von Gonzalo » Sa 20.12.2003, 10:21
Aus Ephessos indess erklangen die Laute der Leier,
Duft von Myrrhe, Weihrauch und Brandopfern stieg empor,
als im Theater die Sänger den Göttern huldigten.
[...]
Chor der Priester:
Poseidon,
Herr des Meeres und der Pferde,
Ephesos,
das Volk der Seefahrer und Reiter,
grüsset Dich.
Und in das Reigen der Verzückten erklang das Danklied eines Sängers.
Der Sänger:
Höchster der Götter, Herr des Meeres,
bewaffnet mit goldenem Dreizack, Poseidon,
Träger der Erde auf schwangerer Salzflut!
Kiemenatmend, umtanzen im Kreis
dich schwimmende Wesen,
schwingen mit leichtem Schlage der Flossen
behend sich empor, plattnasige,
von keck gesträubter Finne überragte
flinke Hunde der See,
die Freunde der Musen, Delphine,
Geschöpfe der Wogen, betreut von den göttlichen
Töchtern des Nereus und der Amphitrite.
Ihr brachtet mich hin zum Lande des Pelops,
zu Tainarons Küste, mich, der ich trieb
im sikilischen Meer, ihr truget mich
auf euren gewölbten Rücken, durchfurchtet
die unwegsamen Flächen des Nereus, damals,
als tückische Schurken auf See mich vom bauchigen
Schiffe
hinabgestoßen hatten
in den salzigen, wallenden Schlund.
[...]
Aus Ephessos indess erklangen die Laute der Leier,
Duft von Myrrhe, Weihrauch und Brandopfern stieg empor,
als im Theater die Sänger den Göttern huldigten.
[align=center][...][/align]
[b]Chor der Priester:[/b]
[indent]Poseidon,
Herr des Meeres und der Pferde,
Ephesos,
das Volk der Seefahrer und Reiter,
grüsset Dich.[/indent]
[align=center]Und in das Reigen der Verzückten erklang das Danklied eines Sängers.[/align]
[b]Der Sänger:[/b]
[indent]Höchster der Götter, Herr des Meeres,
bewaffnet mit goldenem Dreizack, Poseidon,
Träger der Erde auf schwangerer Salzflut!
Kiemenatmend, umtanzen im Kreis
dich schwimmende Wesen,
schwingen mit leichtem Schlage der Flossen
behend sich empor, plattnasige,
von keck gesträubter Finne überragte
flinke Hunde der See,
die Freunde der Musen, Delphine,
Geschöpfe der Wogen, betreut von den göttlichen
Töchtern des Nereus und der Amphitrite.
Ihr brachtet mich hin zum Lande des Pelops,
zu Tainarons Küste, mich, der ich trieb
im sikilischen Meer, ihr truget mich
auf euren gewölbten Rücken, durchfurchtet
die unwegsamen Flächen des Nereus, damals,
als tückische Schurken auf See mich vom bauchigen
Schiffe
hinabgestoßen hatten
in den salzigen, wallenden Schlund.[/indent]
[align=center][...][/align]