von Lewis Armistead » Mo 08.08.2016, 23:38
I’ll place my knapsack on my back, my rifle on my shoulder

Anfang März 1862
Der Osten
Nordvirginia, Anfang März 1862

Der März bricht an und weiter bleibt es zumindest in Virginia ruhig. Doch ganz allmählich beginnt der Schnee zu tauen und wohl zum ersten Mal in meinem Leben begrüße ich den Frühling anders als mit Freude über das Ende des Winters und Vorfreude auf die wohltuende Wärme des Sommers. Denn mit dem Tauwetter rückt auch das für Feldzüge geeignetere trockene Wetter heran.
Ich fürchte eine Offensive der Union im Osten, wurden doch jegliche potenzielle Reserven im Osten in den verzweifelt nach Verstärkung rufenden Westen geschickt.
So bilden wir zwar eine starke Front im Norden am Potomac, doch mir graut davor, dass die Union herausfinden könnte wie wenig Reserven dahinter Richmond schützen.
Der Westen
Im Westen hat sich der Unionsgeneral Grant wie erwartet gegen Nashville gewandt. Eine kleine Garnison aus lokalen Patrioten weigerte sich entgegen der Befehle die Stadt kampflos aufzugeben und stellte sich zwischen den Häusern und hinter provisorischen Barrikaden der überwältigenden Übermacht der Union entgegen.
Die Schlacht von Nashville,TN am 26. Februar 1862

Tapfer lieferten sich die guten Patrioten Schusswechsel, gaben jedoch nach einigen Stunden auf und mussten sich in Gefangenschaft der Yankees begeben. Nach Jackson,MS und Jefferson City,MO ist nun tragischerweise die dritte Staatshauptstadt der Konföderation in die Hände der Yankees gefallen.
Tennessee, Anfang März 1862

Die Regierung von Tennessee ist nach Memphis umgezogen. Auch ein großer Teil kriegswichtigen Materials konnte abtransportiert und der Rest zerstört werden, während General Forrest mit seiner Kavallerie den Rückzug nach Süden deckt um den Vormarsch der Union zu verlangsamen.
Es ist von äußerster Wichtigkeit hier Zeit zu gewinnen um unsere knappen Truppen zu reorganisieren und entsprechend der Aktionen der Union strategisch neu zu positionieren.
Dazu steht nun endlich nach vielen Monaten wieder General Gustavus Smith mit seinen Truppen bei Memphis zur Verfügung. Nach ihrer Odyssee durch die Sümpfe im Osten von Missouri und Arkansas mitten im Winter hat der General seine Truppen, unter ihnen auch der Lieutenant Osulfsson glücklich zurückgeführt und wird hier nun ausruhen und vorerst mit einer Division den Schutz von Memphis übernehmen.
Die Stellung von General Forney bei Island No. 10 hat unterdessen durch den Verlust von New Madrid am gegenüberliegenden Ufer und den Verlust von Fort Donelson an Wert verloren.
Daher wird die kampfkräftige Division von General Van Dorn abgezogen und zieht nach Corinth. Dort soll sich Van Dorn mit General J.E. Johnston vereinen, der als neuer Kommandeur im Westen und Führer der Army of Tennessee den Befehl übernommen hat. Von Corinth aus will Johnston seine Truppen entsprechend der Bewegungen der Union in den nächsten Wochen neu verteilen.
Die Verteidigung von Ost-Tennessee muss neben Forrest’s Kavallerie vorerst improvisiert werden. Dazu werden aus Teilen von Georgia, Tennessee und Alabama neu ausgehobene Brigaden so schnell wie möglich per Bahn herangebracht. Sammelpunkt wird das Depot bei Pulaski,TN sein. Wir hoffen, dass der neue Kommandeur in Ost-Tennesseeaus den grünen Brigaden schnell kampfkräftige Divisionen formieren kann.
Diesbezüglich bin ich jedoch tatsächlich von vorsichtigem Optimismus befallen, wird der neue Kommandeur doch der verdiente General Jackson sein. Wenn ich einem Kommandeur den offenen Kampf mit Grant zutraue, dann ist es der Mann aus dem Shenandoahtal, der sich schon vor Alexandria so ausgezeichnet bewährt hat.
Ich bete, dass er und Johnston die Lage in Tennessee unter Kontrolle bekommen und das Vorrücken des Feindes zumindest verzögern können, bis weitere Verstärkungen eintreffen.
Trans-Missisippi
Arkansas, Anfang März 1862

Westlich des Missisippi lässt der Frühling teilweise noch auf sich warten, doch im Indianerterritorium befindet sich der Winter bereits auf dem Rückzug und es ist endlich trocken genug für die Indianer um ihren Häuptling Stand Watie und Scout Stupefey Mundi um auszurücken.
Ihr erster Auftrag wird sein, die Stellungen der Union bei Fayetteville unter General Sumner auszukundschaften und Erkenntnisse zu deren Stärke und Plänen zu gewinnen.
Die Texas Ranger ruhen noch bei Fort Gibson aus, werden jedoch ebenfalls bald wieder aufbrechen.
Missouri/Kansas, Anfang März 1862

Weit hinter den feindlichen Linien arbeitet jedoch der Held unserer Konföderation weiter an seinem bereits jetzt legendären Status.
Keine Unionstruppe hat es geschafft ihn zu packen die Union hat durch seine Kavallerie bereits unzählbaren Schaden erlitten. Durch die Texas Ranger, die kurzzeitig Kontakt zu Shelby über einen Meldereiter aufnehmen konnten, habe ich erfahren, dass sein nächstes Ziel wohl Fort Leavenworth in Kansas sein wird. Ein wichtiger Punkt in der Nachschubkette der Union nach Westen.
Seine unermüdlichen Husarenstücke sind von unschätzbarem Wert, halten sie doch die Moral der Bevölkerung trotz schwerer Prüfungen und schmerzlicher Verluste hoch.
Der tiefe Süden
Lousiana, Anfang März 1862

Besonders der tiefe Süden hat genau diese Tiefschläge in letzter Zeit in übergroßem Maße erdulden müssen. Doch endlich scheint sich hier das Blatt zu wenden.
Bevor General A.S. Johnston die Verbindung zwischen den Unionstruppen von Nelson und Hooker kappen konnte, hat sich Nelson fluchtartig von Jackson,MS nach Vicksburg zurückgezogen.
Die Landeshauptstadt von Missisippi ließ er ohne Garnison zurück, sodass über dieser sehr bald wieder die Flagge der Konföderation und des stolzen Staates wehen wird. General Polk wird hierzu seine Truppen nach Jackson führen und das durch die Yankees zerstörte Depot wieder aufbauen.
Es ist bezeichnend, dass die Union tief im Dezember und Januar hier im Süden das Glück besten Wetters genoss, während unsere Männer schwer mit schlechtem Wetter, sogar Schneefällen zusätzlich zum Feind kämpfen müssen.
Yankee-Jayhawkers haben es ebenfalls geschafft nah genug an das wichtige Depot bei Meridian heranzukommen um es in Brand zu stecken. Ein weiterer schmerzlicher Verlust…
Sonstiges
Neben dem schweren Ringen unserer Truppen an den Fronten, gibt es in diesen Wochen einiges zu berichten, was zumindest einige Hoffnung für wachsendes Kriegsglück spendet.

So haben unsere Ingenieure in unermüdlicher Arbeit aus dem Hafenbecken des eroberten Hafens von Norfolk den Rumpf der USS Merrimack geborgen und zu einem neuartigen Panzerschiff umgebaut. Als CSS Virginia, soll das Ungetüm den Unionsschiffen Respekt einflößen und wenn sich die Möglichkeit ergibt den Fregatten der Yankees auf dem James River das Fürchten lehren.
Einer personellen Entscheidung steht die Bevölkerung zum jetzigen Zeitpunkt noch sehr kritisch gegenüber, verbindet sie den Namen Lee doch im Moment nur mit ungeliebten Schanzarbeiten außerhalb von Richmond.
Doch ich kenne Lee als ehemaligen Vorgesetzten aus meiner Zeit bei der US-Armee und bis ausgesprochen froh seine Erfahrung nun auch als Kommandeur im Feld auf unserer Seite zu wissen.

Als rangdienstälterer Offizier, wird er das Kommando in Virginia von General Beauregard übernehmen. Eine Entscheidung, die sogar der sonst jähzornige Kreole relativ gut aufgenommen hat, kennt er Lee doch ebenfalls als ehemaligen Vorgesetzten und erwartet er die Versetzung in den Westen, wo in seinem Heimatstaat Lousiana gekämpft wird.
Doch auch unerfreuliches gibt es zu vermelden. Die Eroberung von Nashville hat eine wichtige Verbindung der Konföderation zu ihren Sympathisanten in Kentucky gekappt. In den Debatten in Kentucky scheinen die Unionisten mehr und mehr die Oberhand zu gewinnen und der wichtige Staat gleitet uns durch die Finger…

gez. Lewis Armistead, Oberkommandierender
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[b][size=200]I’ll place my knapsack on my back, my rifle on my shoulder[/size][/b]
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Der März bricht an und weiter bleibt es zumindest in Virginia ruhig. Doch ganz allmählich beginnt der Schnee zu tauen und wohl zum ersten Mal in meinem Leben begrüße ich den Frühling anders als mit Freude über das Ende des Winters und Vorfreude auf die wohltuende Wärme des Sommers. Denn mit dem Tauwetter rückt auch das für Feldzüge geeignetere trockene Wetter heran.
Ich fürchte eine Offensive der Union im Osten, wurden doch jegliche potenzielle Reserven im Osten in den verzweifelt nach Verstärkung rufenden Westen geschickt.
So bilden wir zwar eine starke Front im Norden am Potomac, doch mir graut davor, dass die Union herausfinden könnte wie wenig Reserven dahinter Richmond schützen.
[b][size=134]Der Westen[/size][/b]
Im Westen hat sich der Unionsgeneral Grant wie erwartet gegen Nashville gewandt. Eine kleine Garnison aus lokalen Patrioten weigerte sich entgegen der Befehle die Stadt kampflos aufzugeben und stellte sich zwischen den Häusern und hinter provisorischen Barrikaden der überwältigenden Übermacht der Union entgegen.
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Tapfer lieferten sich die guten Patrioten Schusswechsel, gaben jedoch nach einigen Stunden auf und mussten sich in Gefangenschaft der Yankees begeben. Nach Jackson,MS und Jefferson City,MO ist nun tragischerweise die dritte Staatshauptstadt der Konföderation in die Hände der Yankees gefallen.
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Die Regierung von Tennessee ist nach Memphis umgezogen. Auch ein großer Teil kriegswichtigen Materials konnte abtransportiert und der Rest zerstört werden, während General Forrest mit seiner Kavallerie den Rückzug nach Süden deckt um den Vormarsch der Union zu verlangsamen.
Es ist von äußerster Wichtigkeit hier Zeit zu gewinnen um unsere knappen Truppen zu reorganisieren und entsprechend der Aktionen der Union strategisch neu zu positionieren.
Dazu steht nun endlich nach vielen Monaten wieder General Gustavus Smith mit seinen Truppen bei Memphis zur Verfügung. Nach ihrer Odyssee durch die Sümpfe im Osten von Missouri und Arkansas mitten im Winter hat der General seine Truppen, unter ihnen auch der Lieutenant [b]Osulfsson[/b] glücklich zurückgeführt und wird hier nun ausruhen und vorerst mit einer Division den Schutz von Memphis übernehmen.
Die Stellung von General Forney bei Island No. 10 hat unterdessen durch den Verlust von New Madrid am gegenüberliegenden Ufer und den Verlust von Fort Donelson an Wert verloren.
Daher wird die kampfkräftige Division von General Van Dorn abgezogen und zieht nach Corinth. Dort soll sich Van Dorn mit General J.E. Johnston vereinen, der als neuer Kommandeur im Westen und Führer der Army of Tennessee den Befehl übernommen hat. Von Corinth aus will Johnston seine Truppen entsprechend der Bewegungen der Union in den nächsten Wochen neu verteilen.
Die Verteidigung von Ost-Tennessee muss neben Forrest’s Kavallerie vorerst improvisiert werden. Dazu werden aus Teilen von Georgia, Tennessee und Alabama neu ausgehobene Brigaden so schnell wie möglich per Bahn herangebracht. Sammelpunkt wird das Depot bei Pulaski,TN sein. Wir hoffen, dass der neue Kommandeur in Ost-Tennesseeaus den grünen Brigaden schnell kampfkräftige Divisionen formieren kann.
Diesbezüglich bin ich jedoch tatsächlich von vorsichtigem Optimismus befallen, wird der neue Kommandeur doch der verdiente General Jackson sein. Wenn ich einem Kommandeur den offenen Kampf mit Grant zutraue, dann ist es der Mann aus dem Shenandoahtal, der sich schon vor Alexandria so ausgezeichnet bewährt hat.
Ich bete, dass er und Johnston die Lage in Tennessee unter Kontrolle bekommen und das Vorrücken des Feindes zumindest verzögern können, bis weitere Verstärkungen eintreffen.
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Westlich des Missisippi lässt der Frühling teilweise noch auf sich warten, doch im Indianerterritorium befindet sich der Winter bereits auf dem Rückzug und es ist endlich trocken genug für die Indianer um ihren Häuptling Stand Watie und Scout [b]Stupefey Mundi[/b] um auszurücken.
Ihr erster Auftrag wird sein, die Stellungen der Union bei Fayetteville unter General Sumner auszukundschaften und Erkenntnisse zu deren Stärke und Plänen zu gewinnen.
Die Texas Ranger ruhen noch bei Fort Gibson aus, werden jedoch ebenfalls bald wieder aufbrechen.
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Weit hinter den feindlichen Linien arbeitet jedoch der Held unserer Konföderation weiter an seinem bereits jetzt legendären Status.
Keine Unionstruppe hat es geschafft ihn zu packen die Union hat durch seine Kavallerie bereits unzählbaren Schaden erlitten. Durch die Texas Ranger, die kurzzeitig Kontakt zu Shelby über einen Meldereiter aufnehmen konnten, habe ich erfahren, dass sein nächstes Ziel wohl Fort Leavenworth in Kansas sein wird. Ein wichtiger Punkt in der Nachschubkette der Union nach Westen.
Seine unermüdlichen Husarenstücke sind von unschätzbarem Wert, halten sie doch die Moral der Bevölkerung trotz schwerer Prüfungen und schmerzlicher Verluste hoch.
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Besonders der tiefe Süden hat genau diese Tiefschläge in letzter Zeit in übergroßem Maße erdulden müssen. Doch endlich scheint sich hier das Blatt zu wenden.
Bevor General A.S. Johnston die Verbindung zwischen den Unionstruppen von Nelson und Hooker kappen konnte, hat sich Nelson fluchtartig von Jackson,MS nach Vicksburg zurückgezogen.
Die Landeshauptstadt von Missisippi ließ er ohne Garnison zurück, sodass über dieser sehr bald wieder die Flagge der Konföderation und des stolzen Staates wehen wird. General Polk wird hierzu seine Truppen nach Jackson führen und das durch die Yankees zerstörte Depot wieder aufbauen.
Es ist bezeichnend, dass die Union tief im Dezember und Januar hier im Süden das Glück besten Wetters genoss, während unsere Männer schwer mit schlechtem Wetter, sogar Schneefällen zusätzlich zum Feind kämpfen müssen.
Yankee-Jayhawkers haben es ebenfalls geschafft nah genug an das wichtige Depot bei Meridian heranzukommen um es in Brand zu stecken. Ein weiterer schmerzlicher Verlust…
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Neben dem schweren Ringen unserer Truppen an den Fronten, gibt es in diesen Wochen einiges zu berichten, was zumindest einige Hoffnung für wachsendes Kriegsglück spendet.
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So haben unsere Ingenieure in unermüdlicher Arbeit aus dem Hafenbecken des eroberten Hafens von Norfolk den Rumpf der USS Merrimack geborgen und zu einem neuartigen Panzerschiff umgebaut. Als CSS Virginia, soll das Ungetüm den Unionsschiffen Respekt einflößen und wenn sich die Möglichkeit ergibt den Fregatten der Yankees auf dem James River das Fürchten lehren.
Einer personellen Entscheidung steht die Bevölkerung zum jetzigen Zeitpunkt noch sehr kritisch gegenüber, verbindet sie den Namen Lee doch im Moment nur mit ungeliebten Schanzarbeiten außerhalb von Richmond.
Doch ich kenne Lee als ehemaligen Vorgesetzten aus meiner Zeit bei der US-Armee und bis ausgesprochen froh seine Erfahrung nun auch als Kommandeur im Feld auf unserer Seite zu wissen.
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Als rangdienstälterer Offizier, wird er das Kommando in Virginia von General Beauregard übernehmen. Eine Entscheidung, die sogar der sonst jähzornige Kreole relativ gut aufgenommen hat, kennt er Lee doch ebenfalls als ehemaligen Vorgesetzten und erwartet er die Versetzung in den Westen, wo in seinem Heimatstaat Lousiana gekämpft wird.
Doch auch unerfreuliches gibt es zu vermelden. Die Eroberung von Nashville hat eine wichtige Verbindung der Konföderation zu ihren Sympathisanten in Kentucky gekappt. In den Debatten in Kentucky scheinen die Unionisten mehr und mehr die Oberhand zu gewinnen und der wichtige Staat gleitet uns durch die Finger…
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