Komm lieber Mai und mache,
die Bäume wieder grün
und lasset uns am Bache
....

Karl, des Kaisers Leopold jüngerer Sohn, nicht thronberechtigt in Wien, bestimmt dennoch nicht unwesentlich die Ereignisse in Europa mit. So ist der Bruder des Kronprinzen Joseph doch auserkoren als Gegenkandidat zum Enkel des Franzosen-Louis die Geschicke Spaniens in die HAnd zu nehmen.
Im Moment ist er aber ein König von Spanien ohne Reich und so vergnügt er sich mehr schlecht als recht in der Hofburg und geht derweilen Vater und Bruder mächtig auf die Nerven, die ihn lieber sofort nach Madrid schicken würden.
Karl ist nicht dumm, aber unter vorgehaltenener Hand bezweifelt man schon lange seine Eignung als Regent. Es gibt da aber noch ein weiteres Problem, Kronprinz Joseph hat mit Ausbruch des Krieges geschworen, erst dann sich um Nachwuchs zu kümmern, wenn der Krieg vorbei ist. Er will kein Kriegskind. Doch diese Gefahr die er dem Reich damit aussetzt ist ihm in seinem jugendlichen Leichtsinn wohl nicht bewußt. Er ist ständig mit Prinz Eugen an der Front und setzt sich große Gefahren, sehr zum Leidwesen der daheimgebliebenen Gemahlin und des Kaisers, aus. Wenn er sich mal da nicht überschätzt....

Aber das ist gar nicht der Grund warum Karl für kurze Zeit seine Vergnügungen vergißt. Als designierter König von Spanien hat er eine Verantwortung gegenüber den verblichenen verwandtschaftlichen Ahnen auf der iberischen Halbinsel. Und so werden immer wieder Gesandte in Wien vorgelassen, die zu ihm wollen und nicht zum Kaiser. Zu ihm, dem Gegenkönig von Philipp.

Nicht immer sind die Gesandten ehrbar, es sind durchaus Lumpen und zwielichtige Gestalten darunter, aber wer die Macht erobern und festhalten will, muß für alle Seiten offen sein. Außerdem erfährt er dadurch aus erster Hand wichtige Informationen über die spanischen Zustände.
Sein Schattenkabinett besteht zwar nur aus zwei Personen, aber wenigstens eine ist loyal zum König Philipp und so gibt es auch in Wien durchaus wichtige Informationen, die man in Madrid eigentlich verheimlichen will.

So steht also wieder ein fein gepuderter und stolzer Spanier vor Karl und beginnt sein Bericht:

"Eure Hoheit, wir organisieren den Widerstand im spanischen Untergrund gegen den unbeliebten Philipp, aber es fehhlt einfach an Geld. Die Basken und Andalusier verfügen über Hitzköpfe, aber ohne Geld ...."

Karl senkt die Augen was Cyran de Bergerac nur zu gut deuten kann. Seitens seiner Familie ist kein weiterer Zuschuß zu erwarten, jetzt stehen Polen und die Rebellen in Ungarn um Rakoczy im Vordergrund. Also hob er nach einer Pause erneut an.

"Viele spanische Adelsgeschlechter, die ihre Loyalität zu euch und Habsburg öffentlich bekundeten, wurden verhaftet. Was jedoch Besorgnis erregt ist, das das spanische Volk teilnahmslos diesen Affront gegen die eigenen Fürsten hinnimmt. Auch die Steuererhöhungen werden still geduldet. Die unter französischer Flagge aktiven Militäteintreiber machen vor nichts und niemanden Halt. Spanien gleicht einem einzigen Feldlager...."

Karl antwortet mit Stirnrunzeln über die neuste Entwicklung

"Aber es gibt auch positive Meldungen. Die Schiffe aus Übersee liegen immer noch fest. Das so stark benötigte Gold aus den Kolonien wird auch weiter, solange der spanische Thron vakant ist, nicht nach Europa weitergeleitet. Es ist eine Tragikomödie, daß dieses euch rechtmäßig zustehende Gold nicht verfügbar ist. Aber Gott sei Dank eben auch nicht für Louis Enkel in Madrid. Wie lauten eure Befehle?"

Karl versank in langes Nachdenken, aber bevor sein Gegenüber Zweifel an der Entscheidungsschnelligkeit anmelden konnte hob er an.

"Nun, ich werde meine Vertrauten an den europäischen Höfen anschreiben und versuchen an weiteres Geld bezw. Kredite zu kommen. Versprechen kann ich nichts, ihr wißt, jeder ist in diesen düsteren Tagen auf sich allein gestellt. Nehmt Kontakt zur Heiligen Inquisation auf und versucht dort ein paar einflußreiche Personen zu finden, die auf die Gotteslästerung und den Niedergang der spanischen Monarchie seit Philipp hinweisen. Bringt mir Beweise, egal wie ihr diese besorgt, die davon zeugen, das Philipp sich selbst sein Grab schaufelt. Und vor allem..."

Karl winkt den Gesandten zu sich und flüstert ihm etwas ins Ohr um dann mit einem Stoßseufzer die Audienz zu beenden.

"... ach, es ist schon seltsam wie sich die Fürsten die Köpfe einschlagen. Ich bin sehr in Sorge ob des Gleichgewichtes der Dynastien. Da wird im Norden Schweden gerupft und keiner unternimmt etwas. Da werden im HRRDN neue Grenzen gezogen und kleinere Fürstentümer verschwinden von der Bildfläche, die eine große Vergangenheit hatten. - Hmmh, unsereins versteht den Franzosen nicht, er kämpft zwar in Italien und am Rhein, aber den Machtzuwachs von Dänemark und Rußland auf Kosten Schwedens nimmt er genauso hin, wie einige andere Herrscher. Doch Schweden war doch immer ein treuer Kamerad von Frankreich?? Hier muß man sich fragen, ob der Rheinkrieg wichtiger ist als eine langfristige Stärkung Rußlands. Was, wenn der Krieg der Habsburger gegen Sachsen-Polen, eine polnische Teilung als Ergebnis hat? Wenn Polen ebenso aus dem Kreis der Großmächte ausscheidet und Brandenburg, Österreich sowieso und Rußland nach reiflicher Überlegung, sich schadlos an polnische Gebiete halten?
Was meinen die Engländer und Niederländer dazu, denn dies hat auch wirtschaftliche und handelstypische Auswirkungen. Aber ich will euch nicht aufhalten."

Cyran de Bergerac zieht seinen Hut und verläßt den Raum, Karl verweilt in Gedanken versunken einige Augenblicke um schließlich einen Luftzug am Fensterstore zu bemerken und auszurufen

"Komm meine kleine Gespielin und tröste mich über die Last der Regierung hinweg. Euer Wunsch einmal dabei zu sein bei einem Gespräch habe ich nun erfüllt, jetzt erfüllt im Gegenzug meine Wünsche."

So mochte sie ihn, trotz der melancholischen ernsten Seite wenn er regieren muß, blieb er privat doch immer noch ein Jüngling der einfach nicht erwachsen werden will.

Beide verschwanden scherzend und ritten wenig später aus.

Nachdenklich sah eine weitere Person den beiden hinterher....

von General Wallenstein » Fr 04.08.2006, 12:08

Kaiserlicher Erlass

Hiermit erklären Wir, Leopold von Habsburg, durch Gottes Gnaden Römischer Kaiser, König von Ungarn, König von Böhmen, König von Kroatien und Slawonien, Erzherzog von Österreich, Fürst von Moldawien und Fürst der Walachei, den Übergang des Erzstifts von Köln und somit des weltlichen Besitz und sämtlicher hierrunter fallender Titularien - mit Ausnahme der Kurwürde - des Geächteten Joseph Clemens, rechtmäßig und unwiderruflich zum Wohle des Reiches an den Kurfürsten Johann Wilhelm von Wittelsbach.

Das Amt und die Titularien des Erzbischofs von Köln bleiben hierbei natürlich unangetastet und so wird sicherlich alsbald, mit dem Segen des Heiligen Vaters zu Rom, ein neuer Diener Gottes seinen wohlwollende Tätigkeit in Köln aufnehmen können.

Die vakante Kurwürde wird nach reichlicher Überlegung und manigfaltiger Zusprache aus dem Reiche, dem ehrenwerten Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg übertragen. Möge sich dieser geschätzte Fürst des Reiches der großen Verantwortung welcher dieser Stande mit sich bringt würdiger erweisen, als sein verräterischer Vorgänger."


Bild

Im Namen Gottes und zum Wohle des Reiches

Leopold I. von Österreich

Römischer Kaiser
König von Ungarn
König von Böhmen
König von Kroatien und Slawonien
Erzherzog von Österreich
Fürst von Moldawien
Fürst der Walachei

von General Wallenstein » Di 01.08.2006, 22:59

Der Kaiser ruhte sich von den harten Tagen voller Sitzungen und sonstiger Regierungstätigkeiten aus und suchte sich etwas zu erholen. Sicherlich würde die bevorstehende Zeit ihm noch mehr abverlangen als bisher, auch wenn der Krieg so gut wie gewonnen schien ob der Unfähigkeit der französischen Unfähigkeit auf dem ´Sonnenthron´.

Aber war dies der Wunsch des Kaisers gewesen?

Die Zerschlagung der französischen Lande?

Nein, doch wurde ihm dies aufgezwungen durch den verblendeten Lakaien des Spaniers in Paris.

von General Wallenstein » Di 01.08.2006, 22:22

Kaiserlicher Erlass

Hiermit erklären Wir, Leopold von Habsburg, durch Gottes Gnaden Römischer Kaiser, König von Ungarn, König von Böhmen, König von Kroatien und Slawonien, Erzherzog von Österreich, Fürst von Moldawien und Fürst der Walachei, die ultimative Aufforderung an das Königreich von Spanien, sich umgehend einem bedingungslosen Waffenstillstands mit anschließenden Friedensverhandlungen mit dem Kaiserreich von Österreich zu begeben.

Sollte dieses letzte, gnädige Gebot der christlichen Nächsteliebe durch den spanischen König nicht angenommen werden, trägt dieser die alleinige Verantwortung für die darauf erfolgenden Schritte und dies in der Gewissheit, dass kein gleichgestellter Frieden mehr ausgehandelt werden wird. Unabdingbar ist im Falle einer Einsicht des spanischen Königs die umgehende Rückgabe Modenas an dessen rechtmäßigen Fürsten und die Abbitte gegenüber dem Heiligen Vater und jedes Fürsten des Heiligen Römischen Reiches, ob der Lügenschaften gegenüber dem Papst und dem Reiche.

Dieser Akt der christlichen Friedensliebe Ihrer Majestät wird in allen Landen verlautbart, auf das ein jeder erkennen mag, welche Partei es ist die den Kriege dem Frieden vorzuziehen wünscht."


Bild

Im Namen Gottes und zum Wohle des Reiches

Leopold I. von Österreich

Römischer Kaiser
König von Ungarn
König von Böhmen
König von Kroatien und Slawonien
Erzherzog von Österreich
Fürst von Moldawien
Fürst der Walachei

von General Wallenstein » So 30.07.2006, 23:49

In Wien vernahm der Kaiser die Kunde über die Eroberung der badischen Lande durch seine getreuen Verbündeten im Reiche mit höchster Frohlockung, wenngleich dieser Triumph teuer erkauft worden war.

´Doch das von Gott gegebene Recht hatte sich einmal mehr gegen die französische Willkür durchgesetzt.´

Über die Aufstände in Ungarn zeigte sich Ihre Majestät hingegen wenig berührt, ein paar ungebildete Bauern welche vom französischen König aufgewiegelt worden waren würden kaum eine Gefahr für das Hause Habsburg darstellen. Jedoch zeugte diese ehrlose Tat des spanischen Lakaien in Paris nur neuerlich, von welch niederer Herkunft dieser selbsternannte Sonnenkönig doch war.

Nur ein niederer Bauerntölpel konnte so tief herabsinken in seiner Verzweiflung ob des durch seine eigenen Unfähgigkeit bereits verlorenen Krieges, mit Mordbuben und allererlei sonstigen Schurken zu paktieren.

von General Wallenstein » Sa 29.07.2006, 23:42

Die Nachrichten aus Moskau ließen in Wien die allgemeine Heiterkeit nur weiter anschwellen. Das vermeintliche Domkapitel von Köln, eine Anreihung Reichsverräterischer Adliger, hatte sich also in den Schutz ihres Anstifters nach Russland begeben.

´Welch herber Verlust für das Reich diese Abwanderung solch integerer Mannen doch ist...´

Sicherlich würde man somit alsbald ein neues Domkapitel in Köln zusammenstellen, welches sich dann mit der Kandidatenliste für den neuen Erzbischof von Köln zu befassen hatte.

Was mit den Konvertiten zum orthodoxen Glauben passieren würde, nun, der Zar würde sich dieser Kerle schon entledigen wenn er dieser wie eines streunenden Tanzbären überflüssig war.

Und der Zar galt als äußerst schnell überdrüßiger Mensch.

von General Wallenstein » Sa 29.07.2006, 23:02

Der Kaiser sinnierte gerade in der Abgeschiedenheit seiner Gemächer über einigen wichtigen Depeschen, als sein Kammerdiener ihm die Nachricht vom Tode des Mecklenburgischen Fürsten überbrachte. Ihre Majestät vernahm die Kunde über das Ableben des Fürsten mit geringer emotionaler Regung, war die Bindung zu Lebzeiten kaum vorhanden gewesen und hatte sich der alternde Mann zusehen in Altersstarrsinn und Unvernunft verstrickt.

´Nun haben die Sypilis und die Völlerei ihr Übriges getan...´ Dachte der Kaiser bei sich und wandte sich wieder den wichtigen Dingen zu.

Um die heuchlerische Trauer bestellten sich ohnedies bereits viel artverwanderte Mannen.


von General Wallenstein » Fr 28.07.2006, 10:41

Viel Missgunst und Intrige war dieser Tage gegen den Kaiser zu Wien gerichtet worden, doch inzwischen hatte man sich im Schloss Schönbrunn an diese von Neid und Habgier geprägte Politik mancher Regentschaften gewöhnt und sich damit arrangiert. Eine nicht ganz unerwartete Wendung erwog sich inzwischen im Falle des geächteten Reichsverräters Joseph Clemens von Bayern, für dessen Leben sich nun sein Bruder, der Kurfürst von Bayern zu verwenden schien. Einst hatten Beide, Joseph Clemens, als auch Maximilian Emanuel von Bayern gegen den Kaiser intrigiert und Schande über sich und das Reich geladen, doch der Kaiser gewährte Beiden seine gnädige Absolution.

Während sich Maximilian Emanuel von Bayern als reuiger Sünder gezeigt und sich fortan treu zu Reich und Kaiser gestellt hatte, schien sich diese Ehrbarkeit bei seinem Bruder Joseph Clemens weniger stark ausgeprägt zu haben.

Eine Entscheidung musste und würde alsbald getroffen werden...

von General Wallenstein » Di 25.07.2006, 19:55

Der Kaiser frohlockte innerlich über diesen diplomatischen Erfolg, an welchen er schon nicht mehr zu glauben gewagt hatte. Sogleich deutete er dem Fürsten zu Auersperg dem Gesandten ein entsprechendes Schriftstück zu überreichen, welchem nur noch das Siegel des Fürstbischofs von Würzburg fehlte.

"Wir freuen Uns ob dieser guten Entscheidung des weisen Fürstbischofs und sind Uns sicher, das Unser beider Lande davon profitieren werden."

von Trajan » Di 25.07.2006, 19:51

Zu Weibersbrunn verneigte sich vor dem Kaiser.

Eure kaiserliche Majestät! Unser Herr der Fürstbschof läßt Euch die besten Grüße übermitteln und er entschuldigt sich zum einen für die "Übergriffe" auf Berlin aber er meinte einem katholischen Fürsten beistehen zu müssen. Der Gesandte seufzte. Dann läßt er noch ausrichten das sich Würzburg der katholischen Liga anschließe.

von General Wallenstein » Di 25.07.2006, 19:46

Der Fürst von Auersperg empfing den Gesandten aus Würzburg mit offenen Armen und wenig später stand dieser bereits vor ihrer Kaiserlichen Majestät, Leopold I. von Habsburg.

"Werter zu Weibersbrunn

Man trug Uns zu Ihr hättet Neuigkeiten vom Fürstbischof zu Würzburg für Uns, so sprecht doch bitte."

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