ÖD-Entlohnung für Anfänger

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von Witold Pilecki » Sa 23.05.2026, 20:01

Ist am Ende auch alles das Gleiche. Man muss nur die Weltformel kennen. Aber die hat für Mathematiker schon wieder zu viel Praxisbezug. :frech:

von Ioelet » Sa 23.05.2026, 19:41

Witold Pilecki hat geschrieben:Aber an der Hochschule war es schon geil, vor allem so fachfremd wie wir da waren. Zuletzt mit Politikstudium in der Elektrotechnik unterrichten, wie man Sensoren kalibriert. :D
Ach, das ist ja garnix... Ihr habt in diesen Hallen ja auch stets über Wirtschaft referiert, ohne Ahnung davon zu haben.

:prost:

von Witold Pilecki » Sa 23.05.2026, 19:25

@dooya: Der Hochschule haben wir den Rücken gekehrt und sind jetzt bei einem kommunalen IT-Dienstleister. So können wir jeden Tag mit dem Rad hin und sind aus dem Wechsel von befristet nach befristet raus. Aber an der Hochschule war es schon geil, vor allem so fachfremd wie wir da waren. Zuletzt mit Politikstudium in der Elektrotechnik unterrichten, wie man Sensoren kalibriert. :D

@deltadagger: Bei uns hat genau ein Mensch einen reservierten Parkplatz. Da steht dann Bereichsleitung Diesunddas.

von deltadagger » Sa 23.05.2026, 18:16

Witold Pilecki hat geschrieben:In eurer Gehaltsstufe sind auch Sonderlocken wie ein eigener Parkplatz drin...
So richtig mit Nummernschild und/oder Klarnamen?
Witzig.

von Ioelet » Sa 23.05.2026, 18:03

Thomasius hat geschrieben:Ihr seid noch in einem Alter wo weitere Kinder in Frage kommen könnten, wenn Ihr noch weitere Kinder wollt, dann würde die Verbeamtung noch einmal finanziell wesentlich attraktiver.
Den Monti machen wir zwar vstl. nicht, aber Nummer zwei ist in 9 Planung…

von dooya » Sa 23.05.2026, 18:01

Witold Pilecki hat geschrieben:Erfahrungsstufen kann man verhandeln. Wir sind zuletzt eine über Wert eingestellt worden (ohne, dass wir verhandelt hätten :D ). [...]
Falls es da um eine Stelle im Hochschul-/Forschungsbereich ging: dort gelten Sonderregelungen die auch die Eingruppierung betreffen (§40 TV-L).

von Witold Pilecki » Sa 23.05.2026, 17:54

Erfahrungsstufen kann man verhandeln. Wir sind zuletzt eine über Wert eingestellt worden (ohne, dass wir verhandelt hätten :D ). In eurer Gehaltsstufe sind auch Sonderlocken wie ein eigener Parkplatz drin - muss man sich aber überlegen, wie beliebt man sich in der Belegschaft machen will. Aber haben ist besser als brauchen.

Erfahrung im ÖD bzw. deren Mangel würden wir nicht zu hoch hängen. Letztlich ist jede Bude anders als die nächste, was Arbeitskultur und Normen angeht. Der Rest steht in Leitlinien, Dienstvereinbarungen usw.

von dooya » Sa 23.05.2026, 17:04

Bigfish hat geschrieben:Dabei ist das als Beamter doch gerade deshalb interessant, weil ab der Pensionierung Papa Steuerzahler 70% der PKV Kosten trägt, oder verwechseln Wir da was?

Wenn also im Alter eine Gruppe keine Probleme mit den PKV Beiträgen haben sollte, sind das Beamte?
Ich kenne mich da nicht sonderlich gut aus und ging von zwei möglichen Szenarien aus: Personen mit chronisch erkrankten Kindern, bei denen ich vermute (!), dass sie sehr teuer in der PKV wären, und Personen, die private KVs aus Weltanschauungsgründen ablehnen. Über die Konditionen während der Pensionierung hatte ich noch nicht einmal nachgedacht. :schande:

von Bigfish » Sa 23.05.2026, 16:56

eine Verbeamtung entscheiden, z.B. weil sie nicht in die private Krankenversicherung wechseln wollen.

Dabei ist das als Beamter doch gerade deshalb interessant, weil ab der Pensionierung Papa Steuerzahler 70% der PKV Kosten trägt, oder verwechseln Wir da was?

Wenn also im Alter eine Gruppe keine Probleme mit den PKV Beiträgen haben sollte, sind das Beamte?

von dooya » Sa 23.05.2026, 16:29

[B@W] Abominus;1407466 hat geschrieben: Abominus;1407466"][...]
Es gibt zusätzlich zum Gehalt noch eine Einzahlung zur Betrieblichen Rentenkasse VBL, das ist schon nice, aber jeder ETF macht mehr. Dafür zahlt man quasi nix selbst ein, nur der AG.

[...]
Stimmt nicht, der AN zahlt auch irgendetwas um die 2% in die VBL ein.

von dooya » Sa 23.05.2026, 16:23

deltadagger hat geschrieben:Gerne.
Der werte dooya hat ja oben dann erklärt, wie das zu verstehen ist - diese "Doppelabfrage".

Das kenne wir beide so aus der freien Wirtschaft weniger, habe ich auch nach Erklärung nicht wirklich verstanden, warum eine Stellenausschreibung für verbeamtet und gleichzeitig für öff. Dienst formuliert wird.
[...]
Es gibt länderspezifische Regelungen die bestimmen, ob jemand verbeamtet werden darf oder nicht. Bspw. darf man ein Maximalalter nicht überschreiten und muss in bestimmten Bereichen auch eine Gesundheitsüberprüfung bestehen. Diese Zugangsvoraussetzungen betreffen aber nicht die spezifische Stelle, sondern nur die Verbeamtung, d.h. jemand der aus diesen Gründen nicht verbeamtet werden kann, kann die Stelle als Angestellter antreten. Zusätzlich könnte es noch Personen geben, die sich bewusst gegen eine Verbeamtung entscheiden, z.B. weil sie nicht in die private Krankenversicherung wechseln wollen.

von deltadagger » Sa 23.05.2026, 12:54

[B@W] Abominus;1407466 hat geschrieben: Abominus;1407466"] Funfact: Dieses Jahr habe ich nichts bekommen, nächstes Jahr bekomme ich auch nichts, weil wir rote Zahlen schreiben.
Wird da bei euch nicht diffenziert?
Beispiel bei uns:
Projektleiter erwirtschaftet Plansoll auf der Baustelle, Firma als Ganzes macht Miese.
Der Projektleiter bekommt dennoch den ausgehandelten Bonus auf die persönliche, zweifelsfrei messbare Aufgabe, weil er ja die Vorgaben erfüllt hat.
Sofern die Abteilung auch plus macht, gibts den Anteil auch noch, weil er ja daran mitgewirkt hat.

Bei uns ist die Aufteilung grob so:
Anteil Firmenerfolg, ca. 20%
Anteil Niederlassungs-/Abteilungserfolg, ca. 30%
Anteil Erfolg persönliche, zweifelsfrei messbare Aufgabe: ca. 50%
Die Boni werden jedes Jahr neu im Rahmen der Mitarbeitergespräche verhandelt.
Vorjahresleistung ist die Referenz.

von Thomasius » Sa 23.05.2026, 12:48

Ihr seid noch in einem Alter wo weitere Kinder in Frage kommen könnten, wenn Ihr noch weitere Kinder wollt, dann würde die Verbeamtung noch einmal finanziell wesentlich attraktiver.

von [B@W] Abominus » Sa 23.05.2026, 12:36

Ioelet hat geschrieben:Naja, wir kommen ja auch von einer Führungsposition.
Es wäre ne Stelle als Leiter Rechnungswesen/Controlling und wir sind aktuell Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, und als solcher auch jetzt leitender Angestellter. Vergleichbare Stellen bei Mandanten stellen zum Teil auch ähnlich seniore Kollegen ein, die beim Examen durchgefallen sind.

Wenn die da primär auf den Zahlen-, Rechnungslegungs- und Führungs-Profi schielen, dann sind wir völlig geeignet, wenn die jemanden suchen, der sich intern im ÖD auskennt halt nicht.


Wir bewerben uns zur Zeit generell für Führungspositionen und unsere Frau spielt und gelegentlich Stellen zu. "Öffentlicher Dienst" war jetzt mal völlig abseits von unserem sonstigen Fokus, aber als patriotischer Münchner wollten wir das Engagement für die Heimat mal einordnen, bevor wir das einfach ausschließen.
Wenn es Dir nur um Geld geht, dann bleib in der Wirtschaft mit all den Risiken, wenn Dir Sicherheit wichtig ist, geh in den ÖD. Ich bin mit E14/6 am Ende angekommen, selbst ein Aufstieg zur Abteilungsleitung bringt mir finanziell nichts.

Es gibt zusätzlich zum Gehalt noch eine Einzahlung zur Betrieblichen Rentenkasse VBL, das ist schon nice, aber jeder ETF macht mehr. Dafür zahlt man quasi nix selbst ein, nur der AG.

Außerdem ist noch BLBV bei uns, da kann man z.B. nochmal auf das sowieso gezahlte "Weihnachtsgeld" eine Leistungsprämie erhalten (ein Monatsgehalt der untersten Stufe der eigenen Gruppe). Ich habe mich dagegen entschieden und erhalte irgendeine Sonderprämie für wirtschaftlichen Erfolg. Funfact: Dieses Jahr habe ich nichts bekommen, nächstes Jahr bekomme ich auch nichts, weil wir rote Zahlen schreiben.

Bei meinem Gehalt halten sich Leute von Airbus den Bauch beim Lachen. Man lebt mit seinen Entscheidungen, für mich passt es.

von deltadagger » Sa 23.05.2026, 12:27

Stupor Mundi hat geschrieben:E15/A15 ist eine Führungsposition. Das bekommen beispielsweise Direktoren von Unibibliotheken. Ob Ihr da als Quereinsteiger ohne Erfahrung, wie Ihr selbst sagt, überhaupt rankommt, wäre die Frage.
Na ja, für Führungskräfte wäre das Maximalsalär von ca. 8.000 € eher die untere Kante, an der es Sinn macht.
Vadder Staat muss da schon was bieten.
Die Verständnisproblematik auf beiden Seiten dürfte da sein, dass ein leitender Angestellter ordentlich in Sozialkassen und in die Steuer reinpumpt.
Der will bei solch einem Deal, sicherlich unter Berücksichtigung der üppigen Rentenansprüche als Beamter, natürlich mindestens das Gleiche overall haben.

von deltadagger » Sa 23.05.2026, 12:22

Ioelet hat geschrieben:Okay, ich bin beruhigt, dass ich das anscheinend doch richtig verstanden habe, dass "E 15 / A 15" eine ziemlich doofe Angabe ist. So steht das in der Stelle. ;)
Dankeschön, das müsste ich dann mal ausrechnen.
Gerne.
Der werte dooya hat ja oben dann erklärt, wie das zu verstehen ist - diese "Doppelabfrage".

Das kenne wir beide so aus der freien Wirtschaft weniger, habe ich auch nach Erklärung nicht wirklich verstanden, warum eine Stellenausschreibung für verbeamtet und gleichzeitig für öff. Dienst formuliert wird.
Schätze, für das Amt ist das quasi eines, für jemanden aus der freien Wirtschaft sind da Welten auseinander.

von Bigfish » Sa 23.05.2026, 12:14

E15/A15 ist eine Führungsposition. Das bekommen beispielsweise Direktoren von Unibibliotheken. Ob Ihr da als Quereinsteiger ohne Erfahrung, wie Ihr selbst sagt, überhaupt rankommt, wäre die Frage.

Doch schon, weil Führungsposition mittlerweile gerne nach "außen" vergeben werden. Dadurch kann man dann interne "Probleme" lösen oder vermeiden.


Keine Ahnung, wie häufig das in der Realität auch tatsächlich vorkommt.

Bei Uns hat das der Personalrat (sic!) von vorneherein ausgeschlossen :mad: - Dadurch vermeidet man halt interne Kriterien zu erarbeiten wer schneller Aufsteigen darf oder schlimmer wer langsamer Aufsteigen muss. Damit wurde dieser Motivationsfaktor direkt wieder abgewürgt.

von dooya » Sa 23.05.2026, 11:48

Ioelet hat geschrieben:Okay, ich bin beruhigt, dass ich das anscheinend doch richtig verstanden habe, dass "E 15 / A 15" eine ziemlich doofe Angabe ist. So steht das in der Stelle. ;)


Dankeschön, das müsste ich dann mal ausrechnen.
Stellen, bei denen grundsätzlich eine Verbeamtung möglich ist, werden oft mit "E?? / A ??" ausgeschrieben, weil es eben auch immer von den Kandidatinnen abhängt, ob auch tatsächlich verbeamtet werden kann (Altersgrenzen etc.). Die Erfahrungsstufe zum Einstieg ist m.W. nur bei Berufsanfängern die 1, ansonsten gehts im Regelfall eher mit der 2 los und eine 3 ist bei einschlägiger Qualifizierung auch möglich. Alles darüber ist (außerhalb der Wissenschaft) schwierig, aber insbesondere bei passender Qualifizierung und Bewerbermangel ist grundsätzlich auch ein höheres Gehalt möglich. Das gilt insbesondere für die sehr hohen Entgeltgruppen, wo teilweise auch individuelle Zulagen oder verkürzte Stufenlaufzeiten vereinbart werden können. Keine Ahnung, wie häufig das in der Realität auch tatsächlich vorkommt.

Ansonsten hängt es noch ein bisschen ab, ob TV-L, TVöD oder einer der Spezialtarifverträge im ÖD. Entgelt im TVöD ist ein bisschen höher als TV-L und es gibt in den höheren Entgeltgruppen deutlich mehr Weihnachtsgeld. Den Gehaltsrechner hat der werte Bigfish schon verlinkt; auch sonst ist das m.E.n. die informativste Seite zu den öffentlichen Diensten.

von Ioelet » Sa 23.05.2026, 11:45

Stupor Mundi hat geschrieben:E15/A15 ist eine Führungsposition. Das bekommen beispielsweise Direktoren von Unibibliotheken. Ob Ihr da als Quereinsteiger ohne Erfahrung, wie Ihr selbst sagt, überhaupt rankommt, wäre die Frage.
Naja, wir kommen ja auch von einer Führungsposition.
Es wäre ne Stelle als Leiter Rechnungswesen/Controlling und wir sind aktuell Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, und als solcher auch jetzt leitender Angestellter. Vergleichbare Stellen bei Mandanten stellen zum Teil auch ähnlich seniore Kollegen ein, die beim Examen durchgefallen sind.

Wenn die da primär auf den Zahlen-, Rechnungslegungs- und Führungs-Profi schielen, dann sind wir völlig geeignet, wenn die jemanden suchen, der sich intern im ÖD auskennt halt nicht.


Wir bewerben uns zur Zeit generell für Führungspositionen und unsere Frau spielt und gelegentlich Stellen zu. "Öffentlicher Dienst" war jetzt mal völlig abseits von unserem sonstigen Fokus, aber als patriotischer Münchner wollten wir das Engagement für die Heimat mal einordnen, bevor wir das einfach ausschließen.

von Ioelet » Sa 23.05.2026, 11:33

deltadagger hat geschrieben:Vorab:
beamtete Stelle = A15 oder öffentlicher Dienst = E 15??
Okay, ich bin beruhigt, dass ich das anscheinend doch richtig verstanden habe, dass "E 15 / A 15" eine ziemlich doofe Angabe ist. So steht das in der Stelle. ;)
Beim ersten Fall, schaue auf deiner aktuellen Gehaltsabrechnung deine Sozialabgaben (Krankenversicherung, Rentenversicherung, etc.) an.
Den Äquivalentbetrag zur Einstufung würdest du bei A15 nicht berappen, sondern als faktisches Netto ausbezahlt bekommen.
Das sind im Wesentlichen die Beträge unter 25/26 und 27 auf deiner Lohnsteuerbescheinigung.
Da auch ich deutlich über dem Maximalsalär von A15/E15 liege, wissen wir beide, dass in diesem Falle das mehre tausend Euro netto mehr im Jahr bedeutet - immer in Relation zu dem A/E15,was du bekommen würdest.
Darüber hinaus gibts mehrere hundert Euro Zuschuss für Kinder und andere Zuschüsse - muss dir ein Beamter im Detail erklären.
Das wirklich Interessante wäre dann die Rente für Beamte = 71,75 % der letzten ruhegehaltfähigen Dienstbezüge.
Das sind dann in dieser Gehaltsklasse uferlos mehr, als ein normaler Rentner in DE bekommen würde.
Das ist so viel, dass du theoretisch seit Berufsstart mehrere hundert Euro im Monat zurücklegen müsstest, um nur das Gleiche am Ende zu bekommen.
Dankeschön, das müsste ich dann mal ausrechnen.

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