von crofreiburg » Di 01.06.2021, 21:34
10. Operation „Thor“ Entscheidung im Osten? 1942
Wilhelm erklärte vor den Obs der Heeresgruppen und Armeen, wie die Operation „THOR“ starten sollte. Aufgrund der Wetterlage in der UdSSR sollte die Operation stufenweise beginnen. Die Heeresgruppe Süd (3.+4. Armee und 1. Panzerarmee) sollte bereits in wenigen Tagen mit einer großen Offensive auf Kiew und Odessa loslegen. Sobald das Wetter im Mittelabschnitt es zulassen würde (geplant ist Anfang April) sollte man dort in Richtung Minsk massiv vorrücken. Die Heeresgruppe Mitte hatte hierfür die bisher nur die 6. Armee mit zwei Armeekorps und einem Panzerkorps.
Die Heeresgruppe Nord musste sich noch ein wenig gedulden, da hier der Winter sicherlich noch tief in den April reingehen würde. Man rechnete hier mit einen Start Ende April bzw. Anfang Mai. Das Ziel war zunächst das Baltikum zu sichern.
Zur Auffrischung wurde der Gesamtplan nochmals vorgelegt.
Der Beginn konnte überraschenderweise doch vorgelegt werden und auf den 15.03.1942. Das Wetter in Russland war stabil und wärmer als sonst. Wilhelm Albrecht wollte diese Gunst der Stunde nutzen, umso so früh als möglich anzugreifen. Immerhin tickte die Zeit für die UdSSR, die täglich neue frische Einheiten an die Front warfen. Mit der wirtschaftlichen Unterstützung der USA wuchs die Militärstärke UdSSR somit stetig an. Mit der Operation „Thor“ musste der Sieg im Osten erreicht werden, da man im Westen mit einer baldigen Invasion der Alliierten in Frankreich, Italien oder auf dem Balkan rechnete. Einige Versuche gab es schon.
Die Lage am Vorabend des Angriffes sah wie folgt aus:
Wilhelm forderte zudem endlich Unterstützung bei den Verbündeten Ungarn, Rumänen und Bulgaren an. Diese Truppen sollten die Flanken der Südfront und die Griechenlandfront sichern. Kroatische und italienische Truppen sollten die Küsten Dalmatiens sichern.
Statistik am 15.03.42
Mannstärke: 1006
IK: 382
Offiziere: 112 %
Zusammenhalt: 80%
Unmut: 0,00
Seltene Rohstoffe starkes Defizit und nach Berechnungen sollte es nur noch bis zum späten Sommer reichen, die Wirtschaft voll zu versorgen.
So begann also am 15.03.42 um 3 Uhr die Operation „Thor“ bei Salismünde (Abschnitt NORD).
Zwei Tage später könnten die Truppen Mussolinis einen weiteren Sieg einfahren und den Krieg gegen Griechenland siegreich beenden. Die Griechen ergaben sich nach langem und zähem Kampf.
Somit hatte sich die Landkarte Europa nochmal etwas verändert.
Aufgrund des Vormarsches auf dem Baltikum konnte man am 23.03.42 US-Truppen auf der Ostseeinsel Ösel ausmachen. Dies bereitete Wilhelm doch einige Kopfschmerzen.
Die ersten Angriffe im Abschnitt liefen gut und bis zum 26.03.42 könnte man einige Geländegewinne auf dem Baltikum erzielen und den Stadtrand der Stadt Reval erreichen.
Das ermutigte Wilhelm nun auch die Offensive im Süden bei Talne starten zu lassen. Der Abschnitt Mitte musste noch auf Verstärkungen warten. Die ersten Wochen des Aprils kam es nun im Norden und Süden zu heftigen Gefechten. Die rote Armee war seit 1941 deutlich stärker und widerstandfähiger geworden. Das machte sich auch bei den höheren Verlusten bemerkbar.
Im Süden gab es am 14.04.42 sogar einen starken Fronteinbruch bei Budei (Ungarn), sodass das OK der Heeresgruppe Süd dort Feuerwehreinheiten senden musste. Dies störte die Offensive im Süden doch sehr.
Dennoch befahl Wilhelm den Start der Offensive nun auch im Mittelabschnitt bei Molodeczno am 16.04.42.
Lage an den Fronten Mitte April 1942
Am 17.04.42 wird die wichtige Hafenstadt Narwa von deutschen Truppen besetzt. Der Vormarsch im Norden läuft recht gut, während es im Mittel- und Südabschnitt eher schleppend voran geht.
Am 20.04.42 erlässt Wilhelm zusammen mit dem Kanzler die Verfügung, dass Generalfeldmarschall von Rundstedt neuer OB des OKdR Ost wird. Dies soll eine bessere Führung der Truppen im Osten gewährleisten. Der bisherige OB wird an die Westfront abkommandiert.
Aufgrund der kritischen Lage ruft Stalin am 25.04.42 den großen vaterländischen Krieg aus.
Spoiler
Genossen! Bürger! Brüder und Schwestern!
Kämpfer unserer Armee und Flotte!
An Euch wende ich mich, meine Freunde!
Der von Deutschland am 22. Juni wortbrüchig begonnene militärische Überfall auf unsere Heimat dauert an. Trotz des heldenhaften Widerstands der Roten Armee und ungeachtet dessen, daß die besten Divisionen des Feindes und die besten Einheiten seiner Luftwaffe schon zerschmettert sind und auf den Schlachtfeldern ihr Grab gefunden haben, setzt der Feind, der neue Kräfte an die Front wirft, sein Vordringen weiter fort. Es ist den Kaisertruppen gelungen, Litauen, einen beträchtlichen Teil Lettlands, den westlichen Teil Weißrußlands, einen Teil der Westukraine zu besetzen. Die Luftwaffe erweitert den Tätigkeitsbereich ihrer Bombenflugzeuge und bombardiert Murmansk, Orša, Mogilev, Smolensk, Kiev, Odessa, Sevastopol’. Über unsere Heimat ist eine ernste Gefahr heraufgezogen.
Wie konnte es geschehen, daß unsere ruhmvolle Rote Armee den faschistischen Truppen eine Reihe unserer Städte und Gebiete überlassen hat? Sind die deutschen Truppen denn etwa in Wirklichkeit unbesiegbare Truppen, wie das die großmäuligen Propagandisten unermüdlich in die Welt hinausposaunen?
Natürlich nicht! Die Geschichte zeigt, daß es keine unbesiegbaren Armeen gibt und nie gegeben hat. Napoleons Armee galt als unbesiegbar, aber sie wurde abwechselnd von russischen, englischen und deutschen Truppen geschlagen. Die deutsche Armee Wilhelms zur Zeit des ersten imperialistischen Krieges galt ebenfalls als eine unbesiegbare Armee, aber sie erlitt mehrere Male Niederlagen durch die russischen und englisch-französischen Truppen und wurde zuletzt von den englisch-französischen Truppen vernichtend geschlagen. Dasselbe muß von der jetzigen deutschen Armee gesagt werden. Diese Armee ist auf dem europäischen Festland noch auf keinen ernsten Widerstand gestoßen. Erst auf unserem Gebiet stieß sie auf ernsten Widerstand. Und wenn im Ergebnis dieses Widerstands unsere Rote Armee die besten Divisionen der deutschen Armee geschlagen hat, so bedeutet das, daß die Armee ebenfalls geschlagen werden kann und geschlagen werden wird, wie die Armeen Napoleons und Wilhelms geschlagen worden sind.
Die Tatsache aber, daß ein Teil unseres Gebiets dennoch von den deutschen Truppen besetzt worden ist, erklärt sich hauptsächlich daraus, daß der Krieg des Deutschland gegen die UdSSR unter Bedingungen begonnen hat, die für die deutschen Truppen günstig und für die Sowjettruppen ungünstig waren. Es handelt sich darum, daß die Streitkräfte Deutschlands als eines kriegführenden Landes schon völlig mobilisiert waren, und die von Deutschland gegen die UdSSR geworfenen 170 Divisionen, die an den Grenzen der UdSSR aufmarschiert waren, befanden sich in voller Bereitschaft und warteten nur auf das Signal zum Vorrücken, während die Sowjettruppen erst mobilisiert und and die Grenzen vorgeschoben werden mußten. Von nicht geringer Bedeutung war dabei auch der Umstand, daß das Deutschland unerwartet und wortbrüchig den im Jahre 1939 zwischen ihm und der UdSSR abgeschlossenen Nichtangriffspakt zerrissen hat, ohne Rücksicht darauf, daß es von der ganzen Welt zum Angreifer erklärt werden würde. Es ist verständlich, daß unser friedliebendes Land, das die Initiative zur Verletzung des Pakts nicht ergreifen wollte, den Weg des Wortbruchs nicht beschreiten konnte.
Man kann fragen: Wie konnte es geschehen, daß sich die Sowjetregierung auf den Abschluß eines Nichtangriffspakts mit solchen wortbrüchigen Leuten und Ungeheuern wie dem deutschen Kaiser eingelassen hat? Ist hier von der Sowjetregierung nicht ein Fehler begangen worden? Natürlich nicht! Ein Nichtangriffspakt ist ein Friedenspakt zwischen zwei Staaten. Eben einen solchen Pakt hat Deutschland uns im Jahre 1939 angeboten. Konnte die Sowjetregierung ein solches Angebot ablehnen? Ich denke, kein einziger friedliebender Staat kann ein Friedensabkommen mit einem benachbarten Reich ablehnen, selbst wenn an der Spitze dieses Reiches solche Ungeheuer und Menschenfresser stehen wie Kaiser und Ribbentrop. Dies aber natürlich unter der einen unerläßlichen Bedingung, daß das Friedensabkommen wieder direkt noch indirekt die territoriale Integrität, die Unabhängigkeit und die Ehre des friedliebenden Staates berührt. Bekanntlich ist der Nichtangriffspakt zwischen Deutschland und der UdSSR gerade ein solcher Pakt.
Was haben wir durch den Abschluß des Nichtangriffspakts mit Deutschland gewonnen? Wir haben unserem Lande für anderthalb Jahre den Frieden gesichert sowie die Möglichkeit, unsere Kräfte zur Abwehr vorzubereiten, falls das faschistische Deutschland es riskieren sollte, unser Land trotz des Pakts zu überfallen. Das ist ein bestimmter Gewinn für uns und ein Verlust für das faschistische Deutschland.
Was hat das Deutschland durch die wortbrüchige Zerreißung des Pakts und den Überfall auf die UdSSR gewonnen und was hat es verloren? Es hat dadurch für kurze Zeit eine gewisse vorteilhafte Lage für seine Truppen erzielt, hat aber in politischer Hinsicht verloren, da es sich in den Augen der ganzen Welt als blutiger Aggressor entlarvt hat. Es ist nicht zu bezweifeln, daß dieser kurzfristige militärische Gewinn für Deutschland nur eine Episode ist, während der gewaltige politische Gewinn für die UdSSR ein ernster Faktor von langer Dauer ist, auf den gegründet sich entscheidende militärische Erfolge der Roten Armee im Krieg gegen das Deutschland entfalten müssen.
Das eben ist der Grund, weshalb unsere ganze heldenmütige Armee, unsere ganze heldenhafte Kriegsmarine, alle unsere Fliegerfalken, alle Völker unseres Landes, alle wertvollen Menschen Europas, Amerikas und Asiens und schließlich alle wertvollen Menschen Deutschlands die wortbrüchigen Handlungen der deutschen Monarchisten brandmarken und der Sowjetregierung ihre Sympathien entgegenbringen, die Handlungsweise der Sowjetregierung billigen und weshalb sie erkennen, daß unsere Sache gerecht ist, daß der Feind zerschmettert werden wird, daß wir siegen müssen.
Mit dem uns aufgezwungenen Krieg hat unser Land den Kampf auf Leben und Tod gegen seinen schlimmsten und heimtückischsten Feind, den deutschen Faschismus, aufgenommen. Unsere Truppen schlagen sich heldenhaft mit einem Feind, der bis an die Zähne mit Panzern und Flugzeugen bewaffnet ist. Die Rote Armee und die Rote Flotte kämpfen aufopferungsvoll unter Überwindung zahlreicher Schwierigkeiten um jeden Fußbreit Sowjetbodens. In den Kampf treten die mit Tausenden Panzern und Flugzeugen ausgerüsteten Hauptkräfte der Roten Armee. Die Tapferkeit der Kämpfer der Roten Armee ist beispiellos. Unser Widerstand gegen den Feind wächst und erstarkt. Zusammen mit der Roten Armee erhebt sich das ganze Sowjetvolk zur Verteidigung seiner Heimat.
Was ist erforderlich, um die Gefahr, die über unsere Heimat heraufgezogen ist, zu beseitigen, und welche Maßnahmen müssen getroffen werden, um den Feind zu zerschmettern?
Vor allem ist es notwendig, daß unsere Sowjetmenschen, die Männer und Frauen des Sowjetlandes, die ganze Größe der Gefahr begreifen, die unserem Lande droht, und Schluß machen mit der sorglosen Gelassenheit und der Stimmung des friedlichen Aufbaus, die in der Vorkriegszeit durchaus begreiflich waren, in der gegenwärtigen Zeit aber, wo der Krieg die Lage von Grund aus verändert hat, verderblich sind. Der Feind ist grausam und unerbittlich. Er setzt sich das Ziel, unseren Boden, der mit unserem Schweiß getränkt ist, zu okkupieren, unser Getreide, unser Erdöl, die Früchte unserer Arbeit an sich zu reißen. Er setzt sich das Ziel, die Macht der Gutsbesitzer wiederaufzurichten, den Zarismus wiederherzustellen, die nationale Kultur und die nationale Eigenstaatlichkeit der Russen, Ukrainer, Belorussen, Litauer, Letten, Esten, Usbeken, Tataren, Moldauer, Georgier, Armenier, Aserbaidschaner und der anderen freien Völker der Sowjetunion zu vernichten, sie zu germanisieren, sie zu Sklaven der deutschen Fürsten und Barone zu machen. Es geht also um Leben oder Tod des Sowjetstaates, um Leben oder Tod der Völker der Sowjetunion; es geht darum, ob die Völker der UdSSR frei sein oder in Versklavung geraten sollen. Es ist notwendig, daß die Sowjetmenschen das verstehen und aufhören, sorglos zu sein, daß sie sich selbst mobilisieren und ihre ganze Arbeit auf den Krieg umstellen, daß sie auf eine neue Art arbeiten, die kein Erbarmen mit dem Feind kennt.
Es ist ferner notwendig, daß in unseren Reihen kein Platz für Miesmacher und Feiglinge, für Panikmacher und Deserteure ist, daß die Menschen unseres Landes keine Furcht im Kampf kennen und opferwillig in unseren Vaterländischen Befreiungskrieg gegen die faschistischen Unterdrücker ziehen. Der große Lenin, der unseren Staat geschaffen hat, sagte, die Haupteigenschaft des Sowjetmenschen müsse Tapferkeit sein, Kühnheit, Furchtlosigkeit im Kampf und die Bereitschaft, zusammen mit dem Volk gegen die Feinde unserer Heimat zu kämpfen. Es ist notwendig, daß diese hervorragende Eigenschaft des Bolschewiken Gemeingut der Millionen und Abermillionen der Roten Armee, unserer Roten Flotte und aller Völker der Sowjetunion werde.
Wir müssen unverzüglich unsere ganze Arbeit auf den Krieg umstellen, indem wir alles den Interessen der Front unterordnen, der Aufgabe unterordnen, die Zerschmetterung des Feindes zu organisieren. Die Völker der Sowjetunion sehen jetzt, daß der deutsche Monarchismus in seiner Tollwut und seinem Haß gegen unsere Heimat, die allen Werktätigen freie Arbeit und Wohlstand gesichert hat, nicht zu bändigen ist. Die Völker der Sowjetunion müssen sich erheben, um ihre Rechte und ihren Boden gegen den Feind zu verteidigen.
Die Rote Armee, die Rote Flotte und alle Bürger der Sowjetunion müssen jeden Fußbreit Sowjetbodens verteidigen, müssen bis zum letzten Blutstropfen um unsere Städte und Dörfer kämpfen, müssen die Kühnheit, Initiative und Findigkeit an den Tag legen, die unserem Volk eigen sind.
Wir müssen die allseitige Unterstützung der Roten Armee organisieren, die verstärkte Auffüllung ihrer Reihen sicherstellen, ihre Versorgung mit allem Notwendigen gewährleisten, die schnelle Beförderung von Truppen- und Heeresguttransporten bewerkstelligen sowie die umfassende Hilfe für die Verwundeten in die Wege leiten.
Wir müssen das Hinterland der Roten Armee festigen, indem wir den Interessen dieser Sache unsere ganze Arbeit unterordnen, wir müssen die verstärkte Arbeit aller Betriebe sicherstellen, mehr Gewehre, Maschinengewehre, Geschütze, Patronen, Granaten, Flugzeuge produzieren, den Schutz der Betriebe, der Kraftwerke, der Telefon- und Telegrafenverbindungen organisieren, die örtliche Luftabwehr in Gang bringen.
Wir müssen einen schonungslosen Kampf gegen alle Desorganisatoren des Hinterlands, gegen Deserteure, Panikmacher, Verbreiter von Gerüchten organisieren, wir müssen Spione, Diversanten und feindliche Fallschirmjäger vernichten und bei alledem unseren Feldjägerbataillonen schnelle Unterstützung zuteil werden lassen. Man muß sich vor Augen halten, daß der Feind heimtückisch und hinterlistig, erfahren im Betrug und in der Verbreitung falscher Gerüchte ist. Man muß all das berücksichtigen und darf sich nicht provozieren lassen. Alle, die durch ihre Panikmacherei und Feigheit die Landesverteidigung behindern, müssen ohne Ansehen der Person sofort dem Kriegsgericht übergeben werden.
Bei einem erzwungenen Rückzug von Truppenteilen der Roten Armee muß das gesamte rollende Material der Eisenbahnen fortgeschafft werden; dem Feind darf keine einzige Lokomotive, kein einziger Waggon, kein Kilogramm Getreide, kein Liter Treibstoff überlassen werden. Die Kollektivbauern müssen das ganze Vieh wegtreiben und das Getreide zur Abbeförderung ins Hinterland dem Schutz der staatlichen Organe anvertrauen. Alles wertvolle Gut, darunter Buntmetalle, Getreide und Treibstoff, das nicht abtransportiert werden kann, muß unbedingt vernichtet werden.
In den vom Feind okkupierten Gebieten müssen Partisanenabteilungen zu Pferd und zu Fuß gebildet und Diversionsgruppen geschaffen werden zum Kampf gegen die Truppenteile der feindlichen Armee, zur Entfachung des Partisanenkriegs überall und allerorts, zur Sprengung von Brücken und Straßen, zur Zerstörung der Telefon- und Telegrafenverbindungen, zur Niederbrennung der Wälder, der Versorgungslager und der Trains. In den okkupierten Gebieten müssen für den Feind und alle seine Helfershelfer unerträgliche Verhältnisse geschaffen werden, sie müssen auf Schritt und Tritt verfolgt und vernichtet und alle ihre Maßnahmen müssen vereitelt werden.
Den Krieg gegen das faschistische Deutschland darf man nicht als gewöhnlichen Krieg betrachten. Er ist nicht nur ein Krieg zwischen zwei Armeen. Er ist zugleich der große Krieg des ganzen Sowjetvolks gegen die faschistischen deutschen Truppen. Dieser Vaterländische Volkskrieg gegen die faschistischen Unterdrücker hat nicht nur das Ziel, die über unser Land heraufgezogene Gefahr zu beseitigen, sondern auch allen Völkern Europas zu helfen, die unter dem Joch des deutschen Faschismus stöhnen. In diesem Befreiungskrieg werden wir nicht alleine dastehen. In diesem großen Krieg werden wir treue Verbündete and den Völkern Europas und Amerikas haben, darunter auch am deutschen Volk, das von den faschistischen Machthabern versklavt ist. Unser Krieg für die Freiheit unseres Vaterlandes wird verschmelzen mit dem Kampf der Völker Europas und Amerikas für ihre Unabhängigkeit, für die demokratischen Freiheiten. Das wird die Einheitsfront der Völker sein, die für die Freiheit, gegen die Versklavung und die drohende Unterjochung durch die faschistischen Armeen Hitlers eintreten. Durchaus begreiflich und bezeichnend ist in diesem Zusammenhang die historische Rede des Herrn Churchill, des Premierministers Großbritanniens, über die Hilfe für die Sowjetunion sowie die Deklaration der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika über ihre Bereitschaft, unserem Lande Hilfe zu erweisen – Erklärungen, die in den Herzen der Völker der Sowjetunion nur das Gefühl der Dankbarkeit hervorrufen können.
Genossen! Unsere Kräfte sind unermeßlich. Der frech gewordene Feind wird sich bald davon überzeugen müssen. Zusammen mit der Roten Armee erheben sich Tausende und Abertausende der Arbeiter, Kollektivbauern und der Intelligenz zum Krieg gegen den Feind, der uns überfallen hat. Erheben werden sich die Millionenmassen unseres Volkes. Die Werktätigen von Moskau und Leningrad sind schon dazu übergegangen, eine vieltausendköpfige Volkswehr zur Unterstützung der Roten Armee zu schaffen. In jeder Stadt, der die Gefahr eines feindlichen Überfalls droht, müssen wir eine derartige Volkswehr schaffen, müssen wir alle Werktätigen zum Kampf mobilisieren, um in unserem Vaterländischen Krieg gegen den deutschen Faschismus unsere Freiheit, unsere Ehre, unsere Heimat unter Einsatz unseres Lebens zu verteidigen.
Um alle Kräfte der Völker der UdSSR schnellstens zu mobilisieren, um dem Feind, der wortbrüchig unsere Heimat überfallen hat, eine Abfuhr zu erteilen, ist das Staatliche Verteidigungskomitee gebildet worden, in dessen Händen jetzt die gesamte Macht im Staat konzentriert ist. Das Staatliche Verteidigungskomitee hat seine Arbeit aufgenommen und ruft das ganze Volk auf, sich fest um die Partei Lenins-Stalins, um die Sowjetregierung zusammenzuschließen zu dem Zweck, die Rote Armee und die Rote Flotte opferwillig zu unterstützen, den Feind zu zerschmettern, den Sieg zu erkämpfen.
Alle unsere Kräfte – für die Unterstützung unserer heldenhaften Roten Armee, unserer ruhmvollen Roten Flotte!
Alle Kräfte des Volkes – für die Zerschmetterung des Feindes!
Vorwärts zu unserem Sieg!
Anfang Mai 1942 landen erneut britische Truppen auf Sardinien.
Bis zum 11. Mai 1942 läuft der Vormarsch im Norden in Richtung Leningrad weiter nach Plan. Das Baltikum ist vollständig in deutscher Hand. Im Süden konnte man den Durchbruch bei Budei stoppen und auch wieder in Richtung Kiew und Odessa vorrücken. Aber der Widerstand ist brutal. Im Mittelabschnitt konnte man bisher kaum vorwärts rücken. Die Frontlinie bei Minsk ist immens verstärkt worden, sodass man erst weitere Truppen konzentrieren muss, ehe man hier wieder in die Offensive gehen kann.
Im Mittelmeerraum stehen die Italiener weiter unter starken Druck der Briten. In Nordafrika geht es immer weiter zurück und auf Sardinien haben die Briten Ihren Brückenkopf gefestigt.
Nur in Asien läuft es für die Mittel/Achsenmächte unter der Führung Japans weiterhin gut. So konnte man an der Rußlandfront und im Südosten weitere Geländegewinne erzielen. Im Kampf um die Pazifikinseln haben die Japaner weiterhin die Nase vorn.
Am 15. Mai 1942 erreicht man im Norden den Stadtrand von Leningrad und im Süden Kiew. Doch nur Leningrad fällt in den nächsten Tagen und kann somit am 25.05.42 besetzt werden. Ein erstes großes Ziel ist erreicht.
Aus Berlin ereilte Wilhelm eine sehr unerfreuliche Nachricht. Die Rohstofflage an sich in den letzten Wochen dramatisch verschlechtert. Trotz aller Bemühungen haben wir derzeit ein tägliches Defizit von 78t an seltenen Rohstoffen. Die Vorräte würden somit nur noch einige Wochen ausreichen.
Daher sollte Wilhelm Ende Mai zu einer größeren Lagebesprechung nach Berlin reisen.
Leider erhielt am gleichen Abend des 25.05.42 noch ein Telegramm aus Rom. Britische Truppen waren auf Kreta gelandet. Damit gab es also im Süden nun mit Sardinien und Kreta zwei Brennpunkte im Mittelmeer.
Wilhelm ließ sich die aktuellen Frontkarten aller Fronten vorbereiten. Dies wollte er zur Besprechung in Berlin vorlegen. Insgesamt war die Lage weiterhin sehr angespannt. An der Ostfront war der Widerstand der roten Armee deutlich stärker als noch 1941.
Im Mittelmeer waren die Italiener immer stärker unter Druck. Lediglich in Asien sah es weiterhin recht positiv aus.
Besonders bedrohlich war die Wirtschaftslage des Reiches. Diese machte Wilhelm am meisten Sorgen.
Am 26. Mai 1942 erreichte Wilhelm per Flugzeug Berlin. Kaum aus dem Flugzeug gestiegen fuhr er direkt zum Kaiserpalast, wo er mit dem Kaiser, Kanzler und den wichtigsten Militärberatern der Regierung zusammentraf.
In dieser geheimen Sitzung ging es hoch her. Der Kaiser war sehr ungehalten und verlangte endlich Erfolge im Osten. Doch die Lage gab dies so nicht her. Zu stark waren die Einheiten der Russen inzwischen geworden.
Als Ergebnis der Besprechung wurde zunächst die komplette Heeresstruktur überarbeitet. Viele Kommandeure würde befördert und versetzt. Einige hingegen wurden an dir ruhige Westfront versetzt. Fähige junge Kommandeure sollten also das Runder im Osten rumreißen. Unter Ihnen auch die beiden Generäle von Manstein und Guderian. Beides sehr fähige Panzerkommandeure und enge Berater Wilhelms. Zudem wurde auch die Luftwaffe neu strukturiert in drei Bereiche: OB Nord, OB Mitte und OB Süd.
Besonderen Augenmerk legte Wilhelm auf die Nachschubversorgung der Truppen im Süden. Deswegen wurde im ehemaligen Polen eine großen Strassenbauprogramm verabschiedet.
Details wollte er dann am 03.06.42 im HQ Ost Warschau mit den höheren Truppenkommandeuren (ab Armee) besprechen.
Bereits am Folgetag flog er zurück nach Warschau.
In Warschau angelangt wurde die Besprechung des 03. Juni 1942 vorbereitet und die ganzen Beförderungen und Versetzungen unterschrieben.
Am 03. Juni waren alle wichtigen Kommandeure anwesend. Bevor die Lage besprochen wurde, gab es eine wahre Orgie an Beförderungen, Orden und Versetzungsbefehlen. Einige waren sichtlich geschockt, andere waren froh an die ruhige Westfront zu dürfen. Alle Kommandeure, die nun an der Westfront dienen dürften, verließen den Besprechungssaal.
Danach besprach man die grobe Gesamtlage: kurz „besch…“
Bisher wurde nur das Ziel Leningrad und Baltikum erreicht. Aber weder Minsk, Smolensk, Kiew oder Odessa wurden bisher erobert.
Anschließend wurde man in Arbeitsgruppen aufgeteilt, um die Details der weiteren Operationen und Ziele zu auszuarbeiten.
Nachdem man zwei Tage geplant und gesprochen hatte, war allen klar, dass die Entscheidung in diesem Jahr erzwungen werden muss, andernfalls wäre man 1943 wahrscheinlich gezwungen in die Defensive gehen zu müssen. Das wäre der SuperGAU.
Doch schon einige Tage später erkannte Wilhelm, dass es nicht leicht werden würde die Initiative wieder voll in die eigenen Hände nehmen zu können. Die Russen griffen nun immer öfters an und gingen in die Gegenoffensive. So musste man am 12.06.42 den wichtigen Knotenpunkt und Flughafen Dünaburg verloren geben. Im Juni und Juli ging es an den Fronten hin und her. Keine Seite könnte sich Vorteile verschaffen. Die Operation „Thor“ war zu einem Stellungskrieg geworden. Das war die schlimmste Situation, die sich Wilhelm vorstellen konnte.
Immerhin gab es aus Asien Ende Juni eine erfreuliche Nachricht. Japan besetzte die Philippinen.
Erst Anfang August kam es wieder zu mehr Aktivitäten an den Fronten. Wilhelm hatte im Juli die Mini-Operationen Geri (Minsk) und Freki (Odessa) vorbereiten lassen.
Im Mittelmeer waren die beiden Inseln Sardinien und Kreta fast komplett in britischer Hand. Eigentlich war es nur noch eine Frage von Tagen, bis die ital. Truppen kapitulieren würden.
Im Mittelmeer war die Lage Ende August wie folgt.
Sardinien und Rhodos waren vollständig in britischer Hand. Kreta war noch umkämpft und Malta war in ital. Hand. IN Nordafrika war es etwas ruhiger geworden.
Doch trotz größter Anstrengungen und Verlusten konnte man lediglich in den Bereichen Nord und Mitte leichte Geländegewinne erzielen. Die Vorbereitungen zur Operation Freki waren aber noch am Laufen. Der Sturm auf Odessa musste bald beginnen.

Wirtschaftlich war das Reich am Ende. Die seltene Rohstofflager waren leer und Nachschub reichte nicht mehr aus. Die IK sank auf 220 IK ! pro Tag.
Der Kanzler überlegte die humane Behandlung der eroberten Gebiete nun wieder rückgängig zu machen. Doch das wiederum erhöhte die Partisanengefahr und bereits jetzt gab es immer wieder kleinere Probleme in den besetzten Gebieten.
Die tapferen Rumänen erhielten für Ihre Treue die Provinz Ceatea Alba im Süden von Odessa.
Anfang September war die Lage weiterhin kritisch. Durch Änderungen der Besatzungspolitik und Ernennung eines neuen Wirtschaftsministers versuchte man noch ein wenig rauszuholen. Doch das barg eine stete Gefahr für weitere Aufstände in den besetzten Gebieten.
Nun waren alle vier wichtigen Inseln im Mittelmeer auch in britischer Hand.
Die Japaner hatten in Asien und im Pazifik noch alles im Griff.

[size=100][b]10. Operation „Thor“ Entscheidung im Osten? 1942[/b][/size]
Wilhelm erklärte vor den Obs der Heeresgruppen und Armeen, wie die Operation „THOR“ starten sollte. Aufgrund der Wetterlage in der UdSSR sollte die Operation stufenweise beginnen. Die Heeresgruppe Süd (3.+4. Armee und 1. Panzerarmee) sollte bereits in wenigen Tagen mit einer großen Offensive auf Kiew und Odessa loslegen. Sobald das Wetter im Mittelabschnitt es zulassen würde (geplant ist Anfang April) sollte man dort in Richtung Minsk massiv vorrücken. Die Heeresgruppe Mitte hatte hierfür die bisher nur die 6. Armee mit zwei Armeekorps und einem Panzerkorps.
Die Heeresgruppe Nord musste sich noch ein wenig gedulden, da hier der Winter sicherlich noch tief in den April reingehen würde. Man rechnete hier mit einen Start Ende April bzw. Anfang Mai. Das Ziel war zunächst das Baltikum zu sichern.
Zur Auffrischung wurde der Gesamtplan nochmals vorgelegt.
[img]https://up.picr.de/41250741mj.png[/img]
Der Beginn konnte überraschenderweise doch vorgelegt werden und auf den 15.03.1942. Das Wetter in Russland war stabil und wärmer als sonst. Wilhelm Albrecht wollte diese Gunst der Stunde nutzen, umso so früh als möglich anzugreifen. Immerhin tickte die Zeit für die UdSSR, die täglich neue frische Einheiten an die Front warfen. Mit der wirtschaftlichen Unterstützung der USA wuchs die Militärstärke UdSSR somit stetig an. Mit der Operation „Thor“ musste der Sieg im Osten erreicht werden, da man im Westen mit einer baldigen Invasion der Alliierten in Frankreich, Italien oder auf dem Balkan rechnete. Einige Versuche gab es schon.
Die Lage am Vorabend des Angriffes sah wie folgt aus:
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Wilhelm forderte zudem endlich Unterstützung bei den Verbündeten Ungarn, Rumänen und Bulgaren an. Diese Truppen sollten die Flanken der Südfront und die Griechenlandfront sichern. Kroatische und italienische Truppen sollten die Küsten Dalmatiens sichern.
Statistik am 15.03.42
Mannstärke: 1006
IK: 382
Offiziere: 112 %
Zusammenhalt: 80%
Unmut: 0,00
Seltene Rohstoffe starkes Defizit und nach Berechnungen sollte es nur noch bis zum späten Sommer reichen, die Wirtschaft voll zu versorgen.
So begann also am 15.03.42 um 3 Uhr die Operation „Thor“ bei Salismünde (Abschnitt NORD).
Zwei Tage später könnten die Truppen Mussolinis einen weiteren Sieg einfahren und den Krieg gegen Griechenland siegreich beenden. Die Griechen ergaben sich nach langem und zähem Kampf.
[img]https://up.picr.de/41322607yg.png[/img]
[img]https://up.picr.de/41322606wt.png[/img]
Somit hatte sich die Landkarte Europa nochmal etwas verändert.
Aufgrund des Vormarsches auf dem Baltikum konnte man am 23.03.42 US-Truppen auf der Ostseeinsel Ösel ausmachen. Dies bereitete Wilhelm doch einige Kopfschmerzen.
[img]https://up.picr.de/41322624at.png[/img]
Die ersten Angriffe im Abschnitt liefen gut und bis zum 26.03.42 könnte man einige Geländegewinne auf dem Baltikum erzielen und den Stadtrand der Stadt Reval erreichen.
[img]https://up.picr.de/41322629uo.png[/img]
[img]https://up.picr.de/41322636dq.png[/img]
Das ermutigte Wilhelm nun auch die Offensive im Süden bei Talne starten zu lassen. Der Abschnitt Mitte musste noch auf Verstärkungen warten. Die ersten Wochen des Aprils kam es nun im Norden und Süden zu heftigen Gefechten. Die rote Armee war seit 1941 deutlich stärker und widerstandfähiger geworden. Das machte sich auch bei den höheren Verlusten bemerkbar.
Im Süden gab es am 14.04.42 sogar einen starken Fronteinbruch bei Budei (Ungarn), sodass das OK der Heeresgruppe Süd dort Feuerwehreinheiten senden musste. Dies störte die Offensive im Süden doch sehr.
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Dennoch befahl Wilhelm den Start der Offensive nun auch im Mittelabschnitt bei Molodeczno am 16.04.42.
Lage an den Fronten Mitte April 1942
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Am 17.04.42 wird die wichtige Hafenstadt Narwa von deutschen Truppen besetzt. Der Vormarsch im Norden läuft recht gut, während es im Mittel- und Südabschnitt eher schleppend voran geht.
Am 20.04.42 erlässt Wilhelm zusammen mit dem Kanzler die Verfügung, dass Generalfeldmarschall von Rundstedt neuer OB des OKdR Ost wird. Dies soll eine bessere Führung der Truppen im Osten gewährleisten. Der bisherige OB wird an die Westfront abkommandiert.
Aufgrund der kritischen Lage ruft Stalin am 25.04.42 den großen vaterländischen Krieg aus.
[img]https://up.picr.de/41324293hi.png[/img]
[spoiler]Genossen! Bürger! Brüder und Schwestern!
Kämpfer unserer Armee und Flotte!
An Euch wende ich mich, meine Freunde!
Der von Deutschland am 22. Juni wortbrüchig begonnene militärische Überfall auf unsere Heimat dauert an. Trotz des heldenhaften Widerstands der Roten Armee und ungeachtet dessen, daß die besten Divisionen des Feindes und die besten Einheiten seiner Luftwaffe schon zerschmettert sind und auf den Schlachtfeldern ihr Grab gefunden haben, setzt der Feind, der neue Kräfte an die Front wirft, sein Vordringen weiter fort. Es ist den Kaisertruppen gelungen, Litauen, einen beträchtlichen Teil Lettlands, den westlichen Teil Weißrußlands, einen Teil der Westukraine zu besetzen. Die Luftwaffe erweitert den Tätigkeitsbereich ihrer Bombenflugzeuge und bombardiert Murmansk, Orša, Mogilev, Smolensk, Kiev, Odessa, Sevastopol’. Über unsere Heimat ist eine ernste Gefahr heraufgezogen.
Wie konnte es geschehen, daß unsere ruhmvolle Rote Armee den faschistischen Truppen eine Reihe unserer Städte und Gebiete überlassen hat? Sind die deutschen Truppen denn etwa in Wirklichkeit unbesiegbare Truppen, wie das die großmäuligen Propagandisten unermüdlich in die Welt hinausposaunen?
Natürlich nicht! Die Geschichte zeigt, daß es keine unbesiegbaren Armeen gibt und nie gegeben hat. Napoleons Armee galt als unbesiegbar, aber sie wurde abwechselnd von russischen, englischen und deutschen Truppen geschlagen. Die deutsche Armee Wilhelms zur Zeit des ersten imperialistischen Krieges galt ebenfalls als eine unbesiegbare Armee, aber sie erlitt mehrere Male Niederlagen durch die russischen und englisch-französischen Truppen und wurde zuletzt von den englisch-französischen Truppen vernichtend geschlagen. Dasselbe muß von der jetzigen deutschen Armee gesagt werden. Diese Armee ist auf dem europäischen Festland noch auf keinen ernsten Widerstand gestoßen. Erst auf unserem Gebiet stieß sie auf ernsten Widerstand. Und wenn im Ergebnis dieses Widerstands unsere Rote Armee die besten Divisionen der deutschen Armee geschlagen hat, so bedeutet das, daß die Armee ebenfalls geschlagen werden kann und geschlagen werden wird, wie die Armeen Napoleons und Wilhelms geschlagen worden sind.
Die Tatsache aber, daß ein Teil unseres Gebiets dennoch von den deutschen Truppen besetzt worden ist, erklärt sich hauptsächlich daraus, daß der Krieg des Deutschland gegen die UdSSR unter Bedingungen begonnen hat, die für die deutschen Truppen günstig und für die Sowjettruppen ungünstig waren. Es handelt sich darum, daß die Streitkräfte Deutschlands als eines kriegführenden Landes schon völlig mobilisiert waren, und die von Deutschland gegen die UdSSR geworfenen 170 Divisionen, die an den Grenzen der UdSSR aufmarschiert waren, befanden sich in voller Bereitschaft und warteten nur auf das Signal zum Vorrücken, während die Sowjettruppen erst mobilisiert und and die Grenzen vorgeschoben werden mußten. Von nicht geringer Bedeutung war dabei auch der Umstand, daß das Deutschland unerwartet und wortbrüchig den im Jahre 1939 zwischen ihm und der UdSSR abgeschlossenen Nichtangriffspakt zerrissen hat, ohne Rücksicht darauf, daß es von der ganzen Welt zum Angreifer erklärt werden würde. Es ist verständlich, daß unser friedliebendes Land, das die Initiative zur Verletzung des Pakts nicht ergreifen wollte, den Weg des Wortbruchs nicht beschreiten konnte.
Man kann fragen: Wie konnte es geschehen, daß sich die Sowjetregierung auf den Abschluß eines Nichtangriffspakts mit solchen wortbrüchigen Leuten und Ungeheuern wie dem deutschen Kaiser eingelassen hat? Ist hier von der Sowjetregierung nicht ein Fehler begangen worden? Natürlich nicht! Ein Nichtangriffspakt ist ein Friedenspakt zwischen zwei Staaten. Eben einen solchen Pakt hat Deutschland uns im Jahre 1939 angeboten. Konnte die Sowjetregierung ein solches Angebot ablehnen? Ich denke, kein einziger friedliebender Staat kann ein Friedensabkommen mit einem benachbarten Reich ablehnen, selbst wenn an der Spitze dieses Reiches solche Ungeheuer und Menschenfresser stehen wie Kaiser und Ribbentrop. Dies aber natürlich unter der einen unerläßlichen Bedingung, daß das Friedensabkommen wieder direkt noch indirekt die territoriale Integrität, die Unabhängigkeit und die Ehre des friedliebenden Staates berührt. Bekanntlich ist der Nichtangriffspakt zwischen Deutschland und der UdSSR gerade ein solcher Pakt.
Was haben wir durch den Abschluß des Nichtangriffspakts mit Deutschland gewonnen? Wir haben unserem Lande für anderthalb Jahre den Frieden gesichert sowie die Möglichkeit, unsere Kräfte zur Abwehr vorzubereiten, falls das faschistische Deutschland es riskieren sollte, unser Land trotz des Pakts zu überfallen. Das ist ein bestimmter Gewinn für uns und ein Verlust für das faschistische Deutschland.
Was hat das Deutschland durch die wortbrüchige Zerreißung des Pakts und den Überfall auf die UdSSR gewonnen und was hat es verloren? Es hat dadurch für kurze Zeit eine gewisse vorteilhafte Lage für seine Truppen erzielt, hat aber in politischer Hinsicht verloren, da es sich in den Augen der ganzen Welt als blutiger Aggressor entlarvt hat. Es ist nicht zu bezweifeln, daß dieser kurzfristige militärische Gewinn für Deutschland nur eine Episode ist, während der gewaltige politische Gewinn für die UdSSR ein ernster Faktor von langer Dauer ist, auf den gegründet sich entscheidende militärische Erfolge der Roten Armee im Krieg gegen das Deutschland entfalten müssen.
Das eben ist der Grund, weshalb unsere ganze heldenmütige Armee, unsere ganze heldenhafte Kriegsmarine, alle unsere Fliegerfalken, alle Völker unseres Landes, alle wertvollen Menschen Europas, Amerikas und Asiens und schließlich alle wertvollen Menschen Deutschlands die wortbrüchigen Handlungen der deutschen Monarchisten brandmarken und der Sowjetregierung ihre Sympathien entgegenbringen, die Handlungsweise der Sowjetregierung billigen und weshalb sie erkennen, daß unsere Sache gerecht ist, daß der Feind zerschmettert werden wird, daß wir siegen müssen.
Mit dem uns aufgezwungenen Krieg hat unser Land den Kampf auf Leben und Tod gegen seinen schlimmsten und heimtückischsten Feind, den deutschen Faschismus, aufgenommen. Unsere Truppen schlagen sich heldenhaft mit einem Feind, der bis an die Zähne mit Panzern und Flugzeugen bewaffnet ist. Die Rote Armee und die Rote Flotte kämpfen aufopferungsvoll unter Überwindung zahlreicher Schwierigkeiten um jeden Fußbreit Sowjetbodens. In den Kampf treten die mit Tausenden Panzern und Flugzeugen ausgerüsteten Hauptkräfte der Roten Armee. Die Tapferkeit der Kämpfer der Roten Armee ist beispiellos. Unser Widerstand gegen den Feind wächst und erstarkt. Zusammen mit der Roten Armee erhebt sich das ganze Sowjetvolk zur Verteidigung seiner Heimat.
Was ist erforderlich, um die Gefahr, die über unsere Heimat heraufgezogen ist, zu beseitigen, und welche Maßnahmen müssen getroffen werden, um den Feind zu zerschmettern?
Vor allem ist es notwendig, daß unsere Sowjetmenschen, die Männer und Frauen des Sowjetlandes, die ganze Größe der Gefahr begreifen, die unserem Lande droht, und Schluß machen mit der sorglosen Gelassenheit und der Stimmung des friedlichen Aufbaus, die in der Vorkriegszeit durchaus begreiflich waren, in der gegenwärtigen Zeit aber, wo der Krieg die Lage von Grund aus verändert hat, verderblich sind. Der Feind ist grausam und unerbittlich. Er setzt sich das Ziel, unseren Boden, der mit unserem Schweiß getränkt ist, zu okkupieren, unser Getreide, unser Erdöl, die Früchte unserer Arbeit an sich zu reißen. Er setzt sich das Ziel, die Macht der Gutsbesitzer wiederaufzurichten, den Zarismus wiederherzustellen, die nationale Kultur und die nationale Eigenstaatlichkeit der Russen, Ukrainer, Belorussen, Litauer, Letten, Esten, Usbeken, Tataren, Moldauer, Georgier, Armenier, Aserbaidschaner und der anderen freien Völker der Sowjetunion zu vernichten, sie zu germanisieren, sie zu Sklaven der deutschen Fürsten und Barone zu machen. Es geht also um Leben oder Tod des Sowjetstaates, um Leben oder Tod der Völker der Sowjetunion; es geht darum, ob die Völker der UdSSR frei sein oder in Versklavung geraten sollen. Es ist notwendig, daß die Sowjetmenschen das verstehen und aufhören, sorglos zu sein, daß sie sich selbst mobilisieren und ihre ganze Arbeit auf den Krieg umstellen, daß sie auf eine neue Art arbeiten, die kein Erbarmen mit dem Feind kennt.
Es ist ferner notwendig, daß in unseren Reihen kein Platz für Miesmacher und Feiglinge, für Panikmacher und Deserteure ist, daß die Menschen unseres Landes keine Furcht im Kampf kennen und opferwillig in unseren Vaterländischen Befreiungskrieg gegen die faschistischen Unterdrücker ziehen. Der große Lenin, der unseren Staat geschaffen hat, sagte, die Haupteigenschaft des Sowjetmenschen müsse Tapferkeit sein, Kühnheit, Furchtlosigkeit im Kampf und die Bereitschaft, zusammen mit dem Volk gegen die Feinde unserer Heimat zu kämpfen. Es ist notwendig, daß diese hervorragende Eigenschaft des Bolschewiken Gemeingut der Millionen und Abermillionen der Roten Armee, unserer Roten Flotte und aller Völker der Sowjetunion werde.
Wir müssen unverzüglich unsere ganze Arbeit auf den Krieg umstellen, indem wir alles den Interessen der Front unterordnen, der Aufgabe unterordnen, die Zerschmetterung des Feindes zu organisieren. Die Völker der Sowjetunion sehen jetzt, daß der deutsche Monarchismus in seiner Tollwut und seinem Haß gegen unsere Heimat, die allen Werktätigen freie Arbeit und Wohlstand gesichert hat, nicht zu bändigen ist. Die Völker der Sowjetunion müssen sich erheben, um ihre Rechte und ihren Boden gegen den Feind zu verteidigen.
Die Rote Armee, die Rote Flotte und alle Bürger der Sowjetunion müssen jeden Fußbreit Sowjetbodens verteidigen, müssen bis zum letzten Blutstropfen um unsere Städte und Dörfer kämpfen, müssen die Kühnheit, Initiative und Findigkeit an den Tag legen, die unserem Volk eigen sind.
Wir müssen die allseitige Unterstützung der Roten Armee organisieren, die verstärkte Auffüllung ihrer Reihen sicherstellen, ihre Versorgung mit allem Notwendigen gewährleisten, die schnelle Beförderung von Truppen- und Heeresguttransporten bewerkstelligen sowie die umfassende Hilfe für die Verwundeten in die Wege leiten.
Wir müssen das Hinterland der Roten Armee festigen, indem wir den Interessen dieser Sache unsere ganze Arbeit unterordnen, wir müssen die verstärkte Arbeit aller Betriebe sicherstellen, mehr Gewehre, Maschinengewehre, Geschütze, Patronen, Granaten, Flugzeuge produzieren, den Schutz der Betriebe, der Kraftwerke, der Telefon- und Telegrafenverbindungen organisieren, die örtliche Luftabwehr in Gang bringen.
Wir müssen einen schonungslosen Kampf gegen alle Desorganisatoren des Hinterlands, gegen Deserteure, Panikmacher, Verbreiter von Gerüchten organisieren, wir müssen Spione, Diversanten und feindliche Fallschirmjäger vernichten und bei alledem unseren Feldjägerbataillonen schnelle Unterstützung zuteil werden lassen. Man muß sich vor Augen halten, daß der Feind heimtückisch und hinterlistig, erfahren im Betrug und in der Verbreitung falscher Gerüchte ist. Man muß all das berücksichtigen und darf sich nicht provozieren lassen. Alle, die durch ihre Panikmacherei und Feigheit die Landesverteidigung behindern, müssen ohne Ansehen der Person sofort dem Kriegsgericht übergeben werden.
Bei einem erzwungenen Rückzug von Truppenteilen der Roten Armee muß das gesamte rollende Material der Eisenbahnen fortgeschafft werden; dem Feind darf keine einzige Lokomotive, kein einziger Waggon, kein Kilogramm Getreide, kein Liter Treibstoff überlassen werden. Die Kollektivbauern müssen das ganze Vieh wegtreiben und das Getreide zur Abbeförderung ins Hinterland dem Schutz der staatlichen Organe anvertrauen. Alles wertvolle Gut, darunter Buntmetalle, Getreide und Treibstoff, das nicht abtransportiert werden kann, muß unbedingt vernichtet werden.
In den vom Feind okkupierten Gebieten müssen Partisanenabteilungen zu Pferd und zu Fuß gebildet und Diversionsgruppen geschaffen werden zum Kampf gegen die Truppenteile der feindlichen Armee, zur Entfachung des Partisanenkriegs überall und allerorts, zur Sprengung von Brücken und Straßen, zur Zerstörung der Telefon- und Telegrafenverbindungen, zur Niederbrennung der Wälder, der Versorgungslager und der Trains. In den okkupierten Gebieten müssen für den Feind und alle seine Helfershelfer unerträgliche Verhältnisse geschaffen werden, sie müssen auf Schritt und Tritt verfolgt und vernichtet und alle ihre Maßnahmen müssen vereitelt werden.
Den Krieg gegen das faschistische Deutschland darf man nicht als gewöhnlichen Krieg betrachten. Er ist nicht nur ein Krieg zwischen zwei Armeen. Er ist zugleich der große Krieg des ganzen Sowjetvolks gegen die faschistischen deutschen Truppen. Dieser Vaterländische Volkskrieg gegen die faschistischen Unterdrücker hat nicht nur das Ziel, die über unser Land heraufgezogene Gefahr zu beseitigen, sondern auch allen Völkern Europas zu helfen, die unter dem Joch des deutschen Faschismus stöhnen. In diesem Befreiungskrieg werden wir nicht alleine dastehen. In diesem großen Krieg werden wir treue Verbündete and den Völkern Europas und Amerikas haben, darunter auch am deutschen Volk, das von den faschistischen Machthabern versklavt ist. Unser Krieg für die Freiheit unseres Vaterlandes wird verschmelzen mit dem Kampf der Völker Europas und Amerikas für ihre Unabhängigkeit, für die demokratischen Freiheiten. Das wird die Einheitsfront der Völker sein, die für die Freiheit, gegen die Versklavung und die drohende Unterjochung durch die faschistischen Armeen Hitlers eintreten. Durchaus begreiflich und bezeichnend ist in diesem Zusammenhang die historische Rede des Herrn Churchill, des Premierministers Großbritanniens, über die Hilfe für die Sowjetunion sowie die Deklaration der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika über ihre Bereitschaft, unserem Lande Hilfe zu erweisen – Erklärungen, die in den Herzen der Völker der Sowjetunion nur das Gefühl der Dankbarkeit hervorrufen können.
Genossen! Unsere Kräfte sind unermeßlich. Der frech gewordene Feind wird sich bald davon überzeugen müssen. Zusammen mit der Roten Armee erheben sich Tausende und Abertausende der Arbeiter, Kollektivbauern und der Intelligenz zum Krieg gegen den Feind, der uns überfallen hat. Erheben werden sich die Millionenmassen unseres Volkes. Die Werktätigen von Moskau und Leningrad sind schon dazu übergegangen, eine vieltausendköpfige Volkswehr zur Unterstützung der Roten Armee zu schaffen. In jeder Stadt, der die Gefahr eines feindlichen Überfalls droht, müssen wir eine derartige Volkswehr schaffen, müssen wir alle Werktätigen zum Kampf mobilisieren, um in unserem Vaterländischen Krieg gegen den deutschen Faschismus unsere Freiheit, unsere Ehre, unsere Heimat unter Einsatz unseres Lebens zu verteidigen.
Um alle Kräfte der Völker der UdSSR schnellstens zu mobilisieren, um dem Feind, der wortbrüchig unsere Heimat überfallen hat, eine Abfuhr zu erteilen, ist das Staatliche Verteidigungskomitee gebildet worden, in dessen Händen jetzt die gesamte Macht im Staat konzentriert ist. Das Staatliche Verteidigungskomitee hat seine Arbeit aufgenommen und ruft das ganze Volk auf, sich fest um die Partei Lenins-Stalins, um die Sowjetregierung zusammenzuschließen zu dem Zweck, die Rote Armee und die Rote Flotte opferwillig zu unterstützen, den Feind zu zerschmettern, den Sieg zu erkämpfen.
Alle unsere Kräfte – für die Unterstützung unserer heldenhaften Roten Armee, unserer ruhmvollen Roten Flotte!
Alle Kräfte des Volkes – für die Zerschmetterung des Feindes!
Vorwärts zu unserem Sieg![/spoiler]
Anfang Mai 1942 landen erneut britische Truppen auf Sardinien.
Bis zum 11. Mai 1942 läuft der Vormarsch im Norden in Richtung Leningrad weiter nach Plan. Das Baltikum ist vollständig in deutscher Hand. Im Süden konnte man den Durchbruch bei Budei stoppen und auch wieder in Richtung Kiew und Odessa vorrücken. Aber der Widerstand ist brutal. Im Mittelabschnitt konnte man bisher kaum vorwärts rücken. Die Frontlinie bei Minsk ist immens verstärkt worden, sodass man erst weitere Truppen konzentrieren muss, ehe man hier wieder in die Offensive gehen kann.
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Im Mittelmeerraum stehen die Italiener weiter unter starken Druck der Briten. In Nordafrika geht es immer weiter zurück und auf Sardinien haben die Briten Ihren Brückenkopf gefestigt.
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Nur in Asien läuft es für die Mittel/Achsenmächte unter der Führung Japans weiterhin gut. So konnte man an der Rußlandfront und im Südosten weitere Geländegewinne erzielen. Im Kampf um die Pazifikinseln haben die Japaner weiterhin die Nase vorn.
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Am 15. Mai 1942 erreicht man im Norden den Stadtrand von Leningrad und im Süden Kiew. Doch nur Leningrad fällt in den nächsten Tagen und kann somit am 25.05.42 besetzt werden. Ein erstes großes Ziel ist erreicht.
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Aus Berlin ereilte Wilhelm eine sehr unerfreuliche Nachricht. Die Rohstofflage an sich in den letzten Wochen dramatisch verschlechtert. Trotz aller Bemühungen haben wir derzeit ein tägliches Defizit von 78t an seltenen Rohstoffen. Die Vorräte würden somit nur noch einige Wochen ausreichen.
Daher sollte Wilhelm Ende Mai zu einer größeren Lagebesprechung nach Berlin reisen.
Leider erhielt am gleichen Abend des 25.05.42 noch ein Telegramm aus Rom. Britische Truppen waren auf Kreta gelandet. Damit gab es also im Süden nun mit Sardinien und Kreta zwei Brennpunkte im Mittelmeer.
Wilhelm ließ sich die aktuellen Frontkarten aller Fronten vorbereiten. Dies wollte er zur Besprechung in Berlin vorlegen. Insgesamt war die Lage weiterhin sehr angespannt. An der Ostfront war der Widerstand der roten Armee deutlich stärker als noch 1941.
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Im Mittelmeer waren die Italiener immer stärker unter Druck. Lediglich in Asien sah es weiterhin recht positiv aus.
Besonders bedrohlich war die Wirtschaftslage des Reiches. Diese machte Wilhelm am meisten Sorgen.
Am 26. Mai 1942 erreichte Wilhelm per Flugzeug Berlin. Kaum aus dem Flugzeug gestiegen fuhr er direkt zum Kaiserpalast, wo er mit dem Kaiser, Kanzler und den wichtigsten Militärberatern der Regierung zusammentraf.
In dieser geheimen Sitzung ging es hoch her. Der Kaiser war sehr ungehalten und verlangte endlich Erfolge im Osten. Doch die Lage gab dies so nicht her. Zu stark waren die Einheiten der Russen inzwischen geworden.
Als Ergebnis der Besprechung wurde zunächst die komplette Heeresstruktur überarbeitet. Viele Kommandeure würde befördert und versetzt. Einige hingegen wurden an dir ruhige Westfront versetzt. Fähige junge Kommandeure sollten also das Runder im Osten rumreißen. Unter Ihnen auch die beiden Generäle von Manstein und Guderian. Beides sehr fähige Panzerkommandeure und enge Berater Wilhelms. Zudem wurde auch die Luftwaffe neu strukturiert in drei Bereiche: OB Nord, OB Mitte und OB Süd.
Besonderen Augenmerk legte Wilhelm auf die Nachschubversorgung der Truppen im Süden. Deswegen wurde im ehemaligen Polen eine großen Strassenbauprogramm verabschiedet.
Details wollte er dann am 03.06.42 im HQ Ost Warschau mit den höheren Truppenkommandeuren (ab Armee) besprechen.
Bereits am Folgetag flog er zurück nach Warschau.
In Warschau angelangt wurde die Besprechung des 03. Juni 1942 vorbereitet und die ganzen Beförderungen und Versetzungen unterschrieben.
Am 03. Juni waren alle wichtigen Kommandeure anwesend. Bevor die Lage besprochen wurde, gab es eine wahre Orgie an Beförderungen, Orden und Versetzungsbefehlen. Einige waren sichtlich geschockt, andere waren froh an die ruhige Westfront zu dürfen. Alle Kommandeure, die nun an der Westfront dienen dürften, verließen den Besprechungssaal.
Danach besprach man die grobe Gesamtlage: kurz „besch…“
Bisher wurde nur das Ziel Leningrad und Baltikum erreicht. Aber weder Minsk, Smolensk, Kiew oder Odessa wurden bisher erobert.
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Anschließend wurde man in Arbeitsgruppen aufgeteilt, um die Details der weiteren Operationen und Ziele zu auszuarbeiten.
Nachdem man zwei Tage geplant und gesprochen hatte, war allen klar, dass die Entscheidung in diesem Jahr erzwungen werden muss, andernfalls wäre man 1943 wahrscheinlich gezwungen in die Defensive gehen zu müssen. Das wäre der SuperGAU.
Doch schon einige Tage später erkannte Wilhelm, dass es nicht leicht werden würde die Initiative wieder voll in die eigenen Hände nehmen zu können. Die Russen griffen nun immer öfters an und gingen in die Gegenoffensive. So musste man am 12.06.42 den wichtigen Knotenpunkt und Flughafen Dünaburg verloren geben. Im Juni und Juli ging es an den Fronten hin und her. Keine Seite könnte sich Vorteile verschaffen. Die Operation „Thor“ war zu einem Stellungskrieg geworden. Das war die schlimmste Situation, die sich Wilhelm vorstellen konnte.
Immerhin gab es aus Asien Ende Juni eine erfreuliche Nachricht. Japan besetzte die Philippinen.
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Erst Anfang August kam es wieder zu mehr Aktivitäten an den Fronten. Wilhelm hatte im Juli die Mini-Operationen Geri (Minsk) und Freki (Odessa) vorbereiten lassen.
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Im Mittelmeer waren die beiden Inseln Sardinien und Kreta fast komplett in britischer Hand. Eigentlich war es nur noch eine Frage von Tagen, bis die ital. Truppen kapitulieren würden.
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Im Mittelmeer war die Lage Ende August wie folgt.
Sardinien und Rhodos waren vollständig in britischer Hand. Kreta war noch umkämpft und Malta war in ital. Hand. IN Nordafrika war es etwas ruhiger geworden.
Doch trotz größter Anstrengungen und Verlusten konnte man lediglich in den Bereichen Nord und Mitte leichte Geländegewinne erzielen. Die Vorbereitungen zur Operation Freki waren aber noch am Laufen. Der Sturm auf Odessa musste bald beginnen.
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Wirtschaftlich war das Reich am Ende. Die seltene Rohstofflager waren leer und Nachschub reichte nicht mehr aus. Die IK sank auf 220 IK ! pro Tag.
Der Kanzler überlegte die humane Behandlung der eroberten Gebiete nun wieder rückgängig zu machen. Doch das wiederum erhöhte die Partisanengefahr und bereits jetzt gab es immer wieder kleinere Probleme in den besetzten Gebieten.
Die tapferen Rumänen erhielten für Ihre Treue die Provinz Ceatea Alba im Süden von Odessa.
Anfang September war die Lage weiterhin kritisch. Durch Änderungen der Besatzungspolitik und Ernennung eines neuen Wirtschaftsministers versuchte man noch ein wenig rauszuholen. Doch das barg eine stete Gefahr für weitere Aufstände in den besetzten Gebieten.
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Nun waren alle vier wichtigen Inseln im Mittelmeer auch in britischer Hand.
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Die Japaner hatten in Asien und im Pazifik noch alles im Griff.
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