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von Thomasius » Di 07.09.2021, 11:29

MrAugustus hat geschrieben:Wir persönlich verstehen nicht, warum man Aufgebote ausheben will, wenn man bereits Legionen haben kann. Legionen + Söldner sollten doch zumeist reichen, insbesondere wenn man ein Land wie Epirus spielt. Man sollte überhaupt aus wirtschaftlichen und forschungstechnischen Gründen möglichst vermeiden, Aufgebote zu auszuheben.
Wir haben nur Erfahrung mit Rom und Makedonien und ohne Aufgebote geht es lange Zeit nicht. Rom hat noch keine Legionen und Makedonien hat nur eine Legion. Söldner wiederum sind in den ersten Jahrzehnten schwer zu finanzieren und selbst später haben wir sie primär als Ergänzung und Kanonenfutter verwendet, um die Verluste bei Aufgeboten/Legionen gering zu halten. Wie auch historisch wurde unser römisches Weltreich lange Zeit von Aufgeboten erobert.

von MrAugustus » Di 07.09.2021, 11:01

Wir persönlich verstehen nicht, warum man Aufgebote ausheben will, wenn man bereits Legionen haben kann. Legionen + Söldner sollten doch zumeist reichen, insbesondere wenn man ein Land wie Epirus spielt. Man sollte überhaupt aus wirtschaftlichen und forschungstechnischen Gründen möglichst vermeiden, Aufgebote zu auszuheben.

von Thomasius » Sa 04.09.2021, 14:45

Aufgebote werden immer vom Statthalter kommandiert. Heerführer einer Legion ist eine anders Amt. Wenn man also schon Statthalter ist kann man nicht auch noch Heerführer einer Legion sein.
Legionen zählen zu einer Region und jede Kohorte der Legion verringert die Anzahl der Kohorten des Aufgebotes dieser Region. Ihr könnt da also nichts machen. Wenn Ihr mehr Truppen haben wollt als eure Regionen aufstellen können, dann müsst Ihr Söldner anheuern.

von Hohenlohe » Sa 04.09.2021, 13:08

werte Regenten, wir spielen es derzeit auch. Wobei wir ein Problem haben: da wir mit Epirus spielen können wir auch Legionen erstellen. Die von Epirus übernahm unser Onkel Neopotalemus, während wir blöderweise das Provinzaufgebot führen. Leider hat es aufgrund der Rekrutierung durch die Legion null Truppen. Jetzt wollten wir den jungen König Pyrrhos ablösen und ihm die Legion geben, aber es scheint dafür keine Wechselmöglichkeit zu geben, wohl weil er der Statthalter Griechenlands ist. Jedenfalls meine bescheidene Meinung.
Gibt es denn eine Möglichkeit das Aufgebot wieder mit Truppen zu füllen unabhängig von der Legion, die ihre behalten soll. Wenn ja, dann kann mir evtl. einer der alten Gamer unter euch nen Tipp geben. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn ja...

herzliche grüsse

der olle Hohenlohe

von MrAugustus » Fr 03.09.2021, 01:29

Wir haben es nun geschafft, wir haben unser Großiberien-Spiel in der aktuellsten Version, dem Menander-Update, abgeschlossen.

Wir haben es uns einfach gemacht und mit Turdetanien gestartet. Das Land befindet sich direkt bei Gibraltar und hat Karthago direkt als Nachbar. Es ist auch recht gut entwickelt und man kann schnell sesshaft werden und eine Monarchie als Staatsform ausrufen.
Unsere Strategie war es sich mit Karthago zu befreunden, gleichzeitig zu versuchen dass sie nicht zuviel erobern und stattdessen selbst Hispanien uns einverleiben. Aufgrund der Unfähigkeit Karthago (die sogar Kriege gegen andere iberische Stämme verloren :??? :) ging das recht gut. Schon nach kurzer Zeit war Karthago nur mehr sporadisch auf der iberischen Halbinsel vertreten. Nach einem großen Krieg war es dann nicht nur aus Spanien draußen, sondern das heutige Marokko haben wir uns von den furchtbar schwachen Karthagern auch unter den Nagel gerissen.
Danach hatten wir wieder mit Verteidigungsligen zu tun, wobei eine in Zentralhispanien uns am meisten Kopfschmerzen bereitete. Spannend war aber, dass das Verteidigungsbündnis teilweise auch selbst untereinander Kriege führte, insbesondere wenn wo ein Bürgerkrieg ausbrach. Wir haben das natürlich mit ausgenutzt und haben am Ende nach mehreren Kriegen die komplette Liga eliminiert. Der Rest inkl. unserer stets ausgebluteten Vasallen wurde entweder friedlich oder gewaltsam einverleibt, womit einer Gründung Iberiens nichts mehr im Wege stand.
Danach erfolgte richtete sich der Blick kurz zu den Pyrenäen, wo schnell ein paar Staaten als Klientelstaaten installiert wurden, um dort unsere Ruhe zu haben, denn der Blick war nach Osten gerichtet. Zunächst wurde Karthago von West nach Ost aufgerollt und nebenbei die Bierkönig-Zentrale auch gleich erobert. :cool: Mit der Zeit sind aber auch die Römer über Karthago hergefallen, was uns überhaupt nicht gefallen hat. So führten wir Krieg auch gegen Rom. Der 1. war überraschend gut: Nicht nur das Rom aus dem Gebiet Karthago vertrieben wurde, sondern auch Korsika haben wir uns auch gleich einverleibt. Danach machten wir Rest Karthago auch noch platt.
Zum Ende des Spiels wurden wir etwas größenwahnsinning und wollten unbedingt auch Sardinien und Sizilien von Rom erobern. Sardinien war kein Thema, doch bei der Invasion Siziliens verstand man keinen Spaß: Unsere Armeen wurden fast vollständig vernichtet und wir konnten nicht alle evakuieren. Danach überrollte uns quasi die römische Armee mit ihrer zahlenmäßigen und technologischen Überlegenheit und eroberte weite vom ehemaligen Karthago und begann auch Iberien zu erobern. Nur durch die Dummheit Sardinien außen vor zu lassen konnten wir den Krieg erfolgreich beenden, denn wir erzwangen durch das Halten des Kriegsziel Sardinien den Frieden zu unseren Gunsten. Und damit sah es am Ende so aus:

Bild

Fazit: Die Partie war ähnlich der Gallien-Partie, nur dass wir innenpolitisch viel mehr zu tun hatten. Wir hatten sogar unabsichtlich einen Bürgerkrieg, den wir aber schnell für uns entscheiden konnten. Auch waren die keltischen Iberer nicht immer glücklich mit uns, weshalb die Provinzen ständig unterdrückt werden mussten, weshalb auch nicht immer soviel Geld in die Staatskassa floß. Das interessanteste war die Änderung mit der Rekrutierung. Solange man keine Großmacht ist und keine Legionen aufstellen kann, ist man mehr denn je auf Söldner angewiesen. Ständig die Truppen neu ausheben ruiniert nur einem die Wirtschaft und da kommen Söldner einfach billiger. Auch das man nur eine begrenzte Menge an Söldnerarmeen rekrutieren kann macht die Sache durchaus spannend, wobei man allerdings gegen die riesigen Heere der "entwickelten" Nationen dann kaum Chancen hat, da man sich ähnlich große stehende Heere mit seinen kaum entwickelten Gebieten einfach nicht leisten kann. Vom tech. Rückstand teilweise gar nicht zu reden.
Auf jeden Fall recht unterhaltsam. Wir überlegen nun was in Indien zu probieren, oder wir probieren mal was in Griechenland (Sparta oder Makedonien) aus. Hauptsache ein Achievement fällt für uns dabei ab. :D

von Elvis » So 21.03.2021, 10:32

Auf Youtube gibt es übrigens eine Auswahl an langen und guten Hörspielen über römische Geschichte. Aufstieg und Fall, Legionäre, Kriegsführung, wichtige Persönlichkeiten etc.
Ich finde es wirklich entspannend das im Hintergrund laufen zu lassen, wenn ich das Spiel spiele.
Man bildet sich im wahrsten Sinne des Wortes spielend. :)

Das funktioniert natürlich auch genau so gut mit Europa Universalis oder Crusader Kings. Bei Rom ist nur der Unterschied, dass das Spiel eben auf eine sehr spezielle Nation fokussiert.

von Mariu » Mo 15.03.2021, 09:22

Imperator ist der Grundstein für Vicky 3!

von Sappho » So 14.03.2021, 10:57

hach ... wenn es von dem Spiel einen CrusaderKing-Abklatsch geben würde, also CK in der Antike ..... das wäre genau unser Ding

von Elvis » So 14.03.2021, 10:48

Der werte Steinwallen hat auch ein kürzeres 12 min Video gemacht, indem er sehr gut nachvollziehbar die Unterschiede zwischen der Releaseversion von Imperator Rom und Version 2.0. erläutert.
Das dürfte den einen oder anderen vielleicht zu einem Einstieg bzw. Wiedereinstieg ermuntern.

https://www.youtube.com/watch?v=IdyN35dKwsQ

von Elvis » Fr 12.03.2021, 21:52

Ich hatte in den alten Versionen irgendwie im Hinterkopf, dass es chlöecht war, wenn die Populisten zu stark werden.
Ich kann aber gerade keinen Nachteil darin erkennen, wenn eine Partei übermächtig ist, so lange sie meine Politik hinreichend unterstützt.

Muss man also auf die Balance der Parteien per se achten oder ist das nur im Zusammenspiel mit ihrer Unterstützung wichtig?
Haben die Populisten irgendwelche deutlichen Nachteile?

von Vargr » Fr 12.03.2021, 20:20

Ja das stimmt, deshalb tasten wir uns langsam ran. Werden uns aber ganz sicher einarbeiten. Gibt aber zum Glück auch jede Menge YT Vids.

von Elvis » Fr 12.03.2021, 09:47

Junge, junge, Das Spiel hat eine ganz schöne Schippe draufgelegt.
Alles hat einen logischen Trade off, aber das Geflecht der Zusammenhänge zu durchschauen ist nicht ganz einfach.

von Vargr » Do 11.03.2021, 23:45

Das Spiel ist in unseren Augen auch deutlich besser geworden

von rawoll » Do 11.03.2021, 22:23

Der Marius Patch hat das Spiel sehr deutlich verändert. Es gibt von Steinwallen ein gutes YouTube Video zu den wesentlichen Unterschieden. https://youtu.be/oaIWHatN4MU

von Ajax » Do 11.03.2021, 21:12

hab das Spiel jetzt länger nicht mehr gespielt. Mindestens ein halbes Jahr oder länger. Kann das sein, dass sich alles durch einen Patch verädnert hat, ... erkenne das Spiel nicht mehr wieder.

von Vargr » Fr 05.03.2021, 19:41

MrAugustus hat geschrieben:Da schon andere Regenten schon den FOW erwähnt haben, befassen wir uns mit dieser Frage. Wir haben noch keine großartige Möglichkeit gefunden, dass ganz genau zu sagen (wir sind mit unserer Iberien-Partie noch ganz am Anfang), haben wir uns einfach die Anzahl der Pops angesehen. Wenn die Anzahl der Pops der zukünftige Kriege geringer ist als die eigene, dann sollte ein Krieg grundsätzlich gewinnbar sein. Natürlich sind da noch ganz andere Faktoren wichtig (mehr Ausgeben fürs Militär, um die Anzahl der ausgehebten Truppen zu erhöhen, Training vorab etc.), aber wir halten das für einen der erste Schritte um zu wissen, was einen im Krieg blüht.
Ja so sind wir jetzt auch an die Sache gegangen. Auf jeden Fall muss man genauer schauen und sich auch entsprechende Verbündete suchen. Wobei man stehende Heere eventuell über die Statistik sehen kann, wenn wir diese richtig deuten.

von MrAugustus » Do 04.03.2021, 11:41

Vargr hat geschrieben:Oder anderes gefragt, wie können wir die militärische Stärke unserer zukünftigen Feinde abschätzen?
Da schon andere Regenten schon den FOW erwähnt haben, befassen wir uns mit dieser Frage. Wir haben noch keine großartige Möglichkeit gefunden, dass ganz genau zu sagen (wir sind mit unserer Iberien-Partie noch ganz am Anfang), haben wir uns einfach die Anzahl der Pops angesehen. Wenn die Anzahl der Pops der zukünftige Kriege geringer ist als die eigene, dann sollte ein Krieg grundsätzlich gewinnbar sein. Natürlich sind da noch ganz andere Faktoren wichtig (mehr Ausgeben fürs Militär, um die Anzahl der ausgehebten Truppen zu erhöhen, Training vorab etc.), aber wir halten das für einen der erste Schritte um zu wissen, was einen im Krieg blüht.
rawoll hat geschrieben:Ich habe jetzt einige Sessions gespielt und FOW ist jetzt wohl der neue Standard. Die Einheiten entstehen bei vielen - vor allem kleineren - Gegnern erst als (regionale) Aufgebote mit Kriegserklärung. Sie positionieren sich meist bei ihren Provinzhauptstädten oder festen Plätzen. Wenn die eigene Aufstellung so gut ist, dass man schnell dorthin kommt, hat man einen erheblichen Erfahrungsvorsprung und kann oftmals einen ersten billigen Sieg einfahren.
Wir gehen einen anderen Weg, als direkt eine Entscheidungsschlacht zu suchen, denn wir führen bei unseren Barbaren-Spielen meist Krieg gegen Verteidigungsligen mit mehreren Mitgliedern. Wir holen immer unsere Verbündete in den Krieg, die dann sich mit den Feinden prügeln dürfen, während wir jede Schlacht vermeiden. (ausgenommen, wo wir ohne Probleme diesen Stack vernichten können) und stattdessen das Land der Feinde entsprechend erobern. Zumeist sind unsere Verbündeten unfähig, um gemeinsam den Feind zu vernichten bzw. braucht ewig, um die Feinde nachhaltig auszuschalten, aber am Ende haben wir das Hinterland erobert, was zum einen den Feinden den Manpower-Nachschub abschneidet und zum anderen ja auch unser Ziel ist. Sobald alles erobert ist, steht der Feind vielleicht unbesiegt irgendwo rum, aber am Ende sind wir die Gewinner, weil alles annektiert wird. :teufel: Unser Vorteil: Wir bluten mit dieser Strategie nie aus und das neue System, welches die Folgen von hohen Verlusten wirtschaftlich auch nun darstellt, spielt uns auch in die Hände. Auch unsere Verbündete scheiden damit auch als Feinde aus, dass sie durch unsere ständige Expansion stets ausgeblutet sind. Sollten sie mal nicht mehr Krieg führen wollen, können wir sie später auch dann erobern. :teufel:

von rawoll » Do 04.03.2021, 10:01

Ich habe jetzt einige Sessions gespielt und FOW ist jetzt wohl der neue Standard. Die Einheiten entstehen bei vielen - vor allem kleineren - Gegnern erst als (regionale) Aufgebote mit Kriegserklärung. Sie positionieren sich meist bei ihren Provinzhauptstädten oder festen Plätzen. Wenn die eigene Aufstellung so gut ist, dass man schnell dorthin kommt, hat man einen erheblichen Erfahrungsvorsprung und kann oftmals einen ersten billigen Sieg einfahren.

Bei mächtigeren Gegnern sieht das schon anders aus. Da kommt aus dem Hinterland schnell mal eine größere Menge stehender Truppen (die Seleukiden haben m.W. eine Garde) und es werden sogar Söldner eingesetzt, was unangenehm werden kann, wenn man selbst nicht schnell genug Verstärkungen ranbringen kann. Ich glaube auch zu beobachten, dass die Geschwindigkeit der Einheiten abhängig ist von ihrer Zusammensetzung. Kavallerie und Streitwagen fahren/reiten/laufen einfach davon.

von Francis Drake » Do 04.03.2021, 09:37

Es scheint, das man das wohl nicht mehr so erkennen kann. Was ja auch eine gewisse Art von Realismus.

von Vargr » Mi 03.03.2021, 21:35

Wie können wir eigentlich erkennen, wieviele Einheite unser Gegner ins Feld führen kann. Seit dem Update ist uns das noch nicht wieder ins Auge gefallen. Früher konnte man das ja im Diplofenster sehen. Aber nun? Oder anderes gefragt, wie können wir die militärische Stärke unserer zukünftigen Feinde abschätzen?

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