Bauherrengemeinschaft und daraus Abgeleitetes

Antwort erstellen

Bestätigungscode
Gib den Code genau so ein, wie du ihn siehst; Groß- und Kleinschreibung wird nicht unterschieden.
Smileys
:) :???: :( :rot: :o :smoke: :D :gluck: ;) :prost: :tongue: :rauch: :cool: :heul: :rolleyes: :uhoh: :mad: :nono: :eek: :teufel: :engel: :^^: :schrei: :top: :idee: :ja: :ritter: :frech: :fecht: :feier: :ditsch: :flop: :wirr: :lach: :motz: :nein: :zzz: :doh: :ähem: :amen: :burns: :dumm: :fiedel: :fiesemoep: :geistlicher: :hunger: :opa: :reiter:
Mehr Smileys anzeigen

BBCode ist eingeschaltet
[img] ist eingeschaltet
[url] ist eingeschaltet
Smileys sind eingeschaltet

Die letzten Beiträge des Themas
   

Ansicht erweitern Die letzten Beiträge des Themas: Bauherrengemeinschaft und daraus Abgeleitetes

von TheBlackSwan » Do 13.04.2023, 18:26

Reynold hat geschrieben:Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Wir fanden es etwas überraschend, dass sich eine globale Bedeutung bloß aus innerer Stabilität und nicht aus internationaler Relevanz entwickelt. Aber so erklärt es sich dann eben historisch.
Internationale Relevanz ist sicherlich wichtig, damit eine Währung zur Reservewährung wird. Aber danach ist internationale Relevanz quasi eine Folge des Reservewährungsstatus.

Stabilität in Bezug auf das politische&rechtliche System und wirtschaftliche und geldpolitische Entscheidungen wirkt aus einer kurzen und westlichen Perspektive wie der Normalfall, ist es aber aus internationaler und zeitlich weiterer Perspektive nicht. Geldentwertungen, Währungswechsel und Phasen von Enteignungen oder massiven Wirtschaftskrisen, gegen die 2008 unbedeutend wirkt, sind da sehr häufig.

Was man auch häufig vergisst: 100 Währungen resultieren in 5000 Geldwechselkombinationen. Die meisten davon sind illiquide, deswegen wechselt man erst in eine Reservewährung und dann in die Zielwährung.

von Ajax » Do 13.04.2023, 16:40

Reynold hat geschrieben:Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Wir fanden es etwas überraschend, dass sich eine globale Bedeutung bloß aus innerer Stabilität und nicht aus internationaler Relevanz entwickelt. Aber so erklärt es sich dann eben historisch.
die internationale Relevanz ist doch damit automatisch enthalten. Stabilität ist von hoher internationaler Relevanz. Wenn Firmen, Weltfirmen sind, ist das von internationaler Relevanz. Gibt nunmal die meisten davon in den USA. Und wenn die meisten Rohstoff eben in Dollar gekauft werden (weil Käufer US-Firmen sind), dann ist es folgerichtig, dass Verkäufer dem Rechnung tragen und den Dollar als internationale Vergleichswährung verwenden. Kaufen kann man den Rohstoff ja dann trotzdem in € oder sonstiger konvertierbarer Währung, aber das Preisschild ist eben in US-Dollar wegen der Vergleichbarkeit

von Reynold » Do 13.04.2023, 14:55

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Wir fanden es etwas überraschend, dass sich eine globale Bedeutung bloß aus innerer Stabilität und nicht aus internationaler Relevanz entwickelt. Aber so erklärt es sich dann eben historisch.

von TheBlackSwan » Do 13.04.2023, 09:43

Davor war es London mit dem Pfund, und davor Amsterdam mit dem Guilder.

von Ajax » Do 13.04.2023, 09:19

Reynold hat geschrieben:Eine naive Frage von uns: welcher Finanzmarkt war eigentlich vor dem der USA international bestimmend? London? Amsterdam? Und was hat das geändert?
Das hat Black Swan fast schon beantwortet. Vorher war es London mit dem Empire.
Der Wechsel erfolgte dann über die Jahre. Zerbrechendes Empire, zwei Weltkriege in Europa mit wenig politischer Stabilität und Rechtssicherheit. Die Industrialisierung der USA und damit der verbundene Aufstieg von US-Firmen zu den wertvollsten Unternehmen in der Welt. Damit wurde der Börsenstandort New York zum wichtigsten. Der Handel dort natürlich in einheimischer Währung. Auch der Rohstoffverbrauch war damit in den USA am höchsten und damit liefe eben auch der Handel mit Rohstoffen über den Dollar des größten Verbrauchers.

von Reynold » Do 13.04.2023, 08:59

Eine naive Frage von uns: welcher Finanzmarkt war eigentlich vor dem der USA international bestimmend? London? Amsterdam? Und was hat das geändert?

von TheBlackSwan » Do 13.04.2023, 08:18

@Nebukadnezar: Wir haben in den letzten Monaten mal etwas mehr zu Volkswirtschaftslehre und Geschichte gelesen und möchten die Petrodollar-Diskussion noch einmal aufnehmen. Woran macht ihr fest, dass der Status der USD so sehr am Erdöl hängt? Nach unserem Verständnis ergibt sich seine Rolle aus
1) Der Größe der US-Wirtschaft
2) Tradition& Pfadabhängigkeit
3) Hochentwickelte US-Finanzmärkte und Rechtssicherheit zusammen mit politischer Stabilität

Kennt ihr eigentlich Principles of a changing world order von Ray Dalio? Könnte Euch gefallen :-)

von Nebukadnezar » Fr 22.07.2022, 05:07

Kardinalinfant hat geschrieben:Wir wollen das mal unterstreichen.
Tschuldigung, ich schaffe es nicht mehr zu antworten. In 2 Wochen bin ich wieder im Land.
Falls Ihr bis dahin Fragen habt, was ich mit ganzen Kapiteln sagen will, dann könnt ihr das auch so stellen:
1,2,4,6, kapiert Ihr, Rest nicht.
Dann gebe ich mir für Rest mehr Mühe.

Ist deutlich geworden, dass ich
1. das zukünftige Verhalten einer Gruppe von Institutionen (Zentralbanken) berechne ?
2. das zukünftige Verhalten einer Gruppe von Menschen (annalenas) berechne ?

Allerdings nicht für alle Ewigkeit, sondern nur bezogen auf eine sehr spezifische Situation.

Normalerweise sollte es Ansporn genug sein, spezifische Fragen zu stellen.

Sprunghaft: ja.

Falls Ihr mir die Augen ausstechen würdet: Könntet Ihr dann vorher sagen, dass ich beim Verlassen eines Raumes sehr wahrscheinlich in die falsche Richtung laufe ?
Simpel.
Ich beschreibe im 2ten Fall die Abwesenheit von Fähigkeiten.
Wenn ich weiß, was jemand nicht kann, dann kann ich in bestimmten Situationen sehr präzise Aussagen machen.

von Nebukadnezar » Fr 22.07.2022, 03:31

TheBlackSwan hat geschrieben:Frage:
1) Auf welche Weise legt ihr im Moment Geld an, und warum?
2) Was sind aktuelle makroökonomische und geldpolitische Trends, die ihr im Auge habt, und welche Prognosen/Erwartungen habt ihr diesbezüglich?
1.) Im Moment nix. Meine Sippe ist gänzlich ausser Gefahr und ich bin immer noch etwas schockiert, dass meine Frau in 2019 erklärte, dass sie das Land nicht verlassen will. Ansonsten wäre ich aus Europa weg gegangen. Es gibt eine Reihe von Sachen, die ich nicht machen kann bzgl. Geldanlage. Weil zuviele (Bessere) bereits Ähnliches denken. Da sollte ich fern bleiben. D.h. ich fokussiere mich auf das, was fast niemand auf der Pfanne hat. Mein Denken ist blockiert, wenn ich investiert bin.
Was ich in der Vergangenheit NICHT genacht habe, könnte interessant sein: ich habe ab 2018 auf eine Unterbrechung von Lieferketten geschaut. Ich habe dazu eine Reihe von Möglichkeiten ausgeschlossen und es blieb als wahrscheinlichstes Ereignis eine Pandemie übrig. Dazu benötige ich Warnmelder. Meine Schwester ist bei Airbus, ein Nachbar (Draeger) fliegt wöchentlich zwischen Shanghai+USA. Ich habe sie einzeln gebeten mich zu informieren, wenn Optionen gecancelt werden bzw. wenn sich in seinem Flugrhythmus etwas ändert. Als beide unabhängig voneinander beides berichteten, habe ich alle gefragt, die in Konzernen arbeiten, ob da jemand an Plänen arbeitet, wie unersetzbare Mitarbeiter eingesetzt werden sollten oder Flugabweichungen geplant sind. Treffer. Dann mein angelesenes Wissen über Lükex 07 (?) und einen typischen Verlauf einer Pandemie eingesetzt. Da saß ich also fertig ausgerüstet um eine Fluglinie zu shorten. Und wartete. Und wartete. Und wartete. Irgendwann kalte Füsse bekommen. Falls Warren Buffet seine Fluglinie mit Extramilliarden ausstattet oder Trump irgendwen mit Billionen zuschüttet, dann wäre ein short u.U. Selbstmord. Ich habe es (leider) gelassen. Das Risiko während des endlos langen Wartens wurde in meiner Wahrnehmung mit jeder Minute größer. Wahrscheinlich gehörte ich zu den bestinformierten Coronashortern....die nix gewonnen haben dank kalter Füsse :D
Aber eines hat funktioniert: ich habe mir erfolgreich das verteilte Wissen meiner Umgebung zunutze gemacht. Zu meiner Überraschung übrigens ohne dass diese Leute es mitbekommen haben. Sie hielten das einfach für bizarre Fragen meinerseits. Die sind das gewohnt. Und haben sich lange Zeit Nichts dabei gedacht. D.h. Es macht einen großen Unterschied, ob man gezielt nach etwas sucht oder nicht. Zunutze gemacht habe ihr mir dabei das Wissen von gut geführten Unternehmen bzw. deren Kunden. Beim leisesten Hinweis auf eine Pandemie werden Fluglinien Optionen canceln. Dies ist Umgebungswissen, das prinzipiell jedem zur Verfügung steht. Falls Ihr so etwas habt und Euch prinzipiell für das interessiert, was eure Umgebung fachlich drauf hat, dann könnt ihr manchmal Sachen früher erkennen als alle anderen.
Dies ist genau das was ich suche. Ich habe kein Interesse an konventionellen Anlagestrategien. Ich möchte spielen. Man liest Texte anders, wenn man auch nur in Gedanken spielt.
Ein anderes Beispiel war annalena, wind, gas, kohle. Ein Kinderspiel und leider Realität. Falls Ihr z.B. Leute kennt, die rudimentär Ahnung von Energie haben, dann hätten die das eigentlich sehen müssen. Sucht diese Leute. Und versucht heraus zu finden, warum sie es NICHT gesehen haben. Es handelte sich ja nicht um ein kurzes 1-Wochen-Phänomen.
Ich freue mich jedes Mal, wenn ich auf Leute treffe, die mehr können als ich. Das ist nicht schwer. Nahezu jeder Selbstständige kann mindestens 1 Sache, die ich nicht kann. Und die möchte ich gerne lernen. Wie der die Welt sieht. In der Regel anders als ich.

2.)
FED: Q(uantitave)T(Ightning) ist das Gegenteil von QE. Papiere werden auf dem Markt verkauft gegen Geld. Zinsen werden erhöht. Beides ist exakt das Gegenteil von dem, was davor gemacht wurde. D.h. bezogen auf diese beiden Vektoren werden nahezu alle Vermögenswerte fallen (es sei denn eine kommende Zinserhöhung ist bereits eingepreist). Ausnahmen sind sowas wie Unverzichtbares bzw. allgemein: Monopole.
M(ortgage)B(acked)S(ecurities) z.B. werden von der FED nicht mehr gekauft. Die Banken wollen sowas auch nicht haben. D.h. die Immobilienpreise werden mit einiger Verzögerung fallen. Immobilien, die man sich nur auf Kredit leisten kann, werden dann weit überteuert sein, aber noch lange brauchen, bis jemand wirklich verkaufen wird.
Es gibt unterschiedliche Ansichten, wie weit die FED das treiben kann. Es ist Wealth Effekt invers.
Die eine Seite meint, dass die FED aufs Ganze geht und um jeden Preis die Zinsen weiter erhöht (zu Beginn in kleinen Schritten) um die Inflation unter Kontrolle zu bringen und den Dollar zu retten. Und das heisst notfalls auch sehr hoch, bis die Inflation eben unter Kontrolle ist. Es geht um echte Vernichtung von Nachfrage dabei.
Die andere Seite meint, dass die FED bei ca. 3% kapituliert, weil dann alles droht zu kollabieren und deshalb wieder das gute alte QE gemacht wird. In dem Fall würde es weiter Inflation geben.

Falls Ihr daran glaubt (und den Effekt von QE+0-Zins verstanden habt und deshalb QT+steigende Zinsen versteht), dann wäre eine sinnvolle werterhaltende Strategie, die kurzfristigsten Staatsanleihen in den USA zu kaufen und bei Auslaufen sofort dasselbe wieder zu machen. D.h. ihr setzt auf steigende Zinsen und hofft so möglichst nahe an den Punkt zu kommen, wo die Zinsen nicht weiter steigen. Dann schauen, ob langfristige Anleihen ähnlich verzinst sind (oder besser) und langfristig zuschlagen.
Eure Ausgaben sind hier in Euro. Die Inflation in den USA kann Euch erstmal egal sein.

EZB:
Kurz: Ich habe keine Ahnung, wie die EZB den Euro zusammen halten will. Ohne dass Euch sowohl die fähigen Leute als auch die fähigen Unternehmen den Rücken kehren. Dies ist keine demokratische Entscheidung, sondern eine Abstimmung mit den Füssen.

In diesem Fall (Euro schmiert weiter ab) wäre der o.g. Kauf von kurzfristigen Staatsanleihen in den USA eine Art Fluchtwährung gegenüber einem Euro mit höherer Inflation. Ihr verliert gegenüber der Inflation in Dollar (die ihr aber nicht tragen müsst) und gewinnt in Euro. Je stärker der Euro gegenüber dem Dollar abschmieren würde, desto besser wird es dabei.
Dies wäre eine konservative Werterhaltungsstrategie für den Fall, dass die FED die Zinsen schneller erhöhen kann als die EZB.


Rest:
Bei steigenden Zinsen für den Dollar sieht es für den Großteil der Welt (jeder mit nennenswerten Dollarschulden) düster aus. Diese Welt ist hochverschuldet und benötigt spottbilligen Dollar. Und nicht steigende Energiepreise und steigenden Dollar.
D.h. falls ihr mutig seid, könnt ihr Euch da aussuchen, auf welchen Fall ihr wetten wollt.
Umgekehrt heisst das aber: wer haftet eigentlich für die ganzen kommenden Zahlungsausfälle in der dritten Welt ?
In der Vergangenheit wurden bei Bankenproblemen immer von z.B. Greenspan die Zinsen gesenkt und schon war die Welt wieder in Ordnung. Das geht eben nicht mehr.


Das war es kurz, weil mich dieser Aspekt wenig interessiert (mich interessiert fast nur was die FED macht). Was ich zum Jahresende mache weiß ich nicht.

Ein ganz anderer Ansatz ist derjenige, der mir lieber ist: nehmt Euch ein Thema (ein Produkt oder sowas). Und dann eignet ihr Euch davon ausgehend das eurer Meinung nach Wichtige über Märkte/Macro an.
Das hier ist meine Empfehlung (muss Euch aber nicht interessieren):
https://ourfiniteworld.com/

Ich bin über peak Oil/Oil drum auf sie gekommen.
Sie ist Mathematikerin, hat früher Versicherungen beraten und ihr Thema ist Energie. Nicht Geld.
Dies ist die stoffliche Ebene, die ihr bald schmerzlich zu spüren bekommt. Energie, Wasser, Nahrung, Rohstoffe.
Ihr Thema ist wie sich eine schrumpfende Realität bei wachsender/konstanter Bevölkerung auswirkt und was für Probleme auftreten können, wenn man nur auf Bilanzen schaut und versucht Real Weniger mit mehr Geld/Bilanzmanipulation zu begegnen.
Die letzte große Bilanzmanipulation wurde nicht gemacht, weil ihr so reich wart. Im Gegenteil.

Ich empfehle nahezu jeden Artikel (Ukraine/Russland ist auch dabei)

Sie geht auf das Problem ein, dass aus Sicht der Energieproduzenten die Preise viel zu niedrig sind.
Und ohne extrem billige Energie funktioniert gar nichts.
Jemand muss am Ende ohne die gewohnte Menge auskommen.
Bei sinkender Energiemenge ist dieser Planet überbevölkert.

Das ist das was mich am meisten interessiert.
Nach meiner Einschätzung sind die Energie- Wasser- Nahrungs- Rohstoffkriege eröffnet.

Nahrung:
Landgrabbing. Ukraine. Wer besitzt das Land ? Für wen wird da gekämpft ? Theoretisch könntet ihr da Experte werden passend zum Konflikt. Dieses Wissen könnt ihr anschliessend auch anderswo einsetzen. Oder für Euch selbst. Beteiligt Euch an Landgrabbern, wenn ihr es könnt und ihr meint, dass es Zukunft hat. Falls Landgrabbbing auch bei steigenden Zinsen anhält, dann habt ihr einen guten Hinweis darauf, dass Leute, die rechnen können, überzeugt sind, dass es noch viel wertvoller wird. Dann könnt ihr auch selber prüfen.
Enteignung und Verarmung der Bauern : https://www.nachdenkseiten.de/?p=86079
Australien und USA (westlich des Mississppi) werden langfristig als Nahrungslieferanten ausfallen. Für immer (in menschlichen Zeiträumen gedacht)

Wasser:
Eng mit Nahrung verbunden. Jedes Gebiet mit Grundwasserextraktion steht insbesondere bei wachsender Bevölkerung kurz vor dem Exitus. Der vielleicht interessanteste Fall ist der Oglalla-Aquifier (weil langjährig erforscht). Der ist praktisch leer. Ihr könnt aber auch andere Länder nehmen. In dem Moment, wo es kein Wasser gibt, hört das Leben für die meisten Menschen dort auf. Egal welcher Religion/Ethnie/Kultur.

Das wäre meine wesentliche Empfehlung: sucht Euch einen Bereich, in dem ihr etwas wissen wollt und werdet schlauer als andere. Lest insbesondere Zeug, das eurer Meinung widerspricht. Schliesslich wollt ihr keine Meinung vertreten und Diskussionen 'gewinnen', sondern am Ende so sicher sein, dass ihr eben euer Geld setzt. Dann müsst ihr praktisch alles ausgeschlossen haben, was dagegen sprechen könnte.


Das ist mein prinzipieller Ansatz. Jedes Mal, wenn man sich Wissen aneignet, fallen einem mehr Ansatzpunkte ein, um Unregelmässigkeiten/Muster sehen zu können, die anderen wahrscheinlich entgehen.
Sobald ich etwas sehe, was eigentlich unmöglich sein sollte (z.B. extreme Gaspreissteigerung ohne Reaktion aus Deutschland) möchte ich in der Lage sein, es sofort zu nutzen.
Das heisst ich suche nach dem, was andere nicht sehen können/wollen.


Knappheit von Nahrung, Wasser, Energie, Rohstoffen sind extrem stark inflationär. Da kann man Geld umverteilen so viel man will. Seine Bilanzen manipulieren. Hilft nix. Bzw.: ihr könnt es jetzt anderen weg nehmen.

Dasselbe passiert, wenn ihr keine Produkte mehr herstellt, sondern nur noch Finanzprodukte.
Sobald der Produzent (China) ein Teil der Kette alleine produziert, dann helfen euch keine Finanzprodukte mehr. Sie werden sogar extrem schnell wertlos.

Das habe ich meinen Leuten erzählt: raus aus Aktien, raus aus Finanzprodukten. Schafft euch Realität an. Die wird knapp.

von Nebukadnezar » Do 21.07.2022, 22:09

Montesquieu hat geschrieben:Mir geht hier vor allem dieses "ich hab's geblickt und wer nicht genauso denkt wie ich, ist ein Haltungsmensch" ab.
Dann beschreibe ich anhand von mir, was 'Haltung' ist.
Ihr dürft lachen.
Haltung ist das, was ihr bewusst oder unbewusst macht, wenn ihr nicht wirklich adäquat zu reagieren wisst.

Bsp1
Toronto vor 20 Jahren. Meine Frau erklärt, dass wir im Schwulenviertel sind. Ich schaue mich um und kann Nichts erkennen. Sie erklärt, dass man das doch merken muss. Niemand schaut sie mehr an. Alle [Männer] schauen auf mich. Ich schaue mich um. Erkenne Nichts. Sie hat mir aber gleich 2 Sachen erzählt. Zum einen hat sie behauptet, dass sie auf mich gerichtete Blicke sieht. Kann passieren. Wenn ich über etwas nachdenke, konzentriere ich mich und merke nicht mehr viel. Aber sie behauptet auch noch, dass sie die Abwesenheit von Blicken auf sich selbst registriert ? Wie soll das gehen ? Also frage ich die nächsten 3 Männer 'Pardon, are you gay?'. Jedesmal werde ich freundlich mit 'Yes' angelächelt. Meine Frau eilt hinzu und stellt klar, dass 'IHR' Mann manchmal schräge ist.
Und fragt mich später, ob ich das wirklich nicht kann: Blicke spüren ?
Nein.
D.h. 30 Jahre bin ich durch die Welt gegangen in der Annahme, dass niemand mich jemals angesehen hat. Es sei denn: Direkt.
Ich hatte zwar etwas von 'heimlichen' Blicken in Büchern gelesen, konnte damit aber nur begrenzt etwas anfangen.
Wer exakt weiß, was ich gemacht habe kann mein Verhalten in bestimmten Situationen vorhersagen. Denn unabhängig davon ob ich eine Situation verstehe oder nicht: ich reagiere in irgendeiner Weise. Und andere auf mich.

Bsp2:
Ich gebe jedem Menschen die Hand zur Begrüssung. Und jeder Mensch bekommt von mir so ziemlich denselben Händedruck. Einen normalen Männerhändedruck. Falls ich aber einer Frau die Hand gebe und entweder nicht realisiere, dass das eine ist, oder grade an etwas denke, dann bekommt auch die exakt denselben Händedruck.
Ich muss mich streng konzentrieren um den Kraftaufwand zu reduzieren und darf mich nicht ablenken lassen.
Es hat sehr lange gedauert, bis mir meine Frau sagte, dass ich mich darauf konzentrieren muss, wie kräftig mein Gegenüber ist. Bis dahin wusste ich das nicht. Meine Haltung war: jeder Mensch wird genau gleich behandelt.

Bsp3:
Ich hatte (lang her) auf der CEBIT einen Termin mit Epsonchef Deutschland. Am Tresen für B2B waren 2 hübsche Hostessen, die meinen Namen aufschrieben. Ich war pünktlich. Epson war nicht da, also ging ich mich umsehen, um jemanden ein bestimmtes Druckergebnis zu zeigen. Mitten in dieser Unterhaltung werde ich von hinten berührt. Epson+mehrere Anzugträger und die beiden Hostessen (die so aussahen als ob sie grade angeschrien worden waren) standen hinter mir. B2B war verwaist. Irgendwas war schief gelaufen. Vermutlich war ich der Grund. Um ein Haar hätte ich gesagt 'Sie sehen immer noch gut aus' um den beiden Hostessen zu signalisieren, dass sie nicht Schuld sind.
Ich habe später bei Verwandten, die in Konzernen arbeiten, mir die Situation erklären lassen: In einer Konzernhierarchie war/ist es sehr wichtig, wer wen kommen lässt. Durch mein Weggehen habe ich Epson gezwungen für alle sichtbar mir in den Semiprofessional-Bereich zu folgen. Höchststrafe. Und die beiden Hostessen konnten sich sehr wahrscheinlich nicht vorstellen, dass jemand verschwindet, weil sonst alle da stehen bleiben.
Hier kann man verschiedene Schablonen drüber legen. Zum einen eine dominante Haltung, die jedem demonstriert, wie wichtig ich wäre. Indem ich ihn antanzen lasse. Oder Dominanzthesen über Testosteronsteigernde Haltungen.
Meine Haltung war aber die eines Besuchs bei einem Freund. Da er grade zu tun hat, schaue ich mich in der Wohnung um ob irgendwo ein interessantes Buch rum liegt.
Mehr war da nicht. Ich hatte den Termin, den der Epsonchef gewünscht hatte in dem Moment vergessen, wo ich pünktlich erschienen war.
D.h. Ich wäre leicht berechenbar. Wenn man das weiß.

Dies ist auch ein guter Zeitpunkt um den Begriff 'Boykott' zu erklären. Ich (Firma meines Vaters+ich) konnten für einen Zeitraum von 1-2 Jahren jedem Unternehmen, die Ein- oder Ausgabegeräte verkaufen wollten (z.B. digitale Kameras), den Boykott erklären, indem ich ihnen ein ICC-Target zur Kalibrierung nicht liefere.
Epson war zu 100% von uns abhängig, weil es keinen Ersatz dafür gab.

Verständlich, was 'Haltung' ist ?
Es ist das was man macht. Wenn eigentlich was anderes angebracht wäre.
Das interessante bei Situationen, die völlig ausserhalb der Kompetenz eines Menschen liegen: egal was ihr macht. Ihr macht immer etwas. Und es wird umso interessanter, je weniger die Person kapiert, was sie macht.
Montesquieu hat geschrieben: Da ist man drüben schon im Ukrainethread mit der Munition gescheitert und hier auch öfters.
Ihr nehmt die Munition und könnt zurück rechnen, wer sich wann wie vorbereitet hatte. In einem Strategiespielforum erwarte ich das in den ersten Seiten. Und nicht mit Verweis nach Monaten auf einen Tagesschaubeitrag.
Montesquieu hat geschrieben: Beispiel? Scholz hat auch nicht richtig gearbeitet, war Parteisoldat, hat pro-forma als Jurist gearbeitet, wie in etwa 90% aller Politiker. Hingegen hat Habeck die harte Schule als freier Autor hinter sich und länger neben kleinen Parteiämtern so sein Geld gemacht. (das ist übrigens erst einmal ohne Wertung der politischen Arbeit gedacht)
Zu Scholz habe ich keine Meinung außer dass der vielleicht was könnte.
Habeck: ihr seid da auf einen PR-Artikel von Wikipedia reingefallen ?
Die kauft man. Gilt für alle Politiker-Artikel. Dagegen könnt ihr nachschauen, was er für Bücher geschrieben bevor er Politikerwurde und eine kurze Abschätzung machen ob man von diesen Bücherchen leben kann. Seine Konkurrenz besteht in zahllosen Büchern die nebenher exakt so geschrieben werden.
https://www.perlentaucher.de/autor/robert-habeck.html
Unten stehen drei Bücher von ihm bevor er Politiker wurde. Der Mann als Ernährer der Familie als Auslaufmodell. Da spricht er von sich. Davon kann man nicht leben. Seine Eltern sind Apotheker. Hier habt ihr einen Berufssohn.

Wisst Ihr wie diese Leute jemanden boykottieren ?
Sie tanken nicht bei Shell, sondern bei Esso. Sie kaufen kein Adiddas, sondern...Nike ?
Austauschbares Zeug, womit man seine Haltung zeigt.
Oben habe ich beschrieben wie man jemanden boykottieren kann (aus deutscher Sicht: Ersatzteile für Maschinen). Aber nicht indem man sich selbst ins Knie schiesst und erst lange hinterher merkt, dass das nicht so pfiffig war.
Montesquieu hat geschrieben: Mir geht hier vor allem dieses "ich hab's geblickt und wer nicht genauso denkt wie ich, ist ein Haltungsmensch" ab.
Dies beziehe ich auf die s.u. Beiden Zukunftsberechnungen.
Meine Aussage bzgl. der Haltung von Annalenas ist eine gänzlich andere. Weil ich weiß wo sie Inkompetenz mit Haltung überspielt, kann ich unter bestimmten Voraussetzungen sogar die Zukunft berechnen. Was ihr seid, hängt von Euch ab.
Montesquieu hat geschrieben: Dazu liegt Nebu nachweisbar zu falsch
Ein After Action Report (AAR) beschreibt, was jemand gemacht hat.
1. Politik der Inflationierung von Vermögenswerten. Vorhersage eingetroffen ? Ja.
2. Annalenas - > Windmangel - > Gasspotpreis - > Kohle. Vorhersage eingetroffen ? Ja.
Hm.
Sieht nach 2 unmöglichen Volltreffern aus.
Ich hielt es für berichtenswert.
Tröstet Euch: ich bin es gewohnt meine AARs mit einem als vorher für unmöglich bezeichneten Ergebnis abzuschliessen.
Ich bemühe mich aber zu zeigen, wie ich das gemacht habe.
Montesquieu hat geschrieben: und Omniszienz gestehe ich nur einem zu.
Das musste ich nachschlagen, da ich es mit Fremdwörtern nicht so habe.

Nein, so etwas habe ich nie behauptet.
Schaut noch mal per 'Feuer-im-Kino' mit Volltextsuche nach.
Ich bin mir sehr sicher sehr präzise heraus gearbeitet zu haben, unter welchen Umständen ich mir eine Anwendung meines Modells erlaube. Und dann Geld setze, weil ich mir absolut sicher war.

von TheBlackSwan » Do 21.07.2022, 18:51

Frage:
1) Auf welche Weise legt ihr im Moment Geld an, und warum?
2) Was sind aktuelle makroökonomische und geldpolitische Trends, die ihr im Auge habt, und welche Prognosen/Erwartungen habt ihr diesbezüglich?

Gewissermaßen würde uns statt einem AAR ein BAR (vbefore action report) interessieren :-)

Wir finden es auch immer sinmvoll, das einmal aufzuschreiben, damit man dann die Prognose mit der Realität vergleichen kann (haben wir zum Ukrainekrieg hier ja auch gemacht).

von TheBlackSwan » Do 21.07.2022, 18:47

@Nebukadnezar: Wir bezogen uns auf Stil und Form. Eure Posts von vor einigen Wochen hatten viele Absätze und wirkten zerstückelt und etwas ausschweifend. Das haben wir mit euren Posts vom Threadbeginn verglichen, die wir besser lesbar und nachvollziehbarer finden.

von Nebukadnezar » Do 21.07.2022, 17:52

TheBlackSwan hat geschrieben: Seine heutigen Posts sehen auch anders aus als etwa die vom Beginn des Threads.
Ihr seid seit 2016 im Forum.
Ca. 2007/2008 (?) gab es anlässlich von Immobilienkrisen in Spanien/Irland/USA eine ganze Reihe von Finanzmarktthreads. Die waren so umfangreich, dass sie mit I-XYZ nummeriert wurden. Dort diskutierten Regenten zu Beginn auf dem Niveau von 'Was ist überhaupt Geld' bis es mit jedem Monat fähiger wurde. (Mein Eindruck).
Ich habe damals mit ungefähr 'das läuft auf eine Politik der Inflationierung von Vermögenswerten hinaus' m.W. Die Teilnahme daran beendet. Mindestens 1 Regent hatte zugestimmt und das war m.W. Also Stand der Dinge.
D.h. Zu dem damaligen Zeitpunkt waren verschiedene Manipulations-/Hilfsprogramme schon mindestens in der Diskussion.

DIESEN Thread (zu Beginn) hatte ich mit 2 Motivationen geschrieben. Zum Einen die Baugemeinschaft als Unternehmung innerstädtisch zu bauen. Hauptsächlich Bau.
Und dann hatte ich (naiverweise) gedacht, dass jeder (oder zumindest viele), derjenigen, die damals mitdiskutiert/gelesen hatten, eben diesen Stand hatten: Politik der Inflationierung von Vermögenswerten.
Also berichtet man was man gemacht hatte.
Ich habe in diesem Thread irgendwann auch geschrieben, dass ich verblüfft bin, dass niemand sonst darüber schreibt, was er gemacht hat.
Der Baumarktthread endete mit der Eigenkapitalrendite.

Diese letzten Posts (die ihr mit dem anfänglichen Baumarktthread vergleicht) beziehen sich nach der einleitenden Renditeberechnung auf das, was ich an Wissen entweder aus den damaligen Finanzmarktthreads mitgenommen bzw. woanders gelesen habe.
Also das, was ich nutze für diesen AAR.

Verständlich ?
Z.B. benötigt man nicht Wissen um den Goldstandard. Aber im Goldstandard benötigt man langfristig ausgeglichene Handlesbilanzen. Sowas schränkt ein. Der Petrodollar funktioniert völlig anders. Er heisst in beiden Fällen aber 'Dollar'. Ich bezweifle, dass ich das damals mitbekommen hätte (als 2-jähriger), aber: der Übergang ist sehr interessant.
Und ihr (und ich) seid jetzt über den gesamten Zeitraum eures Lebens mit einer neuen Bauernregel aufgewachsen. Von fast 20% Zinsen auf 0%. Und dann funktioniert das Spiel nicht mehr. Und dann wird das Wisssen darum sehr interessant (was auch immer ihr in diesem Forum diskutieren werdet).

von Nebukadnezar » Do 21.07.2022, 17:13

Ioelet hat geschrieben:Wir sind uns jetzt nicht sicher, ob das unter die erwähnten "Kinkerlitzchen" fällt, aber die beiden fett markierten Punkte sind falsch.
Ja, das ist richtig, gut beobachtet und gleichzeitig gegenstandslos.
Diesen Bereich (Bilanzen) hatte ich am häufigsten umgeschrieben. 'Politik der Inflationierung von Vermögenswerten' habe ich genutzt in Gesprächen, aber es blieb nichts hängen. Ausser, dass irgendwas 'Politik' sein soll. Also habe ich Bilanzen genutzt und dann blieb was hängen.
Euch ist wahrscheinlich aufgefallen, dass ich eine bestimmte Absicht hatte: den Kontext eines Unternehmens und den Kontext der Bewertung von Vermögenswerten schnell zu ändern. Um zu dem zu kommen, was Banken beinhalten.
Nehmen wir eine 2te Firma (ich will ja nicht über Unternehmen sprechen, sondern über Zentralbanken), die einen Vermögenswert X hat und in irgendeiner Steueroase ist. Ebenfalls unterbewertet. Können diese beiden Firmen (dargestellt durch Bilanzen) W und X zum Marktwert gegenseitig verkaufen ? Obwohl sie beide mir gehören ? Wenn es wie ein Geschäft unter Fremden ist: ja.
Damit habe ich eine Höherbewertung erreicht. Wo die passiert, ist mir vollkommen egal, ich will zu den Zentralbanken kommen. Jetzt habt ihr gleichzeitig (wieder HGB) ein weiteres Gesetz: bei einer kurzfristigen Wertminderung habt ihr die Möglichkeit des gemilderten Niederstwertprinzip. Ihr habt dann ein Wahlrecht zwischen Anschaffungswert und aktuellen (geringerem) Kurswert. Also nicht das strenge Niederstwertprinzip.
Wie ich versucht habe zu zeigen, kann ich durch meine Tätigkeit den Zweck des Unternehmens ändern. Und damit ändern sich auch die Vorschriften was nun Anlage- und Umlaufvermögen ist.

Was ist der Zweck dieser gedanklichen Klimmzüge ?
Ich habe jetzt eine einfache Struktur (Bilanz), in der ich zwischen Min und Max praktisch wählen kann. Als Zentralbank.
Ihr könnt Legalität nicht ändern. Für Euch existieren Gesetze und Ihr haftet für alles, was ihr bilanziert.
(Ich kann Legalität im Übrigen auch nicht ändern.)

Aber die Zentralbank mit Unterstützung des Staates kann das.
Und so nutze ich jetzt Bankbilanzen als simple Bilanz und kann OTC (Over the Counter) ohne Umwege über den Markt (der zu dem Zeitpunkt tot war bzw. stark fallend) eine Höherbewertung bis zum Marktwert erreichen. Ob Goldman Sachs und JPM jetzt gegenseitig Papiere tauschen um eine Höherbewertung zu erreichen oder ob eine kleine Bad Bank eingerichtet wird, ist mir in dieser Betrachtung völlig egal.
Das einzige, was mich interessierte: ich habe jetzt eine Struktur, mit der ich spielen kann. Zinsen runter → Vermögenswerte steigen im Wert. Anleihenkauf (QE) → Preis für gekaufte Anleihe bekommt einen Minwert und dies wird in jeder Bilanz darstellbar.
Probiert das im Kopf.
Falls Euch dies nicht gefällt: das ist genau das, was gemacht wurde. Eine Politik der Inflationierung von Vermögenswerten.
Ob man dafür Bad Banks oder Special Purpose vehicles (FED) oder proxies (EZB) nimmt ist mir egal.
https://wolfstreet.com/2020/03/23/what- ... -and-spvs/
Special Purpose Vehicles sind Bilanzen, die Zeug kaufen, die die FED nicht kaufen darf. Die FED leiht denen nur das Geld, nachdem sie sie aufgelegt hat. Haften tun andere. Witzig, oder ?
Das ist etwas, was alle Zentralbanken machen. Legalität ist von vorgestern. Natürlich existiert sie für mich und für Euch, aber für andere nach Bedarf nicht. Dann wird es eben legalisiert. Kann man als 'Böse' oder 'Gut' bewerten, aber das will ich nicht. Über den Punkt bin ich hinaus.

Falls Euch dies nicht gefällt: lest meinen Text weiter ab der Stelle, wo jeder Vermögensberater Euch (2013/2014 ?) gesagt hätte: 'Aktuell wird eine Politik der Inflationierung von Vermögenswerten durchgeführt. Also empfehle ich Ihnen Vermögenswerte zu kaufen. Evtl auf Kredit. Unbekannt ist dagegen bis wann diese Politik durch geführt werden kann. Und was danach kommt.'

Ignoriert einfach die Eleganz, mit der ich ALLE Regeln in den Mülleimer werfe und dann heraus suche, was ich brauche um eine gewünschte Bilanzrealität wieder her zu stellen. Ihr könnt diesen Teil überspringen, aber nochmal: ja, gut erkannt (aber gegenstandslos).
Für mich war dies gut genug um absolut sicher zu sein, dass das exakt so gemacht wird nachdem ich sehr lange gesucht hatte, ob jemand etwas dagegen haben könnte.
Ich versetze mich einfach in deren Lage und realisiere, dass die Situation hoffnungslos ist (Feuer-im-Kino). Und schaue, welche Möglichkeiten der Bilanzmanipulation mir zur Verfügung stehen. So spiele ich. Ich gehe davon aus, dass die Spieler, deren Verhalten ich zu modellieren versuche, genauso spielen müssen, weil ihnen ansonsten nichts bleibt.

Unabhängig davon, wie Ihr dazu steht: ich habe sowohl Anfang als auch Ende ziemlich präzise getroffen. Es ist extrem selten, dass jemand so etwas schafft. Dies ist ein After Action Report (AAR). Ich hielt es für berichtenswert. Ich beschreibe wie ich gespielt habe. Kann ich nachvollziehen, dass Ihr an der Stelle gestutzt habt. Überspringt diesen Teil, falls Ihr ihn für wertlos haltet.

von Kardinalinfant » Di 05.07.2022, 09:19

TheBlackSwan hat geschrieben:Was wir schade finden: Nebukadnezar hat einige interessante Thesen und eine potentiell bereichernde Denkweise.

Ddas dauernde "Wir sind so viel schlauer/unvoreingenommener als alle Haltungsmenschen/annalenas und haben alles richtig vorhergesagt" kombiniert mit weiten Abschweifungen und einem Zerstückeln des Textes in viele Absätze und kurze Sätze/Gedankenfetzen machen die Posts anstrengend zu lesen und lenkwn von den Kernaussagen ab. Seine heutigen Posts sehen auch anders aus als etwa die vom Beginn des Threads.
Wir wollen das mal unterstreichen. Im Ansatz schätzen Wir die Herangehens- und Denkweise des werten Nebukadnezar. Wir finden es auch unschön, wie krass ablehnend und teils herablassend sich der ein oder andere Regent hier zu ihm und seinen Texten äußert.

Aber werter Nebukadnezar: Es ist schwer, Euren Texten zu folgen, ohne irgendwann entweder gedanklich auszusteigen oder aber genervt die Lust zu verlieren. Wir würden in aller Bescheidenheit über Uns sagen, ein recht hohes Textverständnis zu haben und Wir würden ebenso über Uns sagen (um mal in Eurer Diktion und Denkwelt zu bleiben), dass Wir Unser Abitur auch vor 30 oder 40 Jahren, als es noch etwas wert war, gut geschafft hätten und zwar nicht durch Fleiß und Auswendiglernen, sondern tatsächlich durch tiefgreifendes Verständnis der Lerninhalte. Allerdings schreibt Ihr mittlerweile (Wir meinen auch, dass das schon mal anders war) extrem sprunghaft da ist es schwer, dem Gedankengang zu folgen. Ihr erklärt zu wenig (steigt bspw. mitten in Rechnungen ein und beziffert die Variablen, ohne kurz zu erläutern, was Ihr womit meint und benennt nicht einmal klar, was Ihr da eigentlich jetzt berechnen wollt) und ja, die ständigen Seitenhiebe wahlweise auf die Politik oder die Dummheit Eurer Mitmenschen (so kommt es an), verstellen den Blick auf das Wesentliche und nerven irgendwann (auch wenn Wir vermutlich in Teilen sogar Eurer Meinung wären, wenn Wir die Eure denn mal klar erkennen könnten). Ihr seid mittlerweile ein Stück weit wie ein altbiblischer Prophet: Es mag ja sein, dass Ihr Recht habt mit dem, was Ihr sagen wollt, aber wenn Ihr zum einen völlig unverständlich redet und zum anderen en passant Eure Zuhörer beleidigt (was Euch möglicherweise gar nicht auffällt), müsst Ihr Euch nicht wundern, wenn bald keiner mehr zuhört und Ihr aus der Stadt gejagt werdet.

von Montesquieu » Di 05.07.2022, 06:28

Tja, die Zeiten haben das Potenzial, den Besten umzuhauen.

von TheBlackSwan » Di 05.07.2022, 00:31

Was wir schade finden: Nebukadnezar hat einige interessante Thesen und eine potentiell bereichernde Denkweise.

Ddas dauernde "Wir sind so viel schlauer/unvoreingenommener als alle Haltungsmenschen/annalenas und haben alles richtig vorhergesagt" kombiniert mit weiten Abschweifungen und einem Zerstückeln des Textes in viele Absätze und kurze Sätze/Gedankenfetzen machen die Posts anstrengend zu lesen und lenkwn von den Kernaussagen ab. Seine heutigen Posts sehen auch anders aus als etwa die vom Beginn des Threads.

von Bigfish » Di 05.07.2022, 00:00

...alternativ empfehle ich euch, euch im nächsten Zoo einen Investmentberater zu suchen.
Kein Witz - die Affen outperformen die menschlichen Investmentgurus. Sogar uns!

Also das ist nun wirklich kein Wunder. Finanz-Brimborium ist nun mal zuallererst ein Affentheater...

von Ioelet » Mo 04.07.2022, 23:02

Damit ich aber nicht nur meckere, sondern auch mal selbst Tips beisteuere:
Ich habe all mein Geld genommen, einen Riesenkredit aufgenommen und bin ins Casino gegangen. Mir ist aufgefallen, dass es gerade ein Freitag der 13. war und entsprechend habe ich alles beim Roulette auf die 13 gesetzt. Natürlich habe ich wie vorhergesagt gewonnen und bin jetzt stinkreich und jeder der eine Ahnung von Zahlen hat, weiß, dass das eine todsichere Strategie war.

...alternativ empfehle ich euch, euch im nächsten Zoo einen Investmentberater zu suchen.
Kein Witz - die Affen outperformen die menschlichen Investmentgurus. Sogar uns!

von Ioelet » Mo 04.07.2022, 08:59

Nebukadnezar hat geschrieben:Bei Vermögenswerten wie einem Grundstück oder W(irecard) gilt daher (kurz) Folgendes: Minimalwert ist der kleinste jemals gefundene Wert (am Markt). Und Maximalwert ist der tagesaktuelle Wert.
Man kann also W höher als den Anschaffungspreis von 5 verbuchen. Und muss ihn nie herauf setzen. Ich bin also HIER nicht gezwungen 100 zu verbuchen. Ich kann es. Ein Wahlrecht.
Hätte ich es gemacht und sinkt der Kurs von W auf 99 MUSS ich den Buchwert von 100 auf 99 senken und dann dementsprechend einen unerwarteten Aufwand (1 Verlust) verbuchen. Solange ich das innerhalb eines Buchungsjahres mache, ist das egal, kann es also auch lassen. Aber irgendwann endet das Buchungsjahr und dann steht da definitiv was und das bestimmt Steuern/Gewinn.
Das ist dann Bilanzpolitik. Was wird wie bewertet, wenn es Wahlmöglichkeiten bzw. Anpassungspflichten gibt.
Im Handelsgesetzbuch (HGB) wird das Vorsichtsprinzip angeraten, so dass es legitim ist, ein Grundstück mit dem Wert von anno dazumal anzusetzen.

(Für diejnigen, die Ahnung haben: nicht mit Kinkerlitzchen zeigen, dass ihr mehr Ahnung habt als ich. Habt ihr. Mir geht es um Spielmechanismen in einem Spiel. Im Folgenden kommt die Politik der Inflationierung von Vermögenswerten oder Assetinflation. Weil es brannte und Rauch sichtbar war. Dafür brauchte ich rudimentäres Wissen um Bilanz. Unterschied zwischen Liquidität und Gewinn. Und insbesondere Wahlrechte bzw. Vorschriften bei der Bewertung von Vermögenswerten. Nicht die Vorschrift an sich. Und welche Möglichkeiten man hat um dafür zu sorgen, dass alles, was pleite war, wieder gesund erscheint und sogar liquide. Auf sowas schaut der Strategiespieler bei einer Zukunftsbewertung. Welche Zugmöglichkeiten sehen die anderen Spieler)
Wir sind uns jetzt nicht sicher, ob das unter die erwähnten "Kinkerlitzchen" fällt, aber die beiden fett markierten Punkte sind falsch.
Es gibt im HGB kein Wahlrecht eine Beteiligung mit einem höheren Wert als den Anschaffungskosten anzusetzen. Das Vorsichtsprinzip ist im HGB nicht "angeraten" es ist einer der wichtigsten Grundsätze der ordnungsmäßigen Buchführung und steht insbesondere in seiner Ausprägung als Niederstwertprinzip wörtlich im Gesetz.
Kurz: Das dargestellte Wahlrecht existiert im handelsrechtlichen Abschluss nicht.

Nach oben