von Azrael » So 18.10.2026, 12:44
Naja, da Sozialwohnungen ja aktuell, wie es konstruiert ist, irgendwann aus einer Mietpreisbindung rausfallen, kann der Wohnkonzern, der sie errichtet hat, dann die Miete an den Mietspiegel anpassen. Da wird dann schon eine recht starke Mieterhöhung dann bei dieser besagten, ehemaligen Studentin reintrudeln. Da regelt also der Markt schon.
Aber man muss ja auch noch eine andere Seite betrachten: Das extra Einkommen, das die dann Topverdienerin ansparen kann, kann sie in Kinder, in die eigene Rentenvorsorge auch schlicht in Konsum investieren.
Es ist ja allermeistens eben nicht so, dass das Geld einfach, als ob man es in ein schwarzes Loch werfen würde, verschwindet, damit wird ja in aller Regel immer noch in irgendeiner Form für die Gesellschaft etwas förderliches getan.
Das von euch vorgeschlagene Modell würde bedingungen, dass 1) Wohnungen nicht aus der Sozialbindung rausfallen und 2) diese Sozialwohnungen in Staatshand bleiben sowie 3) es gesetzliche Regelungen dafür gibt, dass der Staat regelmäßig die Einkommensverhältnisse der Bewohner einer solchen Sozialwohnung prüfen und ggf. diese rausschmeißen darf.
Ein zentrales Problem, was ich hier sehe ist der Verwaltungsaufwand, den ihr selbst erkannt habt: Woher die zusätzlichen Beamtenarbeitsstunden nehmen? Die Behörden sind ja jetzt schon heillos überfordert, Behördenbearbeitungsvorgänge dauern Wochen, wenn nicht Monate oder gar Jahre (je nachdem, über welche Behörde man jetzt genau spricht) und wir haben demographischen Wandel.
Auch das ist eine Facette, warum zumindest im öffentlichen Diskurs eher Bürokratieabbau angestrebt wird, weil die Gesellschaft das auch merkt.
Wenn man jetzt noch einen Verwaltungsapparat draufklatscht und den mit bestehenden Beamten auffüllen muss, weil nicht genug nachkommen, dauern Behördenvorgänge noch länger.
Da wäre eine simplere Fire-and-Forget-Lösung in meinen Augen besser geeignet: Man vermietet grundsätzlich nur befristet.
Um beim Beispiel der Studentin zu bleiben:
Die Studentin hat BaföG beantragt und bewilligt bekommen, damit holt sie sich einen Wohnberechtigungsschein und kommt in solch eine Sozialwohnung. Der Mietvertrag wird auf 5 Jahre geschlossen. Das ist genug Zeit, um in Regelstudienzeit + ein bisschen Puffer zumindest ein Bachelor-Studium durchzukriegen.
Der Mietvertrag kann nur gegen Vorlage eines neuen Wohnberechtigungsscheins verlängert werden, den sie ja nur kriegt, wenn die Bedürftigkeit weiterhin vorliegt, z.B. jetzt noch Master drangehangen und neues BaföG dafür bewilligt bekommen.
Selbst wenn sie dann z.B. vorzeitig das Studium abschließt und Topverdienerin wird, spätestens nach Ablauf dieser Periode ist die Dame raus aus der Sozialwohnung.
Jährliche Einkommensprüfungen und damit viel Bürokratie kann man sich so sparen.
Und wenn man sagt "5 Jahre sind zu lang/kurz", ist das ein Zahnrad, an dem man zum Feinjustieren drehen kann je nach politischem Gusto.
Das kann auch gerne parallel zu bestehenden Studierendenwerken laufen, denn die haben in aller Regel sowieso nicht genug Wohnraum in eigenen Studierendenwohnheimen, um dort alle Studierenden unterzubringen.
Naja, da Sozialwohnungen ja aktuell, wie es konstruiert ist, irgendwann aus einer Mietpreisbindung rausfallen, kann der Wohnkonzern, der sie errichtet hat, dann die Miete an den Mietspiegel anpassen. Da wird dann schon eine recht starke Mieterhöhung dann bei dieser besagten, ehemaligen Studentin reintrudeln. Da regelt also der Markt schon.
Aber man muss ja auch noch eine andere Seite betrachten: Das extra Einkommen, das die dann Topverdienerin ansparen kann, kann sie in Kinder, in die eigene Rentenvorsorge auch schlicht in Konsum investieren.
Es ist ja allermeistens eben nicht so, dass das Geld einfach, als ob man es in ein schwarzes Loch werfen würde, verschwindet, damit wird ja in aller Regel immer noch in irgendeiner Form für die Gesellschaft etwas förderliches getan.
Das von euch vorgeschlagene Modell würde bedingungen, dass 1) Wohnungen nicht aus der Sozialbindung rausfallen und 2) diese Sozialwohnungen in Staatshand bleiben sowie 3) es gesetzliche Regelungen dafür gibt, dass der Staat regelmäßig die Einkommensverhältnisse der Bewohner einer solchen Sozialwohnung prüfen und ggf. diese rausschmeißen darf.
Ein zentrales Problem, was ich hier sehe ist der Verwaltungsaufwand, den ihr selbst erkannt habt: Woher die zusätzlichen Beamtenarbeitsstunden nehmen? Die Behörden sind ja jetzt schon heillos überfordert, Behördenbearbeitungsvorgänge dauern Wochen, wenn nicht Monate oder gar Jahre (je nachdem, über welche Behörde man jetzt genau spricht) und wir haben demographischen Wandel.
Auch das ist eine Facette, warum zumindest im öffentlichen Diskurs eher Bürokratieabbau angestrebt wird, weil die Gesellschaft das auch merkt.
Wenn man jetzt noch einen Verwaltungsapparat draufklatscht und den mit bestehenden Beamten auffüllen muss, weil nicht genug nachkommen, dauern Behördenvorgänge noch länger.
Da wäre eine simplere Fire-and-Forget-Lösung in meinen Augen besser geeignet: Man vermietet grundsätzlich nur befristet.
Um beim Beispiel der Studentin zu bleiben:
Die Studentin hat BaföG beantragt und bewilligt bekommen, damit holt sie sich einen Wohnberechtigungsschein und kommt in solch eine Sozialwohnung. Der Mietvertrag wird auf 5 Jahre geschlossen. Das ist genug Zeit, um in Regelstudienzeit + ein bisschen Puffer zumindest ein Bachelor-Studium durchzukriegen.
Der Mietvertrag kann nur gegen Vorlage eines neuen Wohnberechtigungsscheins verlängert werden, den sie ja nur kriegt, wenn die Bedürftigkeit weiterhin vorliegt, z.B. jetzt noch Master drangehangen und neues BaföG dafür bewilligt bekommen.
Selbst wenn sie dann z.B. vorzeitig das Studium abschließt und Topverdienerin wird, spätestens nach Ablauf dieser Periode ist die Dame raus aus der Sozialwohnung.
Jährliche Einkommensprüfungen und damit viel Bürokratie kann man sich so sparen.
Und wenn man sagt "5 Jahre sind zu lang/kurz", ist das ein Zahnrad, an dem man zum Feinjustieren drehen kann je nach politischem Gusto.
Das kann auch gerne parallel zu bestehenden Studierendenwerken laufen, denn die haben in aller Regel sowieso nicht genug Wohnraum in eigenen Studierendenwohnheimen, um dort alle Studierenden unterzubringen.