Rule Britannia - UK und der Brexit

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von Arminus » Mi 30.09.2026, 21:44

Also wieder UK ohne Schengen, Euro, aber mit Gibraltar, Nordirland, diversen inner- und außereuropäischen Territorien, die nicht Teil der EU sind, und einem König der nebenbei noch Staatsoberhaut von x anderen Nicht-EU-Ländern ist?


Aus geopolitischen Gründen würde es vielleicht Sinn machen, aber auf der anderen Seite... das Land hätte fast nicht mal den eigenen Ausstieg aus Europa hinbekommen und ist seit dem innenpolitisch so stabil wie man es Italien immer unterstellt. Will man sich wirklich das Trauerspiel angucken, zu versuchen, die wieder in die EU zu bekommen? Und wie hilfreich ist es geopolitisch, wenn man erst mal wieder 5 Jahre verhandelt, nur damit die nächste Faschopartei, die dort dann an der Macht ist, einem die Tür wieder vor der Nase zuschlägt?


Kann sein, dass es auch bei der Mehrheit der wählenden Briten mittlerweile angekommen ist, was für ein Bullshit der Brexit war. Aber 10 Jahre sind ein bißchen wenig, um als europäischer Bürger den Briten wieder eine Chance zuzugestehen. Die dürfen gerne noch mal eine Generation Kreide fressen.

von Montesquieu » Mi 30.09.2026, 16:58

X_MasterDave_X hat geschrieben:Waren die Briten nicht immer die großen Störer in der EU, die etliches blockiert haben? Habe ich das falsch in Erinnerung?
Am Ende war die EU doch froh dass die Briten draussen waren, und man endlich mal Sachen durchbekam.
Nein, das war ein Trugschluß,

Die Briten erlaubten sich nur intern eine anti-europäischere Diskussion, als Frankreich und Deutschland, aber waren in der Umsetzung von Richtlinien nicht hinter den anderen hinterher. Frankreich war sogar im Durchschnitt hinter den Briten.

Aber genau wie bei den Ukrainehilfen: Frankreich schafft es aus wenig sehr viel zu machen. Die alten Charmebolzen.

von deltadagger » Mi 30.09.2026, 15:39

Na ja, das sehen die exemplarischen Franzosen vermutlich genau so vice versa :)
Das Mitspracherecht im Parlament, sprich die Sitze /Land, ist abhängig von der Bevölkerungsanzahl und nicht, wer das größte Irgendwas hat.

Nörgler ist immer relativ, tatsächlich sind sie immer dann aufgefallen, wenn es um Regulierungen ging, die eine oder andere Position fand ich gar nicht sooo schlecht.

von X_MasterDave_X » Mi 30.09.2026, 15:33

Waren die Briten nicht immer die großen Störer in der EU, die etliches blockiert haben? Habe ich das falsch in Erinnerung?
Am Ende war die EU doch froh dass die Briten draussen waren, und man endlich mal Sachen durchbekam.

Sollten die EU überhaupt ein Interesse daran haben, dass diese ewigen Insel-Nörgler wieder Mitspracherechte bekommen?
Von mir aus wirtschaftlich ein Vollmitglied, keinerlei Zölle in beide Richtungen und was sonst noch so geht, aber kein Mitspracherecht mehr. Da ist es schon schwierig genug sich mit den Franzosen abzusprechen. Und die Polen werden demnächst durch ihre Hochrüstung gegen die Russen auch mehr Mitspracherecht haben wollen. Und was das britische Militär anbelangt, das haben wir über die NATO doch sowieso schon im Sack im Ernstfall.

Vielleicht sollte man den Brexit als das sehen was er war: Das größte Eigentor der Briten!
Daran nicht rütteln.... :D

von Mariu » Mi 30.09.2026, 15:11

Ich find das ehrlich gesagt die passende Antwort:



Bevor ich da von EU-Seite auch nur einen Finger gross bewegen würde, müsste im UK erstmal ne Grundsatz-Debatte stattfinden was man den in der EU will.

Mal ganz davon ab, das Reform den Tories, ähnlich wie hier die AfD der CDU in De das Wasser abgräbt. Und wenn Reform die nächste Regierung stellt hat sich das eh gegessen.

Ansonsten können wir auch erstmal die Wiedervereinigung von Irland als Testballon vorschlagen.

von deltadagger » Mi 30.09.2026, 14:45

Es ist schon so, dass der TCA zw. GB und CAN schon eine Art "Schlupfloch" sein wird, wenn CAN in irgendeiner Form beitritt.
Ist im Prinzip ne Weiterführung vom CETA binnen EU
Beide gehören darüber hinaus schon zum CPTPP.

Wird dann mit der EU komplexe Handelsabkommen bedeuten :wirr:
Könnte aber auch bedeuten, dass diese komplexen wirtschaftlichen Verflechtungen einen schnellen Beitritt CAN zu EU ausbremsen könnten.

Soweit ich das in diesem wirtschaftlichen Bezug überhaupt beurteilen kann,
wäre ein zeitgleiches Assoziationsabkommen oder gar Beitritt von GB und CAN die sinnigste Lösung.

Bin gespannt.

von Thomasius » Mi 30.09.2026, 14:30

Wir halten die Ganze Diskussion für einen Sturm im Wasserglas. Würde uns doch sehr wundern, wenn es in den nächsten 10-20 Jahren wirklich Bewegung in dieses Thema kommt. Grundvoraussetzung wäre, dass die politische Diskussion sich wieder halbwegs sachlich um Fakten dreht und davon sind wir heute weiter weg als vor 10 Jahren zum Zeitpunkt der Brexitabstimmung.
Die aus unserer Sicht wichtigste Ankündigung bei dem Parteitag war, dass er eine Kommission einsetzen will, die ein Reform des Wahlrechts zu einem Verhältniswahlsystem erarbeiten soll und Labor mit diesem Ziel in den nächsten Parlamentswahlkampf ziehen will.

von deltadagger » Mi 30.09.2026, 14:28

Ja nun, die Briten haben ja mit so illustren Personen wie Nigel und Boris bei mir für den einen oder anderen Schenkelklopfer gesorgt. :)
Da darf man dann auch mal flapsig drauf reagieren.

Den wirtschaftlichen Impakt des Brexits für die EU wie für GB habe ich mir gar nicht papiermäßig angeschaut.
Und GB hatte damals in der EU soviel Sonderstatuten, das braucht man auch nicht mehr.
War alles in allem vermutlich weniger schlimm als befürchtet.

Ich sehe aktuell mit einem Beitritt in welcher Form auch immer weder große Vorteile noch große Nachteile.
Geopolitisch sind sie ja eh mit Resteuropa in der Nato dabei, wobei die Glanzzeiten des britischen Militärs auch schon paar Jahre her sind.
Na ja, wenns hilft, die Regulierungswut der EU etwas einzubremsen, habe ich nix dagegen und wenn es hilft,
diese unsägliche vdL endlich in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken, fände ich es sogar prima.

von Montesquieu » Mi 30.09.2026, 13:59

deltadagger hat geschrieben:Wenn ich das richtig sehe, war es aber England als Hauptakteur für den Brexit.Ich würde es umdrehen und sagen, Schottland und Nordirland, Gibraltar dürfen wieder rein, der Rest kann ja bleiben, wo er will.Bild
Ich weiß, dass das ja alles als Witz gemeint ist, allerdings würde ich die Briten assoziiert nun in der geopolitischen Lage gerne aufnehmen. Wäre für die EU, Europa und den "Westen" (TM) eine der besseren Sachen, die passieren könnte.

von deltadagger » Mi 30.09.2026, 13:09

Arminus hat geschrieben:England darf gerne Mitglied der EU werden. Aber schon wieder Großbritannien?
Wenn ich das richtig sehe, war es aber England als Hauptakteur für den Brexit.Ich würde es umdrehen und sagen, Schottland und Nordirland, Gibraltar dürfen wieder rein, der Rest kann ja bleiben, wo er will.
Screenshot 2026-09-30 130741.png

von Cyrano » Mi 30.09.2026, 12:53

Überrascht uns nicht wirklich.
Der Austritt hat schließlich nicht wirklich Vorteile gehabt, soweit wir mitbekommen haben ...

von Arminus » Mi 30.09.2026, 10:33

England darf gerne Mitglied der EU werden. Aber schon wieder Großbritannien?

von Montesquieu » Mi 30.09.2026, 10:19

Gut, wenn mit Kanada ein Land des Königs mit der EU assoziert wird, dann wäre das ja ein pragmatischer 3. Weg ...

von Bigfish » Mi 30.09.2026, 10:16

von Mariu » Mo 07.09.2026, 10:28

Dover wurde Samstag früh von 500 maskierten lahm gelegt:

von Mariu » Mi 26.08.2026, 13:57



Mehr Demokratie auf der Insel wär schon was.

von Cyrano » Mo 22.06.2026, 14:07

War ja zu erwarten, dass das nicht mehr lange dauert ...

von Alith Anar » Mo 22.06.2026, 10:39

Laut BBC ist Keir Starmer als Chef von Labour zurückgetreten
Als PM wird er noch so lange bleiben, bis eine Nachfolger gefunden wurde.

https://www.bbc.com/news/live/ckger03mrl0t
https://www.tagesschau.de/ausland/europ ... t-104.html

von Ritter Kunz » Mi 17.06.2026, 19:07

Wir lassen das mal hier, weil es doch sehr Themenspezifisch ist - falls das Moderat lieber im Dessauer sähe, dann gern verschieben :)

von Wilhelm Klink » Mo 15.06.2026, 17:54

So haben wir den Text verstanden. Sogar die richtige Marmelade von Oma, Mutti und der Frau darf so heißen, auch ohne Bauerndiplom. Es ist nun vielmehr so, dass dieses alberne Orangenzeug separat als „Zitrusmarmelade“ o.ä. gekennzeichnet sein muss. Wir sagen: recht so!

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