Pbem Cfant vs. Wrangel: "Werner, ich glaub, die Russen kommen!" (Brusilov-Offensive)

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Ansicht erweitern Die letzten Beiträge des Themas: Pbem Cfant vs. Wrangel: "Werner, ich glaub, die Russen kommen!" (Brusilov-Offensive)

von Ammann » Sa 30.05.2020, 06:09

Naja werter Wrangel.......zuerst mal sind wir davon ausgegangen das wir bei dem enormen Schockvorteil von 60 zu 140 natürlich so einige Kampfrunden haben würden....also in Runde 1 erstmal dir Ari in Stellung gebracht da diese ja bei einer Hexfeldgröße von 20km nur eine Reichweite von 1 hat.....ebenso alle Infanterie und Kavallerieverbände in ihre Positionen......erste Runde nur Angriffe mit Einheiten die nicht bewegt wurden und auf min losses um so wenig Rundenzeit wie möglich zu verbraten,dabei haben wir an verschiedenen Stellen immer nur ein Hex angegriffen und das wenn möglich aus verschiedenen Richtungen.....das brachte dann schon die ersten Erfolge.......ab der 2 Runde (wir hatten insgesamt glaube 6 Kampfrunden)sind wir natürlich volles Risiko gegangen und haben dann auch meistens mit Limit losses angegriffen,außerdem kam dann auch die Ari zum Zug......dabei wurden auch einige Einheiten des Feindes aufgespalten was uns wiederum die Möglichkeiten für RBC brachte welches wir natürlich auch ausnutzten.
Bei uns war es allerdings auch so das wir zum Ende des Zugs auch nicht immer mehr nachrücken konnten trotz noch vorhandener Bewegungspunkte,aber das ist halt der ZOC und der großen Hexfeldgröße zu schulden......
aber sehet,da stehen wir nun

von Gfm. Wrangel » Do 28.05.2020, 11:40

Werte Regenten!

Wir wollen dann auch noch kurz Unseren Mostricht zu den Ereignissen hinzufügen.

Unser erster großer Fehler war, eine Art Blitzkrieg führen zu wollen, weil Wir dachten, Wir könnten dem Gegner so ein Schnippchen schlagen. Wir wollten also die gegnerischen Reihen aufreißen und dann mit der Kavallerie durchbrechen und evtl. kesseln. Zweimal ist es Uns gelungen, einen Kessel zu errichten und Wir konnten auch etliche Kriegsgefangene der sibirischen Wildnis zuführen, aber wirklich von Erfolg gekrönt war diese Strategie nicht. Das größte Problem war, dass sich Unsere Counter schon nach nur zwei Kampfrunden und mit 70% Restrundenzeit kaum noch bewegen konnten. Oft konnte ein gerade erobertes Hex auch mit 7 Bewegungspunkten nicht mehr betreten werden, weil der ZOC des Gegners bzw. die Betretungskosten so hoch waren. So auch in der letzten Runde, als Wir Tarnopol zwar noch einmal vom Gegner befreien konnten, es Uns aber unmöglich war, Einheiten dorthin zu ziehen. Das hat Uns letztendlich dann auch das Unentschieden gekostet.

Wir danken dem edlen Cfant für diese Partie, es hat großen Spaß gemacht und die Schlacht um Tarnopol war nervenaufreibend, weil man immer hoffte und bangte, ob die Verteidigung denn diesmal halten würde. Tat sie meistens nicht, die starke Ari auf beiden Seiten machte diese Hoffnung zunichte.

Ammann hat geschrieben:Wir haben das Szenario noch nicht gespielt und jetzt einfach mal gestartet.....so sieht die Front zu Beginn des 1 turns der Mittelmächte aus nachdem wir die Russen gespielt haben.

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Wie zur Hölle habt Ihr das geschafft? Wir haben parallel zu der Partie den ersten Zug mehrmals mit Variationen durchgespielt, weil Wir mit Unserem ersten Zug sehr unzufrieden waren, so ein Ergebnis wie ihr da präsentiert haben Wir im Ansatz nicht geschafft, entweder war die Rundenzeit schon extrem weit runter (trotz Angriffen mit min losses) oder Unsere Counter ließen sich kaum noch bewegen.

von Cfant » Do 28.05.2020, 11:04

Das soll's dann auch gewesen sein.

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Knapper Sieg. Im Fussball-Sprech waren Wir der FC Bayern München: Früh in Führung genangen, dann sinnlos rumgemurkst, kurz vor Ende den Ausgleich kassiert und in der letzten Sekunde der Nachspielzeit einen Weitschuss reinversenkt und so gewonnen. :D

Verluste

Russland: ca. 310.000 Mann
Mittelmächte: ca. 330.000 Mann


Wenn man mehr Verluste einfährt als der Russe, sollte man mal in sich gehen... :tongue:

Ein herzliches Dank an den fairen und freundlichen Gegner Wrangl und den Regenten ein freudiges:

von Cfant » Do 28.05.2020, 11:00

Das Ende ist dann turbulent und kurios. Einerseits erleiden Wir in 6 Runden 5 failed Prof-Checks (das ist ein plötzliches Rundenende, das per Zufall droht. Der Spieler kann also nie wissen, ob die momentane Angriffsserie die letzte ist und muss stets die Defensive mitbedenken, fass seine Runde eben plötzlich vorbei ist). Diese Checks hängen mit dem Prof-Wert der Armee zusammen, sodass hier häufige Fails zu erwarten sind; soviele hintereinander sind dennoch überraschend.

Andererseits gibt es manchmal einen Unsicherheitsfaktor, wann das Szenario endet - es kann sich um ein paar Runden verzögern. Das wird's tatsächlich nochmal spannend, wer am Ende Tarnopol erhält.

Der Russe macht's mit Masse, was nochmal zu schweren Verlusten bei ihm führt. Allerdings lösen sich auch auf Unserer Seite immer mehr Einheiten auf, weil sie nach dem Dauereinsatz am Ende sind. Einige deutsche Divisionen der Südarmee sind auf 25% Mannschaftsstärke runter.

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Aufgrund meines etwas verschwenderischen Umgangs mit Menschenleben springt der Zähler übrigens auf Unentschieden in Runde 14. :D Eigentlich sollte das Spiel nun vorbei sein.

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Wir erhalten aber noch eine Runde, werfen auf die Stadt was geht und...

Tataaaa!

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von Cfant » Do 28.05.2020, 10:40

Einzig anderer Schauplatz von (relevanten) Kämpfen: Lutsk. Hier greifen Wir immer wieder an. Nennen Wir es "WW1-Rollenspiel" :D Die Verluste hier sind enorm, Wir schätzen, dass 30-40% Unserer Gesamtverluste auf diese sinnbefreite Schlacht zurückgeht. Wrangl lässt Uns hier schön bluten, bis Wir nach einem "Schwarzen Tag des Deutschen Heeres" mit Verlusten über 7.000 Mann in einem Angriff endlich den Blödsinn lassen und die Offensive einstellen (siehe Bild, das war der Angriff, nachdem sogar Wir eingesehen haben, dass es sinnlos ist).

War mehr auf Neugier zurückzuführen und ein bisschen rumtesten, aber auch eine Portion Blödheit. Typischer General im WW1 halt.

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Warum es aber in Tarnopol so rund ging? Na, da haben beide Seiten ihre Artillerie massiert! That's WW1, Baby! Diese paar Einheiten machen den Unterschied zwischen Erfolg und Tod aus, auf beiden Seiten.

Deutsche schwere Artillerie-Einheit:

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von Cfant » Do 28.05.2020, 10:28

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Ihr werdet Soldaten. Ein Soldat denkt nicht. Er gehorcht nur. Glaubt ihr wirklich, wenn ein Soldat nachdächte, gäbe er sein Leben für Königin und Vaterland? Verdammt unwahrscheinlich! Daniel Davrot

Wien, 10. September.
Amtlich wird verlautbart:
Östlicher Kriegsschauplatz:
Front des Generals der Kavallerie Erzherzogs Carl:
Ein feindlicher Angriff gegen unsere Stellungen westlich des Cibottales wurde abgewiesen. In Ostgalizien ist Ruhe eingetreten. Sonst keine Ereignisse.
Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern:
Stellenweise etwas lebhaftere Gefechtstätigkeit. Am unteren Stochod scheiterte ein feindlicher Angriffsversuch im Artilleriesperrfeuer.



Wir müssen Uns entschuldigen. Wir wollten einen AAR liefern mit Bewegungsschlachten, Rückzügen, Vorstößen. Stattdessen können Wir nur ein Verdun des Ostens bieten. Am 10. September ist der K(r)ampf zu Ende. Die Font verläuft hier. Das ist erstaunlich exakt da, wo die Offensive im Juni begonnen hat. In dieser Welt wird die Schlacht nie "Brusilov-Offensive" heißen, sondern "Schlacht um Tarnopol".

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Tatsächlich bewegt sich die Front kein bisschen mehr. 10 Runden lang sieht sie exakt gleich aus. Einziger Brennpunkt: Tarnopol. Hier fetzt es, die Stadt wechselt 6 oder 7 mal den Besitzer.

Hier eine typische Runde:

Der Russe hat die Stadt gerade, die Mittelmächte senden neue Truppen, um sie wieder zu erobern. Wenn sie es geschafft haben, wirft der Russe wieder x-Divisionen gegen die Stadt und holt sie sich wieder. Hier im Bild in den Zügen übrigens 2 Osmanische Divisionen - mit Prof-Wert 55 :D Da staunen die Ösis aber.

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von Cfant » Di 26.05.2020, 22:52

dimovski hat geschrieben:
Ja, der gute Peter. Hättet ihr Deutsche den zum Kanzler gemacht, hätte er als Charlys Tante verkleidet Stalins Herz gebrochen und es wäre viel gesungen statt gekämpft worden ;) Keine Großmutter hätte ihm je widerstehen können, dem Schlingel.

von Cfant » Di 26.05.2020, 22:50

Und es kommt, wie erwartet: Unsere unterversorgten Truppen wanken, kämpfen tapfer weiter und halten zum Teil durch. Im Endeffekt nutzt die Garde daher den Russen wenig am eigentlichen Schauplatz: Tarnopol. Die Stadt fällt erneut an den Russen. Aber um sie zu halten, wirft er alle Truppen im Umfeld in die Stadt. Macht zum Teil Sinn, Städte haben enorme Verteidigungsboni gegen Infanterie. Aber nochmals tritt die deutsche Südarmee zum Gegenstoß an - und marschiert neuerlich durch die Stadt. Man sieht, dass auch das Hexfeld im Nordwesten von Tarnopol wieder in österreichischer Hand ist - wie gesagt hat der Russe seine Verteidigung im Umfeld geschwächt, um Tarnopol zu verstärken.

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Das hat weitreichende Konsequenzen. Denn: Soviel Rückzugsmöglichkeiten gibt es gar nicht, wenn alles voll von Truppen ist :D Mehr als 9 Counter passen nicht in ein Hexfeld. Der Gegner hat vielfach auch mit Kavallerie verteidigt. Die wurde in der Wucht des Angriffs aufgespalten, sodass letztlich zuviele Counter auf zu wenig Platz waren. Man könnte sagen, der Russe hat sich selbst gekesselt ;)

Im Heeresbericht würde natürlich stehen, dass im Chaos die Rückzugsstraßen verstopft waren und deshalb viele Gefangene gemacht wurden. Wie dem auch sei, einige Einheiten der Russen lösen sich auf.

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Das sind jetzt gar nicht mal so viele Verluste für den Gegner. Viel wichtiger ist, dass Unsere Chancen, Tarnopol nun zu halten, deutlich gestiegen sind. Hoffen Wir zumindest.

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von dimovski » Di 26.05.2020, 22:10

Cfant hat geschrieben: Man beachte: Österreich-Ungarn, der einzige Staat, zu dessen Militärmärschen man besser tanzen als marschieren kann!

16. Juli 1916

von Cfant » Di 26.05.2020, 21:35

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"Sagen Sie mir, wann war der Krieg vorbei?" Der britische Entdeckungsreisende Ernest Shackleton im Jahr 1916 nachdem er in der Antarktis eineinhalb Jahre von der Welt abgeschnitten gewesen war.

Wien, 16. Juli.
Amtlich wird verlautbart:
Russischer Kriegsschauplatz:
In der Bukowina griff der Feind gestern unsere Stellungen aus der Höhe Capul und beim Gestüt Luczina neuerdings an. Er wurde im Handgemenge geworfen. Die Zahl der bei Jablonica eingebrachten Gefangenen hat sich auf 3 Offiziere, 316 Mann erhöht.
Im Raume von Nowo-Poczajew scheiterte ein nächtlicher Vorstoß der Russen gegen unsere Vorposten.
Südwestlich von Luck sind wieder stärkere Kämpfe im Gange. Westlich von Torczyn schlugen unsere Truppen einen nach heftiger Artillerievorbereitung geführten russischen Angriff zurück.



Die Russen schlagen sich derzeit respektabel. Einigen Divisionen droht die Einkesselung. Wir verzichten auf einen Rückzug. Solange der Russe hier angreift und vorrückt, ist alles in Ordnung - hier gibt es keine Siegpunkte zu holen. Bis die Truppen völlig abgeschnitten und ausgehungert sind, vergehen ein paar Runden. Damit können Wir leben.



Ganz unösterreichisch lernen Wir aus unseren Fehlschlägen und gehen nun etwas bedachter zu Werke. Nachdem die Deutschen ja enttäuschenderweise nicht kugelsicher geliefert werden, ändern Wir die Taktik, was Uns zwar keinen Erfolg im Norden beschert, aber zumindest die Verluste verringert :tongue: Im Süden erinnern Wir Uns, dass 1. Weltkrieg und Artillerie ja nicht ganz unzusammenhängend sind und bringen die dicken Dinger an die Front. Sieht doch gleich besser aus. Leider ereilt Uns ein ETE durch einen Prof-Check, sodass Wir nicht mehr ins freigekämpfte Tarnopol einrücken können. Ärgerlich, keine Frage. Auf diese Checks hat man keinen Einfluss, sogar die beste Armee erleidet ihn manchmal. Unsere daher umso leichter :)

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Unsere Angriffe konzentrieren sich dann Mitte Juli auf drei Punkte (rote Kreise). Wir wissen nun auch, wo die Russische Garde rumkrebst, was Uns freut. Wird Uns die drei östlichsten Frontdivisionen kosten, dem Feind aber keine Siegpunkte bringen. Möge die Garde dort vor sich hinsterben.

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Am 17. Juli ist es dann soweit: Tarnopol fällt wieder in Unsere Hand! Man beachte übrigens Lemberg, das historisch das Ziel der gesamten Offensive war. So richtig nahe kam man der Stadt aber auch anno dazumal nicht.

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Da Tarnopol wahrscheinlich bald wieder den Besitzer wechselt, nutzen Wir die Rückeroberung für einen kleinen Freudentanz. Man beachte: Österreich-Ungarn, der einzige Staat, zu dessen Militärmärschen man besser tanzen als marschieren kann!

von Cfant » Di 26.05.2020, 12:51

Naja, die Mittelmächte reagieren sehr sensibel auf hohe Verluste in diesem Szenario. Ich könnte mich jetzt einfach eingraben und durchklicken, dann würd wahrscheinlich so wie jetzt am Ende "Minor Victory" dastehen. Wär es das Weltmeisterschafts-Finale würd ich das auch machen. Ist es aber nicht, daher greife ich an und riskiere halt ein Unentschieden. :) Bluten müssen eh meine Männer und nicht ich :D

Im Endeffekt gibt das Szenario vor, dass die RUssen die Ösis vernichten und dann von den Verstärkungen vernichtet werden und man sich am Ende wieder an den Startstellungen trifft. Wir haben das übersprungen und vernichten und halt gegenseitig direkt am Start :D Also Remis ist drin, außer wir vermeiden Verluste und damit auch Spaß ;)

Und ja, Aufklärung ist mies, ich seh nichtmal, was direkt hinter der ersten Linie des Feindes steht. Russen hatten Anfangs extrem gute Aufklärung, sollte aber auch schon ausgelaufen sein. Irgendwo gurkt die Russische Garde rum, und ich hab keine Ahnung wo :) Allerdings sind viele Verstärkungen abseits der Bahnlinie, d.h. bis die am Brennpunkt sind, ist die Partie vorbei.

von Taurus » Di 26.05.2020, 11:30

Wir fragen jetzt mal in Unkenntnis der Spielmechaniken: Hat Russland trotz des wohl vermasselten Beginns doch noch seine Möglichkeiten? Der Fall von Tarnopol scheint ja eher unerwartet gekommen zu sein.
*Hust, Räusper* Wenn (zu viele) Österreicher involviert sind, ist doch irgendwie alles denkbar.... *Hust, Keuch*

Wie weit ist von beiden Parteien das Hinterland einsehbar? Können sich da noch irgendwelche Verstärkungen bzw. Umgruppierungen tummeln und plötzlich an Frontabschnitten auftauchen, die nicht vorhersehbar sind?

2. Juli 1916

von Cfant » Di 26.05.2020, 09:41

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Der Krieg ist in wachsendem Umfang kein Kampf mehr, sondern ein Ausrotten durch Technik. Karl Jaspers


Deutscher Heeresbericht:


Östlicher Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe des Generals v. Linsingen:
Der Angriff schritt vorwärts. Die Gefangenenzahl ist um 7 Offiziere, 1410 Mann gestiegen. An verschiedenen Stellen wurden feindliche Gegenangriffe glatt zurückgewiesen.
Armee des Generals Grafen v. Bothmer:
Deutsche und österreichisch-ungarische Truppen haben die kürzlich von den Russen besetzte Höhe von Worobijowka (nordwestlich von Tarnopol) gestürmt und dem Gegner an Gefangenen 7 Offiziere, 892 Mann, an Beute 7 Maschinengewehre, 2 Minenwerfer abgenommen.

Österreichisch-Ungarischer Heeresbericht:


Russischer Kriegsschauplatz:
In der Bukowina bei unveränderter Lage keine besonderen Ereignisse. Westlich von Kolomea und südlich des Dnjestr entwickelten sich neue heftige Kämpfe. Nordwestlich von Tarnopol eroberten österreichisch-ungarische und deutsche Bataillone die vielumstrittene Höhe von Worobijowka zurück. Sieben russische Offiziere und 982 Mann, 7 Maschinengewehre und zwei Minenwerfer wurden erbeutet. Der Angriff der unter dem Befehl des Generals von Linsingen stehenden verbündeten Streitkräfte wurde auch gestern an zahlreichen Stellen beträchtlich nach vorwärts getragen. Zahl der Gefangenen und Beute erhöhen sich. Russische Gegenangriffe scheiterten.



Hier gibt's wenig zu sehen (außer Leichenberge). Tatsächlich fassen Wir aufgrund des Stillstands zwei Runden zusammen. Aber Wir erbringen den empirischen Beweis, dass auch deutsche Soldaten sterben, wenn sie in Maschinengewehrfeuer laufen. Das überrascht Uns, Wir dachten, das macht denen nichts aus.

Anders gesagt: Wir schicken die ankommenden Verstärkungen gegen den Feind und scheitern kläglich, aber unter hohen Verlusten. Also, richtig hohen. Die Österreicher sowieso, aber das haben Wir erwartet. Dass aber die Deutschen gegen gering eingegrabene Russen so einseitig verbluten stand nicht auf dem Plan.

Lage Nord nach einem Monat Brusilov-Offensive:

Stillstand, keiner kommt voran. Wer die Gräben verlässt (wie die Russische Division ganz südlich) wird verhauen, wer im Graben hockt, ist da nicht rauszubekommen.

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Lage Süd:

Bedauerlicherweise gelingt es dem Feind, nicht nur den Kessel zu öffnen (war erwartet), sondern auch Tarnopol zu nehmen (war unerwartet). Eine Ad-Hoc-Gegenoffensive führt lediglich zu hohen Verlusten auf Unserer Seite und wird abgebrochen; beide Seiten führen Verstärkungen heran.

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Man beachte das Verlustverhältnis: Es gleicht sich langsam an, da Unsere Verluste der beiden Runden richtig hoch waren. Da der Russe deutlich höhere hat, ist das ganze offenbar ein Verdun, Marke Ostfront. Unsere Verluste liegen bei über 80.000 Mann an Toten, Verwundeten und Gefangenen.

Im historischen Vergleich ein Klacks, da ging es zu dem Zeitpunkt in die Hunderttausende. Dennoch sind Wir unschlüssig, wie der Russe hier zu knacken ist...

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von Cfant » Di 26.05.2020, 07:26

Komischer Kunde hat geschrieben:Werter Cfant,

wie freuen uns über Eure Frontberichte. Nebenbei bemerkt klingen Eure Schilderungen derart, als würden die Österreicher Krieg führen, wie Sie Urlaub zu verleben pflegen. Möglichst vergnügt. Etwas mehr Ernsthaftigkeit am MG und der Iwan wäre in der Steppe geblieben ;-)

Wie hoch lassen sich Counter auf einem Hex stapeln? Unser TOAW (4) liegt leider irgendwo ungenutzt auf Halde herum...

Hoch erfreut
Ku.K (Kunde, Komisch)
Naja, nach der vernichtenden Niederlage bei Przemysl nutzten die kriegsgefangenen KuK Offiziere, um in ihren Internierungsstädtchen zu flanieren und die Cafes zu besuchen :D Österreicher halt. WObei man sagen muss, dass den Deutschen ihr fanatisches Dagegenhalten auch nicht wirklich viel gebracht hat ;)
Ammann hat geschrieben:Der Sieg wird eurer sein ......wir spielen natürlich noch TAOW....mit Wite sind wir bisher noch nicht warm geworden......
aber davon abgesehen seid ihr wohl einer der wenigen Österreicher die einen Krieg gewinnen könnten.....gabs ja wohl nicht allzu viele
Wenn Ihr mal Lust und Zeit für eine Partie habt, meldet Euch :)
Ruprecht I. hat geschrieben:Nur einen.
Und der war Italiener :^^:
Schlimmer. Franzose. :D

von Ruprecht I. » Mo 25.05.2020, 21:19

Ammann hat geschrieben:gabs ja wohl nicht allzu viele
Nur einen.
Und der war Italiener :^^:

von Ammann » Mo 25.05.2020, 19:40

Der Sieg wird eurer sein ......wir spielen natürlich noch TAOW....mit Wite sind wir bisher noch nicht warm geworden......
aber davon abgesehen seid ihr wohl einer der wenigen Österreicher die einen Krieg gewinnen könnten.....gabs ja wohl nicht allzu viele

von Komischer Kunde » Mo 25.05.2020, 15:34

Werter Cfant,

wie freuen uns über Eure Frontberichte. Nebenbei bemerkt klingen Eure Schilderungen derart, als würden die Österreicher Krieg führen, wie Sie Urlaub zu verleben pflegen. Möglichst vergnügt. Etwas mehr Ernsthaftigkeit am MG und der Iwan wäre in der Steppe geblieben ;-)

Wie hoch lassen sich Counter auf einem Hex stapeln? Unser TOAW (4) liegt leider irgendwo ungenutzt auf Halde herum...

Hoch erfreut
Ku.K (Kunde, Komisch)

von Cfant » Mo 25.05.2020, 08:44

suo hat geschrieben:Bei Eurem Talent hoffnungsvolle Situationen in krachende Niederlagen zu verwandeln, erwarten wir also eine spannende Partie!
Thomasius hat geschrieben:Wir sehen hier nur noch eine Möglichkeit das Blatt zu wenden. Die Geheimwaffe der KuK-Armee der Soldat Schwejk muss unbedingt an diese Front, mit dem Ziel von den Russen gefangen genommen zu werden.
Schwejk treibt dann innerhalb weniger Tage die Russen in den Wahnsinn.
Sollte dieser Soldat noch nicht eingezogen sein. Dann schickt umgehend eine Ordonanz nach Prag. Der Wirt Palivec im Gasthaus „Zum Kelch“, sollte wissen wo das Subjekt zu finden ist, wenn er einmal nicht in dem Gasthaus Bier trinkt und blödes Zeug redet.
Tatsächlich ist es so, dass Wir selbst genug blödes Zeug reden ;) Aber abgesehen davon: Unsere Quellen berichten aus dem Russischen Hauptquartier, dass die Führung mit dem Verlauf selbst unzufrieden ist. Da ging halt die wichtige 1. Runde daneben. Das kann man fast nicht aufholen.
Ruprecht I. hat geschrieben:Nu, jetzt sind sie jedenfalls da.
So isses. Und wenn's nach Uns geht, bleiben sie auch. Es gibt schöne Kriegsgefangenenlager in der Monarchie, und der POW von heute ist ja der Tourist von morgen.
Ammann hat geschrieben:Wir denken nicht das der werte wrangel noch viel reißen kann....sein schockvorteil ist ab der nächsten Runde vorbei.....die erste Runde hat er nicht mit genug Wucht geführt....das versuchte er wohl in turn zwei,aber da war der Schockmalus schon niedriger und brachte wahrscheinlich nicht mehr die gewünschten Resultate,außerdem beginnt ihr ja eure Truppen einzugraben was zum start nicht so war......also wird es für die Russen jede Runde schwerer werden mit dann gleichen Schockwerten.......dies könnte der erste Sieg der KUK Armee werden.....lange lebe der Kaiser
Ja, dem stimmen Wir vollinhaltlich zu. Der Gugelhupf ist gegessen. Man muss ja bedenken, dass ich hier mit Truppen Gegenangriffe führe, die eigentlich in Runde 1 vernichtet werden sollten. Will meinen, was ich jetzt verliere ist egal, weil die eigentliche Streitmacht, mit der ich den Russen aufhalten soll, ja erst eintrifft.
@Werter Ammann, spielt Ihr eigentlich noch TOAW? Oder seid Ihr tatsächlich zu WitE übergelaufen?

von Cfant » Mo 25.05.2020, 08:40

Na, dann schau her! 5 russische Infanterie-Divisionen, 3 Kavallerie-Divisionen, 1 Pionierbrigade und 3 Aritllerie-Divisionen sind vom Nachschub abgeschnitten. Wenn Wrangel die in seiner Runde nicht raushaut, haben wir in Russland bald eine Revolution ;)

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Wobei Wir einen Ausbruch für wahrscheinlich halten. Dennoch, Russland ist drauf und dran, jetzt schon von der Offensive in die Defensive zu geraten. Was Unseren tapferen Soldaten schon mal ein Schmunzeln entlocken kann.

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19.-26. Juni 1916

von Cfant » Mo 25.05.2020, 08:36

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"Wir haben doch nicht wegen des Thronfolgers Krieg geführt! Wir haben Krieg geführt, weil wir es ein paar Jahre später nicht mehr gekonnt hätten!" Österreich-Ungarns Kanzler Leopold Graf Berchtold auf die Frage, ob der Thronfolger den Krieg Wert gewesen sei.


Wien, 19. Juni.
Amtlich wird verlautbart:
Russischer Kriegsschauplatz:
In der nördlichen Bukowina und in Ostgalizien keine besonderen Ereignisse. Südöstlich von Lopuezno griff der Feind mit großer Überlegenheit unsere Stellungen an. Das bewährte Infanterie - Regiment Nr. 44 schlug, unterstützt von vortrefflicher Artilleriewirkung, die neun Glieder tiefen Sturmkolonnen ohne Einsatz von Reserven zurück. Der Feind erlitt schwere Verluste. Auch ein in diesem Raume versuchter Nachtangriff scheiterte. Bei Gorochow und Lokaczy wiesen wir starke russische Gegenangriffe ab. Am oberen Stochod wurde Raum gewonnen.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes
v. Hoefer, Feldmarschalleutnant.


Die dritte Woche der Offensive bringt eigentlich nur drei wichtige Entwicklungen. Unsere eingekesselten Verbände kaitulieren; rund 30.000 Mann gehen in Gefangenschaft. Verstärkungen kommen endlich an, darunter auch 5 deutsche Divisionen (deren Professionalität (=Moral, Ausbildung) bei 75% liegt, im Vergleich zu max. 40 bei den Österreichern) sowie Österreichische Gebirsjäger, deren Professionalität Wir schamhaft verschweigen. Sie beträgt 30%. Achnein, was sind Wir für ein Plappermaul!

So also die Lage im Norden. Stabil, Unserer Meinung nach. Genauer gesagt: Hier bereiten Wir den Gegenschlag vor.

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Im Süden nichts Neues. Der Russe verstärkt den Flaschenhals nördlich von Tarnopol. Allerdings sind die Einheiten schlecht befestigt. Wir befehlen den Angriff.

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Man beachte die schwarzen Counter, das ist die deutsche Südarmee. Diese kann zwar nicht direkt kooperieren (würde die Kampfkraft aller beteiligten Verbände auf 20% reduzieren), aber sie hat starke Artillerie, die Wir zu nutzen gedenken. Der Angriff selbst lastet auf 3 K.u.k.-Divisionen.

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*Trommelwirbel*

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