"Diese undankbaren Kolonisten" - General Blouse Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg

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von KAreil » So 30.08.2026, 13:15

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19. April 1775 - 1340, zwischen Concord und Lexington, Massachusetts

Zwanzig Minuten liegen Schwaden von Schießpulverdampf über Meriams Corner und einige Rotröcke sind liegengeblieben, aber Lieutenant-Colonel Smith hat es geschafft den Großteil seiner Brigade von den amerikanischen Milizen zu lösen. Major Pitcairn deckt mit den Plänklern seiner leichten Infanterie den Rückzug und die Grenadiere von Captain Hughes fühlen bereits auf der Straße Richtung Lexington vor.
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In Lexington hat sich mittlerweile auch ein schweres Gefecht entwickelt, die Royal Marines unter Major Canlon haben Teile der Stadt besetzt und liefern sich Feuergefechte mit den Rebellen. Die Briten haben ein paar wenige leichte Geschütze in Stellung gebracht und können sich so gegen die immer mehr werdenden Milizen halten. Vor allem über die Watertown Road erhalten die Rebellen Verstärkungen, aber genau dort wollen die Briten zum Angriff ansetzen. Lieutenant-Colonel Bernard mit dem 23rdFoot und Lieutenant-Colonel Blunt mit dem 4thFoot Bataillon versuchen in die Flanke vorzustoßen.
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Der Kampf um Lexington beginnt. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Großbritannien=mattrot | Amerika=hellblau| Siegpunktfelder=gelb - ACHTUNG: eigene rot und oben ist nicht Norden sondern Nordosten, gilt für alle Bilder)

von KAreil » So 30.08.2026, 12:52

Greenhorn hat geschrieben:Wann geht es denn hier mal weiter?

Geduld Ihr haben müsst, junger Padawn. ;)

Wir spielen hier PBEM und beiderseits gibt es eher unstete Zeit um zu Spielen, es geht weiter und zufälligerweise sogar heute noch, aber generell müssen die mitlesenden Regenten hier etwas Geduld aufbringen.

von Greenhorn » So 30.08.2026, 02:43

Wann geht es denn hier mal weiter?

von Arminius » Fr 10.07.2026, 14:38

Alith Anar hat geschrieben:Eine neue ? Habt Ihr da mal einen Link zu ?
Die Videos sind hier zu finden: https://www.arte.tv/de/videos/127477...e-der-usa-1-6/. Natürlich auch am Endgerät Eurer Wahl in der Arte Mediathek.



PS. Eine sehr viel kürzere Dokumentation mit einem anderen Schwerpunkt zu dem Thema findet sich unter folgendem Link: https://www.arte.tv/de/videos/122152-00 ... -freiheit/ Sie heißt "Amerikas Aufbruch in die Freiheit. Der Unabhängigkeitskrieg" und ist noch bis zum 19. September 2026 bei Arte zu sehen.

von Mortimer » Do 09.07.2026, 21:05

Arminius hat geschrieben:Nachdem Wir mit der neuen Doku von Ken Burns zum amerikanischen Unabhängigkeitskrieg begonnen haben, würden Wir Uns über weitere Updates sehr freuen.

Hier gehts zur sehenswerten Doku: https://www.arte.tv/de/videos/127477-00 ... r-usa-1-6/
Wir haben inzwischen fünf der sechs Teile gesehen und wollten auch schon darauf hinweisen. Wir sind sehr davon angetan, auch wenn uns die Darstellung fast schon zu episch ist (jeder Teil hat locker Spielfilmlänge). Man erfährt aber sehr viel über die Hintergründe. Etwas knackiger und stärker auf die militärischen Operationen fokussiert ist die vergleichbare Doku von Epic History. Die Reihe ist aber noch nicht abgeschlossen:

von Alith Anar » Do 09.07.2026, 09:56

Arminius hat geschrieben:Nachdem Wir mit der neuen Doku von Ken Burns zum amerikanischen Unabhängigkeitskrieg begonnen haben, würden Wir Uns über weitere Updates sehr freuen.
Eine neue ? Habt Ihr da mal einen Link zu ?

von Arminius » Do 09.07.2026, 09:22

Nachdem Wir mit der neuen Doku von Ken Burns zum amerikanischen Unabhängigkeitskrieg begonnen haben, würden Wir Uns über weitere Updates sehr freuen.

Hier gehts zur sehenswerten Doku: https://www.arte.tv/de/videos/127477-00 ... r-usa-1-6/

von Arminius » Fr 05.06.2026, 13:11

Wir möchten Euch als Schmied glorreicher Epen vor den Gnaden King Georg III. auf einen vermeintlichen Tipper untertänigst hinweisen. Ihr schreibt in Euren fesselnden Berichten als erste Überschrift mehrfach „12. April 1775 - …“. Dies soll vermutlich der Verwirrung der verwirrten abtrünnigen Pilgerväter dienen. Unterhalb mancher Gemälde des uns unbekannten Künstlers Johann Tiller steht das Datum mit „19. April 1775“ eventuell richtig?

von KAreil » Fr 05.06.2026, 11:05

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19. April 1775 - 1320, zwischen Concord und Lexington, Massachusetts

Ein heftiges Feuergefecht entspinnt sich beiderseits der Straße vor Meriams Corner. Die amerikanischen Milizen haben sich hauptsächlich im Wald links der Straße verschanzt und feuern in die sich entfaltenden britischen Linien. Lieutenant-Colonel Smith und Major Pitcairn versuchen mit der leichten Infanterie die Straße freizukämpfen, aber sie kommen nur wenig voran. Die Rebellen haben gute Stellungen und geben nur äußerst wenig nach.
Captain Hughes führt das Groß der Grenadiere inzwischen rechts der Straße in die Flanke der Kolonisten, aber diese haben eine tief gestaffelte Verteidigung und weitere Milizen kommen aus Nordosten heran.
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Die Verstärkungen von Brigadegeneral Percy kommen auch nicht wie geplant voran, sie werden in Lexington von den dortigen Milizen aufgehalten. Diese haben sich anscheinend nach den Vorkomnissen heute morgen wieder gesammelt und zwingen die Briten auch dort zum Angriff.
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Die Briten versuchen bei Meriams Corner durchzubrechen. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Großbritannien=mattrot | Amerika=hellblau| Siegpunktfelder=gelb - ACHTUNG: eigene rot und oben ist nicht Norden sondern Nordosten, gilt für alle Bilder)

von KAreil » So 17.05.2026, 12:40

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19. April 1775 - 1305, zwischen Concord und Lexington, Massachusetts

Wie befürchtet entwickelt sich der kleine Aufstand in Concord in einen richtigen Schießkrieg, amerikanische Milizen haben eine weitere Sperrstellung vor der Kreuzung "Meriams Corner" bezogen. Sie feuern wieder aus der Deckung heraus und weitere britische Soldaten bleiben auf der Straße liegen.
Lieutenant-Colonel Smith setzt auf einen ähnlichen Plan wie zuvor, die leichte Infanterie von Major Pitcairn entfaltet auf der Straße und schickt Plänkler in die Wälder links davon um die Stärke der Rebellen dort auszuloten. Die Grenadiere von Captain Hughes holen rechts der Straße aus um möglichst außer Sicht des Feinds in dessen Flanke zu kommen.

Plötzlich schlägt sich ein einsamer Meldereiter durch das unwegsame Gelände weit rechts der Straße, er war von Brigadegeneral Percy geschickt worden. Er führte die von Lieutenant-Colonel Smith in der Nacht angeforderte Verstärkung an und sie waren mit ihren Spitzen jetzt kurz vor Lexington. Mit Hilfe dieser Unterstützung wollen die Briten sich durch die Aufständischen zu schlagen um sich erstmal in Boston wieder zu sammeln.
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Die amerikanischen Milizen vor Meriams Corner. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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von KAreil » Mi 13.05.2026, 13:39

Greenhorn hat geschrieben:Müsstet ihr nicht in Lexington Verstärkung erhalten? Oder spoilern wir da etwas?
Er kann in die Zukunft sehen, er ist eine Hexe! :eek: :tongue:

von Greenhorn » Mi 13.05.2026, 13:37

Müsstet ihr nicht in Lexington Verstärkung erhalten? Oder spoilern wir da etwas?

von Arminius » Mi 13.05.2026, 08:55

Vielen Dank für die Aufklärung! Sehr guter AAR wie immer von Euch! Wir fiebern mit.

von KAreil » Mi 13.05.2026, 08:53

Arminius hat geschrieben:Sehen wir das richtig? Auf der Karte gibt es nur ein Siegfeld? Was wäre, wenn alle Kolonisten östlich von euch statt euch zu „hinterhalten” im Gewaltmarsch zu diesem Siegfeld marschieren würden? Oder können sich die Kolonisten erst ab einem bestimmten Zug bewegen bzw. erscheinen sie als Reserve im Nordwesten und Südwesten des Kartenrands, so dass ihnen diese Möglichkeit des Sieges verwehrt wird?
Richtig gesehen, aber es handelt sich um ein Exit-Siegpunktfeld und wenn wir das richtig verstehen gilt das auch nur für uns. Aktuell steht die Partie bei einem deutlichen "Major Defeat" für uns, aber für jeden Soldaten den wir auf dem Exit-Feld "von der Karte nehmen" steigt der Siegpunktwert davon.

Im Endeffekt müssen wir also schaffen möglichst schnell durch die feindlichen Sperrstellungen zu kommen und möglichst viele Soldaten am Leben zu erhalten. Eine ganz nette Mechanik um die realen Geschehnisse nachzubilden, hier ging es erstmal darum aus dem rebellenverseuchten Hinterland wieder zurück nach Boston zu kommen.

von Arminius » Mi 13.05.2026, 08:41

Sehen wir das richtig? Auf der Karte gibt es nur ein Siegfeld? Was wäre, wenn alle Kolonisten östlich von euch statt euch zu „hinterhalten” im Gewaltmarsch zu diesem Siegfeld marschieren würden? Oder können sich die Kolonisten erst ab einem bestimmten Zug bewegen bzw. erscheinen sie als Reserve im Nordwesten und Südwesten des Kartenrands, so dass ihnen diese Möglichkeit des Sieges verwehrt wird?

von KAreil » Mi 13.05.2026, 08:04

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19. April 1775 - 1245, zwischen Concord und Lexington, Massachusetts

In den letzten Minuten haben die Truppen von Captain Hughes auch die letzten beiden F vollendet. Sie haben zu beiden Flanken der Kolonisten in "The Wayside" entfaltet, sie eingeschlossen und schließlich im Sturm zerschlagen. Einer ihrer Rädelsführer, ein gewisser Captain Davis wurde gefangengenommen während ein weiterer Captain Smith verwundet in die Wälder fliehen konnte. Der Angriff war ein voller Erfolg für die Briten, aber er hat Zeit gekostet und Captain Hughes muss seine Truppen erst sammeln.

Major Pitcairn übernimmt mit seiner leichten Infanterie jetzt die Spitze der Kolonne. Der Marsch Richtung Lexington muss schleunigst fortgesetzt werden um den Rebellen weniger Chancen für weitere Hinterhalte zu bieten. Erste Meldungen berichten aber schon von weiteren Milizionären die sich der nächsten Kreuzung "Meriams Corner" nähern.
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The Wayside von den Briten gestürmt. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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von Greenhorn » Fr 08.05.2026, 20:18

Da solltet ihr aber erst einmal das Ende von Trump's Amtszeit abwarten. Sicherheitshalber.

2031 wäre dann der 250. Jahrestag für Yorktown.

von Longstreet » Fr 08.05.2026, 20:06

Eine Neuengland/New York/New Jersey/Delaware Tour wäre echt mal was. Auf den Spuren des Unabhängigkeitskrieges.

von Greenhorn » Fr 08.05.2026, 17:36

The Wayside: Aus dem englischen Wikipediaartikel entnehmen wir, dass das Haus - oder Teile davon - 1717 erbaut worden sind. Zum Zeitpunkt des "Schuß, der auf der ganzen Welt gehört wurde" wohnte dort der Minute Man Samuel Whitney, das Haus hatte aber keinen besonderen Namen. Das erklärt übrigens auch, warum es von den Rebellen zum Stützpunkt gewählt wurde.
Danach zog dort der spätere Havard-Professor John Winthrope bis 1776 ein. 1845 zog dann die Familie Alcott ein und benannte das Haus Hillside. 1852 schließlich zog dort der Schriftsteller Nathaniel Hawthorne samt Familie ein und benannte das Haus in The Wayside um. Heute wird das Haus auch als "House of Authors" bezeichnet, weil dort einige der berühmtesten Schriftsteller der USA gewohnt haben. Es ist außerdem Teil des Minute Man National Historical Park über die Amerikanische Revolution und ein Museum.

von Arminius » Fr 08.05.2026, 11:53

RÜCKZUG? Was sollen ein paar Farmer gegen eine der modernsten Armeen der damaligen Zeit ausrichten? :) Wir sind gespannt, wie sich das Szenario weiter entwickeln wird.

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