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Fortsetzung Kapitel 3 ---
Ich nehme schon einmal vorweg, dass ich das Kapitel (vielleicht auch den AAR) mit diesem Post beenden werde, das Spiel jedoch nicht bis zuende spielen konnte. Es geht bis zum Jahr 1913, dann war Ende.
Aber der Reihe nach!
Der Plan war zunächst, Preußen etwas erstarken zu lassen und in der Zwischenzeit Italien zu einem vollen Bündnis zu überreden, so dass sich dann beide auf Kosten Österreich-Ungarns in einem Krieg bereichern könnten, außerdem Österreich-Ungarn einen Zweifrontenkrieg auszufechten hätte.
Ich nutzte die Zeit, um ordentlich Schwere Kreuzer aufzulegen. Die USA hatten über 40, und wenn ich irgendwann einmal dagegen operieren wollte, sollte ich besser früh anfangen!
Bald darauf kam jedoch das Event "Nationalismus auf den Phillipinen", bzw. ein ähnliches, welches meine Beziehungen zu den USA um 150 verschlechterte. Prompt
erklärten mir die USA den Krieg. Das war dumm, denn ich war nicht gut vorbereitet. Eiligst wurden 50000 Pioniere nach Kuba verlegt, wo ich die bereits gelandeten Amis unter ständigem Flottenausweichen schließlich tatsächlich in den Westen der Insel vertreiben konnte. Dies ist Wald/Berge, ich dachte also nicht im Traum daran, dort anzugreifen, sondern verschanzte mich meinerseits auf der Insel. Nach einigen Monaten boten die USA schließlich einen weißen Frieden an, der mich stolze 1 Prestige kostete.
Krieg gegen Österreich-Ungarn
Als ich den Krieg nun endlich los war, ging es los mit Österreich-Ungarn. Nach ein wenig Geldgeschenken, willigte Italien in ein volles Bündnis ein, und ich wartete nicht lange, brachte meine Armee in Position (ich musste noch etwas MP sammeln). 10 Divisionen auf preußisches Gelände, um den Angriff von dort zu unterstützen, den Rest (zunächst 22 Divisionen) nach Italien, um von dort schnell vorzustoßen. Für die nördliche Armee hatte ich keine besondere Planung, die südliche sollte schnell die Alpenberge besetzen, bevor Österreich richtig mobilisieren konnte, und dann wenn möglich nach Bayern vorstoßen. Der Kampf gegen Sachsen und Bayern war ausdrücklich gewollt.
Im Juli 1901 erklärte Spanien Österreich-Ungarn den Krieg.
Alles Bündnispartner auf beiden Seiten folgten willig in den Krieg.
Es lief für Spanien zunächst alles nach Plan, die beiden Heeresgruppen im Süden stießen schnell vor und besetzten die Lande der überrumpelten Österreicher.
Vorstoß in Italien 1901
Zügig ging es voran im Süden zunächst, Provinz auf Provinz wurde erobert, schon bald standen die spanischen Armeen an der Grenze zu Bayern. Doch dann geriet die Offensive ins Stocken. Wir hatten weitere Divisionen gebracht, die Slowenien, Bosnien und Kroatien erobern sollten und dann möglichst nach Wien vorstoßen sollten. Eigentlich wollte ich von allen Seiten auf Wien zu, je nachdem, wer dann am besten durchkommt, der besetzt es.
Die Front verfestigte sich schließlich im Winter 1901/1902. Österreich-Ungarn brachte immer mehr Divisionen an die Front, während sich diese immer verlängerte und die spanischen Reihen dünner machte. Schließlich gingen die Österreicher sogar zur Gegenoffensive über, in der großen
Schlacht um Zagreb, an der ca. 40 Divisionen beteiligt waren, mussten sie jedoch eine empfindliche Niederlage einstecken. Trotzdem riefen die Heere von teilweise mehr als 500000 Mann großen Respekt auf der spanischen Seite hervor. Schließlich
mobilisierte Spanien doch, und frische Kräfte wurden schon bald an die Front gebracht und sollten die Entscheidung bringen.
Im Norden versuchte die spanische Armee wiederholt erfolglos, Karlsbad oder eine andere der Provinzen dort zu nehmen, immer wieder stellten sich ihr die Österreicher massiv entgegen, so dass sie nur eine Randrolle in dem Krieg spielte. Es gelang ihr jedoch zu Anfang, Görlitz zu erobern und von da aus nach Dresden zu marschieren und dies zu besetzen. Kurz darauf besetzte Preußen den Rest des Staates und bekam alle Provinzen bis auf Dresden. Ein Teilziel erfüllt!
Die Berge um Graz und Salzburg konnten nicht genommen werden, Zell am See viel schließlich sehr spät einer Offensive von 25 italienischen Divisionen zum Opfer, Graz konnte Spanien schließlich unter großen Verlusten stürmen, Salzburg blieb jedoch bis Kriegsende unerobert.
Ich konnte schließlich die
spanischen Reserven anbringen, und die Frage war: Wohin mit ihnen?
Der Weg durch ganz Preußen schien mir zu lang, es sollte schon eine Landung im Mittelmeerraum sein.
Ich hätte sie an die Ostfront schicken können, allerdings hätte dies die Front wieder verlängert, es wäre zu vermehrten Aufständen im Hinterland gekommen, aber vor allem hätte es mich meinem Ziel nicht näher gebracht.
Wien lag nämlich auf der anderen Seite von Graz, und dies konnten die Österreicher mit wenigen Truppen bequem halten.
Nein, ich schickte sie an Innsbruck vorbei und half den Preußen zunächst einmal dabei, Bayern endlich zu besetzen.
Mitte 1902 konnten wir München und Landshut nach größeren Gefechten besetzen (Österreich und Bayern waren außerdem nach Südwestdeutschland vorgedrungen), woraufhin Preußen brav annektierte. Ein Gegner weniger!
Daraufhin machte die Reserve einen Schwenk nach Osten und - nun auf der anderen Seite der Alpen -
marschierte gen Wien. Die österreichischen Truppen in den Bergen drohten eingekesselt zu werden. Die Truppen waren bis nach St. Pölten marschiert, ich hatte schon den Sturm auf Wien befohlen, als Österreich das erste Friedensangebot sandte:
Friedensangebot am 1. Januar 1903
Natürlich lehnten wir dankbar ab. Zunächst würden wir sicher mit der Einnahme von Wien günstigere Bedingungen bekommen, zum anderen wollten wir lieber abwarten, dass Österreich Separatfrieden mit Preußen und Italien schloss, damit diese beiden noch gut Land bekämen.
Wien fiel dann kurz darauf im Frühjahr 1903 nach erbittertem Widerstand der Österreicher. Graz wurde in die Zange genommen, von Norden und Süden gestürmt, woraufhin die Alpenarmeen eingekreist waren.
Die Front in Kroatien und Slowenien wurde dünner auf der österreichischen Seite, es taten sich Lücken auf, in die die Reserven der Spanien entschlossen eindrangen. Der Widerstand Österreichs schien gebrochen, man sah dies schon an der Militärstärke (so bei 40 von vorher 150).
Da schloss
Italien als Erster einen
Separatfrieden:
Italien am 1. März 1904
Schnell besetzen wir natürlich die nun freigewordenen Regionen, und kurz darauf kam auch
Preußen mit Österreich zu einem Friedensschluss:
Preußens Friede am 18. Juni 1904
Schließlich besetzte ich Wien wieder für Spanien, führte den Krieg noch ein wenig weiter, bis Österreich einen Frieden akzeptierte, in dem sie unser
Satellitenstaat wurden. Großartig!
Intermezzo
Um Preußens Grenzen etwas abzurunden, erklärte ich
1905 Hannover den Krieg. Preußen als Satellit konnte den Krieg ja nicht erklären, fiel mir ein, da sie aber schon so gierig an den Grenzen Hannovers herumlungerten, tat ich ihnen den Gefallen. Hannover war auch nicht mehr mit Holland verbündet, das war früher immer der Hinderungsgrund.
Die Sache war kurz und schmerzlos, mit folgendem Ergebnis:
Preußen am 3. April 1905
Krieg gegen Russland
Mit den neuen Gebieten erstarkte Preußen ungemein und schob sich sogar an Spanien vorbei auf den vierten Platz im Militär. Auch Österreich hatte sich etwas erholt und war immerhin wieder über 100 Militärstärke angekommen. Russland war hier jedoch Dritter, und die Situation bot sich an, Russland den Krieg zu erklären. Spanien war damals auf dem Höhepunkt seiner Bündnispolitik.
Ein Militärbündnis mit Preußen, Österreich-Ungarn, Italien und Frankreich unter Spaniens Leitung garantierte uns die Hegemonie auf dem Kontinent - es blieb nur Russland als Gegner dort übrig. Russland führte viele Kriege in Asien, hatte Nepal erobert, Korea annektiert, China viele Provinzen abgenommen, Russland war stark!
Aber nicht stark genug.
Direkt nach dem Intermezzo erklärte Spanien Russland den Krieg unter Anrufung seiner Verbündeten.
Schnell stießen die preußischen und österreichischen Armeen gemeinsam vor. Die Russen hatten ihnen nichts entgegenzusetzen. Spanien blockierte den Hafen von St. Petersburg (ich hätte dies auch erobern können, aber ich hatte mir zur Hausregel gemacht, dieses Absetzen auf der Hauptstadt nicht auszunutzen). Unhaltbar eroberten die Verbündeten Provinz um Provinz, bis schließlich die Preußen
in St. Petersburg die preußische Fahne hissen konnten.
Russland bot uns einen Frieden an, in dem es 46 Provinzen hauptsächlich an Österreich und Preußen abgab. Da konnte ich nicht nein sagen!
Lebensraum im Osten
Man sieht hier die zwei unnützen Provinzen für Spanien in Bessarabien, ebenso sieht man, dass ich vorher Österreich die restlichen italienischen Kernprovinzen abgekauft hatte und sie Italien geschenkt hatte (kostete mich ca. 300k und 6-7 Techs, aber Ö-U war ja nun mein Verbündeter, und Geld hat Spanien im Überfluss).
Krieg gegen GB
Ja, jetzt wurde ich richtig übermütig!
Mit ganz Europa zu Spaniens Füßen, wie sollte uns da das perfide Albion etwas entgegensetzen können? Zumal Spanien in den Jahren des Krieges gegen Russland und danach kräftig die neuen Dreadnoughts baute. Schließlich wurde der
Juni 1911 für die Kriegserklärung an GB festgesetzt. Dort besaß Spanien dann 25 Dreadnoughts, das war Weltspitze! Die USA besaßen 22, GB "nur" 16.
Wir bauten die neuen Tanks und stellten 30 Tankdivisionen für den Sturm auf die Insel auf. Insgesamt standen uns 50 Frachter zur Verfügung.
Guten Mutes begann ich den Krieg, schon bald konnten wir viele britische Schiffe versenken, die stolze britische Flotte lag schon bald auf dem Grund des Ärmelkanals.
Die Landeoperation in die leeren Provinzen Südenglands begann.
Heile kamen sie dort an und begannen, die Provinzen zu besetzen. Doch was mussten sie mir aus den Nachbarprovinzen berichten? Dort stand eine Armee in Cardiff bestehend aus
1.898.000 Soldaten!!
Damit hatte ich nicht gerechnet, ich dachte, GB hätte seine Divisionen viel weiter verteilt!
Dummerweise sind mir in den Seeschlachten auch fast alle Frachter gesunken (ich kann nur jedem raten, diese in eine Extraflotte zu stecken und immer ganz schnell aus der Gefahrenzone zu bringen bzw. erst anzubringen, wenn die großen Schlachten schon geschlagen sind!), ich konnte also die Armee auch nicht mehr evakuieren (mir blieben noch 4). Natürlich wurden die
50 Divisionen dort komplett vernichtet, ein herber Verlust!
Ich probierte auch eine andere Strategie und landete danach mit vielen kleinen Heeren an der Küste GBs, aber auch diese Armeen wurden eine nach der anderen vernichtet.
Währenddessen hatte GB meine Kolonie in Südafrika bereits erobert. Demgegenüber stand nur Gibraltar, welches von Spanien besetzt war.
Kleine Anekdote am Rande waren die
Ionischen Inseln. Ständig sandten sie unverschämte Friedensangebote, z.B. Abtretung aller Kolonien in Südafrika an GB, damit ich Frieden mit den Ionischen Inseln hätte. Ganz Spanien zitterte!
Marokko war aber dumm genug und gab den Inseln 6 eigene Provinzen ab, die dann prompt von mir besetzt wurden, ebenso wie die Ionischen Inseln. Dies trieb meinen Warscore wieder etwas in der Höhe, da war ja immerhin eine Hauptstadt dabei.
Ich änderte also meine Strategie von "Schön Spielen" auf "Gewinnen". Die Insel konnte ich nicht erobern, also vergriff ich mich an GBs Bündnispartnern. Jede Hauptsadt bringt eine Menge Extra-Warscore, und wo gibt es eine Menge Hauptstädte? Genau, in
Indien.
Also wurden mit den neuen Frachtern Divisionen nach Indien verlegt und nach und nach die Hauptstädte der ganzen kleinen indischen Staaten dort besetzt. Das war etwas riskant, es wurden mir auch einige Truppen vernichtet, aber hey!, das waren die mobilisierten Reserven, die kommen ja immer wieder!
Schon bald kam ich auf 100% Warscore, doch GB ignorierte stur meine Angebote auf eine Satellitisierung GBs. Als ich dann zum hundertsten Mal Preußen und Österreich die unnützen Expeditionstruppen zurückgegeben hatte, den hundertzwanzigsten Weißen Frieden zwischen irgendeinem indischen Kleinstaat, von dem ich nicht einmal weiß, wo er liegt bzw. wann ich ihn erobert hatte, abgelehnt und GB mein x-tes Friedensangebot ausschlug (auch "Gibraltar an Spanien" mit 2% Kosten akzeptierte es nicht), machten sie mir schließlich ein Angebot, das ich einfach nicht ausschlagen konnte. In einem Riesenfenster bot GB mir sage und schreibe
56 Provinzen für Frieden an, darunter Gibraltar und einen Haufen Überseebesitzungen!
Ja, und hier endet mein Bericht, denn den Klick der Gier bestrafte das gnadenlose Victoriaprogramm mit einem trockenen CTD.
Schon vor dem Krieg war ich Nr. 2 in der Welt vor GB und hinter USA, mit der Annahme dieses Friedens wäre ich evtl. sogar auf Platz 1 gerückt. In jedem Fall konnten mir sowohl GB als auch USA danach nicht mehr gefährlich werden, da ich eindeutig die stärkste Flotte besaß. Militärisch hatte ich mit den USA fast gleichgezogen, nur GB war noch weit weg. Ich machte sogar bei voller Mobilisierung aller Reserven noch Gewinn, die spanische Wirtschaft erarbeitete die zweithöchsten Exporte der Welt - vor GB und hinter den USA. Spanien war Marktführer bei Stahl, Panzern, Autos und auch Luxuskleidern.
Nach diesem Frieden wäre es wohl auch etwas langweilig geworden, es gab ja eigentlich keinen Gegner mehr auf der Welt für Spanien und seine Vasallen.
Fazit
Mir hat dieses Kapitel sehr viel Spaß gemacht, ich habe wieder viel über Victoria gelernt, z.B. über das Kämpfen mit Verbündeten. Es ist ja eigentlich unmöglich, einen Angriff zu koordinieren, man kann nicht sagen: Italiener greif du hier und hier an, dann komm ich von dort. Allerdings ist die KI immer sehr fleißig dabei, wenn man selber vorgeht. Schickt man also Truppen in den Kampf und die KI hat welche danebenstehen, so schickt sie diese sogleich nach. Das fand ich praktisch, so habe ich vielleicht mehr Verluste, kann aber bestimmen, wann wo angegriffen wird.
Meine Satelliten zu stärken, um schließlich mit ihnen gegen meine Gegner vorzugehen, das hat mir auch gefallen.
Gegen Ende habe ich auch endlich den Sinn des Kämpfens mit Reserven gesehen: Wenn man nämlich eine Anti-militaristische Regierung hat (und ständig ersetzen erhöhrt eben die Militanz der Bevölkerung), ist der Verteidigungsetat beschränkt, man kann also die ganzen Divisionen auf Minimalstärke gar nicht alle auffrischen. Die Reserven bekommt man jedoch mit voller Mannstärke und bekommt obendrein noch etwas MP dazu. Gegen Ende konnte ich die "Federano Publico" oder so nicht mehr dauernd absetzen, woraufhin ich beschloss, eben mit dieser Regierung zu leben, so gut es ging.
Ich bin eigentlich sogar ganz froh darüber, dass GB mich so vernichtend auf seiner Insel geschlagen hat. Ich wäre enttäuscht gewesen, wenn das große Empire sich so einfach von Spanien hätte besetzen lassen.
Insgesamt kann ich nur wieder sagen, wie wichtig eine gute Wirtschaft ist. Besonders die Eisenbahnen steigern enorm den Profit, das ist sofort spürbar und lohnt sich immer! Sobald neue, bessere Fabriken zu bauen sind wie Autos, Elektroteile, Panzer, werden diese gebaut, alte, unnütze geschlossen (Beton, Glas etc.), und wieder schnellt der Profit in die Höhe.
Ich habe jedenfalls eine Menge gelernt, es hat Spaß gemacht, den AAR zu schreiben. Ich hoffe, es hat dem ein oder anderen Leser ebenfalls gefallen. Vielleicht schreibe ich noch ein 4. Kapitel, wenn ich die Lust finde. Das wird dann aber etwas ganz anderes!