Genderkonforme Ansprachen etc.

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Die letzten Beiträge des Themas
   

Ansicht erweitern Die letzten Beiträge des Themas: Genderkonforme Ansprachen etc.

von dooya » So 26.10.2025, 13:40

Wenn der Einsatz für eine klarere Sprache an der klaren Sprache scheitert. Und: Geld für die wichtigen Themen ausgeben!

Nur weibliche Formen: Gender-Zoff wegen Feuerwehr-Satzung in Friedrichsdorf
[...]
Vor nicht allzu langer Zeit wurden in der Feuerwehrsatzung beide Geschlechter genannt: Da stand etwa "die Wehrführerin / der Wehrführer" oder "der Stadtbrandinspektor / die Stadtbrandinspektorin". Wohlgemerkt: Das ist kein Gendern, bei dem andere Geschlechtsidentitäten außer dem Männlichen und dem Weiblichen inkludiert werden - dafür bräuchte es den umstrittenen Doppelpunkt oder das Gendersternchen – und hieße dann beispielsweise "Wehrführer*in".
Vermutlich werfen nur wenige Menschen einen Blick in eine Feuerwehrsatzung. Doch diesmal sorgte sie für Aufregung: Die CDU-Fraktion im Stadtparlament brachte einen Antrag ein und forderte eine Änderung – mit einem Gleichstellungsparagrafen sollte alles "klarer" werden. Ergänzt werden sollte etwa der Satz: "Die in dieser Satzung genannten Personenbezeichnungen umfassen alle geschlechtlichen Formen". Zugleich sollte auf die Nennung der einzelnen Formen verzichtet werden. Dem Antrag wurde mit 20 Ja- und zwölf Nein-Stimmen zugestimmt.
Der Friedrichsdorfer Bürgermeister Lars Keitel (Grüne) musste handeln: Er war nicht nur verpflichtet, den neuen Paragrafen einzufügen, sondern auch, ihn umzusetzen. Das tat er – und zwar auf für viele überraschende Weise. "Ich habe mich für die Beibehaltung der weiblichen Formen entschieden", sagte Keitel dem hr.

von Kardinalinfant » So 27.04.2025, 14:25

Greenhorn hat geschrieben:Ein Abo bei der Welt ist natürlich besonders pervers.
Wir outen Uns diesbezüglich ;)

von Greenhorn » So 27.04.2025, 12:41

Ein Abo bei der Welt ist natürlich besonders pervers.

von [B@W] Abominus » So 27.04.2025, 11:46

Falls einer von Euch ein Abo bei der (etwas) schmutzigen Seite Welt.de hat: https://www.welt.de/kultur/plus25600760 ... itler.html

Äh, ernsthaft?

von Bigfish » Do 10.04.2025, 10:31

Just gerade hat Uns Unsere Vorgesetzte einen Tipp gegeben mit dem Gendern im Haus umzugehen:


"Ganz ruhig bleiben und dann Einatmen und Ausrasten"... - ohh Sie weis wie schön Wir Ausrasten können :D

von Al. I. Cuza » Mo 07.04.2025, 15:39

Wenn man sich jetzt schon über "Studierende" beschwert, sorry, aber die Welt hat andere Probleme...

von Wilhelm Klink » So 30.03.2025, 11:32

Das ist es ja genau genommen schon lange nicht mehr. Schon vor 20 Jahren wurde an Unis von Studierenden gesprochen, statt Studentinnen und Studenten oder noch schlimmer nur generisch-maskulin von Studenten. Dabei ist ein Studierender von der Wortbedeutung her etwas anderes als ein Student. Das Gender-Sonderzeichen setzt hier nur noch einen oben drauf.

Unternehmen machen hier aber teilweise die Rolle rückwärts. Wir haben das im eigenen Laden erlebt. Vor einigen Jahren kam die "Ansage" oder dringende Empfehlung ab jetzt mit Sternchen zu gendern. Alle PPTs wurden geändert. Ein paar Jahre später kam die Ansage, dass ab jetzt die weibliche und männliche Form verwendet werden soll. Und in manchen offiziellen Texten (Richtlinien etc.) findet sich sogar das generische Maskulinum wieder, natürlich mit dem Disclaimer, dass das der einfacheren Lesbarkeit dient und alle meint. Diesen Disclaimer fanden wir übrigens schon in den 90ern in der Hausordnung unserer Schule, die wir zur Kontemplation über unser Verhalten einmal abschreiben mussten :rolleyes: Gender-mäßig sind wir 30 Jahre danach also teilweise wieder am gleichen Punkt :tongue:

von Bigfish » So 30.03.2025, 11:10

Wer so schreiben und sprechen will, soll es tun. Und wer nicht, der nicht.

Im Prinzip ja! Aber wenn es um Bildungseinrichtungen geht - also auch Hochschulen und im übrigen auch das sog. Bildungs-TV (also explizit auch Dokus und Kinder-/Jugendsendungen) - das sollte korrekte Rechtschreibung und Sprache nicht nur eine Verpflichtung sein, sondern auch eine Selbstverständlichkeit.

von Wilhelm Klink » So 30.03.2025, 09:49

Das finden wir noch viel zu hoch. Wieso sollten Unternehmen oder Behörden Gendern vorschreiben oder verbieten können? Wer so schreiben und sprechen will, soll es tun. Und wer nicht, der nicht. Als nächstes wird vorgeschrieben, dass in mindestens einem Wort pro Satz ein Buchstabe durch ein Smiley ersetzt werden muss…. (Nur um sicher zu gehen, das war ein unsachlicher Scherz)

von Montesquieu » Fr 28.03.2025, 15:40

Bigfish hat geschrieben:Ihr habt das Falsch verstanden! Nicht der ASTA oder Studenten nerven die Profs wegen dem Thema - sondern die Hochschulleitung - die Studenten waren/sind wegen dem "Rüffel" genauso irritiert!
Ja, finde ich auch nicht gut, kann man nicht anders sagen.

Aber auf Ebenen der subsidiären Selbstorganisation sollte die Entscheidung auf möglichst tiefen Ebenen liegen, meiner Meinung nach, also gerne auf Hochschul, Behörden oder Vereins-Ebene. Wer eben das Satzungsrecht hat.

von Bigfish » Fr 28.03.2025, 15:35

Und wenn Studenten und der ASTA ihre Profs nicht mehr nerven, dann läuft auch was falsch ...

Ihr habt das Falsch verstanden! Nicht der ASTA oder Studenten nerven die Profs wegen dem Thema - sondern die Hochschulleitung - die Studenten waren/sind wegen dem "Rüffel" genauso irritiert!

von Montesquieu » Fr 28.03.2025, 15:32

Bigfish hat geschrieben: Ja es ist krank - es ignoriert aus ideologischen Gründen die korrekte Rechtschreibung - es entstellt den Sinn - was soll es denn sonst sein als "krank", wenn man aus ideologischen Gründen wesentliche Mekrmale der Sprache zerstört? Irgendwann merkt Ihr es auch - vielleicht...
Ne, das ist nicht in dem Maße wichtig. Wirklich nicht.

Da sollte man sich wirklich eher zu Herzen nehmen, dass die Bruchlinien in der Gesellschaft an anderen Stellen laufen sollen.

Als Historiker muss ich sagen: Schon einmal einen "deuschen" (mit ganz dicken Anführungszeichen) Text aus dem 17. Jahrhundert gelesen?

Und wenn Studenten und der ASTA ihre Profs nicht mehr nerven, dann läuft auch was falsch ... :D

Ich sterbe nicht mehr auf dem Hügel und nach mir soll jeder schreiben und palavern, wie ihm der Mund gewachsen ist. Von "Links" sehe ich es wirklich nur noch selten hochgebracht. Das ist irgendwie auch so ein 2020 Ding und schon längst abgefrühstückt. Es ist nur wieder da, wenn irgendein streng-konservativer Politiker Freiheiten einschränken will, um einen schnellen Sieg zu fahren. Applaus!

von Bigfish » Fr 28.03.2025, 15:15

Ich finds auch doof, aber es ist mir einfach zu unwichtig.
Ne - es ist wichtig - man kann keine Doku mehr schauen wo einem nicht die Galle hochkommt, sobald gegendert wird. Es tut einfach weh - ja es bereitet richtig Schmerzen!


Und so lange mich keiner mit vorgehaltener Waffe zwingt so schreiben oder sprechen zu müssen, ist es mir erst recht egal.
Bei Uns an der HS sind sie kurz davor - da werden Profs bereits ermahnt wenn sie in Vorträgen nicht genügend gendern! Ums mit Monte zu sagen: Sach mal, geht's noch?



Gendern ist so was ähnliches wie die Goldrandlösungen der Bundeswehr. Praktisch kein wirklich relevanter Mehrwert, aber es hält alle davon ab sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren. Mal sehen ob man das im Angesicht der Situation bei der Bundeswehr allmählich versteht - beim Gendern wird's wohl noch was dauern...


Ja es ist krank - es ignoriert aus ideologischen Gründen die korrekte Rechtschreibung - es entstellt den Sinn - was soll es denn sonst sein als "krank", wenn man aus ideologischen Gründen wesentliche Mekrmale der Sprache zerstört? Irgendwann merkt Ihr es auch - vielleicht...

von Montesquieu » Fr 28.03.2025, 14:59

Elvis hat geschrieben:Ich verstehe allerdings absolut nicht, welche Aggressionen dieses Thema so oft auslöst und das sich derartig viele Menschen davon getriggert fühlen.
Ich finds auch doof, aber es ist mir einfach zu unwichtig.
Wie sich Sprache entwickelt ist Sache der jungen Generation, die das unter sich ausmachen soll.
Und so lange mich keiner mit vorgehaltener Waffe zwingt so schreiben oder sprechen zu müssen, ist es mir erst recht egal.
Finde ich ehrlich gesagt zwei Seiten der selben Medaille:

Ob mir jetzt eine "gepiercte Kampflesbe" oder ein "alter, weißer Mann" vorschreiben will, wie ich zu schreiben habe und was insbesondere "krank" ist (sach mal, geht's noch?) und wie sich Sprache entwickeln darf, deucht mir doch reichlich peinlichst unverschämt itzund, werte Regenten.

von Elvis » Fr 28.03.2025, 14:48

Bigfish hat geschrieben: Also wie immer - weg mit dem Gendern - es ist und bleibt Krank - sonst nix!
Ich verstehe allerdings absolut nicht, welche Aggressionen dieses Thema so oft auslöst und das sich derartig viele Menschen davon getriggert fühlen.
Ich finds auch doof, aber es ist mir einfach zu unwichtig.
Wie sich Sprache entwickelt ist Sache der jungen Generation, die das unter sich ausmachen soll.
Und so lange mich keiner mit vorgehaltener Waffe zwingt so schreiben oder sprechen zu müssen, ist es mir erst recht egal.

von Bigfish » Fr 28.03.2025, 13:28

dooya hat geschrieben:Kann ja vollkommen verstehen, dass es da unterschiedliche Ansichten gibt und das Thema in Abhängigkeit vom Arbeitsumfeld auch unterschiedlich anstrengend für den Einzelnen sein kann. Mir ging es lediglich um die Diskrepanz zwischen dem angeblich hohen Stellenwert des Themas ("Genderwahn"/"Genzderzwang") und dem tatsächlich eher geringen Leidensdruck innerhalb der Bevölkerung.

Tja wie immer - die Frage korrekt gestellt hätte sein müssen: Soll Gendern eingeführt werden? - So herum wäre es korrekt! - und Wetten das es dann NICHT anders ausgegangen wäre - auch dann wäre die Beteiligung genauso MINIMAL gewesen. Das sich solche "Umfragen" alleine aufgrund der Richtung der Fragestellung lenken lassen ist doch nichts neues. Und wenn man schon von der korrekten deutschen Rechtschreibung abweichen will, dann wäre es angebracht gewesen sich das Abweichen per Mehrheitsschluss absegnen zu lassen und nicht umgekehrt. Und weil die Menschen faul sind wie sie sind, sollte so was in diesem Fall im Rahmen einer Landtagswahl abgefragt werden. Da ist die Chance auf eine qualifizierte Anzahl an Kreuzchen noch am höchsten.

Also wie immer - weg mit dem Gendern - es ist und bleibt Krank - sonst nix!

von dooya » Fr 28.03.2025, 08:02

Witold Pilecki hat geschrieben:Wir sind auch vom Gendern genervt. Ein Begehren auf Sprachverbot hätten wir aber nicht unterschrieben.
Kann ja vollkommen verstehen, dass es da unterschiedliche Ansichten gibt und das Thema in Abhängigkeit vom Arbeitsumfeld auch unterschiedlich anstrengend für den Einzelnen sein kann. Mir ging es lediglich um die Diskrepanz zwischen dem angeblich hohen Stellenwert des Themas ("Genderwahn"/"Genzderzwang") und dem tatsächlich eher geringen Leidensdruck innerhalb der Bevölkerung.

von Witold Pilecki » Fr 28.03.2025, 07:46

Wir sind auch vom Gendern genervt. Ein Begehren auf Sprachverbot hätten wir aber nicht unterschrieben.
Nach Angaben der niedersächsischen Wahlleitung wollten diese einen Beschluss des Landtags erreichen, der die Nutzung von Gendersonderzeichen in Veröffentlichungen von Schulen und Behörden des Landes sowie in deren interner und externer Kommunikation untersagt. Auch für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sollte diese Regelung gelten.

von dooya » Fr 28.03.2025, 06:54

Die "schweigende Mehrheit" ist anscheinend auch die "nicht unterschreibende Mehrheit": Volksinitiative gegen Gendern in Niedersachsen gescheitert
Die Bürger und Bürgerinnen Niedersachsens sollten über das Gendern abstimmen. Doch die Volksinitiative scheiterte; es gab nicht einmal ein Drittel der nötigen Stimmen.

Eine Volksinitiative gegen das Gendern in der amtlichen Kommunikation ist in Niedersachsen an fehlenden Unterschriften gescheitert. Die Initiatoren hätten innerhalb der einjährigen Frist nur 21.665 gültige Unterschriften von Wahlberechtigten eingereicht, teilte der niedersächsische Wahlleiter mit. Das war weniger als ein Drittel der 70.000 Unterschriften, die laut Landesvolksabstimmungsgesetz nötig gewesen wären.

von Witold Pilecki » Mo 09.09.2024, 09:52

Wir finden den Beitrag hier inhaltlich nicht passend. Dieser Thread ist derzeit nicht aktiv, wir würden es aber begrüßen, wenn dennoch für heimatloses Material ein neues Thema eröffnet würde, statt dieses Thema damit zu füllen.

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