von Cfant » Di 26.05.2020, 09:41
Der Krieg ist in wachsendem Umfang kein Kampf mehr, sondern ein Ausrotten durch Technik. Karl Jaspers
Deutscher Heeresbericht:
Östlicher Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe des Generals v. Linsingen:
Der Angriff schritt vorwärts. Die Gefangenenzahl ist um 7 Offiziere, 1410 Mann gestiegen. An verschiedenen Stellen wurden feindliche Gegenangriffe glatt zurückgewiesen.
Armee des Generals Grafen v. Bothmer:
Deutsche und österreichisch-ungarische Truppen haben die kürzlich von den Russen besetzte Höhe von Worobijowka (nordwestlich von Tarnopol) gestürmt und dem Gegner an Gefangenen 7 Offiziere, 892 Mann, an Beute 7 Maschinengewehre, 2 Minenwerfer abgenommen.
Österreichisch-Ungarischer Heeresbericht:
Russischer Kriegsschauplatz:
In der Bukowina bei unveränderter Lage keine besonderen Ereignisse. Westlich von Kolomea und südlich des Dnjestr entwickelten sich neue heftige Kämpfe. Nordwestlich von Tarnopol eroberten österreichisch-ungarische und deutsche Bataillone die vielumstrittene Höhe von Worobijowka zurück. Sieben russische Offiziere und 982 Mann, 7 Maschinengewehre und zwei Minenwerfer wurden erbeutet. Der Angriff der unter dem Befehl des Generals von Linsingen stehenden verbündeten Streitkräfte wurde auch gestern an zahlreichen Stellen beträchtlich nach vorwärts getragen. Zahl der Gefangenen und Beute erhöhen sich. Russische Gegenangriffe scheiterten.
Hier gibt's wenig zu sehen (außer Leichenberge). Tatsächlich fassen Wir aufgrund des Stillstands zwei Runden zusammen. Aber Wir erbringen den empirischen Beweis, dass auch deutsche Soldaten sterben, wenn sie in Maschinengewehrfeuer laufen. Das überrascht Uns, Wir dachten, das macht denen nichts aus.
Anders gesagt: Wir schicken die ankommenden Verstärkungen gegen den Feind und scheitern kläglich, aber unter hohen Verlusten. Also, richtig hohen. Die Österreicher sowieso, aber das haben Wir erwartet. Dass aber die Deutschen gegen gering eingegrabene Russen so einseitig verbluten stand nicht auf dem Plan.
Lage
Nord nach einem Monat Brusilov-Offensive:
Stillstand, keiner kommt voran. Wer die Gräben verlässt (wie die Russische Division ganz südlich) wird verhauen, wer im Graben hockt, ist da nicht rauszubekommen.
Lage
Süd:
Bedauerlicherweise gelingt es dem Feind, nicht nur den Kessel zu öffnen (war erwartet), sondern auch Tarnopol zu nehmen (war unerwartet). Eine Ad-Hoc-Gegenoffensive führt lediglich zu hohen Verlusten auf Unserer Seite und wird abgebrochen; beide Seiten führen Verstärkungen heran.
Man beachte das Verlustverhältnis: Es gleicht sich langsam an, da Unsere Verluste der beiden Runden richtig hoch waren. Da der Russe deutlich höhere hat, ist das ganze offenbar ein Verdun, Marke Ostfront. Unsere Verluste liegen bei über 80.000 Mann an Toten, Verwundeten und Gefangenen.
Im historischen Vergleich ein Klacks, da ging es zu dem Zeitpunkt in die Hunderttausende. Dennoch sind Wir unschlüssig, wie der Russe hier zu knacken ist...

[align=center][img]https://up.picr.de/38629303gl.jpg[/img][/align]
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Der Krieg ist in wachsendem Umfang kein Kampf mehr, sondern ein Ausrotten durch Technik. Karl Jaspers
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[i]Deutscher Heeresbericht:[/b]
Östlicher Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe des Generals v. Linsingen:
Der Angriff schritt vorwärts. Die Gefangenenzahl ist um 7 Offiziere, 1410 Mann gestiegen. An verschiedenen Stellen wurden feindliche Gegenangriffe glatt zurückgewiesen.
Armee des Generals Grafen v. Bothmer:
Deutsche und österreichisch-ungarische Truppen haben die kürzlich von den Russen besetzte Höhe von Worobijowka (nordwestlich von Tarnopol) gestürmt und dem Gegner an Gefangenen 7 Offiziere, 892 Mann, an Beute 7 Maschinengewehre, 2 Minenwerfer abgenommen.
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Österreichisch-Ungarischer Heeresbericht:[/b]
Russischer Kriegsschauplatz:
In der Bukowina bei unveränderter Lage keine besonderen Ereignisse. Westlich von Kolomea und südlich des Dnjestr entwickelten sich neue heftige Kämpfe. Nordwestlich von Tarnopol eroberten österreichisch-ungarische und deutsche Bataillone die vielumstrittene Höhe von Worobijowka zurück. Sieben russische Offiziere und 982 Mann, 7 Maschinengewehre und zwei Minenwerfer wurden erbeutet. Der Angriff der unter dem Befehl des Generals von Linsingen stehenden verbündeten Streitkräfte wurde auch gestern an zahlreichen Stellen beträchtlich nach vorwärts getragen. Zahl der Gefangenen und Beute erhöhen sich. Russische Gegenangriffe scheiterten.[/i]
Hier gibt's wenig zu sehen (außer Leichenberge). Tatsächlich fassen Wir aufgrund des Stillstands zwei Runden zusammen. Aber Wir erbringen den empirischen Beweis, dass auch deutsche Soldaten sterben, wenn sie in Maschinengewehrfeuer laufen. Das überrascht Uns, Wir dachten, das macht denen nichts aus.
Anders gesagt: Wir schicken die ankommenden Verstärkungen gegen den Feind und scheitern kläglich, aber unter hohen Verlusten. Also, richtig hohen. Die Österreicher sowieso, aber das haben Wir erwartet. Dass aber die Deutschen gegen gering eingegrabene Russen so einseitig verbluten stand nicht auf dem Plan.
Lage [b]Nord [/b]nach einem Monat Brusilov-Offensive:
Stillstand, keiner kommt voran. Wer die Gräben verlässt (wie die Russische Division ganz südlich) wird verhauen, wer im Graben hockt, ist da nicht rauszubekommen.
[img]https://up.picr.de/38629350uf.jpg[/img]
Lage [b]Süd[/b]:
Bedauerlicherweise gelingt es dem Feind, nicht nur den Kessel zu öffnen (war erwartet), sondern auch Tarnopol zu nehmen (war unerwartet). Eine Ad-Hoc-Gegenoffensive führt lediglich zu hohen Verlusten auf Unserer Seite und wird abgebrochen; beide Seiten führen Verstärkungen heran.
[img]https://up.picr.de/38629368gg.jpg[/img]
Man beachte das Verlustverhältnis: Es gleicht sich langsam an, da Unsere Verluste der beiden Runden richtig hoch waren. Da der Russe deutlich höhere hat, ist das ganze offenbar ein Verdun, Marke Ostfront. Unsere Verluste liegen bei über 80.000 Mann an Toten, Verwundeten und Gefangenen.
Im historischen Vergleich ein Klacks, da ging es zu dem Zeitpunkt in die Hunderttausende. Dennoch sind Wir unschlüssig, wie der Russe hier zu knacken ist...
[img]https://up.picr.de/38629369yh.jpg[/img]