von Montesquieu » Mo 02.03.2026, 10:00
Iche_Bins hat geschrieben:Wir finden derzeit den Real live fake Wizard recht interessant:
Ja und nein.
Das Richtige: Late Stage Capitalism und die Franchisierung, Merchandisierung und damit Token-isierung von Allem. Verbunden mit dem Willen von den erwachsen gewordenen Nerds, richtig viel Geld dafür auszugeben. Schlechtes Writing ist schlecht ... Aber das sagt er eigentlich nicht so ...
Das Falsche: Seine Analyse von guten Adaptionen greift nicht, gerade bei den beiden herausgenommenen - Batman und LOTR. Zu sagen, dass der Batman der 60er eigentlich genau der Selbe ist, wie der Dark Knight, ist schon ein argumentativer Parkour. Letztendlich war es auch eine Neu-Erfindung und eine Kolonisierung des Ausgangsmaterials, genauso wie es der 60er Batman mit der älteren Vorlage gemacht hat. Frank Miller hat Batman seinen nitty, gritty dark Charme draufgepappt und da hatten wir seit den 90ern einige gute Filme erhalten.
Genauso Herr der Ringe. Wir lieben alle die erste Trilogie. Aber keine "Kolonisierung"? Ne, ne, ne, wenn man die Bücher noch einmal liest, dann sieht man natürlich hunderte von Tropes aus den 90ern und 2000ern (Merry & Pippin, Arwen [Oh, was für ein Aufreger damals, haha, wie verzeihend und vergessend die Geschichte doch ist], Gimli & Legolas etc pp.). Und da kann Peter Jackson noch hunderte Male sagen, dass er nur ein Gast in Tolkiens Welt war. Ein Gast, der auf Legolas-Schultern die Treppen runterskatet, Cowabunga!
Bedeutet, dass sie schlecht dadurch sind? Nein. Aber ich glaube, der Unterschied ist einfach: Schlechtes Writing und gutes Writing. Den Snob-Kanon-Ansatz "Hurr, durr, meine reine Welt", halte ich für doof und verkürzt.
[quote="Iche_Bins"]Wir finden derzeit den Real live fake Wizard recht interessant:
https://youtu.be/JCHQo0QTxXQ?si=xOxD7fdiw0RcPgqz[/quote]
Ja und nein. :D
Das Richtige: Late Stage Capitalism und die Franchisierung, Merchandisierung und damit Token-isierung von Allem. Verbunden mit dem Willen von den erwachsen gewordenen Nerds, richtig viel Geld dafür auszugeben. Schlechtes Writing ist schlecht ... Aber das sagt er eigentlich nicht so ...
Das Falsche: Seine Analyse von guten Adaptionen greift nicht, gerade bei den beiden herausgenommenen - Batman und LOTR. Zu sagen, dass der Batman der 60er eigentlich genau der Selbe ist, wie der Dark Knight, ist schon ein argumentativer Parkour. Letztendlich war es auch eine Neu-Erfindung und eine Kolonisierung des Ausgangsmaterials, genauso wie es der 60er Batman mit der älteren Vorlage gemacht hat. Frank Miller hat Batman seinen nitty, gritty dark Charme draufgepappt und da hatten wir seit den 90ern einige gute Filme erhalten.
Genauso Herr der Ringe. Wir lieben alle die erste Trilogie. Aber keine "Kolonisierung"? Ne, ne, ne, wenn man die Bücher noch einmal liest, dann sieht man natürlich hunderte von Tropes aus den 90ern und 2000ern (Merry & Pippin, Arwen [Oh, was für ein Aufreger damals, haha, wie verzeihend und vergessend die Geschichte doch ist], Gimli & Legolas etc pp.). Und da kann Peter Jackson noch hunderte Male sagen, dass er nur ein Gast in Tolkiens Welt war. Ein Gast, der auf Legolas-Schultern die Treppen runterskatet, Cowabunga!
Bedeutet, dass sie schlecht dadurch sind? Nein. Aber ich glaube, der Unterschied ist einfach: Schlechtes Writing und gutes Writing. Den Snob-Kanon-Ansatz "Hurr, durr, meine reine Welt", halte ich für doof und verkürzt.